Kinderbuch

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Ella und die falschen Pusteln (Timo Parvela)

Veröffentlicht 4. Dezember 2018 von erlesenebuecher

Zivilisation, Kittel & Riesenschnabelhörnchen

Appetithäppchen: Früher war es in der Schule immer lustig, aber auf einmal ist der Lehrer krank: Er glaubt fest, er hätte den schönsten Beruf der Welt. Wenn jemand so krank ist, schickt man ihn normalerweise zum Arzt. Aber Schüler können ihren Lehrer nicht zum Arzt schicken, und da hat Timo, das Klassengenie, eine Idee: Sie schicken Pekka hin! Der soll so tun, als hätte er dieselbe Krankheit wie der Lehrer, und wenn der Arzt ihm was verschreibt, muss das auch für den Lehrer passen. Komisch nur, dass plötzlich alle so rote Pusteln im Gesicht haben. Müssen jetzt etwa Ella und ihre Freunde ins Krankenhaus? Ja! Aber im Krankenhaus ist es toll, und am Ende ist sogar der Lehrer wieder gesund!

Verfasser: Timo Parvela, 1964 geboren, war gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde dafür vielfach ausgezeichnet.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2015)]

Meine Meinung: Ellas Lehrer soll der König der Lehrer werden. Wie es dazu kam? An sich hat er das seinem neuen Auto zu verdanken… aber auch den Riesenschnabelhörnchen, dem Arztkittel und dem finnischen Parlament. Allerdings wird letztendlich deutlich, dass das finnische Schulsystem sich doch nicht so sehr von denen der anderen Ländern unterscheidet.

Wieder einmal ein Ella-Buch, welches ich meinem Sohn vorgelesen habe. Allerdings taten wir uns dieses Mal etwas schwer damit. Wir kamen nicht so richtig in den Lesefluss hinein. Ich fand es auch weniger leicht zu verstehen. Ich musste vieles erklären, vor allem als es dann um die Zivilisation und das Parlament ging. Es gab dieses Mal einige philosophische Anwandlungen, die den erwachsenen Leser zum Schmunzeln bringen, mit denen die Zielgruppe aber weniger anfangen kann.

Aber natürlich liegt das nächste Buch hier schon rum und wir werden weiterlesen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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Ella in den Ferien (Timo Parvela)

Veröffentlicht 20. September 2018 von erlesenebuecher

Exotische Saunaquaste, Stegtroll & klasse Idee

Appetithäppchen: Ferien mit dem Lehrer! Etwas Schöneres können sich Ella und ihre Freunde gar nicht vorstellen. Von Insel zu Insel schippern, schwimmen, schnorcheln und abends gemütlich am Lagerfeuer sitzen – toll! Dass der Lehrer Verstärkung mitnimmt, macht nichts. Je mehr Erwachsene einen Sack Flöhe hüten wollen, desto lustiger wird es.

Verfasser: Timo Parvela, 1964 geboren, war gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde dafür vielfach ausgezeichnet.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2015)]

Meine Meinung: Ich lese die Ella-Bücher immer meinem Sohn vor. Nur dieses Mal hat er sich am Ende bei mir beschwert. Ich konnte nämlich nicht mehr vorlesen. Ich habe mich vor Lachen nicht eingekriegt und habe Tränen gelacht. Ich konnte gar nicht mehr lesen und habe immer wieder Lachanfälle bekommen. Es war so so lustig!

Schwächelten einige der letzten Bände etwas, war dieser hier wieder der Knüller. Obwohl es zwischendurch auch etwas seltsam war, gab es immer wieder Szenen, bei denen ich so laut lachen musste. Einfach herrlich! Sei es über Mika, die Heulsuse, der seine Angel von weit weg auswirft oder wie die Kinder einen tollen Knoten machen und Pekka dann auf Klo muss. Und schon allein, wie oft die alle ins Wasser fallen bzw. springen. Ich sag nur „Klasse Idee“. Aber der absolute Hammer war die Mittsommernacht am Ende, bei der es exotische Saunaquaste regnete. Welch genialer Streich!

