Rezensionen 2017

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Die Kinder der Drachenlanze 5 – Die Drachen des verlorenen Mondes (Margaret Weis/ Tracy Hickman)

Veröffentlicht 25. Juli 2017 von erlesenebuecher

Oberdrachen, Schädeltotem & Staubebenen

Appetithäppchen: Eine Stadt nach der anderen gelangt unter die Herrschaft der Dunklen Königin Takhisis. Ihr Plan, ganz Krynn zu unterjochen, scheint aufzugehen. Während Takhisis Feinde verzweifelt Widerstand leisten, schmiedet die Dunkelritterin Mina ihre eigenen Pläne. Der Magier Raistlin hofft indessen auf die Hilfe der Götter…

Verfasser: Margaret Weis (* 16. März 1948 in Independence, Missouri) ist eine US-amerikanische Autorin von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur und zusammen mit Tracy Hickman Erschafferin mehrerer Zyklen wie „Drachenlanze“ und „Die Rose der Propheten“. Tracy Raye Hickman (* 26. November 1955 in Salt Lake City, Utah) ist ein amerikanischer Fantasy-Autor. Er schrieb und schreibt zusammen u.a. mit seiner Kollegin Margaret Weis an mehreren Fantasy-Zyklen, darunter „Drachenlanze“ und „Die Vergessenen Reiche“. Außerdem ist er (Co-)Autor diverser Fantasy-Rollenspiel-Publikationen.

[Blanvalet (2003)]

Meine Meinung: Der fünfte Teil der Reihe ist geschafft. Viele Erzählstränge werden fortgesetzt, aber auch neue – vor allem entscheidende – beginnen. Der Leser erfährt endlich, was mit Krynn passiert ist. Wieder einmal ein sehr unterhaltsames und spannendes Buch.

Ab hier gilt wieder Spoilergefahr, da ich für mich den Inhalt zusammenfasse!

Palin und Dalamar werden von Mina getötet, da sie die Macht des einen Gottes nicht anerkennen wollen. Mina belebt die beiden Zauberer aber wieder, jedoch nur ihre Körper ohne Seelen, diese streichen wie die anderen toten Seelen umher. Die tote Goldmond wird von Mina in einem Bernsteinsarkophag eingeschlossen, da der eine Gott (Takhisis) mit ihr noch etwas vorhat.

Tolpan konnte jedoch fliehen, weshalb Mina von ihrem Gott bestraft wird, was in Galdar echte Zweifel hervorruft. Tolpan und der Gnom Conundrum werden von dem Zeitreisegerät, welches der Gnom repariert hat, durch die Zeiten geschleudert, sie beobachten z.B. Raistlin oder treffen den Solamnier Huma und seinen Freund den Minotaurus Magus.

Nun erfährt der Leser auch endlich mehr über den einen Gott und was mit der Welt Krynn passiert ist. Der große blaue Drache Skie liegt im Sterben und erzählt Spiegel, dem blinden Silberdrachen, dass Takhisis die Welt Krynn im Moment der Schwäche der anderen Götter nach den Chaoskriegen geraubt hat. Die anderen Götter haben die Menschen also nicht verlassen, sie finden sie nur nicht wieder.

Spiegel will nun nach den anderen Metalldrachen suchen. Später kommt Malys, der letzte Oberdrache, zu Skies Hort. Spiegel versteckt sich und Malys überlässt Skie dem Tod. Allerdings stiehlt sie das magiebehaftete Totem (die Schädel der erledigten Gegner) von Skie. Spiegel verlässt den Hort aber nicht allein, sondern mit Raser, dem blauen Drachen des toten Medan. Beide reisen gemeinsam in Menschengestalt weiter.

