Kinderbuch

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Harry Potter und der Gefangene von Askaban [Illustrierte Schmuckausgabe] (J. K. Rowling/ Jim Kay)

Veröffentlicht 26. Juni 2018 von erlesenebuecher

Krone, fahrender Ritter & Irrwicht

Appetithäppchen: Nach einem magischen Missgeschick von gigantischem Ausmaß fürchtet Harry Potter schlimmer Konsequenzen. Darum flieht er aus dem Haus der Dursleys und verschwindet mit Hilfe des Fahrenden Ritters. Doch das Zaubereiministerium hat gerade ganz andere Probleme: Der berüchtigte Gefangene Sirius Black, ein Anhänger von Lord Voldemort, ist aus der Festung Askaban entkommen. Angeblich hat er es auf Harry abgesehen. Deshalb schickt der Zaubereiminister die Dementoren von Askaban nach Hogwarts, um das Schulgebäude zu bewachen. Denn mit ihrem schrecklichen Kuss können sie jedem Feind die Seele aussaugen. In seinem dritten Hogwarts-Schuljahr wird Harry von düsteren Gerüchten und bösen Omen verfolgt. Er erfährt mehr über seine Vergangenheit und steht schließlich einem der treuesten Diener des Dunklen Lords gegenüber… Die sehnlich erwartete Schmuckausgabe des dritten Bandes von J. K. Rowlings weltbekannter Serie steckt voller magischer Momente, die Jim Kay, Gewinner der Kate Greenaway Medal, mit Farbe, Stift und Pixeln eingefangen hat.

Verfasser: J. K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 78 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J. K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in die magische Welt eintauchen können. J. K. Rowling erhielt zalhreiche Auszeichnungen, u.a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis. Jim Kay studierte Illustration an der University of Westminster und arbeitete nach seinem Abschluss für die Archive der Tate-Britain-Gallerie in London und für die Royal Botanic Gardens in Kew. Auf einer Austellung seiner Werke wurde er von einem Verleger angesprochen und damit begann seine Karriere als freiberuflicher Illustrator. Für seine Bilder zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness erhielt er 2012 die renommierte Kate Greenaway Medal und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Heute lebt Jim Kay in Northamptonshire.

[Carlsen (2017)]

Meine Meinung: Auch diese Schmuckausgabe habe ich meinem siebenjährigen Sohn vorgelesen. Es hat etwas länger gedauert, da das Buch zum einen ziemlich umfangreich ist und zum anderen mussten wir einige kleine Pausen machen, wenn es mit den Dementoren zu gruselig wurde.

Gerade die Dementoren haben meinen Sohn sehr beschäftigt. Für mich als Erwachsenen waren diese natürlich immer böse und sollten angsteinflössend wirken, aber mich haben sie außerhalb des Buches nie wirklich beschäftigt. Anders ist das bei Kindern. Dass sie einem die glücklichen Gedanken aussaugen und eine verweste Hand haben, ließ mein Kind nicht los. Dadurch interessierte er sich auch besonders für die Patroni (Mehrzahl von Patronus?) und welche Tiere daraus entstehen können. Er mutmaßte auch schon, welche Tiere wohl bei Ron und Hermine entstehen könnten.

Am meisten hat er aber mitgelitten, als Harrys Besen kaputt ging. Das fand er ganz schlimm und hat auch nicht verstanden, warum Hermine zu Professor McGonagall gegangen ist. Über Sir Cardogan konnte er richtig lachen und der Zeitumkehrer hat ihn wiederum nicht besonders beeindruckt. Den fand ich ja von Anfang an faszinierend.

Es macht aber unwahrscheinlich Spaß die Bücher vorzulesen, da Kinder wirklich ganz andere Schwerpunkte setzen, als man selbst. Das macht Spaß.

Sehr viel haben wir über die Freundschaft von Harrys Vater James, Sirius, Peter und Remus geredet. Das war auch alles etwas schwierig zu verstehen. Allerdings fand er Sirius von Beginn an klasse, obwohl er doch erst so gemein schien.

