Rezensionen 2013

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Das Tal 1.2 -Die Katastrophe (Krystyna Kuhn)

Veröffentlicht 1. Januar 2014 von erlesenebuecher

Miss Untouchable, free solo & Ghost

Appetithäppchen: Es ist geheimnisvoll. Es ist voller Legenden. Und es lässt sich nicht herausfordern. Von niemandem… Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghost zu besteigen, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den Siebzigerjahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Doch kaum sind Katie, Julia, David und die anderen unterwegs, geraten die Dinge aus dem Ruder. Was führt der mysteriöse Paul Forster im Schilde, der sich in letzter Sekunde der Gruppe angeschlossen hat? Und was hat der verstörende Fund in der alten Berghütte wirklich zu bedeuten? Als dann auch noch das Wetter verrückt spielt, gerät die Gruppe in Lebensgefahr. Jetzt entscheidet sich, wer Freund und wer Feind ist.

Verfasserin: Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunsrgeschichte und arbeitete als freie Redakteurin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit großem Erfolg Thriller. Ihre Romane bei Arena wie “Schneewittchenfalle” oder “Dornröschengift” wurden allesamt zu Bestsellern. Krystyna Kuhn lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt.

[Arena Verlag (2010)]

Meine Meinung: Das erste Buch hatte mich ja sehr überzeugt, so dass ich gespannt das nächste anfing. Positiv überrascht wurde ich gleich, da dieses Mal die Geschichte nicht aus Julias Sicht sondern aus Katies Sicht erzählt wird. Das fand ich einen cleveren Einfall und hoffe, dass das weitergeführt wird, da es ja acht Teile und acht Personen in der Clique gibt. Bin mal gespannt.

Es fängt auch sofort wieder spannend und aufregend an. Dieses Mal erfährt man ein paar von Kathies Geheimnissen. Aber das Tal bleibt weiter geheimnisvoll und übt anscheinend – vor allem der höchste Gipfel der Berge rund ums Tal – auf Kathie eine große Anziehungskraft aus.

Dieses Mal möchte ein Großteil der Clique den Ghost besteigen, wobei mir nicht ganz nachvollziehbar dargestellt wurde, warum diese ganzen Personen da mitmachen….

Wie ich beim ersten Teil bereits erwähnte, sind die Protagonisten wirklich gut und facettenreich dargestellt. Da freue ich mich schon alle weiter kennen zu lernen (hoffe nur, dass keine stirbt…).

Teilweise war es sogar so spannend und auch gruselig, dass ich abends kurzzeitig überlegt habe, ob ich nicht doch schnell was anderes lese. Echt gruselig! Am Ende ließ mich das Buch gar nicht mehr los.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Black Dagger 20 – Schattentraum (J. R. Ward)

Veröffentlicht 1. Januar 2014 von erlesenebuecher

Herbst, Schleierzeremonie & Erlösung

Appetithäppchen: Dank der schönen  No’One hat Vampirkrieder Tohrment endlich wieder zu alter Kraft und Stärke gefunden – zum ersten Mal seit dem gewaltsamen Tod seiner geliebten Shellan Wellsie. doch trotz seiner jungen Liebe zu No’One kann Tohr Wellsie nicht vergessen. Während seine Black Dagger-Brüder sich in den finsteren Straßen Caldwells einem mächtigen Feind aus dem Alten Land entgegenstellen müssen, tobt in Tohr ein noch viel schrecklicherer Kampf: Wem gehört sein Herz – No’One oder Wellsie? Als No’One schließlich seine Hilfe braucht, muss Tohr die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen.

Verfasserin: J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die Black Dagger-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.

[Wilhelm Heyne Verlag (2012)]

Meine Meinung: Ich wiederhole mich, ich weiß! ABER was kann ich anderes sagen, als dass diese Reihe einfach großartig ist. Ich bin immer noch und immer wieder Feuer und Flamme.

Obwohl mich Tohrment echt ab und an nervte und ich sein Verhalten ab und an unmöglich fand und obwohl ich vieles von Autumn nicht nachvollziehen konnte und fragwürdig fand, war ich begeistert. Es gibt so viele Nebenerzählungen, die toll sind.

