Rezensionen 2015

Alle Beiträge in der Kategorie Rezensionen 2015

Gewinnspiel!!!

Veröffentlicht 7. Januar 2016 von erlesenebuecher

Lest ihr gerne Buchreihen? Welche von euch 2015 gelesene (auch wenn erst begonnen) fandet ihr am besten?

Das sollt ihr in einem Kommentar beantworten und euch eines der 5 zu verlosenen Bücher aussuchen. So einfach ist das! Macht mit! Hier geht es zum Gewinnspiel.

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Rennschwein Rudi Rüssel (Uwe Timm)

Veröffentlicht 31. Dezember 2015 von erlesenebuecher

Maskottchen, Hieroglyphen & Blaues Band

Appetithäppchen: Alles beginnt damit, dass Zuppi bei einer Tombola den Hauptpreis gewinnt: ein Ferkel. Rudi Rüssel verändert den Familienalltag gründlich. Aber der Hausbesitzer Buselmeier hat keinen Sinn für diese Art Haustiere. So zieht die Familie an den Rand eines großen Fußballfeldes. Hier kann der Vater, ein arbeitsloser Ägyptologe, Platzwart werden und Rudi in Ruhe Schwein sein. Doch dann entdeckt Rudi seine wahre Größe als Rennschwein…

Verfasser: Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren. Er machte zunächst eine Kürschnerlehre und studierte dann Philosophie und Germanistik in München und Paris. Nach längeren Aufenthalten in Rom, Lateinamerika und Afrika lebt er heute mit seiner Familie in München. Uwe Timm hat sich durch Romane wie „Morenga“, „Kerbels Flucht“ oder „Der Schlangenbaum“ vor allem als Autor für Erwachsene einen Namen gemacht. Seine Bücher „Die Zugmaus“, „Die Piratenamsel“, „Rennschwein Rudi Rüssel“ und „Der Schatz auf Pagensand“ sind seinen eigenen Kindern gewidmet. Für „Rennschwein Rudi Rüssel“ erhielt Uwe Timm 1990 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Der Film zum Buch wurde in Deutschland zum Kinohit und 1995 mit dem Bayerischen Kinderfilmpreis ausgezeichnet. 2001 ging der Große Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Tukan-Preis der Landeshauptstadt München an Uwe Timm.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (1993)]

Meine Meinung: Nun gibt es dieses Buch schon einige Zeit und ich kann mich auch dunkel an die Vorschauen des Films erinnern, aber erst jetzt weiß ich worum es bei der Geschichte geht, denn ich habe sie meinem Kind vorgelesen. Eine wirklich lustige, unterhaltsame Geschichte rund um ein Schwein.

Zuppi (welch ein Name?), ein siebenjähriges Mädchen, gewinnt bei einer Tombola ein kleines Ferkel und möchte es unbedingt mit nach Hause zu ihrer fünfköpfigen Familie nehmen. Natürlich ist das schwierig mitten in der Stadt in einer Wohnung, aber die Eltern lassen sich von den Kindern breitschlagen. Tja, aber Rudi wächst und wächst und muss dann doch auf einem Bauernhof untergestellt werden. Das klappt auch gut, bis der Bauer stirbt und Rudi weg ist. Aber die Familie gibt nicht auf und findet ihn wieder. Nun muss ein neues Zuhause her und plötzlich soll Rudi auch noch eine künstlerische Tätigkeit ausüben. Aber zum Glück ist er ein guter Renner…

Wir haben uns beim Lesen sehr amüsiert und teilweise war das Buch auch sehr spannend. Meinem Kind hat Rudi vor allem als Fußball-Schwein gut gefallen. Da mein Kind erst fünf ist, sind ihm aber natürlich die Familienzwistigkeiten um die Arbeitslosigkeit des Vaters entgangen. Einiges war dann doch zu schwierig, aber das Buch ist ja auch ab zehn Jahren empfohlen. Allerdings war vieles eben auch für kleinere Kinder geeignet und das große Rennen um das Blaue Band am Ende war – wie gesagt – sehr spannend und aufregend. Etwas mehr Herz hat mir gefehlt und manchmal konnte ich die Entscheidungen der Eltern nicht nachvollziehen, aber es ist ja auch ein Kinderbuch.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Noch 24 Geschichten bis Weihnachten (Carolin Böttler [Hrsg.])

