Pünktchen und Anton (Erich Kästner)

Veröffentlicht 27. Juni 2018 von erlesenebuecher

Streichhölzer, Bräutigam & Schofför

Appetithäppchen: „Streichhölzer, kaufen Sie Streichhölzer, meine Herrschaften!“ ruft Pünktchen, alias Luise Pogge, wenn sie allabendlich neben einer merkwürdigen alten Frau auf der Weidendammer Brücke mitten in Berlin steht. Natürlich ohne das Wissen ihrer Eltern, Herrn und Frau Direktor Pogge, die sie ja ganz sicher in der Obhut von Fräulein Andacht glauben. Aber ist Fräulein Andacht wirklich so harmlos, wie sie tut? Als die Situation dann brenzlig wird, ist zum Glück Pünktchens Freund Anton zur Stelle. Und sie selbst ist ja schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen!

Verfasser: Erich Kästner, der Autor vieler weltbekannter Kinderbücher, ausgezeichnet u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian-Andersen-Medaille, hat einmal gesagt: „Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Früher waren sie Kinder, dann wurden sie erwachsen, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“

[Cecilie Dressler Verlag (1935)]

Meine Meinung: Echte Freundschaft ist unbezahlbar. Und das wissen auch schon Kinder. Pünktchen und Anton sind Freunde, echte Freunde. Es ist egal, dass Pünktchens Eltern reich sind und Antons Mutter arm. Pünktchen hilft Anton und legt in der Schule ein gutes Wort für ihn ein. Anton hilft Pünktchen und rettet sie vor dem Pförtnerjungen und dann ihre Familie sogar vor einem Einbruch. Da muss dann auch ihr Vater einsehen: Anton ist ein klasse Junge.

Das ist so eine schöne Geschichte, wie nur Kästner sie in seinem Berliner Charme erzählen kann. Zwischendurch immer wieder durch einige Gedanken über Tugenden unterbrochen, welche sehr WERTvoll sind. Der Leser soll ja auch etwas lernen. Das macht Kästner großartig.

Ich habe das Buch zum ersten Mal gelesen, kenne die Geschichte aber, da meine Schwester sie früher als Schallplatte besaß und ich sie immer wieder gerne gehört habe. Nun wollte ich das Buch meinem Sohn vorlesen, der mir aber mitteilte, dass er die Geschichte schon kenne, da sie sie in der Schule gehört haben. Nach einer kurzen Enttäuschung, dass ich ihm dieses wundervolle Buch nicht vorlesen kann, habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass sie so schöne Sachen in der Schule machen.

Auf jeden Fall lesenswert!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

 

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