Die Bilder dieser Schmuckausgabe sind gewohnt toll. Vor allem der Hippogreif hat sehr geholfen, ihn sich richtig vorzustellen. Aber natürlich wurden die Bilder etwas düsterer und so wurden die Dementoren gar nicht richtig angeguckt. Leider werden es auch gefühlt immer weniger Bilder, da das Buch ansonsten wohl zu dick wird, da es eben sehr viel Text gibt.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Emil und die Detektive (Erich Kästner)

Veröffentlicht 14. Februar 2018 von erlesenebuecher

Hundertvierzig Mark, Nikolsburger Platz & der kleine Dienstag

Appetithäppchen: Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren. Seine Großmutter und die Kusine Pony Hütchen erwarten ihn am Bahnhof Friedrichstraße. Aber Emil kommt nicht, auch nicht mit dem nächsten Zug. Während die Großmutter und Pony Hütchen noch überlegen, was sie tun sollen, hat Emil sich schon in eine aufregende Verfolgungsjagd gestürzt. Quer durch die große fremde Stadt, immer hinter dem Dieb her, der ihm im Zug sein Geld gestohlen hat. Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung: von Gustav Hupe und seinen Jungs.

Verfasser: Erich Kästner. Der Autor vieler weltbekannter Kinderbücher, ausgezeichnet u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian-Andersen-Medaille, hat einmal gesagt: „Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Früher waren sie Kinder; dann wurden sie erwachsen, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“

[Dressler (2010)/ Atrium Verlag (1935)]

Meine Meinung: Irgendwie ist das Buch in meiner Vergangenheit immer an mir vorbei gezogen. Ich kannte es natürlich vom Hören und habe auch den Inhalt grob mitbekommen. Aber vor längerer Zeit habe ich mir das Buch nun doch gekauft und dachte, dass es eines der Bücher ist, die man mal gelesen haben muss.

Ich habe das Buch meinem älteren Sohn vorgelesen und das hat wirklich Spaß gemacht, da er es spannend und aufregend fand. Leider kann ich dem nicht voll zustimmen. Aber so konnte ich mir gut vorstellen, dass ich das Buch als Kind ebenfalls sehr gut gefunden hätte. Und es ist, das muss man sagen, ein gutes Kinderbuch, das man ohne Weiteres seinen Kindern auch heute noch vorlesen kann.

Am witzigsten war für mich die Sprache der Berliner Kinder und ihre ganze Organisation. Mein Sohn hingegen fand den Diebstahl von so viel Geld sehr aufregend, und dass die Kinder dann wirklich den Täter schnappten. Ebenfalls fand er Gustav mit der Hupe toll. Öfter haben wir über die Beziehung zwischen Emil und seiner Mutter gesprochen, da mein Sohn es schwierig fand, diese einzuschätzen, da sie geschimpft hat, aber eben auch froh und lieb war. Das war ein Widerspruch, fand er. Ich habe mich gefreut, dass wir solch zwischenmenschliche Beziehungen thematisieren konnten.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Harry Potter und die Kammer des Schreckens [Illustrierte Schmuckausgabe] (J. K. Rowling/ Jim Kay)

Veröffentlicht 3. Februar 2018 von erlesenebuecher

Phönixtränen, Tagebuch & Alraunen

Appetithäppchen: Als im Ligusterweg ein aufgeregter kleiner Hauself namens Dobby auftaucht und Harry eindringlich davor warnt, nach Hogwarts zurückzukehren, vermutet dieser, dass sein Erzfeind Draco Malfoy dahintersteckt. Doch die unheimliche Warnung, die wenig später in einem dunklen Gang der Schule auftaucht, bestätigt Dobbys Voraussage: Etwas Furchtbares wird geschehen… In seinem zweiten Jahr in Hogwarts trifft Harry auf magische Wesen, findet ein verzaubertes Tagebuch und erfährt mehr über Hagrids Vergangenheit. Aber vor allem versucht er, zusammen mit Ron und Hermine, eine sagenumwobene Kammer aufzuspüren – und das tödliche Geheimnis darin. Was die Autorin und der Illustrator hier gemeinsam geschaffen haben, wird sowohl neue Leser als auch Fans der weltbekannten Serie verzaubern.

Verfasser: J. K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 78 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J. K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in die magische Welt eintauchen können. J. K. Rowling erhielt zalhreiche Auszeichnungen, u.a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis. Jim Kay studierte Illustration an der University of Westminster und arbeitete nach seinem Abschluss für die Archive der Tate-Britain-Gallerie in London und für die Royal Botanic Gardens in Kew. Auf einer Austellung seiner Werke wurde er von einem Verleger angesprochen und damit begann seine Karriere als freiberuflicher Illustrator. Für seine Bilder zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness erhielt er 2012 die renommierte Kate Greenaway Medal und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Heute lebt Jim Kay in Northamptonshire.