Gilthas und die Überlebenden der Qualinesti-Elfen wollen zu ihren Verwandten nach Silvanesti. Dafür müssen sie durch die Staubebenen. Eine endlose, leblose, heiße Wüste. Das Volk scheint diese Reise nicht zu schaffen. Sie stoßen aber zum Glück auf Einheimische. Wanderer, der Sohn von Goldmond und Flusswind, hilft dem Volk durch die Wüste. Die Qualinesti erreichen schließlich die Silvanesti und werden von Alhana willkommen geheißen. Doch auch hier gibt es große Probleme. Die schwarzen Ritter haben die Stadt Silvanost erobert und Alhana lügt ihr Volk wegen Silvanoshi an.

Gerard und Odila sind währenddessen bei den Solamniern, Gerard spricht vor dem Rat und wird nun freigesprochen. Er bietet sich als Spion an und kehrt zurück nach Solanthus. Dort schmuggelt er sich ins Gefängnis und wird dann als schwarzer Ritter befreit. Im Gefängnis sieht er Palin und Dalamar bzw. deren seelenlose Hüllen. In Solanthus trifft er auf Odila, die ebenfalls heimlich die Stadt betreten hat. Sie wird Priesterin bei Mina. Als sie herausbekommt, was mit Palim und Dalamar passiert ist, will sie fliehen, kann aber nicht, ihr Glaube hält sie fest. Gerard beschließt bei ihr zu bleiben, auch wenn Galdar ihn auf dem Kieker hat.

Raistlin, der Tolpan und den Gnom während ihrer Zeitreise bemerkt hat, trifft auf den Rat der (ehemaligen) Götter Krynns. Diese beraten, ob und wo sie die Welt Krynn weitersuchen sollen. Raistlin möchte ihnen helfen.

Mina und ihre Armee ziehen nach Sanction, um die Stadt zu erobern. Gerard reist mit und wird als Wache für Palin, Dalamar, Goldmond im Bernsteinsarg und den angekommenen, liebeskranken Silvanoshi abgestellt. Die Stadt wird schnell von den toten Seelen, die Mina folgen, erobert. Tolpan trifft bei seinen Zeitreisen auf Lord Soth, den Verfluchten. Mina will ihn als Führer der Armee der Toten rekrutieren, er lehnt jedoch ab.

Dieser Teil der Reihe ist endlich wieder richtig fesselnd. Die Handlung verschlägt einem teilweise fast den Atem, es werden ständig die Orte und Personen gewechselt und jeder Handlungsstrang ist spannend. Nur die Grundidee, dass Takhisis die ganze Welt entführt hat, wirkt eher absurd.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 4. Teil

Die Glücksbäckerei 4 – Die magische Verwandlung (Kathryn Littlewood)

Veröffentlicht 1. Juli 2017 von erlesenebuecher

Schnee-Ball, Dudelsack & Katzenaugenpuffer

Appetithäppchen: Ihr Leben ist perfekt, nachdem Rose mit ihrer Familie nach Calamity Falls zurückgekehrt ist. Beinahe zu perfekt, findet Rose. Doch das nächste Abenteuer kündigt sich schon an, denn Tante Lily und die Internationale Nudelholzgesellschaft verfolgen einen finsteren Plan. Bei einem Bankett wollen sie Staatsoberhäupter aus aller Welt ihrem Willen unterwerfen – mit einer magischen Torte. In Windeseile muss Rose einen Gegenzauber finden. Aber irgendetwas ist anders an Tante Lily – mit wem steckt sie wieder unter einer Decke?

Verfasserin: Kathryn Littlewood ist Schriftstellerin, Schauspielerin und Comedian, lebt in New York, arbeitet oft in Los Angeles – und hat eine ebenso große Schwäche für pain au chocolat wie für Kinderbücher. Sie ist eine leidenschaftliche Köchin, aber eine fürchterliche Bäckerin und gibt zu, dass ihr noch nie ein Kuchen geglückt ist. Essen tut sie ihn dennoch für ihr Leben gern!