Ich kann gar nicht mehr dazu schreiben, es war ein Hochgenuss und meine Lachmuskeln wurden ordentlich trainiert. Ganz großes Kino, Herr Parvela!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Harry Potter und der Gefangene von Askaban [Illustrierte Schmuckausgabe] (J. K. Rowling/ Jim Kay)

Veröffentlicht 26. Juni 2018 von erlesenebuecher

Krone, fahrender Ritter & Irrwicht

Appetithäppchen: Nach einem magischen Missgeschick von gigantischem Ausmaß fürchtet Harry Potter schlimmer Konsequenzen. Darum flieht er aus dem Haus der Dursleys und verschwindet mit Hilfe des Fahrenden Ritters. Doch das Zaubereiministerium hat gerade ganz andere Probleme: Der berüchtigte Gefangene Sirius Black, ein Anhänger von Lord Voldemort, ist aus der Festung Askaban entkommen. Angeblich hat er es auf Harry abgesehen. Deshalb schickt der Zaubereiminister die Dementoren von Askaban nach Hogwarts, um das Schulgebäude zu bewachen. Denn mit ihrem schrecklichen Kuss können sie jedem Feind die Seele aussaugen. In seinem dritten Hogwarts-Schuljahr wird Harry von düsteren Gerüchten und bösen Omen verfolgt. Er erfährt mehr über seine Vergangenheit und steht schließlich einem der treuesten Diener des Dunklen Lords gegenüber… Die sehnlich erwartete Schmuckausgabe des dritten Bandes von J. K. Rowlings weltbekannter Serie steckt voller magischer Momente, die Jim Kay, Gewinner der Kate Greenaway Medal, mit Farbe, Stift und Pixeln eingefangen hat.

Verfasser: J. K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 78 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J. K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in die magische Welt eintauchen können. J. K. Rowling erhielt zalhreiche Auszeichnungen, u.a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis. Jim Kay studierte Illustration an der University of Westminster und arbeitete nach seinem Abschluss für die Archive der Tate-Britain-Gallerie in London und für die Royal Botanic Gardens in Kew. Auf einer Austellung seiner Werke wurde er von einem Verleger angesprochen und damit begann seine Karriere als freiberuflicher Illustrator. Für seine Bilder zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness erhielt er 2012 die renommierte Kate Greenaway Medal und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Heute lebt Jim Kay in Northamptonshire.

[Carlsen (2017)]

Meine Meinung: Auch diese Schmuckausgabe habe ich meinem siebenjährigen Sohn vorgelesen. Es hat etwas länger gedauert, da das Buch zum einen ziemlich umfangreich ist und zum anderen mussten wir einige kleine Pausen machen, wenn es mit den Dementoren zu gruselig wurde.

Gerade die Dementoren haben meinen Sohn sehr beschäftigt. Für mich als Erwachsenen waren diese natürlich immer böse und sollten angsteinflössend wirken, aber mich haben sie außerhalb des Buches nie wirklich beschäftigt. Anders ist das bei Kindern. Dass sie einem die glücklichen Gedanken aussaugen und eine verweste Hand haben, ließ mein Kind nicht los. Dadurch interessierte er sich auch besonders für die Patroni (Mehrzahl von Patronus?) und welche Tiere daraus entstehen können. Er mutmaßte auch schon, welche Tiere wohl bei Ron und Hermine entstehen könnten.

Am meisten hat er aber mitgelitten, als Harrys Besen kaputt ging. Das fand er ganz schlimm und hat auch nicht verstanden, warum Hermine zu Professor McGonagall gegangen ist. Über Sir Cardogan konnte er richtig lachen und der Zeitumkehrer hat ihn wiederum nicht besonders beeindruckt. Den fand ich ja von Anfang an faszinierend.

Es macht aber unwahrscheinlich Spaß die Bücher vorzulesen, da Kinder wirklich ganz andere Schwerpunkte setzen, als man selbst. Das macht Spaß.

Sehr viel haben wir über die Freundschaft von Harrys Vater James, Sirius, Peter und Remus geredet. Das war auch alles etwas schwierig zu verstehen. Allerdings fand er Sirius von Beginn an klasse, obwohl er doch erst so gemein schien.