[Carlsen (2016)]

 

Meine Meinung: Tja, was kann ich noch sagen. Es ist immer wieder, wirklich auch nach dem fünften Mal, schön, dieses Buch oder auch eines der anderen zu lesen. Es macht so viel Freude, ist gut geschrieben, voller gut durchdachter Ideen und wunderbaren Charakteren. Dieses Mal war es besonders toll, da ich ja meinem ältesten Sohn die Schmuckausgaben vorlese. Es macht mir sehr viel Spaß, die ganze Geschichte noch einmal durch seine Augen zu erleben und mit ihm darüber zu reden.

Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ fand mein Sohn besonders spannend und war von der unheimlichen Stimme, die nur Harry hört, von Anfang an fasziniert. Er war natürlich sofort der Meinung, dass es Voldemort sein muss. Etwas schwierig war es aber für ihn die Charaktere richtig einzuschätzen. So hat er z.B. lange geglaubt, dass Lockhart wirklich toll ist und so viele Sachen kann oder dass Hagrid die Kammer geöffnet hat, fand er erst nicht besonders abwegig. Aber am meisten hat ihn am Ende beschäftigt, dass Tom Riddle nicht nett und gut ist.

Mir selbst sind auch wieder einige Facetten durch seine Sichtweise klar geworden und vor allem ist Harry für meinen Sohn der größte, strahlend weiße Held und so ganz habe ich ihn eigentlich nie so gesehen, zumindest nicht nur, aber irgendwie verstehe ich meinen Sohn schon…

Großartig fand wir besonders das Quidditch-Spiel, Dobby und das fliegende Auto. Besonders viel mussten wir über Reinblüter, Muggelstämmige und Squibs diskutieren. Ich persönlich fand wieder einmal die Alraunen und Fawkes super, aber die interessierten meinen Sohn nicht so sehr.

Ach so, zu den Bildern sollte ich wohl auch noch etwas schreiben. Leider waren es schon deutlich weniger als im ersten Teil – empfand ich zumindest so, da es wohl mehr Text und das Buch schon sehr unhandlich ist. Die Bilder sind wunderschön, orientieren sich am Film, haben aber ihren ganz eigenen Charme. Wir waren besonders von den Bildern zur Todestagsfeier begeistert.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Geschichten von Paddington (Michael Bond)

Veröffentlicht 2. Dezember 2017 von erlesenebuecher

Marmeladenbrot, Peru & Ochsenauge

Appetithäppchen: Braunes Fell, lustig blitzende Augen, Schlapphut, verbeulter Koffer samt Marmeladenglas – das ist Paddington! Im Sturm erobert der kleine Bär aus dem dunkelsten Peru die Herzen der Browns, die ihn bei sich aufnehmen. Und bald ist im Hause Brown nichts mehr so wie zuvor, denn Paddington sorgt immer wieder für Aufregung und Pannen. Er kämpft mit tückischen Rolltreppen, treibt vornehme Verküfer an den Rand der Verzweiflung und geht als Detektiv auf Verbrecherjagd. Leider mit mäßigem Erfolg…

Verfasser: Michael Bond, geboren 1926 im englischen Newbery, war Mitarbeiter bei der BBC und später Kameramann beim Fernsehen. Er schrieb Kurzgeschichten, Hörspiele und Drehbücher. 1958 veröffentlichte er sein erstes Paddington-Buch. Dreizehn Bände sind insgesamt erschienen; sie machten ihn zu einem der erfolgreichsten Kinderbuchautoren der Welt. Michael Bond lebte bis zu seinem Tod 2017 als freier Autor in London.

[Beltz & Gelberg (2011)]

Meine Meinung: Leider ein Buch, das während meiner Kindheit völlig an mir vorbeigegangen ist. Das ist schade, da ich es als Kind, denke ich, noch viel besser gefunden hätte. So war es manchmal etwas schwierig, da der Zauber der Geschichten mich nicht mehr so ganz erreichte. Aber es hat immer noch gereicht, so dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe und ab und an doch auch schmunzelt musste. Ich habe das Buch meinem siebenjährigen Sohn vorgelesen, dem es ebenfalls gut gefallen hat, aber manchmal schwankte er etwas zwischen „Das ist doch eher was für kleinere Kinder“ und „Ich verstehe das nicht so ganz“. Das lag vor allem an der älteren Sprache, die ich wiederum sehr erfrischend fand. Und grundsätzlich freue ich mich, wenn der Sohn nach einem Wort oder einer Redewendung fragt. Woher soll er es denn ansonsten lernen?

Paddington ist prima. Ein wirklich großartiger, tolpatschiger, hilfsbereiter Bär, der immer nur Gutes will, dem aber andauernd ein Schlamassel nach dem anderen passiert. Ich musste ab und an an Michel aus Lönneberga denken, der gesagt hat, dass er immer was Gutes tun will und am Ende stellt es sich als Unfug heraus und er kann nie genau sagen, wann es Unfug wird. So ist es etwa mit Paddington.

Es gab so viele wirklich lustige, nette Geschichten. Z.B. als er tapezieren oder das Bild von Herrn Brown weitermalen wollte. Auch die anderen Charaktere wie Herr Gruber, Herr Curry oder Frau Bird sind klasse. Wir haben auch den ersten Kinofilm schon geschaut, den ich wirklich klasse fand. Ein toller Familienfilm, der allerdings aus dem Buch nur einige kleine Geschichten aufgenommen hat.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkte

[Kinderbuch] Max und die Lampe (Barbro Lindgren-Enskog/ Eva Eriksson)

Veröffentlicht 13. November 2017 von erlesenebuecher

Guck mal, Max

[Verlag Friedrich Oetinger (1983)]

Max mag die Lampe über dem Tisch. Max will die Lampe haben. Max klettert auf den Tisch. Max fällt runter. Max weint. Das kommt Mama. Mama hat ein großes Pflaster. Jetzt ist alles wieder gut…

Geschichte: Mein kleiner Sohn liebt die Max-Bücher. Wir haben alle, da auch schon mein ältester Sohn die so gern mochte. Ich weiß, viele kritisieren die Bücher, da Max auch öfter mal haut und nicht so schöne Dinge macht. Aber die Handlungen sind nun einmal aus der Alltagswelt der kleinen Kinder und beim Vorlesen ergänze ich den Text immer wieder mit „Nein, Max, nicht hauen!“ oder „Immer abwechseln, Max!“. Das findet mein Sohn gut, da er ja auch weiß, dass er das nicht machen soll.

Die Geschichte mit der Lampe mag er am liebsten. Die komplette Geschichte wird oben im Klappentext schon erzählt, also Spoileralarm. Max klettert von der Fußbank auf den Stuhl und dann auf den Tisch. Auch da ergänze ich mit Ausrufen, wie „Oh, oh“ oder „Nein, vorsicht!“.

Gerade für die Kleinsten, mein Sohn ist zwei Jahre alt, finde ich die Max-Bücher super, weil ich merke, wie faszinierend diese Büchlein für die Kinder sind.

Bilder: Die Bilder sind niedlich und reduziert. Nur das Wichtigste ist zu sehen und in den Bücher taucht allgemein nicht viel Neues auf, fast immer der Hund (Wau-Wau) und der Teddy, ansonsten ab und an die Mieze-Katze, das Auto und der Keks.

Mein Sohn mag Max wahrscheinlich auch so gern, da er ihm etwas ähnlich sieht. Max ist auch immer gut zu erkennen, da er eigentlich ständig dieselben Klamotten anhat, außer in der Wanne oder als er die Windel auszieht in anderen Büchern.

Highlight: Frage an meinen Sohn: Was gefällt dir an dem Buch am besten? Antwort: Alles gut, alle tanzen! [Am Ende des Buches]

Ronja Räubertochter (Astrid Lindgren)

Veröffentlicht 12. Oktober 2017 von erlesenebuecher

Wolfslied, Donnerdrummel & Rumpelwichte

Appetithäppchen: „In der Nacht, als Ronja geboren wurde, rollte der Donner über die Berge. Ja, es war eine Gewitternacht, dass sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald hausten, erschrocken verkrochen…“ Mitten im Wald, zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden, wächst Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, auf. Eines Tages trifft sie auf ihren Streifzügen Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka. Und als die Eltern den beiden verbieten, Freunde zu sein, fliehen Ronja und Birk in die Wälder…

Verfasserin: Astrid Lindgren wurde 1907 im schwedischen Småland geboren und starb 2002 in Stockholm. Die „bekannteste Kinderbuchautorin der Welt“ (DIE ZEIT) wurde u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Alternativen Nobelpreis, dem Schwedischen Staatspreis für Literatur sowie dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet.

