Und Gott sprach: Du musst mir helfen! (Hans Rath)

Veröffentlicht 10. Mai 2019 von erlesenebuecher

Pasternak, Freaks of Nature & Du sollst nicht gleichgültig sein

Appetithäppchen: Die Welt ist schlecht. Das muss Jakob Jakobi am eigenen Leib erfahren, als er ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt von zwei Typen in Nikolausverkleidung bestohlen wird. Aber nicht nur im Kleinen, auch im Großen muss dringend was passieren auf der Erde. Sagt wer? Ein alter Bekannter Jakobs: Gott persönlich. Der taucht in Gestalt des Lebenskünstlers Abel Baumann auf und wirft erst mal Jakobs Winterurlaubspläne über den Haufen. Und nicht nur das: Diesmal ernennt Gott seinen Extherapeuten kurzerhand zum neuen Messias. Eine kleine Schar etwas zwielichtiger Apostel gesellt sich auch bald dazu – doch Jakob zweifelt sehr daran, dass das mit der Weltrettung so funktioniert. Und wo soll man überhaupt anfangen?

Verfasser: Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Mit der Romantrilogie „Man tut, was man kann“, „Da muss man durch“ und „Was will man mehr“ hat Rath sich eine große Fangemeinde geschaffen. Zwei der Bücher wurden bereits fürs Kino verfilmt. Sein Roman „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ ist ebenfalls ein Bestseller. Die Reihe wurde erfolgreich fortgesetzt mit „Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch!“

[Wunderlich (2015)]

Meine Meinung: Geld regiert die Welt! In dem Buch wird der Moralhammer ordentlich geschwungen, natürlich immer mit einer Prise Humor, damit es nicht übertrieben wirkt. Aber leider ist es dadurch auch etwas anstrengend und gezwungen. Die Botschaft ist, dass man die Welt retten soll, d.h. nicht gleichgültig sein soll. Aber die Moral von der Geschicht: Es geht nur mit Geld oder eben nicht!

Jakob Jakobi trifft nach einigen Jahren wieder einmal Abel Baumann, also Gott. Dieser möchte die Welt retten und braucht dafür einen neuen Messias. Wer das sein soll? Na, vielleicht Jakob Jakobi? Richtig! Dieser weigert sich, bekommt aber Hilfe in Form einiger Apostel, die eine eher zwielichtige Vergangenheit haben. Moralische Unterstützung bekommt er von einer jungen Dame, in die er sich gleich etwas verliebt, die einer veganen, etwas militanten Tierschutzorganisation angehört. Um ihr zu gefallen, macht er mal mit…

Das Buch ist etwas besser als der Vorgänger, wobei Toni Auerbach natürlich auch eine kleine Rolle bekommt. Es unterhält, lässt einen vielleicht manchmal kurz innerlich schmunzeln und lässt sich schnell weglesen.

Mich ärgert es eben nur etwas, dass es letztendlich so ist, dass man die Welt anscheinend nur mit genügend Geld, hier gleich in Form von mehreren Millionen, besser machen kann. Oder soll das die Kritik an der Gesellschaft sein? Das hätte man dann aber anders aufziehen müssen. Ich bin aber jetzt auch ein bisschen froh, dass die Reihe vorbei ist.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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