Die Bilder dieser Schmuckausgabe sind gewohnt toll. Vor allem der Hippogreif hat sehr geholfen, ihn sich richtig vorzustellen. Aber natürlich wurden die Bilder etwas düsterer und so wurden die Dementoren gar nicht richtig angeguckt. Leider werden es auch gefühlt immer weniger Bilder, da das Buch ansonsten wohl zu dick wird, da es eben sehr viel Text gibt.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

Emil und die Detektive (Erich Kästner)

Veröffentlicht 14. Februar 2018 von erlesenebuecher

Hundertvierzig Mark, Nikolsburger Platz & der kleine Dienstag

Appetithäppchen: Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren. Seine Großmutter und die Kusine Pony Hütchen erwarten ihn am Bahnhof Friedrichstraße. Aber Emil kommt nicht, auch nicht mit dem nächsten Zug. Während die Großmutter und Pony Hütchen noch überlegen, was sie tun sollen, hat Emil sich schon in eine aufregende Verfolgungsjagd gestürzt. Quer durch die große fremde Stadt, immer hinter dem Dieb her, der ihm im Zug sein Geld gestohlen hat. Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung: von Gustav Hupe und seinen Jungs.

Verfasser: Erich Kästner. Der Autor vieler weltbekannter Kinderbücher, ausgezeichnet u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian-Andersen-Medaille, hat einmal gesagt: „Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Früher waren sie Kinder; dann wurden sie erwachsen, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“

[Dressler (2010)/ Atrium Verlag (1935)]

Meine Meinung: Irgendwie ist das Buch in meiner Vergangenheit immer an mir vorbei gezogen. Ich kannte es natürlich vom Hören und habe auch den Inhalt grob mitbekommen. Aber vor längerer Zeit habe ich mir das Buch nun doch gekauft und dachte, dass es eines der Bücher ist, die man mal gelesen haben muss.

Ich habe das Buch meinem älteren Sohn vorgelesen und das hat wirklich Spaß gemacht, da er es spannend und aufregend fand. Leider kann ich dem nicht voll zustimmen. Aber so konnte ich mir gut vorstellen, dass ich das Buch als Kind ebenfalls sehr gut gefunden hätte. Und es ist, das muss man sagen, ein gutes Kinderbuch, das man ohne Weiteres seinen Kindern auch heute noch vorlesen kann.

Am witzigsten war für mich die Sprache der Berliner Kinder und ihre ganze Organisation. Mein Sohn hingegen fand den Diebstahl von so viel Geld sehr aufregend, und dass die Kinder dann wirklich den Täter schnappten. Ebenfalls fand er Gustav mit der Hupe toll. Öfter haben wir über die Beziehung zwischen Emil und seiner Mutter gesprochen, da mein Sohn es schwierig fand, diese einzuschätzen, da sie geschimpft hat, aber eben auch froh und lieb war. Das war ein Widerspruch, fand er. Ich habe mich gefreut, dass wir solch zwischenmenschliche Beziehungen thematisieren konnten.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Harry Potter und die Kammer des Schreckens [Illustrierte Schmuckausgabe] (J. K. Rowling/ Jim Kay)

Veröffentlicht 3. Februar 2018 von erlesenebuecher

Phönixtränen, Tagebuch & Alraunen

Appetithäppchen: Als im Ligusterweg ein aufgeregter kleiner Hauself namens Dobby auftaucht und Harry eindringlich davor warnt, nach Hogwarts zurückzukehren, vermutet dieser, dass sein Erzfeind Draco Malfoy dahintersteckt. Doch die unheimliche Warnung, die wenig später in einem dunklen Gang der Schule auftaucht, bestätigt Dobbys Voraussage: Etwas Furchtbares wird geschehen… In seinem zweiten Jahr in Hogwarts trifft Harry auf magische Wesen, findet ein verzaubertes Tagebuch und erfährt mehr über Hagrids Vergangenheit. Aber vor allem versucht er, zusammen mit Ron und Hermine, eine sagenumwobene Kammer aufzuspüren – und das tödliche Geheimnis darin. Was die Autorin und der Illustrator hier gemeinsam geschaffen haben, wird sowohl neue Leser als auch Fans der weltbekannten Serie verzaubern.