[Verlag Friedrich Oetinger (1982)]

Meine Meinung: Eine Geschichte aus meiner Kindheit. Ich weiß nicht, ob ich das Buch als Kind selbst gelesen oder doch eher vorgelesen bekommen habe. Jedenfalls hatte ich auch das Hörspiel auf Musikkassette und habe den Film geliebt. Nun habe ich mir vor etwa 15 Jahren das Buch noch einmal selbst gekauft und damals natürlich gelesen. Allerdings wurde es jetzt Zeit meinem ältesten Sohn mit Ronja und Birk bekannt zu machen. Es ist so unsagbare Freude und ein wirkliches Privileg seinen eigenen Kindern solch tolle Kinderbücher wie die von Astrid Lindgren vorzulesen.

Ronja ist ein starkes, mutiges Mädchen, das in ihrem Mattiswald mit all den seltsamen, mysteriösen Wesen einige – auch sehr gefährliche – Abenteuer bestehen  muss. Welch großartige Idee, dass gerade die verfeindete Räubersippe in die andere Hälfte der geteilten Burg zieht und die beiden Kinder sich anfreunden.

Einen Sommer im Wald ohne Eltern zu verbringen, welches Kind findet diese Vorstellung nicht spannend. Eins mit der Natur sein, Freundschaft erleben, Wildpferde reiten und schwimmen so lange man will. Mein Sohn fand die Geschichte toll, wobei er schon manchmal fragte, ob Ronja und Birk ihre Eltern gar nicht vermissen. Gerade die Geschichte rund um den Streit mit Mattis und Ronja fand er etwas befremdlich. Es ist ja auch schwierig zu erklären, warum Mattis sagte, dass er keine Tochter mehr hat. Bei Mattis‘ Launen bekommt man ja auch echt ein Schleudertrauma, aber trotzdem ist er – wie alle anderen Protagonisten – so liebenswert.

Ein Kinderbuchklassiker, der in jedes Bücherregal gehört!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Ella und der Superstar (Timo Parvela)

Veröffentlicht 5. September 2017 von erlesenebuecher

Sonnenbrille, Elviira & die Eiche

Appetithäppchen: Ella und ihre Freunde gehen gern zur Schule. Weil es da so aufregend ist. Und wenn der Lehrer den armen Pekka sitzen lassen will? Nur weil er das Einmaleins nicht kann? Das er doch sowieso nie braucht, weil er von Beruf Superstar wird? – Wenn der Lehrer auf so komische Gedanken kommt, dann tut man was dagegen, und alles wird noch lustiger. So ist es jedenfalls in Ellas Klasse.

Verfasser: Timo Parvela, 1964 geboren, war gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde dafür vielfach ausgezeichnet.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2013)]

Meine Meinung: Pekka ist so cool wie Rentierköttel!

Pekka hat Schwierigkeiten mit dem Einmaleins und beschließt deshalb Superstar zu werden. Er trägt nur noch Sonnenbrille, hat einen Manager, einen Leibwächter, eine Band und Batman. Er fordert einen eigenen Eingang und eine Gaderobe. Leider ist der Lehrer nicht so ganz damit einverstanden. Der hat aber auch seine eigenen Sorgen. Sein Vermieter möchte ihn und seine Familie aus der Wohnung schmeißen wegen seiner Hunde Koj und Ote. Aber seine Klasse hat auch schon eine Lösung. Sie kaufen ihm einfach ein Schiff, auf dem er wohnen kann…

Sprachlich ist auch dieses Ella-Buch wieder ein Genuss. Es machte wirklich sehr viel Spaß die Geschichte meinem Sohn vorzulesen. Der fand sie auch wieder einmal sehr gut und lustig.

Mir war es teilweise etwas zu abgehoben und langsam finde ich, dass die Witze für Kinder immer schwieriger zu verstehen sind. Das Zielpublikum sollten aber noch die Kinder und nicht die Erwachsenen sein in meinen Augen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten