[Rezension] Die sieben Königreiche 3 – Die Königliche (Kristin Cashore)

Veröffentlicht 6. Januar 2020 von erlesenebuecher

Wahrheitssucher, Chiffren & Erzählstuben

Appetithäppchen: Seit dem Tod ihres tyrannischen Vaters ist Bitterblue die alleinige Herrscherin eines ganzen Königreichs. Während sie langsam in ihre Aufgabe hineinwächst, muss sie sich unausweichlich der Vergangenheit stellen: Wer war ihr Vater, König Leck, wirklich? Was gehört zu den Lügengebäuden seiner Herrschaft und was ist tatsächlich die Wahrheit? Für ihre Nachforschungen schleicht sich Bitterblue Nacht für Nacht verkleidet aus dem Schloss, schließt unter falschem Namen ungewöhnliche Freundschaften in den Straßen und Wirtshäusern und verstrickt sich ihrerseits in ganz neue Lügen…

Verfasserin: Kristin Cashore studierte am Center for the Study of Children’s Literature in Boston. Sie gehört zu den jungen US-Newcomer-Autorinnen der letzten Jahre. Ihre beiden Bücher „Die Beschenkte“ und „Die Flammende“ schafften sofort den Sprung auf die New-York-Times-Bestsellerliste, wurden bereits in 28 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. „Die Königliche“ ist ihr drittes Buch.

[Carlsen (2012)]

Meine Meinung: Dies ist der Abschluss einer wirklich faszinierenden Trilogie. Alle Bände hängen zusammen, spielen aber an völlig unterschiedlichen Orten und die Hauptperson ist immer eine andere. In diesem Buch geht es um Bitterblue, die Königin von Monsea, deren Vater Leck einst auf Fire aus dem zweiten Band traf. Außerdem ist Bo, der Gefährte von Katsa aus dem ersten Band, ihr Cousin und Berater. Alle Protagonisten der letzten beiden Bände tauchen auch hier wieder auf. Aber hauptsächlich geht es um Bitterblue, die versucht mit den Folgen der tyrannischen Regentschaft ihres Vaters zu leben und die Wahrheit zu erfahren. Dieses ist aber nicht allzu leicht, da sie nie genau weiß, wem sie trauen kann…

Das zieht sich durch den ganzen Band. Immer wieder fragt man sich, wem kann Bitterblue vertrauen und wem plötzlich nicht mehr. Das ist spannend und aufregend, zerrt aber auch etwas an den Nerven. War ich zu Beginn des Buches völlig hingerissen und dachte, das wäre eines der besten Bücher seit Langem, wurde meine Geduld manchmal etwas zu sehr strapaziert. Es gab ein paar Längen und so richtig kam man nie an die Wahrheit. Am Ende gab es zwar eine Auflösung, aber so richtig befriedigend fand ich die nicht.

Umso besser waren aber die Charakterdarstellungen und z.B. konkrete Handlungsszenen, in denen wirklich etwas passiert, wie in der Stadt. Das hat Spaß gemacht und die Hauptakteure sind einem ans Herz gewachsen mit der Zeit. Die Idee der Beschenkten fasziniert immer noch und auch der Aufbau der ganzen Welt mit den sieben Königreichen und ihren Problemen ist gelungen.

Insgesamt eine großartige Trilogie, die man jedem der Jugend-Fantasy-Romane mag, empfehlen kann.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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