[Rezension] Das Mädchen aus der 1. Reihe (Jana Crämer)

Veröffentlicht 1. April 2020 von erlesenebuecher

Joyning, Essen & Song-Orakel

Appetithäppchen: In Leas Augen ist ihr Körper eine einzige Problemzone. Nur wenn sie mit ihrer besten Freundin Jule auf den Konzerten ihrer Lieblingsband in der 1. Reihe steht, kann sie ihre Sorgen für einen Abend vergessen und das Leben unbeschwert genießen. Jule ist das komplette Gegenteil von ihr: selbstbewusst, beliebt und schlank. Umso verblüffter stellt Lea fest, dass sich Ben, der attraktive Sänder der Band, ausgerechnet für sie interessiert. Es entwickelt sich eine Beziehung, die beide dazu bringt, ihre Masken fallen zu lassen. Und Lea erfährt, dass auch Bens Leben nicht diese Leichtigkeit hat, wie es auf der Bühne scheint…

Verfasserin: Jana Crämer, Jahrgang 1982, hat in Dortmund Erziehungswissenschaften/ Psychologie studiert und lebt in Wetter an der Ruhr. Als Managerin der Band „Luxuslärm“ liegt ihr Aufgabenfeld vorwiegend am Bühnenrand und im Backstagebreich, trotzdem zieht es sie nach wie vor in die 1. Reihe.

[juneberry (2015)]

Meine Meinung: Der Buchtitel sprang mir sofort ins Auge. Das passte so. Gut nicht genau jetzt, da Konzerte abgesagt sind, aber bis vor einem Monat. Ich war auf so vielen Konzerten in letzter Zeit und an sich immer in der 1. Reihe. Jedoch war der Inhalt dann etwas anders, als ich dachte.

Lea ist stark übergewichtig und steht kurz vor dem Abitur. Ihre beste Freundin Jule und sie lernen in einem Club die Band Joyning kennen und lieben. Lea hat es vor allem der Sänger Ben angetan. Er ist so unnahbar, attraktiv, besitzt eine tolle Stimme und hat gerade sie ausgesucht, um von der Bühne mit ihr zu flirten. Die Beiden lernen sich immer besser kennen und können bzw. wollen auch ihre Geheimnisse nicht mehr voreinander verstecken. Lea leidet unter der Alkoholsucht ihres Vaters und ihrer eigenen Fresssucht.

Das Buch hat autographische Züge der Autorin, so dass ich nicht sagen kann, sie macht zu viele Fässer auf. So ist das Leben. Es geht um Freundschaft, Musik, Schwärmerei, Karriere, Sucht, Familie… Alles wird angerissen. Zum einen fehlt manchmal die Tiefe, aber zum anderen schafft es Jana Crämer immer wieder den Leser mitzunehmen und zu berühren. Es fesselt, obwohl der Schreibstil einen nicht mitreisst und eher kühl bleibt. Trotzdem hatte ich mir mehr oder besser etwas anderes erhofft. Aber irgendwie hatte das Buch etwas, die Seiten flogen dahin und ließ einen immerhin teilweise nachdenklich zurück. Es lohnt sich auch, sich danach etwas näher mit Jana Crämer, die Bloggerin ist, zu beschäftigen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkte

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: