Rezensionen 2011

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Der kleine Vampir und die große Liebe (Angela Sommer-Bodenburg)

Veröffentlicht 25. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Transsylvanische Nacht, getöpferte Vampire & Love is in the air

Appetithäppchen: Die Vampire haben Besuch bekommen: In der Gruft Schlotterstein wohnt seit kurzem Olga Fräulein von Seifenschwein. Seither ist der kleine Vampir ganz verändert. Anton erkennt seinen Freund kaum wieder, so abgezehrt und mager ist er und noch viel bleicher als sonst. Schuld daran ist Olga, in die sich der Vampir bis über beide Ohren verliebt hat. Für sie riskiert er alles, sogar Tante Dorothees Zorn. Dabei lässt Olga den kleinen Vampir ganz schön zappeln. Auch sonst ist sie recht geschickt, vor alle im Party-Feiern. Und das hat Folgen, an die Anton nicht gern zurückdenkt. Wie sollen er und Anna nur dem Vampir in seinem Liebeskummer helfen? Da kommt Anton die rettende Idee…

Verfasserin: Angela Sommer-Bodenburg: geboren 1948 in Reinbek bei Hamburg; Studium der Soziologie und Pädagogik; zwölf Jahre Grundschullehrerin im Hamburger Schuldienst; seit 1984 freischaffende Schriftstellerin; lebt in Prinzenmoor in Schleswig-Holstein.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1985)]

Meine Meinung: Ach, die Hormone spielen verrückt. Rüdiger liebt Olga, die spielt aber anscheinend nur mit ihm und will Anton einwickeln. Der mag Anna, die wiederum von Anton als Vampir träumt. Rüdiger ist dann eifersüchtig auf Anton und Anna auf Olga… Verwicklungen, Verwicklungen, Verwicklungen…

Sehr amüsant ist der 5. Teil der kleinen Vampir-Reihe. Olga ist aus Transsylvanien zu Besuch und bringt einiges durcheinander. Vor allem muss sich ihre Tante Dorothee um ihre Nahrungsbeschaffung kümmern, da Olga sich nie selbst versorgen musste. Dafür bekommt Olga nun Übungsstunden von Tante Dorothee im Park. Leider verläuft da aber nicht alles wie geplant.

Der Höhepunkt ist die Feier einer transsylvanischen Nacht bei Anton Zuhause, als seine Eltern weg sind. Allerdings gerät die Party ein wenig außer Kontrolle.

Ich habe mich wieder gut unterhalten, die Ideen der Geschichte sind toll, ABER mir hat wieder der kleine Vampir gefehlt. Rüdiger kam wieder viel zu wenig vor.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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Das Bildnis des Dorian Gray (Oscar Wilde)

Veröffentlicht 24. Juni 2012 von erlesenebuecher

Porträt, Seelenspiegel & Theater

(28.03.11)

Appetithäppchen: Wer möchte nicht leben, ohne zu altern, genießen, ohne die Spuren der Ausschweifungen tragen zu müssen? Dorian Gray ist in seinem Drang nach uneingeschränktem, von sittlichen Tabus gelöstem Lebensgenuss bei gleichzeitiger Bewahrung seines unverändert guten Aussehens eine Symbolfigur, die gerade heute zur Idenfikation herausfordert. ‚Das Bildnis des Dorian Gray‘ ist noch immer einer der meistgelesenen Romane der englischen Literatur. Stürme moralischer Entrüstung hatte die Erstausgabe im Jahre 1891 hervorgerufen, die Geschichte von Dorian Gray, der nicht altert, der jung und schön bleint.

Verfasser: Oscar Wilde (Oscar Fingal O’Flahertie Wills Wilde), geboren am 16. Oktober 1854 in Dublin, starb am 30. November 1900 in einem Pariser Hotel.

Meine Meinung: Ich habe mich zeitweise etwas schwer getan.

Ich habe die Vorschau zu dem Film gesehen und dachte mir, das zugrundeliegende Buch ist bestimmt interessant. Das Thema selbst ist ja auch super!

Allerdings hat es mich etwas gestört, dass erst ab der Hälfte des Buches es richtig mit dem Thema losgeht, dass das Bild eben an Dorians statt altert. Dafür wird dann plötzlich im 11. Kapitel ein Riesensprung von einigen Jahren gemacht und alles Interessante ausgelassen.

Naja, dafür fand ich das Ende echt richtig gut.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

Verlag: insel Taschenbuch

Ich hatte sie alle (Katinka Buddenkotte)

Veröffentlicht 24. Juni 2012 von erlesenebuecher

Mirkowelle, Taschi & Buddenkotte

(11.05.11)

Appetithäppchen: „Metzgerskinder sind oft Vegetarier, Zahnarztkinder leiden unter Mundfäule, und die Kinder der 68er wandern nach Bayern aus, um die CSU wählen zu können. Die nächste Generation wird sich immer auflehnen gegen die Ideale ihrer Eltern, und das zu Recht. Denn nur die Betroffenen können sich vorstellen, was es heißt, in einem Extremistenhaushalt aufgewachsen zu sein, in dem man jeden Morgen mit Mettbrötchen, Zahnpflegefaschismus oder dem Brummen der Getreidemühle geweckt wurde. Da muss man einfach ganz, ganz anders werden.“ Katinka Buddenkotte wurde Trendsetterin. Und hatte sie alle: die schrecklichsten Jobs, Lebensabschnittsgefährten, Liebesabenteuer, Ideen und Schwächen. Davon erzählt sie so erfrischend unaufgeregt, charmant und tiefernst, das einem die Tränen kommen – vor Lachen.