Zum einen wird die Geschichte rund um Xcor und seine Bande immer spannender und aufregender. Und zum anderen wird schon einiges über Quinn und seine Geschichte in den nächsten beiden Bänden angedeutet. Ich freue mich schon sehr darauf.

Aber vor allem hat mich dieses Mal das Ende, die letzten 40-50 Seiten völlig überzeugt (auch und vor allem Autumn und Tohrment). Großartig!

Mein Dreamcast möchte ich natürlich auch weiter angeben. Also Tohrment müsste von Matthew Fox und Autumn von Cate Blanchett gespielt werden. Als Wellsie sollte Julia Roberts und als Lassiter Josh Holloway engagiert werden.

TohrmentAutumn

WellsieLassiter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Hier geht es zum 21. Teil

Black Dagger 19 – Liebesmond (J. R. Ward)

Veröffentlicht 1. Januar 2014 von erlesenebuecher

Zwischenreich, hinken & silbernes Blut

Appetithäppchen: Seit seine große Liebe Wellsie ermordet wurde, ist der mächtige Vampirkrieger Tohrment nur noch ein Schatten seiner selbst: Er kann nicht mehr schlafen, er kann nicht mehr essen, und er wird von Albträumen gequält. Nur im Kampf gegen seine Gegner verausgabt er sich völlig, in der Hoffnung, so den Tod zu finden, um endlich wieder mit Wellsie vereint zu werden. Doch dadurch bringt er nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Bruderschaft der Black Dagger in allerhöchste Gefahr – und ausgerechnet jetzt taucht ein neuer, mysteriöser Feind auf, der die Bruderschaft endgültig auslöschen will. Als Tohr der schönen Vampirin No’One wiederbegegnet, schöpft er neue Hoffnung und findet auch langsam zu alter Stärke zurück. Sein neues Glück mit No’One könnte perfekt sein, doch Tohr kann Wellsie nicht vergessen…

Verfasserin: J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die Black Dagger-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.

[Wilhelm Heyne Verlag (2012)]

Meine Meinung: In diesem Buch wird endlich die Geschichte von Tohrment wieder aufgegriffen. Dazu gehören nicht nur seine verstorbene Frau Wellesandra, sondern nun auch No’One, Lassiter, Xhex und John. Seine Frau hängt im Zwischenreich fest und der Engel Lassiter soll helfen. Tohr muss seine Frau endlich loslassen. Helfen soll auch No’One, die er von früher kennt.

Leider fand ich die Geschichte in der ersten Hälfte ein wenig schwach. Es war etwas langatmig, da in meinen Augen Tohr und No’One ein wenig langweilig, einseitig und blaß waren. Aber es wurd zum Glück um einiges besser, wobei es sich natürlich noch hinzog. Es kommt ja noch ein Teil. Lassiter ist dafür aber prima und hebt die ganze Geschichte um einiges an.

Zum Glück gibt es ja auch noch ein paar Nebenschauplätze, wobei Xhex und John auch nicht ganz so viel reißen. Sie streiten, missverstehen sich und kommen nicht auf einen Nenner. Aber die ganze Geschichte um Xcor entwickelt sich immer mehr zum Selbstläufer und wird richtig gut. Endlich gibt es nicht nur die nichtssagenden, blaßen, eindimensionalen Lesser als Gegenpol zu der Bruderschaft, sondern einen richtigen, gerissenen Feind, der nicht nur böse ist, sondern in den man sich auch reinversetzen kann.