Verfasser: J. K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 78 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J. K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in die magische Welt eintauchen können. J. K. Rowling erhielt zalhreiche Auszeichnungen, u.a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis. Jim Kay studierte Illustration an der University of Westminster und arbeitete nach seinem Abschluss für die Archive der Tate-Britain-Gallerie in London und für die Royal Botanic Gardens in Kew. Auf einer Austellung seiner Werke wurde er von einem Verleger angesprochen und damit begann seine Karriere als freiberuflicher Illustrator. Für seine Bilder zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness erhielt er 2012 die renommierte Kate Greenaway Medal und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Heute lebt Jim Kay in Northamptonshire.

[Carlsen (2016)]

 

Meine Meinung: Tja, was kann ich noch sagen. Es ist immer wieder, wirklich auch nach dem fünften Mal, schön, dieses Buch oder auch eines der anderen zu lesen. Es macht so viel Freude, ist gut geschrieben, voller gut durchdachter Ideen und wunderbaren Charakteren. Dieses Mal war es besonders toll, da ich ja meinem ältesten Sohn die Schmuckausgaben vorlese. Es macht mir sehr viel Spaß, die ganze Geschichte noch einmal durch seine Augen zu erleben und mit ihm darüber zu reden.

Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ fand mein Sohn besonders spannend und war von der unheimlichen Stimme, die nur Harry hört, von Anfang an fasziniert. Er war natürlich sofort der Meinung, dass es Voldemort sein muss. Etwas schwierig war es aber für ihn die Charaktere richtig einzuschätzen. So hat er z.B. lange geglaubt, dass Lockhart wirklich toll ist und so viele Sachen kann oder dass Hagrid die Kammer geöffnet hat, fand er erst nicht besonders abwegig. Aber am meisten hat ihn am Ende beschäftigt, dass Tom Riddle nicht nett und gut ist.

Mir selbst sind auch wieder einige Facetten durch seine Sichtweise klar geworden und vor allem ist Harry für meinen Sohn der größte, strahlend weiße Held und so ganz habe ich ihn eigentlich nie so gesehen, zumindest nicht nur, aber irgendwie verstehe ich meinen Sohn schon…

Großartig fand wir besonders das Quidditch-Spiel, Dobby und das fliegende Auto. Besonders viel mussten wir über Reinblüter, Muggelstämmige und Squibs diskutieren. Ich persönlich fand wieder einmal die Alraunen und Fawkes super, aber die interessierten meinen Sohn nicht so sehr.

Ach so, zu den Bildern sollte ich wohl auch noch etwas schreiben. Leider waren es schon deutlich weniger als im ersten Teil – empfand ich zumindest so, da es wohl mehr Text und das Buch schon sehr unhandlich ist. Die Bilder sind wunderschön, orientieren sich am Film, haben aber ihren ganz eigenen Charme. Wir waren besonders von den Bildern zur Todestagsfeier begeistert.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Geschichten von Paddington (Michael Bond)

Veröffentlicht 2. Dezember 2017 von erlesenebuecher

Marmeladenbrot, Peru & Ochsenauge

Appetithäppchen: Braunes Fell, lustig blitzende Augen, Schlapphut, verbeulter Koffer samt Marmeladenglas – das ist Paddington! Im Sturm erobert der kleine Bär aus dem dunkelsten Peru die Herzen der Browns, die ihn bei sich aufnehmen. Und bald ist im Hause Brown nichts mehr so wie zuvor, denn Paddington sorgt immer wieder für Aufregung und Pannen. Er kämpft mit tückischen Rolltreppen, treibt vornehme Verküfer an den Rand der Verzweiflung und geht als Detektiv auf Verbrecherjagd. Leider mit mäßigem Erfolg…

Verfasser: Michael Bond, geboren 1926 im englischen Newbery, war Mitarbeiter bei der BBC und später Kameramann beim Fernsehen. Er schrieb Kurzgeschichten, Hörspiele und Drehbücher. 1958 veröffentlichte er sein erstes Paddington-Buch. Dreizehn Bände sind insgesamt erschienen; sie machten ihn zu einem der erfolgreichsten Kinderbuchautoren der Welt. Michael Bond lebte bis zu seinem Tod 2017 als freier Autor in London.