Verfasserin: Katinka Buddenkotte, Jahrgang 1976, lehrte nach lagen Lehr- und Wanderjahren die Betreiber von Call-Centern, Jugendherbergen und Messeständen das Fürchten. Nach Boxenstopps in Berlin, Hamburg und Los Angeles ließ sie sich in Düsseldorf nieder, um als Werbetexterin zu arbeiten und wieder aufzuhören. Inzwischen lebt die Autorin in Köln.

Meine Meinung: Das Erste, was mir an dem Buch positiv auffiel, war der Name der Autorin: Katinka Buddenkotte. Den Namen finde ich klasse. Ich kannte die Autorin aber überhaupt noch nicht.

Allerdings muss ich leider sagen, dass mich ihr Buch nicht so richtig vom Hocker gerissen hat.

Es fängt wirklich ganz gut an, aber am Ende lässt es eher nach. Richtig lachen musste ich auch nicht, naja die Geschichte mit Taschi fand ich noch am Besten.

Aber im Ganzen störte das Buch nicht. Es ließ sich schnell und flüssig lesen.

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag

Eine kleine Nachtphysik (Wolfgang Rößler)

Veröffentlicht 24. Juni 2012 von erlesenebuecher

Ideen, Entdecker & das Universum

(25.02.11)

Appetithäppchen: Wolfgang Rößler erzählt bestechend einfach, wie die großen Köpfe der Physikgeschichte auf ihre bedeutenden Ideen gekommen sind und wie diese aussehen. Die Mischung aus Anekdoten, Indiskretionen und sehr gelungenen Erklärungen komplizierter Sachverhalte ist fesselnd geschrieben, und nicht nur die Personen werden wieder lebendig, auch ihre Theorien und Modelle. Wer sich in Physik kaum auskennt, wird sich vielleicht ein wenig ärgern, dass er all das schon einmal abstrakt lernen musste anstatt so eingängig wie in diesem Buch. Der Bogen ist weit gespannt von Newton und Galilei zu Einstein, Fesnman, Fermi und Bohr; von Faraday und Maxwell zu Schrödinger, Dirac, Heisenberg und Pauli; von den Anfängen der Wissenschaft zu den Fragen nach dem Wesen von Raum und Zeit und der Natur von Licht und Wärme. Von der Entdeckung des Atoms zur Formulierung der Quantenmechanik; von Beobachtungen des Sternenhimmels zu grundlegenden Entdeckungen und Gedanken der modernen Astronomie und Kosmologie.

Verfasser: Physiker? (Leider ist über Herrn Rößler nichts bekannt)

Meine Meinung: Es hat bei mir etwas gedauert, bis ich das Buch durch hatte. Sachbücher lese ich meist nur auf Klo und beim Zähneputzen.

Das Buch ist gut geschrieben und wirklich beeindruckend. Es ist schon erstaunlich, was kluge Köpfe so entdeckt und erforscht haben. Besonders spannend finde ich die ganze Universumssache gegen Ende des Buches.

Jedoch habe ich einiges nicht immer richtig verstanden. Obwohl ich Mathematik studiert habe, ist die Physik mir immer noch fremd. Das Buch konnte zwar einen guten Überblick liefern, aber für wirkliche Laien ist es manchmal etwas abgehoben, fand ich.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Soundtrack meiner Kindheit (Jan Josef Liefers)

Veröffentlicht 23. Mai 2012 von erlesenebuecher

DDR, Musik & Theaterbühne

(28. Dezember 2011)

Appetithäppchen: Anhand der Musik, die ihn beeindruckt, begleitet und geprägt hat, blickt der Schauspieler Jan Josef Liefers auf seine Kindheit und Jugend zurück. Er stellt nicht nur große Rockbands der DDR und ihre Lieder vor, sondern setzt sie zugleich unmittelbar in Beziehung zu wichtigen Ereignissen in seinem Leben und seiner Karriere. So entsteht der sehr persönliche Einblick in den ganz normalen Alltag eines jungen Menschen im Osten, der sich seine eigenen Gedanken machte und versuchte, seinen Weg zu gehen, ohne sich allzu sehr zu verbiegen.