Bewunderswert ist wie Frau Ward es auch nach 19 Bänden schafft den Leser zu fesseln, immer neue Ideen bringt und die Geschichten so herrlich miteinander verquickt.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 18. Teil

Hier geht es zum 20. Teil

Ein Kuss unter dem Mistelzweig (Abby Clements)

Veröffentlicht 17. Dezember 2013 von erlesenebuecher

Weihnachtscountdown, Häusertausch & Logo hier einfügen

Appetithäppchen: Laurie und Rachel kennen sich seit Kindertagen. Mittlerweile lebt die hippe Laurie jedoch in London, wo sie in der Modebranche Karriere macht. Doch nach einem kostspieligen Fehler wird sie gebeten, sich erst einmal eine Auszeit zu nehmen. Rachel, die mit Mann und Kindern in einem bezaubernden Cottage in Yorkshire das Glück gefunden hat, muss ihre Schwiegermutter Bea ins Krankenhaus nach London begleiten. Kurzerhand beschließen die beiden Sandkasten-freundinnen, Häuser zu tauschen. Laurie kommt das gerade recht. Denn vielleicht kann sie ja in dem kleinen abgelegenen Dorf den unwiderstehlichen Mann vergessen, der ihr das Herz gebrochen hat.

Verfasserin: Abby Clements arbeitete in einem Verlag, bevor sie sich selbst dem Schreiben widmete. Ihr Weihnachtsbackgeschick ist mittelmäßig bis fortgeschritten, und auf dem Land würde sie wahrscheinlich nicht lange überleben. Abby Clements wohnt mit ihrem Freund im Norden von London. „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ ist ihr erster Roman.

[Goldmann (2013)]

Meine Meinung: Eine Häusertauschgeschichte. Eigentlich ja nichts Neues, aber irgendwie üben diese Geschichten doch eine Faszination aus. Fast immer kommt jemand in eine völlig fremde Welt und muss sich dort erstmal zurechtfinden, lernt die Freunde und Umgebung des anderen kennen und bringt irgendwie alles durcheinander, aber auch wieder in Ordnung.

So auch in diesem Buch, welches dem Leser eine wirklich nette Geschichte über Freundschaft, Familie, Zuhause und Weihnachten liefert. Die Protagonisten sind sehr sympathisch, allen voran Rachel. Aber auch alle anderen sind total nett. Da sehe ich auch wenig das Problem: Sie sind eben nur nett und dadurch auch etwas langweilig. Selbst Patrick, der ja anscheinend der Böse in dem Buch ist, scheint irgendwie nicht richtig böse zu sein bzw. als er es wird, ist er auch sofort verschwunden.

Trotz dieser ganzen heilen Welt mit harmlosen Irrungen kommt mir gerade eines zu kurz, obwohl es sich doch sooo sehr anbietet in diesem Ambiente, und das ist Weihnachten. Schade, es dauert bis ca. zum letzten Drittel bis es mal etwas weihnachtlich wird. Da habe ich viel mehr erwartet.

Insgesamt ein wirklich nettes, kurzweiliges Buch, das aber ein wenig mehr Humor und eben Weihnachten gut vertragen hätte. Einen Punkt mehr gibt es auf jeden Fall für dieses wunderschöne Cover, welches über vieles hinweggucken lässt.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Brooklyn Bridge (Leslie Kaplan)

Veröffentlicht 15. Dezember 2013 von erlesenebuecher

ABGEBROCHEN!

Appetithäppchen: Leslie Kaplan über ihren Roman Brooklyn Bridge. Knotenpunkte: Mir war es wichtig, dass das Buch in New York, einer Stadt, in der in gewisser Weise alles möglich ist, spielt. Wenn man dort lebt, wenn man dort spricht und liebt, entdeckt man nach und nach ihre Grenzen. New York ist ein Ort voller Widersrpüche – mit einer ungeheuren Phantasie, die die Stadt freisetzt, einer Lebenskraft. Aber auch der Tod ist dort immer so gegenwärtig wie die Gleichgültigkeit, die die Leute erfasst… Eine allgemeine Sicht der Dinge, eine Einstimmigkeit, gibt es in meinen Texten nicht. Eine der Fragen, die mein Roman stellt, ist diese: Gibt es Kindheit oder ist sie eine Erfindung der Erwachsenen?