Veröffentlicht 25. Dezember 2015 von erlesenebuecher

Krippenfigur, Sterne & Apfelsine

Appetithäppchen: Warten auf Weihnachten! Der Advent ist für alle Kinder eine aufregende Zeit der Vorfreude. Auch der neue literarische Adventskalender der Reihe „Esslinger Erzählungen“ steckt wieder voller fröhlicher und anrührender Geschichten, um diese Wartezeit zu verkürzen. Bekannte Autoren wie Otfried Preußler, Charles Dickens, Achim Bröger, Ursel Scheffler und viele andere erzählen vom Tannenbaum-Schmücken, von Schneefeen und kleinen Hexen, von Weihnachtsmännern und Weihnachtshunden. Tag für Tag, Geschichte für Geschichte kommen Kinder dem Heiligen Abend immer näher…

[Thienemann-Esslinger Verlag (2014)]

Meine Meinung: 24 schöne Geschichten, die ich meinem Sohn jeden Morgen vorgelesen habe. So vergeht die Adventszeit wie im Fluge. Es sind ganz verschiedene Geschichten, sowohl von der Länge und Thematik als auch von der Qualität her. Natürlich geht es immer um Weihnachten, aber mal sind es Geschichten aus dem Alltag, aus dem Kindergarten, dann aber gibt es auch einige fantastische Geschichten über Schneefeen oder welche aus der Sicht eines Hundes oder der Katze. Sehr fantasie- und liebevoll ist das ganze Buch gestaltet. Meist gibt es wirklich sehr schöne Bilder, die die Geschichte noch versüßen.

Mir persönlich hat die Geschichte „Die Apfelsine des Waisenknaben“ von Charles Dickens am besten gefallen. Vor allem wenn man den Hintergrund des Autors kennt, treibt die Geschichte einem die Tränen in die Augen. Mein Sohn fand „Die Weihnachtsräuber“ von Julia Boehme am lustigsten.

Insgesamt sind folgende Geschichten in dem Buch zu finden:

„Ein klitzekleiner Kundschafter“ von Barbara Peters, „Adventskonzert“ von Ingrid Uebe, „Der König im Kinderwagen“ von Julia Breitenöder, „Barbarazweige – 4. Dezember“ von Jule Sommersberg, „Als Niko den Nikolaus vertrat“ von Ulrike Sauerhöfer, „Die Geschichte vom beschenkten Nikolaus“ von Alfons Schweiggert, „Weihnachten fällt aus“ von Stephanie Polák, „Oh Tannenbaum“ von Luise Holthausen, „Die Apfelsine des Waisenknaben“ von Charles Dickens, „In einer Zeit vor Weihnachten“ von Catharina Clas, „Die kleine Hexe und der Maronimann“ von Otfried Preußler, „Ein Geschenk für den Weihnachtsmann“ von Corinna Wieja, „Der Weihnachtshund“ von Barbara Peters, „Die Weihnachtsräuber“ von Julia Boehme, „Der Christkind-Dieb“ von Barbara Peters, „Du bleibst hier!“ von Achim Bröger, „Der kleine Tannenbaum“ von Manfred Kyber, „Wir schmücken den Baum – alleine!“ von Julia Breitenöder, „Als das Christkind verschlief“ von Ursula Keicher, „Die Schneefee“ von Ulrike Sauerhöfer, „Von der Königin, die keine Pfeffernüsse backen, und dem König, der nicht das Brummeisen spielen konnte“ von Richard von Volkmann-Leander, „Die coole Maria“ von Luise Holthausen, „Die Weihnachtsmann GmbH“ von Ursel Scheffler, „Die Weihnachtsgeschichte“ nacherzählt von Ulrike Sauerhöfer