[S. Fischer Verlag (2015)]

Meine Meinung: Und wieder eine Reihe, die eigentlich nach drei Bänden beendet sein sollte, nun aber sechs hat. Ich kann es echt bald nicht mehr hören.

Also nun der vierte Band der Glücksbäckerei. Nun ist das ja zum Glück eine wirklich schöne und kurzweilige Reihe, so dass ich mich auf diesen Band gefreut habe. Der Plot ist grundsätzlich bekannt: Etwas wird entwendet, die Glycks wollen es wiederbekommen, werden in etwas Größeres hineingezogen und müssen die Welt retten. Zwischendrin gibt es viele, zauberhafte Bäckereien und sympathische, lustige Protagonisten.

Tante Lilly steckt auch wieder mittendrin, aber dieses Mal anders als man denkt. Rose kämpft an mehreren Fronten: Einmal gegen Graf Caruso, der die Oberhäupter der Welt unter seine Kontrolle bringen will, dann möchte sie ihren Bruder Basil zurückhaben, der von der schottischen Delegation als einst verschwundener und jetzt wiedergefundener Thronfolger vermeintlich erkannt wurde und zu guter Letzt möchte sie ihre Beziehung zu Devin eigentlich vertiefen, muss aber das Geheimnis ihrer Zauberbäckerei vor ihm verbergen, was schwierig genug ist. Das alles ist sehr unterhaltsam und amüsant. Allerdings stören mich noch immer die sprechenden Tiere.

Nella war wieder einmal prima und auch die Geschichte rund um Basil fand ich erfrischend. Auch Devin und Rose gaben ein interessantes Paar ab. Alles fein und gut, aber leider gabe es in meinen Augen einen großen Schwachpunkt: Es wurde zu wenig gebacken. Viel zu wenig Rezepte und viel zu wenig großartige Zutaten wurden beschrieben. Das war schade.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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Die Kinder der Drachenlanze 4 – Der verlorene Stern (Margaret Weis/ Tracy Hickman)

Veröffentlicht 1. Juli 2017 von erlesenebuecher

Körperkompass, Grabwürmer & Maisschopf

Appetithäppchen: Noch immer stehen die Truppen von Beryl, dem grünen Drachenweibchen, in Qualinesti – zum Ärger ihres Verbündeten, des mächtigen Morham Tragonne. Beryl hat das Elfenreich und seine Hauptstadt Qualinost mit der Zitadelle des Lichts erobert – und träumt nun davon, die Herrschaft über den ganzen Kontinent Ansalon an sich zu reißen. Gilthas, der geflohene König von Qualinesti, hat inzwischen bei befreundeten Zwergen Unterschlupf gefunden und bereitet von dort den Widerstand vor…

Verfasser: Margaret Weis (* 16. März 1948 in Independence, Missouri) ist eine US-amerikanische Autorin von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur und zusammen mit Tracy Hickman Erschafferin mehrerer Zyklen wie „Drachenlanze“ und „Die Rose der Propheten“. Tracy Raye Hickman (* 26. November 1955 in Salt Lake City, Utah) ist ein amerikanischer Fantasy-Autor. Er schrieb und schreibt zusammen u.a. mit seiner Kollegin Margaret Weis an mehreren Fantasy-Zyklen, darunter „Drachenlanze“ und „Die Vergessenen Reiche“. Außerdem ist er (Co-)Autor diverser Fantasy-Rollenspiel-Publikationen.

[Blanvalet (2002)]

Meine Meinung: Es geht weiter mit den Kindern der Drachenlanze. Die ersten vier Bände habe ich vor etlichen Jahren schon einmal gelesen. Ich lese diese zum wiederholten Male, um rein zu kommen, damit ich Band 5 und 6 endlich lesen kann. Das ist aber auch gut, da ich mich an nichts erinnere. Es ist z.B., als ob ich dieses Buch zum ersten Mal lese. Deshalb werde ich wieder eine Inhaltsangabe verfassen, damit ich mich erinnern kann (also Spoilergefahr):

Der grüne Drache Beryl will Qualinost angreifen, viele Elfen werden mithilfe der Zwerge evakuiert. Gilthas, der Elfen-König, muss sein Volk begleiten. Laurana und Medan wollen da bleiben und planen eine Falle für Beryl.