Verfasserin: Die in New York geborene Autorin Leslie Kaplan wuchs in Frankreich auf und arbeitete dort nach dem Studium der Philosophie von 1967 bis 9171 in einer Fabrik. Leslie Kaplan lebt und schreibt nun in Paris. In Frankreich wurde Leslie Kaplan von Maurice Blanchot und Marguerite Duras schon gleich nach Erscheinen ihres ersten Prosabandes (L’excès – l’usine, 1982) als eine der bedeutendsten französischen Schriftstellerinnen der damaligen Gegenwart gefeiert.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1989)]

Meine Meinung: Es tut mir immer so leid, wenn ich Bücher abbreche und eigentlich kommt das auch echt nicht oft vor. Aber hier war mir meine Zeit einfach zu kostbar. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. An sich war mir nämlich schon auf den ersten zwei-drei Seiten klar, dass ich das Buch nicht lesen will. Dann wurde es etwas besser,  aber auf S. 102 (von 215) habe ich aufgegeben.

Wie schon erwähnt, wusste ich zu Beginn des Buches gar nicht, was los ist. Da las man solche Sätze: „Noch wenige Menschen. Es ist Sonntag. Einsetzende Hitze. Insekten, womöglich. Der Himmel ist meliert, behend. Blau, manchmal mit Grün. Niedrige, lästige Rauchschwaden, die von anderswo kommen, und man fühlt geradezu die Nähe des Ozeans, der sich an die Stadt klammert. Docks und Anlegestellen. […] Alsbald Sonne, und der Himmel wird hart und glänzend sein wie Blech. […] Boote fahren auf dem Teich. Seerosen, Schilfrohr. Stadtatmosphäre.“ (S. 8f.) Und so ging es die ganze Zeit. Ich wurde fast wahnsinnig. Kann man nicht mal einen normalen Satz schreiben?

Es dauerte endlos bis mal ein wenig äußere Handlung begann. Tja, und dann fällt es mir ziemlich schwer wiederzugeben, worum es eigentlich ging. Es treffen sich in einem Park vier Menschen, zwei Männer und zwei Frauen. Diese bilden bald zwei Pärchen. Aber anscheinend kommt es ständig zu Missverständnissen, warum weiß ich nicht genau. Jeder versteht jeden mal falsch, aber dann ist auch alles wieder in Ordnung. Vielleicht übersteigt es meinen Geist und ist zu intellektuell, also Kunst oder eben – wie ich finde – Schrott.

Bewertung: 0 von 5 Punkten

Hummel, Hummel – Mord, Mord (Sigrid Schütz)

Veröffentlicht 8. Dezember 2013 von erlesenebuecher

Stadtgeflüster, Tarantel & Teufelsfratzensaft

Appetithäppchen: Täglich frisch serviert Starjournalistin Ellen C. Taran den Lesern von Hamburgs buntestem Boulevardblatt die kleinen schmutzigen Geheimnisse der Promis: Von Scheidungskriegen über Premierenpleiten bis hin zu missglückten Schönheitsoperationen. Doch eines Tages geht die berühmte Edelfelder zu weit und bezahlt mit dem Leben: Diabolisch grinsend hängt ihre Leiche im Paternoster des Verlages. Kein leichter Job für Hauptkommissarin Jonny Caruso, denn halb Hamburg wäre der fiesen Edelfelder bei Gelegenheit gern ans Leder gegangen. Und keine große Hilfe auch, dass der Oberstaatsanwalt Jonny auch noch eine chinesische Praktikantin (Protektionskind, vermutlich direkter Draht zum Senator) übergedeubelt hat. Chang-Ngo (19) aus Shanghai kontrastiert Jonnys Hamburg-Liebe mit eigenen Erfahrungen aus China. Die Globalisierung sitzt der Hamburg Kripofrau plötzlich leibhaftig auf dem Beifahrersitz. Die Ermittlungen führen zu feinen Leuten und frechen Auftragskillern. Der Leser lernt zugleich Spannendes über Themen von der Cholera in Hamburg über die Hafenerweiterung, von der ersten Professorin an der Uni bis hin zu der Frage, wo man am besten in der bunten Hafenstadt – Souvernirs, Souvernirs – einen Schrumpfkopf kaufen kann.

