[Rezension] Dark Love (Lia Habel)

Veröffentlicht 1. April 2020 von erlesenebuecher

Steampunk, Zombies & Impfstoff

Appetithäppchen: Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und digitale Tagebücher – das ist die Welt der Nora Dearly im Jahr 2195. Die 16-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird. Denn was Nora nicht weiß: Sie trägt den Schlüssel in sich, um die Menschheit vor dem sicheren Untergang zu retten. Doch wer sind ihre finsteren Kidnapper? Und warum übt ihr Anführer eine so große Anziehung auf Nora aus? Bald erkennt sie, dass ihre heile neuviktorianische Welt eine Illusion ist – und dass dunkle Liebe sogar den Tod überwindet…

Verfasserin: Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu „Dark Love“ hatte Lia während einer Busfahrt nach NY City, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte.

[Piper (2011)]

Meine Meinung: Dieses Buch fing so vielversprechend an. Schon nach den ersten Seiten liebte ich den Steampunk. Es hatte sofort seinen Zauber und ich war mitgerissen. Es kamen Monster vor, aber alles spielte in dieser seltsamen Atmosphäre, der neuviktorianischen Zeit, die total cypermodern ist, aber dennoch voll viktorianischen Eigenschaften und Charme. Man spürte aber sofort die Gefahr in der Luft durch diese Monster, welche sich als Zombies, als lebende Tote herausstellten. Welch berauschende Idee! Steampunk trifft Zombies – fesselnd!

Allerdings ging die Spannung dann leider nicht weiter. Die Handlung plätscherte seitenlang nur so dahin und ich ertappte mich immer wieder dabei, dass ich dachte, worauf will die Autorin denn jetzt hinaus… Das Ende flackerte nochmal kurz erfreulich auf, konnte aber meinen Frust nicht mehr richtig beiseite schieben. Sehr schade.

Nora ist eine angesehene gutbürgerliche Tochter, eines verstorbenen Forschers, die auf eine Elite-Mädchenschule geht (wie gern ich mehr über die Schule erfahren hätte…). Sie wird von lebenden Toten entführt und lernt plötzlich eine ganz neue Welt kennen, in der Krieg herrscht. Aber sie lernt eben auch Bram kennen, einen Zombie, der es ihr angetan hat. Der ganze Plot ist komplex und birgt so viel Potenzial, das leider nicht richtig ausgeschöpft wird.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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