Die Toten sind weiter unstet. Dalamar und Palin erhalten Besuch von Mina, die sich in dem Turm mit jemand treffen möchte. Tolpan ist geflohen und trifft auf Goldmond und den Gnom. Sie reisen nach Solanthus, dort treffen sie auf Gerard, der sich vor dem Rat der Ritter verantworten muss. Goldmond bestätigt seine Geschichte, aber wegen Tolpan (da er ein Kender ist) wird ihm trotzdem nicht richtig geglaubt, sie wollen erstmal abwarten. Aber Goldmond befreit Gerard, da sie mit seinem Drachen zu Dalamar reisen möchte. Tolpan soll ihr den Weg zeigen, der Gnom begleitet sie ebenfalls. Gerard trifft währenddessen auf Odila, die solamnische Ritterin, welche ihm jetzt seine Geschichte glaubt. Die Stadt wird angegriffen, beide geraten aber erstmal an die Schwarzen Ritter und treffen auf Mina. Diese erzählt von dem einen Gott und lässt Odila eine Offenbarung sehen, welche sie verzweifelt zurücklässt. Beide fliehen und müssen mitansehen, wie Solanthus Mina und ihrem Gefolge in die Hände fällt. Sie wollen nach Sanction reisen um die Stadt zu warnen.

Beryl greift Qualinost an, der Plan von Medan und Laurana klappt nicht wie geplant, aber die Elfen können Beryl nach langem Kampf töten. Jedoch wird während des Kampfes die Stadt komplett ausgelöscht, auch die Tunnel der Zwerge und viele ihrer Kämpfer werden vernichtet.

Goldmond trifft auf Mina bei Dalamar und erkennt ihr ehemals kleines Waisenkind wieder. Die Freude ist groß, aber nicht von Dauer. Minas Gott entpuppt sich als die Göttin Takhisis. Goldmond ist entsetzt, obwohl Mina meint, sie hätte alles nur für sie getan. Goldmond überlebt dieses Zusammentreffen nicht.

Es gab wieder einige Längen, aber das war nicht weiter schlimm. Etwas nerviger war… obwohl ich mich echt bemühe, kann man manchmal nicht mehr alle Schauplätze und Personen überblicken. Spiegel, der blinde Silberdrache, taucht auch ab und an auf. Aus Silvanesti hört man dieses Mal gar nichts, muss es aber wohl noch im Hinterkopf behalten. Oft verwechsel ich Solace, Solanthus und Sanction… etc.

Tolpan ist und bleibt super und die Geschichte rund Gerard und Odila gefällt mir auch sehr.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum. 3 Teil

Hier geht es zum 5. Teil

Reckless 3 – Das goldene Garn (Cornelia Funke)

Veröffentlicht 17. Juni 2017 von erlesenebuecher

Weberin, Welpe & Erlelf

Appetithäppchen: Baba Jagas, Kosaken, Spione und ein Zar, der zu Audienzen in Begleitung eines Bären kommt. Diesmal führt die Reise hinter dem Spiegel Fuchs und Jacob weit nach Osten. Auch Will kehrt zurück in die Welt, die ihm eine Haut aus Jade gab – auf der Spur der Dunklen Fee. Aber den Zweck der Reise bestimmt ein anderer: Der Erlelf hat den Handel nicht vergessen, den Jacob im Labyrinth des Blaubarts mit ihm geschlossen hat, und er lehrt Jacob und Fuchs mehr über seinesgleichen, als sie je erfahren wollten…