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Das Unkrautland 1 – Auf den Spuren der Nebelfee (Stefan Seitz)

Veröffentlicht 22. Dezember 2015 von erlesenebuecher

Rätselrübe, Lesebalkon & Mondsichel

Appetithäppchen: Was passierte vor unendlichen Jahren – in jenem vergessenen Zeitalter, von dem längst keine Chronik mehr berichtet? Scheinbar kann es niemand beantworten! Und doch gibt es Spuren, versteckte Hinweise und geheimnisvolle Bruchstücke, die bis zum heutigen Tag im Unkrautland schlummern. Wer wird das große Rätsel entschlüsseln? Erzählt der Wald eines Tages seine Geschichte, oder geben die Sümpfe ihre Geheimnisse preis? Liegen die Antworten zu all den Fragen auf dem Grunde des Sees, oder einfach nur im Keller eines alten Gemäuers verborgen?

Verfasser: Stefan Seitz, geb. 1972 in München, studierte Innenarchitektur und ist Experte für 3-D-Animation sowie Computervisualisierung. Mit seiner Vorliebe für Geheimnisse und rätselhafte Geschichten hat er eine fantasievolle Spukwelt erschaffen, die nicht zuletzt durch ihre eindrucksvollen Grafiken begeistert: das Unkrautland. Die Ideen dazu entsprangen vor allem Mythen und Legenden – so wartet auch „Das Unkrautland“ mit einem großen Mysterium auf, das es zu lösen gilt.

[Cleon Verlag (2009)]

Meine Meinung: Das Buch wurde mal in einer Zeitschrift vorgestellt. Mich hat der Artikel so überzeugt, dass ich das Buch sofort kaufen musste. Aber leider ist mein SuB so groß, so dass es viel zu lange gedauert hat, bis ich es gelesen habe. Nun ist es vollbracht und das Buch ist wirklich so toll, wie ich vermutet habe.

Warum auch immer habe ich aber zu Beginn lange gebraucht, um richtig in die Story reinzukommen. Ich fand die Beschreibung des Unkrautlandes und vor allem die von Primus und seinem Turm richtig gut, aber ich musste oft eine Seite nochmal lesen. Vielleicht musste ich mich erstmal auf diese neue Welt einlassen. Aber wenn ich mich konzentrierte, sah ich richtig die Bilder vor mir. Eigentlich müsste das Buch endlich verfilmt werden. Der Autor hat auf der Internetseite des Unkrautlands ja schon etliche Bilder der Protagonisten und der Umgebung veröffentlicht. Alles ist im Tim Burton-Style und genau so habe ich mir das im Kopf auch alles ausgemalt. Als ich erstmal im Plot drin war, war ich auch völlig gefangen von dieser skurrilen, absurden, abgefahrenen, schönen, fantasievollen Welt.

Aber nicht nur das Unkrautland und die Geschichte rund um die Mondsichel und die Nebelfee sind toll und spannend, es sind vor allem die Bewohner, welche so großartig sind. Primus, der sich in eine Fledermaus mit Zylinder verwandeln kann, Plim, die Motorradbesen-Hexe, welche frech und manchmal zickig ist, Snigg, der hüpfende, hungrige Kürbis, und Chuck, die knöpfesammelnde Vogelscheuche, sind nur einige dieser liebenswürdigen, skurrilen Charaktere. Ich bin restlos begeistert und kann dieses Buch nur empfehlen. Vor allem die Beschreibung des Landes und der kolossalen Bibliothek in Hohenweis überzeugen restlos. Mich freut es vor allem, dass das Buch völlig ohne blöden Teenagerkram auskommt wie beispielsweise in Percy Jackson. Des Weiteren ist ebenso der Schreibstil klasse.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Eine Weihnachtsgeschichte (Charles Dickens)

Veröffentlicht 15. Dezember 2015 von erlesenebuecher

Geister, Wandlung & Klein Tim

Appetithäppchen: Ein unverbesserlicher Geizhals ist der alte Scrooge. Auch Weihnachten ist für ihn nicht als ein Ärgernis. Da erscheint ihm am Heiligen Abend sein verstorbener Kompagnon Marley, der früher selbst ein eiskalter Geschäftsmann war und es nun bitter bereut. In dieser Nacht wird Scrooge von den Geistern der Weihnacht heimgesucht, die ihm erschreckend deutlich zeigen, was er bisher aus seinem Leben gemacht hat.