Verfasserin: Sigrid Schütz ist gelernte Journalistin und Managerin mit fast 30 Jahren Berufserfahrung bei Tageszeitungen und in internationalen Konzernen. Heute coacht sie manchmal Menschen in schwierigen Veränderungsprozessen – und sie ist schwer krank.

[Books on Demand/ Sigrid Schütz (2012)]

Meine Meinung: Ich mag es, wenn Bücher mich positiv überraschen. So war es auch mit diesem. Ohne Erwartung bzw. eher mit Vorurteilen begann ich dieses Buch, musste aber schnell feststellen, dass es doch richtig gut ist.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen, man kommt in einen Lesefluss, der keine Hindernisse oder Engpässe durchlaufen muss. Ebenfalls stellte sich die Geschichte als wirklich gelungen heraus. Es ist ein richtiger Krimi, bei dem bis zur fast letzten Seite der Mörder nicht feststeht. Zwischendurch kann es jeder mal gewesen sein, da alle ein Motiv haben. Natürlich kommt die Auflösung am Ende fast zu schnell, aber warum soll es sich noch lang hinziehen.

Besonders herausstechend ist natürlich, dass die ganze Handlung in Hamburg spielt und man nebenbei noch einige interessante Geschichten und Anekdoten aufgetischt bekommt, wobei es sowohl Neues als auch Vertrautes ist. Das macht u.a. den Charme dieses Buches für mich aus. Leider ist es mir dann aber immer nicht genug, da hätte ich gerne noch mehr von Hamburg gehabt.

Die Protagonisten waren klar dargestellt und auch diese wirklich gelungen. Ab und zu fehlte ein wenig Tiefe, aber sie wurden durchaus vorstellbar skizziert. Die Hauptkommissarin Jonny Caruso bietet sich natürlich perfekt dafür an, noch mehr von ihren Fällen kennen zu lernen…

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Eine Oma zum Fest (Mia Richter)

Veröffentlicht 2. Dezember 2013 von erlesenebuecher

Katze, Ersatzoma & Mittelaltermarkt

Appetithäppchen: Ist es Zufall oder Schicksal, dass Gisela in ihrem Garten ein Kätzchen findet? Kaum hat sie sich an den kleinen Tiger gewöhnt, entdeckt sie eine Suchmeldung. Das Foto lässt keinen Zweifel. Schweren Herzens bringt Gisela der jungen Familie die Katze zurück. Und wird im Gegenzug als Oma adoptiert. Denn was wäre das Weihnachtsfest ohne eine richtige Familie?

Verfasserin: Mia Richter lebt mit ihrer Familie bei Stuttgart und schreibt nicht nur zur Weihnachtszeit unterhaltsame Geschichten.

[Ullstein Buchverlage (2012)]

Meine Meinung: Auf der Rückseite des Buches steht: Das unerwartete Weihnachtsglück. Tja, Weihnachtsglück gibt es viel in dem Buch, aber unerwartet ist es so gar nicht.

So nett die Geschichte auch ist, ist aber leider alles vorhersehbar und nichts überraschend. Schon der Klappentext verrät die gesamte Geschichte. Dazu kommt, dass jedes Kapitel durch ein echt ansprechendes, schönes Bild eingeleitet wird, welches aber das Highlight und damit die Handlung des nächsten Kapitels schon vorweg nimmt.

Die Story rund um Gisela Herzog finde ich gut, vor allem da sie auch ein wenig unspektakulär ist und für mich realitistisch das Leben im Alter aufzeigt. Da kommt man schon ins Nachdenken. Ebenfalls die Beziehung zu der Katze Franzi ist gelungen, aber natürlich auch ein wenig rosarot dargestellt.

Allerdings störte mich während des ganzen Buches der nüchterne Erzählstil. Man wird nicht so richtig ins Geschehen hinein gezogen und leider wurde ich dadurch mit der Protagonistin nicht richtig warm, obwohl sie alle Voraussetzungen dazu hatte. Das war sehr schade, da die Geschichte eben alle Ansätze für eine liebevolle Weihnachtsgeschichte hat.

Bewertung: 3 von 5 Punkten