Verfasserin: Cornelia Funke ist die international erfolgreichste und bekannteste deutsche Kinderbuchautorin. Heute lebt sie in Los Angeles, Kalifornien, doch ihre Karriere als Autorin und Illustratorin begann in Hamburg. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium arbeitete sie als freischaffende Kinderbuchillustratorin. Da ihr die Geschichten, die sie bebilderte, nicht immer gefielen, fing sie selbst an zu schreiben. Zu ihren großen Erfolgen zählen ‘Drachenreiter’, die Reihe ‘Die Wilden Hühner’ und ‘Herr der Diebe’, mit dem sich Cornelia Funke international durchsetzte. Ihre ‘Tintenwelt’-Trilogie begeisterte Millionen und stand weltweit auf den Bestsellerlisten.

[Dressler Verlag (2015)]

Meine Meinung: Anscheinend fand ich die ersten beiden Reckless-Bände ganz gut, wenn ich meinen Rezensionen trauen darf. Das Problem ist nämlich, dass ich mich wirklich kaum noch erinnere. Vor diesem dritten Teil habe ich extra viele Rezensionen und Zusammenfassungen über die ersten beiden gelesen, aber auch da kamen die Erinnerungen nur teilweise wieder. Das war schade, da ich Schwierigkeiten hatte in diesen Band reinzukommen. Allerdings ist das etwas, was ich bei Cornelia Funke-Bücher öfter habe.

Funke hat so tolle Ideen und kreative Vorstellungen, aber die Umsetzung ist anscheinend irgendwie nicht meins. Nur bei ihrer Wilden Hühner-Reihe ist das anders. Aber bei der Tintenwelt-Trilogie und bei „Herr der Diebe“ hatte ich das auch schon. Ich lese eine Seite und weiß manchmal gar nicht, worum es geht, so dass ich sie nochmal lesen muss und auch nicht viel schlauer bin. Ich lese natürlich, dass die Welt hinter dem Spiegel wundersam und erstaunlich ist – wie gesagt an Kreativität mangelt es der Autorin nicht – nur werde ich nicht mit hineingezogen wie bei so vielen anderen Büchern.

Nun hoffte ich, dass ich mit diesem Band die Reihe beenden würde, aber – oh wunder – wie so oft, geht es doch noch weiter. Das Ende ist offen. Jacob und Fuchs wollten Will, der die dunkle Fee sucht, einholen. Beide kämpfen gegen ihre Liebe zueinander, da der Preis zu hoch ist. Außerdem ist da der Spieler mit seinen silbernen Begleitern, die ihr ganz eigenes Spiel spielen. Ich würde gerne eine ausführlichere Inhaltsangabe wiedergeben, falls ich den vierten Band doch noch lesen möchte, aber selbst das fällt mir schwer. Jedoch versuche ich es mal:

VORSICHT SPOILER! Das Buch endet jedenfalls damit, dass Jacobs Vater, der getarnt als Ingenieur unterwegs ist, mit dem fliegenden Teppich, welcher der Zar Jacob für einen Auftrag ausgeliehen hat, geflohen ist. Will hat die dunkle Fee umgebracht, seine Jade-Haut kehrt immer wieder zurück, wenn er wütend wird oder in Gefahr gerät. Er ist nun mit dem Goyl Bastard und der silbernen Frau Sechzehn, welche Probleme hat, da sie immer wieder baumähnlich wird, unterwegs. Wohin habe ich schon wieder vergessen. Fuchs und Jacob haben sich nun wohl für ihre Liebe entschieden, obwohl sie ja ihr erstgeborenes Kind (wem nochmal?) geben müssen. Kami’en, der König der Goyl, ist eigentlich auf der Suche nach seinem Sohn. Er hat die dunkle Fee verlassen, diese hat sich das goldene Garn (die Liebe zu ihm) von der Weberin entfernen lassen, nun aber ihren Tod gespürt und die Suche unterbrochen. Irgendeine andere Fee (die Weberin?) ist nun geschwächt, da die dunkle Fee tot ist. Aber irgendwie ist noch eine Motte übrig, die Jacob und Fuchs folgte. Vielleicht wird das noch wichtig? Chanute, der einarmige Wirt, der aber nun einen tollen neuen Arm hat, und Sylvain, der von der der anderen Seite des Spiegel mitkam (warum nur?) sind gemeinsam irgendwohin unterwegs. Ach so, und Will ist ja eigentlich da, um die dunkle Fee zu töten, da seine Freundin in einen tiefen Schlaf gefallen ist und er so hoffte, sie zu erwecken. Aber zu Sechzehn fühlt er sich auch hingezogen und sie zu ihm. Tja, ihr merkt, an sich muss ich wohl alle drei Teile nochmal lesen, bevor ich den vierten lese. Wer weiß, wann der auch erscheint. Aber ob ich das machen möchte…

