[Rezension] Gute Geister (Kathryn Stockett)

Veröffentlicht 26. Mai 2020 von erlesenebuecher

Trennlinien, Shinalator & Schokoladenkuchen

Appetithäppchen: Jackson, Mississippi, 1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen, die wie sie unzufrieden sind: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf und bringt ihnen bei, sich selbst zu lieben – das Tafelsilber darf sie aber nicht anfassen. Und Minny  ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Drei außergewöhnliche Frauen mit all ihren Stärken und Schwächen. Drei Frauen, die – aller Gefahr zum Trotz – den Mut haben, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und gemeinsam etwas zu wagen.

Verfasserin: Kathryn Stockett ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen, wo ihr Roman spielt. Nach einem Studium der Englischen Literatur zog sie nach New York. Dort arbeitete sie neun Jahrelang bei Zeitschriftenverlagen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Atlanta. „Gute Geister“ ist ihr erster Roman, der gleich zu einem phänomenalen Erfolg wurde. Seit über 100 Wochen steht er auf der New York Times Bestsellerliste, er wird in 40 Sprachen übersetzt und unter dem Titel „The Help“ fürs Kino verfilmt.

[btb (2010)]

Meine Meinung: Ich liebe Bücher, von denen man nicht loskommt, die einen den ganzen Tag beschäftigen und man sich manchmal fragt, was würde der Protagonist jetzt machen. Das sind Bücher, die einen gefangen nehmen und unter die Haut gehen. Genau so ein Buch ist „Gute Geister“. Ich fand es großartig!

Das Buch hat alles, was es zum Bestseller braucht: einen wirklich guten Plot, vielschichtige Protagonisten, eine wahre Hintergrundgeschichte und einen fesselnden Schreibstil. Kein Wunder, dass die Story so erfolgreich verfilmt wurde.

Wir befinden uns in Mississippi zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung und begleiten zwei farbige Dienstmädchen durch ihren Alltag, der teilweise herzzerreißend, absurd, aber auch schön ist. Gleichzeitig ist da Skeeter, das junge unverheiratete Mädchen, welches sich immer mehr von ihren Freundinnen entfernt und dabei so mutig, neugierig und offen ist. Diese Kombination von Frauen ist überraschend, aber passend und sie haben einen Plan. Sie wollen den Lesern die Welt der farbigen Dienstmädchen zeigen…

Die Zeit der Rassentrennung ist noch nicht so lange her und erschreckenderweise teilweise immer noch aktuell, wenn man sich die heutige USA anschaut. Davor darf man nicht die Augen verschließen und sollte sich immer wieder bewusst machen, nicht das Äußere entscheidet über den Wert eines Menschen.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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