[Rezension] Die Stadt der Träumenden Bücher (Walter Moers)

Veröffentlicht 15. Februar 2020 von erlesenebuecher

Schattenkönig, knolfen & Goldene Liste

Appetithäppchen: Als Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterlässt er seinem Schützling nur wenig mehr als ein Manuskript. Dieses aber ist so makellos, dass Mythenmetz nicht widerstehen kann, dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher. Als der Held sie betritt, ist es, als würde er die Tür zu einer gigantischen Buchhandlung aufreißen. Er riecht den Anflug von Säure, der an den Duft von Zitronenbäumen erinnert, das anregende Aroma von altem Leder und das scharfe, intelligente Parfüm der Druckerschwärze. Einmal in den Klauen dieser buchverrückten Stadt wird Mythenmetz immer tiefer hineingesogen in ihre labyrinthische Welt, in der Lesen noch eine wirkliche Gefahr ist, in der rücksichtslose Bücherjäger nach bibliophilen Schätzen gieren, wo Buchlinge ihr Unwesen treiben und der mysteriöse Schattenkönig herrscht.

Verfasser: Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen von „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ bis „Rumo“ in die Herzen eines großen Publikums geschrieben. Die Idee zu seinem neuen Roman kam ihm nach einer Expedition durch die Antiquariate der amerikanischen Ostküste. Er hat Charaktere geschaffen wir Käpt’n Blaubär, das Kleine Arschloch, den Alten Sack und die Comicfigur Adolf.

[Piper (2004)]

Meine Meinung: Ich bin endlich richtig in Zamonien angekommen. Eigentlich ist es mir schon mit „Rumo“ gelungen, aber hier bei diesem Werk habe ich es selbst erst komplett gemerkt. Ich liebe Zamonien! Es hat etwas gedauert, da ich mich anfangs doch sehr schwer mit Moers Schreibstil, Phantasie und Art zu Denken getan habe. Nun weiß ich langsam Bescheid und bin gefangen geworden.

In diesem Werk geht es um unsere Lieblingsechse Hildegunst von Mythenmetz. Er hat noch nichts geschrieben und zieht das erst Mal aus der Lindwurmfeste in die weite Welt, und zwar nach Buchhaim. Die Stadt der Bücher, alles dreht sich hier ums Lesen und um Bücher. Schon allein da war ich gefangen. Wer möchte nicht dorthin? Allerdings ist nicht alles gut dort und Phistomefel Smeik zieht die Fäden im Hintergrund. Hildegunst wird in die Katakomben unter der Stadt verschleppt und scheint dort nie wieder rauszukommen…

Es passiert wieder so viel, die Einfälle Moers sind genial und die Charaktere detailliert und liebevoll gestaltet. Es war ein Genuss!

Ein kleiner Wehrmutstropfen war, dass dieser Smeik so böse war. Ich hatte Volzotan Smeik bei Rumo richtig lieb gewonnen. Das irritierte mich etwas und machte mir beim Lesen zu schaffen. Aber Hildgunst, die Buchlinge und einige andere Charaktere haben mir darüber hinweggeholfen.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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