[Rezension] Der Ruf der Wildnis (Jack London)

Veröffentlicht 2. Januar 2020 von erlesenebuecher

Knüppel, Leithund & Geisterwolf

Appetithäppchen: Jack Londons 1903 erschienener Abenteuerroman, der die Zeit des Goldrauschs beschreibt, gilt als eines seiner besten Werke. Es ist die Geschichte von Buck, einer Mischung aus Bernhardiner und Schlittenhund, der menschlicher Brutalität und Gewalt ausgesetzt ist und erst durch den Goldgräber Jack Thornton Güte und Freundlichkeit kennenlernt: ein eindrucksvolles Plädoyer für Menschlichkeit und Nächstenliebe und ein spannendes Abenteuer, das bis zur letzten Seite fesselt.

Verfasser: Jack London (eigentlich John Griffith Chaney) wurde am 12. Januar 1876 als uneheliches Kind in San Francisco geboren. Er wuchs in Armut auf und musste bereits früh zum Einkommen der Familie beitragen. Nach einer Zeit, in der er sich als Fabrikarbeiter, Robbenjäger und Landstreicher durchschlug, holte er das Abitur nach und begann 1896 ein Studium, das er jedoch schon nach einem Semester abbrach. Er ließ sich vom Goldrausch anstecken und schürfte in Alaska selbst nach dem Edelmetall. Zurück in Kalifornien stellten sich mit seinen Tiergeschichten und Erzählungen über das harte Leben einfacher Menschen der Arbeiterklasse erste literarische Erfolge ein. In kurzer Zeit wurde London sehr wohlhabend. Seine plötzliche Popularität überforderte ihn jedoch. Alkohol und ein extravaganter Lebensstil führten den Schriftsteller in den Ruin. Jack London starb am 22. November 1916 im Alter von nur 40 Jahren auf seiner Farm in Glen Ellen an Nierenversagen.

[Ravensburger Taschenbuchverlag (1970)/ dtv (2013)]

Meine Meinung: Vor Jahrzehnten habe ich das Buch mal gelesen, nun wurde es mal wieder Zeit (Meine Ausgabe ist noch von Ravensburger). Ich weiß noch, dass ich mich damals etwas schwer tat mit dem Buch. Dieses Mal war es anders, ich fand es ergreifend, spannend und voller Abenteuer.

Buck, ein großer Mischlingshund, wird von dem Leser durch sein Leben begleitet. Wohlbehütet wächst er auf und wird dann brutal aus seiner Umgebung gerissen und nach Norden nach Kanada und Alaska gebracht, um als Schlittenhund eingesetzt zu werden. Er macht sich prächtig, gerät aber immer wieder an neue Besitzer, manche besser, manche schlechter. Er lernt sich durchzusetzen und kommt letztendlich zu John Thornten. Mit diesem Mann verbindet ihn Liebe, Zuneigung und Vertrauen. Allerdings hört er immer wieder einen Ruf, der ihn in die Wildnis zieht…

Ein wahres Abenteuerbuch, welches einen nicht loslässt. Man taucht ab in eine rauhe, eisige, brutale Welt und bibbert, fiebert und kämpft mit Buck. Großartige Unterhaltung!

Vor allem freue ich mich nun auf die Neuverfilmung, die Anfang des Jahres mit Harrison Ford ins Kino kommt. Der Trailer verspricht großartige Bilder der Naturgewalten.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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