Das kurze Leben der Sophie Scholl (Hermann Vinke)

Veröffentlicht 1. Juni 2019 von erlesenebuecher

Flugblätter, Malerei & Freiheit

Appetithäppchen: Am 22. Februar 1943 wurde die 21-jährige Sophie Scholl gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und dem Mitstreiter Christoph Probst im Münchner Gefängnis Stadelheim mit dem Beil hingerichtet. Sie war Mitglied der „Weißen Rose“, einer Studentengruppe, die mit Flugblättern zum Widerstand gegen Hitler ausgerufen hatte. Hermann Vinke beschreibt ihr Leben vor und während des Widerstands der „Weißen Rose“ in Form von Berichten, Dokumenten, Zeugenaussagen, Briefen und Fotos.

Verfasser: Hermann Vinke, geboren im Emsland, arbeitete als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und beim NDR. Als Hörfunkkorrespondent für die ARD war er mehrere Jahre in Tokio tätig und von 1986-1990 in Washington. 1990-1991 war Hermann Vinke Leiter des ARD-Studios in Ostberlin. Seit 1992 ist er Programmdirektor Hörfunk bei Radio Bremen.

[Ravensburger Buchverlag (1987)]

Meine Meinung: Sophie Scholl war eine beeindruckende Persönlichkeit! Dasselbe gilt für ihren Bruder und seine Gefährten. Noch heute sollten alle diese Namen kennen und wissen, was sie geleistet haben. Allerdings ist es in der heutigen Zeit schwierig, dieses zu verdeutlichen, da sie ja „nur“ Flugblätter verteilt haben. Im 10. Jahrgang habe ich gerade letztens zum Thema „Soziale Verantwortung“ über die „Weiße Rose“ gesprochen und versucht den Schülern den Mut und die Tragweite der studentischen Handlungen zu beschreiben. Zum Glück gibt es solche Bücher und auch Filme bzw. Dokumentationen, die helfen diese Helden der damaligen Zeit einem näher zu bringen.

Man darf nicht aufhören gegen Missstände zu protestieren, wachzurütteln, unbequem zu sein.

Hermann Vinke berichtet mithilfe einiger Interviews und anderen Veröffentlichungen von Sophie Scholl, ihrem Leben, ihren Taten und Wünschen. Er versucht sie dem Leser näher zu bringen, das gelingt in meinen Augen allerdings nur teilweise. Nach Schließen des Buches war Sophie Scholl mir leider noch immer fremd und ich konnte sie nicht richtig fassen, was ja nicht das Schlimmste ist, ich aber anders erhofft habe.

Wichtig finde ich jedoch nicht immer nur Sophie bzw. die Geschwister Scholl im Fokus zu haben, sondern auch die anderen nicht weniger tapferen, jungen Menschen, wie bspw. Christoph Probst, der drei kleine Kinder hinterließ, und Alexander Schmorell, Traute Lafrenz, …

Bewertung: 4,5 von 5 Punkte

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