Verfasser: Jan Josef Liefers, 1964 in Dresden geboren, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach einem dreijährigen Engagement am Deutschen Theater in Berlin verpflichtete er sich 1990 am Thalia Theater in Hamburg. Sein Kinodebüt gab er 1989 in dem historischen Abenteuerdrama „Die Besteigung des Chimborazo“. Seinen Durchbruch aber erlebte er 1997 mit den Filmen „Rossini“ und „Knockin‘ on Heaven’s Door“. Viele weitere Kino- und TV-Filme folgten. Seit 2002 begeistert er regelmäßig ein Millionenpublikum als Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne im Tatort Münster.

Meine Meinung: Das Buch von Jan Josef Liefers wurde mir wärmstens empfohlen und dann auch geschenkt. Also habe ich es nun gelesen. Herr Liefers war für mich vorher ohne Belang, da ich ja keinen Tatort gucke und mir seine Musik auch nicht sooo gefällt. Nach dem Buch, muss ich sagen, hat es sich nicht sonderlich geändert. Zwar ist das, was er über seine Kindheit in der DDR erzählt, schon interessant, da es ja eben einfach eine andere Welt war.

Aber insgesamt war mir das Buch irgendwie doch zu unpersönlich und meines Empfindens nach zu emotionslos geschrieben. Es ist ohne Frage leicht und locker geschrieben, allerdings berichtet er seitenlang über Theaterstücke und Namen von Regisseuren, die wiederum die und die  Schauspieler kannten und wer mit wem wie zusammengearbeitet hat. Sehr langweilig, fand ich. Aber natürlich wird seine langjährige Theaterschauspielkarriere beschrieben, die mir nur anhand seiner Fenrsehpräsenz nicht klar war.

Bewertung: 1,5 von 5 Punkten

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Die Tribute von Panem – Flammender Zorn (Suzanne Collins)

Veröffentlicht 23. Mai 2012 von erlesenebuecher

Rebellion, Capitol & Rosen

(23. Dezember 2011)

Appetithäppchen: Katniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht außer Lebensgefahr. doch Katniss‘ einzige Sorge gilt Peeta, der in den „Hungerspielen“ sein Leben für sie gelassen hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu denen zählt auch Gale, Katniss‘ treuer Freund aus Kindertagen…

Verfasserin: Suzanne Collins wurde 1962 in den USA geboren und schreibt seit 1991 sehr erfolgreich für das amerikanische Kinderfernsehen. 2003 erschien ihr erstes Kinderbuch „Gregor und die graue Prophezeiung“ als Beginn einer fünfteiligen Abenteuer-Reihe für junge Leser mit starken Nerven, die sich schnell zum internationalen Bestseller entwickelte. Mit „Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele“ veröffentlicht Suzanne Collins nun den ersten Band einer neuen, spannenden Trilogie.

Meine Meinung: Nun ist auch der letzte Band gelesen. Was für eine außergewöhnliche Trilogie. Wirklich klasse. Auch das letzte Buch war toll und spannend geschrieben. Wobei ich die Story etwas schwächer als die der Vorgänger fand. Brutalität und Krieg standen mir zu sehr im Vordergrund. Es fehlte ein wenig der rote Faden und auch die tollen kleinen Überraschungsmomente wie in den anderen Büchern. Ebenfalls fand ich das Ende etwas unausgegoren. Aber – wie gesagt – die ersten beiden Bände machen das mehr als wett. Insgesamt: Prädikat LESENSWERT!

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Verlag: Verlag Friedrich Oetinger

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Wo die Berge namenlos sind (Wolfgang Bittner)

Veröffentlicht 23. Mai 2012 von erlesenebuecher

Kanus, Kanada & Wildnis

(17. Dezember 2011)

Appetithäppchen: Bären, Gold und Vagabunden! Zwei Aussteiger auf Zeit erleben in der kanadischen Wildnis die Schönheit und Unberührtheit der Natur. Aber trotz der Abgeschiedenheit werden sie in einen Kriminalfall verwickelt. Die Royal Canadian Mounted Police ist auf der Jagd nach einem Trapper, der gegen das Gesetz verstoßen hat…

Verfasser: Wolfgang Bittner wurde 1941 in Gleiwitz geboren, wuchs in Ostfriesland auf und lebt heute in Köln. Studium der Rechtswissenschaft, Soziologie und Philosophie; 1972 Promotion, 1973 2. juristisches Staatsexamen. Er hat mehr als 20 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verfasst und erhielt mehrere Literaturpreise.

Meine Meinung: Das Jugendbuch von Wolfgang Bittner ist aus den 80ern und ich habe es vor etwa 21 Jahren schon mal gelesen. Es spielt in der kanadischen Wildnis und handelt von zwei Männer, die mit Kanus den Big Salmon River befahren. Auf dieser Reise erleben sie natürlich mehrere Abenteuer, u.a. ist anscheinend ein Mörder auf derselben Strecke unterwegs. Beschrieben wird auch wie die Zwei jagen, Gold suchen und eben versuchen in der Wildnis klar zukommen. Ein nettes Buch und ich hätte ja auch echt mal Lust in Kanada mit dem Kanu unterwegs zu sein. Nur die Mücken schrecken mich wirklich ab!

Bewertung: 2 von 5 Punkten

Verlag: C. Bertelsmann Verlag