Schiff der tausend Träume (Leah Fleming)

Veröffentlicht 10. Mai 2018 von erlesenebuecher

Titanic, Spitze & Benimmkurse

Appetithäppchen: Als sie an Bord der „Titanic“ gehen, sind sie durch Stand und Herkunft getrennt: die Auswanderin May und die reiche Celeste. Als das Schiff sinkt, werden ihre Schicksale für ihr ganzes weiteres Leben verbunden. Denn aus den Fluten retten sie ein kleines Mädchen. Sein Geheimnis wird die Zukunft dreier Generationen prägen – von New York über England bis in die Hügel der Toskana…

Verfasser: Leah Fleming stammt aus dem englischen Lancashire. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder. Als Autorin von historischen Romanzen bereits sehr erfolgreich, hat sie nun ihren ersten großen Roman geschrieben. Sie lebt und arbeitet in den Yorkshire Dales und in einem alten Olivengut auf Kreta.

[Fischer (2012)]

Meine Meinung: Nachdem ich im Auswandererhaus in Bremerhaven war, wollte ich unbedingt mehr über diese Zeit und Einzelschicksale erfahren. Vor allem alles rund um die Titantic erweckte erneut mein Interesse, so dass ich mir einige Romane rund um dieses Thema wünschte. „Schiff der tausend Träume“ war eines davon und auch wenn die Titanic bereits gleich zu Beginn des Buches sinkt, wirft das Unglück lange Schatten über das Leben der Beteiligten.

Der Roman ist sehr umfangreich, geht über mehrere Generationen dreier Familien und spielt in der Zeit von 1912 bis 1959. Drei Schicksale, die eng miteinander verwoben sind, gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Titanic. Der Leser begleitet May aus der Arbeiterklasse, die aus Englang mit ihrem Mann und Tochter nach Amerika aufbrechen möchte, um ein neues Leben zu beginnen. Sie verliert bei dem Unglück beide Familienangehörige. Im Rettungsboot lernt sie die Engländerin Celeste kennen, die zu ihrem wohlhabenden Mann nach Amerika (Ohio) zurückkehrt. Ihre Ehe ist unglücklich, aber sie will ihren Sohn nicht verlassen. Außerdem begleitet der Leser den Italiener Angelo, der sich in Amerika (New York) ein neues Leben aufgebaut hat und nun am Pier auf seine Frau und seine Tochter wartet – leider vergeblich.

Diese Protagonisten werden über die Jahrzehnte begleitet. Man lernt ihre Kinder, ihre neuen Partner und Familienangehörige kennen und lieben. Man erlebt England, Amerika, aber auch die Toskana… zwei Kriege müssen die Familien überstehen… Freude und Leid ertragen… bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen.

Es ist ein ziemlich dicker Wälzer, der viel Zeit, Leid, Erfahrungen, Familie, Freundschaft beinhaltet. Der spannend, aber auch entspannend ist. Er hat vielleicht auch Längen, die ich nicht wirklich erkannt bzw. so empfunden habe. Wenn ich das Buch aufklappte, hatte ich das Gefühl alte Bekannte wiederzutreffen. Das war schön, manchmal auch schön traurig.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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