Verfasser: Charles Dickens wurde 1812 in der Nähe von Portsmouth in Großbritannien geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und war gezwungen, bereits als Kind durch Fabrikarbeit zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Diese frühe Erfahrung prägte seine sozialkritischen Romane wie z.B. „Oliver Twist“. Nachdem er einige Jahre als Gerichts- und Parlamentsreporter gearbeitet hatte, trat er durch die Fortsetzungsreihe „Pickwick Papers“ literarisch hervor. Die vorliegende Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“ erschien 1843 als erste von fünf sehr erfolgreichen Weihnachtserzählungen und gehört neben „Oliver Twist“ und „David Copperfield“ zu Dickens‘ bekanntesten Werken. Charles Dickens starb 1870.

[Cecilie Dressler Verlag (2002)]

Meine Meinung: Endlich musste ich meine Literaturlücke beheben und diesen Klassiker lesen. Natürlich war mir die Geschichte durch diverse Filme bekannt, aber das Original ist doch meist am schönsten. So war es auch hier. Natürlich ist es nur eine Übersetzung, ich würde ja gern das Original lesen, aber nur wenn mein Englisch besser wäre. Aber auch so habe ich das Gefühl, dass gerade der Schreibstil und die Ausdrucksweise klasse sind.

Die Story selbst ist natürlich unübertroffen. Ein alter, geiziger, griesgrämiger Weihnachtsmuffel tyrannisiert seinen Angestellten, stößt seine Familie von sich und will nichts von hilfsbedürftigen Menschen wissen. Dieser wird von drei Geistern besucht, die ihm die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigen. Dadurch wird er geläutert und verändert sich komplett. Er wird ein Menschenfreund, großzügig und herzlich. Wenn das nicht DIE Botschaft für Weihnachten ist!

Besonders emotional wird die Familie des angestellten Schreibers dargestellt. Sie haben nicht viel, aber sich und vor allem der kleine, verkrüppelte Tim hat es schwer, wird aber von seiner Familie so geliebt. Da wird selbst das Herz von Scrooge weich. Weihnachten das Fest der Familie steht eindeutig im Zentrum.

Warum gebe ich dann doch nicht die volle Punktzahl? Es ist Meckern auf hohem Niveau, aber mir kam die Wandlung zu plötzlich. Das Buch ist einfach etwas zu kurz. Ich hätte lieber eine sukzessive Wandlung, die der Leser Stück für Stück mitverfolgen kann. Aber bereits beim ersten Geist der Vergangenheit sieht Scrooge alles ein und ist geheilt, die anderen beiden Geister sind nur noch zur Verdeutlichung dar. Ich habe auch „Oliver Twist“ gelesen und das ist ja ein Riesenwerk. Vielleicht zu lang, aber beeindruckend und der Leser wird in das Geschehen mitten hineingenommen.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Der Weihnachtspullover (Glenn Beck)

Veröffentlicht 14. Dezember 2015 von erlesenebuecher

Brottüten-Stiefel, Geschenkepeilung & Fahrrad

Appetithäppchen: Seit Jahren bewahrt Eddi einen alten, handgestrickten Pullover auf. Das enttäuschendste Weihnachtsgeschenk seiner Kindheit – und das zärtlichste, das er je bekam. Ein Familienbuch, so kuschelig wie feinste Wolle und die ideale Lektüre für Adventsabende bei Kerzenschein.

