[Rezension] Chill mal, Frau Freitag (Frau Freitag)

Veröffentlicht 14. April 2019 von erlesenebuecher

Vallah, Tadel & Heidepark

Appetithäppchen: Eine der Lieblingsbeschimpfungen aller Schüler ist ja Spast. Jedes Mal, wenn ich das Wort höre, frage ich die Schüler: „Weißt du denn, was ein Spast ist?“ Und ich bekomme immer die gleiche Antwort: „Ja, klar. Ein Spast ist ein kleiner Vogel.“ Da steht also ein riesiger arabischer Schüler vor mir, wahrscheinlich mit Totschläger und Messer in der Tasche und einer kiloschweren Schüler- und Polizeiakte, und denkt, ein Spast sei ein kleiner Vogel.

Verfasserin: Frau Freitag, geboren 1968, wollte schon immer Lehrerin werden. Seit zehn Jahren unterichtet sie Englisch und Kunst an einer Gesamtschule. Sie lebt mit ihrem Freund, dem einzigen Nichtlehrer, den sie noch kennt, in einer deutschen Großstadt.

[Ullstein (2011)]

Meine Meinung: Da ich Religionslehrerin bin, bekomme ich ständig Bücher übers Lehrerdasein oder über Gott bzw. die Bibel geschenkt. Leider meist keine guten… Mein anderes Fach ist Mathe. Da bekomme ich eher wenige Bücher geschenkt und wenn dann von Fachkollegen, so dass die Bücher meist gut sind.

Nun ja, dieses Buch habe ich als Lehrerin also geschenkt bekommen und eine zeitlang war es ja auch in aller Munde. Ich habe vor einiger Zeit ebenfalls das Hörbuch „Für mich ist auch die 6. Stunde“ von Frau Freitag geschenkt bekommen. Das hat mir an sich besser gefallen, vielleicht weil Frau Freitag so nett vorliest. Aber dieses Buch hier fand ich eher nervig.

Nun bin ich momentan leider auch nicht gut auf Schule vor allem Schulpolitik zu sprechen. Die Bürokratieaufgaben wachsen, Nichtlehrer machen Politik für die Schule und drücken Inklusion, Digitalisierung etc. in die Schule und wer leidet? Nicht nur die Schüler… auch die Lehrer. Und dann lese ich dieses Buch und Frau Freitag erzählt Klischees über… sind das eigentlich Hauptschüler oder ist das eine Gemeinschaftsschule? Keine Ahnung, aber sie redet ja auch völlig nichtsahnend über die Gymnasiumschule (was für ein Wort).

Klar sind die Geschichten teilweise unterhaltsam, aber eben nicht neu und leider sehr plakativ. Die Schüler beschimpfen sich gegenseitig, kommen zu spät, passen im Unterricht nicht auf und sind aber an sich alle nett.

Dann kann ich abschließend nur sagen: Bitte schenkt mir nicht mehr solche Bücher… Obwohl wenn ich jetzt ehrlich drüber nachdenke, mein Mann ist Musiker, und er kriegt von mir auch ständig Sachen bei denen es hauptsache um Gitarren bzw. Musik geht… vielleicht sollte ich das auch mal reflektieren.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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