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

Ist das ein Mensch? (Primo Levi)

Veröffentlicht 29. Mai 2017 von erlesenebuecher

Suppe, KB & der Gesang des Odysseus

Appetithäppchen: „Keiner von den Wachen, kein Italiener und kein Deutscher, traute sich mitanzusehen, was Menschen tun, die wissen, dass sie sterben müssen. Jeder nahm auf seine Weise Abschied vom Leben. Einige beteten, andere betranken sich, wieder andere berauschten sich an letzter, abscheulicher Leidenschaft…“ Ein Jahr Hölle in Auschwitz. Primo Levi schildert mit atemberaubender Sachlichkeit und Menschlichkeit, was ihm und anderen angetan wurde

Verfasser: Primo Levi, am 31. Juli 1919 in Turin geboren, studierte Chemie. 1944 wurde er als Jude und Mitglied der Resistenza verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und kehrte in einer endlosen Odyssee nach Italien zurück, wo er bis 1977 in der chemischen Industrie arbeitete. Danach freier Schriftsteller. Er starb durch Selbstmord am 11. April 1987 in Turin.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (1992)]

Meine Meinung: Viele Bücher habe ich schon über die Konzentrationslager während des 2. Weltkriegs gelesen. Jedes Buch ist anders, aber der Schrecken, die Fassungslosigkeit, der Schmerz, der Abscheu, aber auch die Faszination und Hilflosigkeit sind oft gleich. Es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, aber noch viel wichtiger ist, dass sie gelesen werden, heute und zu jeder Zeit. Die Zeitzeugen werden weniger, sind bald gar nicht mehr da. Aber wir haben Zeugnisse über dieses schwarze Kapitel der Menschheit, z.B. in Form von diesem Buch.

Primo Levi, ein italienischer Jude, verbrachte ein Jahr im Konzentrationslager Auschwitz und berichtet eindringlich von dieser Zeit. Besonders ist, dass er diese Erlebnisse relativ schnell nach dem Ende des Krieges aufgeschrieben hat, einiges sogar schon während der Zeit in Auschwitz. Umso detaillierter, nachvollziehbar und schrecklicher ist der Bericht.

Man wird als Leser hineingezogen in ein Leben, welches den Verstand übersteigt. Die Erlebnisse lassen einen nicht unberührt, aber sie sind so weit weg vom eigenen Leben. Wann habe ich jemals wirklichen Hunger oder echte Mühsal erlebt? Nie. Das sind Situationen, die Levi aber so beschreibt, dass man eventuell ein kleines bisschen versteht…

Levi schreibt aber auch von Menschlichkeit, die es bei einigen Häftlingen immer noch gab, von Freundschaften und Lehrstunden, vom Vergessen, Verdrängen, aber auch vom Überlebenskampf durch Handel, Einfallsreichtum und Talent.

Eine Kollegin hat mir zwei Bücher empfohlen, dieses und Roman eines Schicksallosen. Nun habe ich beide gelesen und kann sagen, diese Bücher verändern einen, da sie einen nicht unberührt zurücklassen….