[Beltz & Gelberg (2011)]

Meine Meinung: Leider ein Buch, das während meiner Kindheit völlig an mir vorbeigegangen ist. Das ist schade, da ich es als Kind, denke ich, noch viel besser gefunden hätte. So war es manchmal etwas schwierig, da der Zauber der Geschichten mich nicht mehr so ganz erreichte. Aber es hat immer noch gereicht, so dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe und ab und an doch auch schmunzelt musste. Ich habe das Buch meinem siebenjährigen Sohn vorgelesen, dem es ebenfalls gut gefallen hat, aber manchmal schwankte er etwas zwischen „Das ist doch eher was für kleinere Kinder“ und „Ich verstehe das nicht so ganz“. Das lag vor allem an der älteren Sprache, die ich wiederum sehr erfrischend fand. Und grundsätzlich freue ich mich, wenn der Sohn nach einem Wort oder einer Redewendung fragt. Woher soll er es denn ansonsten lernen?

Paddington ist prima. Ein wirklich großartiger, tolpatschiger, hilfsbereiter Bär, der immer nur Gutes will, dem aber andauernd ein Schlamassel nach dem anderen passiert. Ich musste ab und an an Michel aus Lönneberga denken, der gesagt hat, dass er immer was Gutes tun will und am Ende stellt es sich als Unfug heraus und er kann nie genau sagen, wann es Unfug wird. So ist es etwa mit Paddington.

Es gab so viele wirklich lustige, nette Geschichten. Z.B. als er tapezieren oder das Bild von Herrn Brown weitermalen wollte. Auch die anderen Charaktere wie Herr Gruber, Herr Curry oder Frau Bird sind klasse. Wir haben auch den ersten Kinofilm schon geschaut, den ich wirklich klasse fand. Ein toller Familienfilm, der allerdings aus dem Buch nur einige kleine Geschichten aufgenommen hat.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkte

[Kinderbuch] Max und die Lampe (Barbro Lindgren-Enskog/ Eva Eriksson)

Veröffentlicht 13. November 2017 von erlesenebuecher

Guck mal, Max

[Verlag Friedrich Oetinger (1983)]

Max mag die Lampe über dem Tisch. Max will die Lampe haben. Max klettert auf den Tisch. Max fällt runter. Max weint. Das kommt Mama. Mama hat ein großes Pflaster. Jetzt ist alles wieder gut…

Geschichte: Mein kleiner Sohn liebt die Max-Bücher. Wir haben alle, da auch schon mein ältester Sohn die so gern mochte. Ich weiß, viele kritisieren die Bücher, da Max auch öfter mal haut und nicht so schöne Dinge macht. Aber die Handlungen sind nun einmal aus der Alltagswelt der kleinen Kinder und beim Vorlesen ergänze ich den Text immer wieder mit „Nein, Max, nicht hauen!“ oder „Immer abwechseln, Max!“. Das findet mein Sohn gut, da er ja auch weiß, dass er das nicht machen soll.

Die Geschichte mit der Lampe mag er am liebsten. Die komplette Geschichte wird oben im Klappentext schon erzählt, also Spoileralarm. Max klettert von der Fußbank auf den Stuhl und dann auf den Tisch. Auch da ergänze ich mit Ausrufen, wie „Oh, oh“ oder „Nein, vorsicht!“.

Gerade für die Kleinsten, mein Sohn ist zwei Jahre alt, finde ich die Max-Bücher super, weil ich merke, wie faszinierend diese Büchlein für die Kinder sind.

Bilder: Die Bilder sind niedlich und reduziert. Nur das Wichtigste ist zu sehen und in den Bücher taucht allgemein nicht viel Neues auf, fast immer der Hund (Wau-Wau) und der Teddy, ansonsten ab und an die Mieze-Katze, das Auto und der Keks.

Mein Sohn mag Max wahrscheinlich auch so gern, da er ihm etwas ähnlich sieht. Max ist auch immer gut zu erkennen, da er eigentlich ständig dieselben Klamotten anhat, außer in der Wanne oder als er die Windel auszieht in anderen Büchern.

Highlight: Frage an meinen Sohn: Was gefällt dir an dem Buch am besten? Antwort: Alles gut, alle tanzen! [Am Ende des Buches]