Verfasser: Glenn Beck ist der Autor von „The Inconvenient Book“, das auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste landete und sich mit den drängendsten Problemen der Welt auseinandersetzt. Er hat eine Talkshow auf CNN und verlegt ein politisches Monatsmagazin. Glenn Beck lebt in New York und engagiert sich besonders in der Krebshilfe.

[Hoffmann und Campe Verlag (2009)]

Meine Meinung: Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich mich so auf das Buch gefreut. Endlich eine schöne Weihnachtsgeschichte mit emotionalem Familienkram. Das Buch fing auch genau so an, wie ich es erhofft hatte. Der Schreibstil war flüssig, die Geschichte fesselnd, emotional und amüsant und die Aufmachung des Buches ist sehr schön. Vor allem der Großvater von Eddie wird so toll beschrieben, welch Traumgroßvater, der so lustige, verrückte Sachen macht.

Dann allerdings passierte der Autounfall und das Buch wird eher tragisch, traurig und dramatisch. Die Wendung gefiel mir nicht und vor allem raubt einem Eddies Verhalten im Laufe der Seiten fast den letzten Nerv. Natürlich ist er ein kleiner Junge, aber tut mir leid, so verbohrt und hartnäckig, fand ich zu krass und eben nervig. Ein kleines Kind hält das nicht so lange aufrecht, der bricht vorher zusammen. Das gefiel mir alles nicht mehr.

Das letzte Drittel des Buches wurde dann sehr moralisch und konzentrierte sich auf die Beziehung zwischen Eddie und Gott. Die Ansätze fand ich gut, aber es war mir alles zu viel, obwohl ich Christin bin. Das Buch erinnerte mich immer mehr an „Die Hütte“ von William Paul Young, welches ich interessant, aber durchwachsen fand.

Für mich hat der Plot so gute Ansätze, aber die Entwicklung raubte mir etwas den Nerv und die leichte Weihnachtsstimmung, da der Moralhammer letztendlich gezogen wurde.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkte

Weit weg und ganz nah (Jojo Moyes)

Veröffentlicht 10. Dezember 2015 von erlesenebuecher

Emergenztheorie, Gruftiboy & belegte Brote

Appetithäppchen: Einmal angenommen dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher… Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

Verfasserin: Jojo Moyes geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die “Sunday Morning Post”  in Hongkong und den “Independent” in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (2014)]

Meine Meinung: Endlich mal wieder ein großartiges Buch! In letzter Zeit war ich immer wieder unzufrieden mit meinen gelesenen Büchern. Aber hier kann ich einfach nichts Negatives sagen. Ich bin völlig geflasht und bin bzw. war so begeistert. Ich weine selten bei Büchern, aber hier hat mich sogar das Ende überzeugt und das passiert selten.

Es ist neben „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Eine Handvoll Worte“ (die ich auch gut fand) das dritte Buch, welches ich von Frau Moyes gelesen habe, und in meinen Augen ist es viel stärker als die anderen beiden. Ich mag die Story, ich liebe jeden einzelnen Protagonisten (vielleicht Nicky noch ein wenig mehr oder doch Tanzie… ach ich weiß nicht, alle!) und finde die Thematik und Aufmachung super.

Es handelt sich um eine Art Roadmovie, die Charaktere sind auf dem Weg zu einer Mathe-Olympiade und alle haben ihre Sorgen und Nöte. Aber so bunt sie auch zusammengewürfelt sind, so liebenswert sind sie und die Reise schweißt sie alle zusammen. Aber dann passiert etwas Unerwartetes und ich dachte erst, das Buch kippt und nimmt an Qualität ab, was kein Wunder wäre, da diese von Beginn an sehr hoch war, aber die Autorin schafft es, weiter zu fesseln und die Geschichte in die richtige, spannende und ergreifende Richtung zu wenden.

Ich kann nicht anderes sagen, als dass ich völlig begeistert von diesem Buch bin.

Bewertung: 5 von 5 Punkten