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Die Kinder der Drachenlanze 3 – Krieg der Seelen (Margaret Weis/ Tracy Hickman)

Veröffentlicht 23. Mai 2017 von erlesenebuecher

Scheiterhaufen , Schornstein & blauer Drache

Appetithäppchen: 40 Jahre nach dem Ende des Chaoskriegs haben mächtige Drachen Krynn unter ihre Gewalt gebracht. Die Dunkelritter kontrollieren den gesamten Kontinent Ansalon, und die Bewohner sind tributpflichtig. Nur die Elfenreiche Silvanesti und Qualinesti leisten verzweifelten Widerstand. Gleichzeitig attackiert das grüne Drachenweibchen Beryl die Zitadelle des Lichts. Gilthas, ein Halbelf, organisiert den Widerstand, doch ein Sieg über den mächtigen Drachen und seine Truppen scheint so gut wie ausgeschlossen…

Verfasser: Margaret Weis (* 16. März 1948 in Independence, Missouri) ist eine US-amerikanische Autorin von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur und zusammen mit Tracy Hickman Erschafferin mehrerer Zyklen wie „Drachenlanze“ und „Die Rose der Propheten“. Tracy Raye Hickman (* 26. November 1955 in Salt Lake City, Utah) ist ein amerikanischer Fantasy-Autor. Er schrieb und schreibt zusammen u.a. mit seiner Kollegin Margaret Weis an mehreren Fantasy-Zyklen, darunter „Drachenlanze“ und „Die Vergessenen Reiche“. Außerdem ist er (Co-)Autor diverser Fantasy-Rollenspiel-Publikationen.

[Blanvalet (2002)]

Meine Meinung: Wie bei den letzten beiden Bänden werde ich etwas intensiver auf den Inhalt eingehen, damit ich beim Weiterlesen der Reihe nichts vergesse. Folglich besteht Spoilergefahr.

In Silvanesti ist der Schild gefallen. Mina und die schwarzen Ritter haben die Elfenstadt ohne Gewalt erobert. Die meisten Elfen himmeln Mina an, allen voran der Elfenkönig Silvan. Er ist vor Liebe zu ihr völlig blind bzw. eher wahnsinnig. Sie reagiert aber nicht, so wie von ihm erhofft. Der Anführer der schwarzen Ritter Targonne schmiedet währenddessen einen Plan, wie er Mina loswerden kann. Dazu benutzt er Silvan, der seiner Angebeteten unwissend einen vergifteten Ring schenkt. Mina stirbt. Jedoch kommt raus, dass sie das geplant hat und bei ihrer Beerdigung mit großem Tamtam aufersteht. Der angereiste Targonne muss allerdings sein Leben lassen.

In Qualinesti versuchen Gilthas und Laurana ihr Volk zu evakuieren, bevor die schwarzen Ritter mit dem Drachen Beryl alles zerstören. Marschall Medan, der hiesige Anführer der schwarzen Ritter, hilft tatkräftig, aber heimlich, da er in Laurana verliebt ist. Er schickt Gerard, den Solamnier, mit seinem Drachen fort um bei den Solmaniern Verstärkung zu holen. Allerdings wird Gerard von einer solamnischen Ritterin gefangen genommen, da sie glaubt einen schwarzen Ritter vor sich zu haben. Wie kann Gerard das Gegenteil beweisen?

Tolpan und Palin währenddessen sind bei dem Angriff auf die Zitadelle ins magische Labyrinth geflohen und wurden von Dalamar, dem verschollenen Zauberer gerettet und an einen entfernten Ort gebracht. Dieser stellt sich als der Turm der Erzmagier heraus und gleicht einem Gefängnis, da sie von Toten, die auf Magie aus sind, belagert werden. Diese toten Geister haben auch Goldmond fast in den Wahnsinn getrieben, so dass sie auf dem Schiff des Gnoms Conundrum geflohen ist. Jedoch ist fragwürdig, wie lange das Boot noch seetüchtig bleibt.

Es passieren viele interessante, spannende Dinge und die Sprünge zu den verschiedenen Handlungsorten, -strängen und Protagonisten lässt kaum Langeweile aufkommen. Aber trotz dessen gibt es einige Längen in diesem Band. Klar ist das Buch unterhaltsam und gut geschrieben, aber die ganze Story soll sich ja über sechs Bände ziehen und mir kommt gerade dieser 3. Teil als eine Art Lückenfüller vor, um das Ganze künstlich zu strecken.

Etwas bitter stößt mir auch leider die Geschichte (vielleicht der Hauptstrang rund um Mina) mit dem einzigen Gott auf. Diese ganze gewollt philosophische Ader und die Parallelen zum Juden- und Christentum wegen des Monotheismus gefallen mir nicht, da Minas Gott nicht gut ist. Jedoch muss ich zugeben, dass es mich etwas auf die Folter spannt, wie das Ganze ausgeht.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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Lotto macht, was sie will! (Annika Reich)

Veröffentlicht 6. Mai 2017 von erlesenebuecher

Sultanine, Eulenspardose & Minihirsch

Appetithäppchen: Lotto muss sich eine Menge einfallen lassen, damit ihr Tag ein Abenteuer wird: Gleich morgens fliegt sie mit ihrem Borstenkatapult türkis-weiße Zahnpastakurven übers Waschbecken. So macht Zähneputzen Spaß! Danach kippt sie Milch in die Badewanne und badet wie Kleopatra in einem blubbernden Vulkansee. Und den Müll bringt sie nur runter, weil in der Tonne ein geheimnisvoller Minikirsch lebt. Aber das verrät sie natürlich niemandem. Erwachsene verstehen so was nicht. Auch nicht, dass sie Langweile und Brokkoli nicht mag. Dafür liebt Lotto Raketen, ihre Oma und freche Ideen. Und davon hat sie jede Menge!

Verfasserin: Annika Reich, 1973 in München geboren, lebt mit ihren Kindern in Berlin. Sie arbeitet als Gastdozentin an der Kunstakademie Düsseldorf, schreibt für die ZEIT-Online-Kolumne „10 nach 8“ und ist Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses „Wir machen das“. Bei Hanser erschienen die Romane „Durch den Wind“ (2010), „34 Meter über dem Meer“ (2012) und „Die Nächte auf ihrer Seite“ (2015). Die Geschichten um Lotto sind ihr Kinderbuchdebüt.

[Carl Hanser Verlag (2016)]

Meine Meinung: Lotto heißt eigentlich Charlotte, aber keiner nennt sie so. Lotto passt viel besser zu ihr, findet das außergewöhnlich fantasievolle Mädchen. Ich habe das Buch meinem sechsjährigen Sohn vorgelesen und wir haben so Lotto einen ganzen Tag begleitet. Sie berichtet vom Aufstehen, Zähne putzen, frühstücken, Müll runterbringen, mit der Tante telefonieren, fenrsehen usw.

Aber vor allem berichtet sie, dass sie mit vielen Dingen unzufrieden ist, die die Erwachsenen von ihr wollen. Sie ist fast die ganze Zeit schlecht gelaunt und schimpft über das Leben. Das hat mich gestört. Natürlich ist das Ganze lustig gemeint, aber manchmal war es so übertrieben, dass man Sohn teilweise etwas ratlos aus der Wäsche geguckt hat und meinte, dass er das alles nicht so schlimm wie Lotto findet.

Man muss dem Buch aber zugute halten, dass es sehr kurzweilig, interessant und abwechslungsreich ist. Das hat uns gefallen. Einen halben Punkt extra gibt es für die süßen, lustigen Bilder von Regina Kehn. Und die Geschichte mit der Eulenspardose war schon ziemlich gut…

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten