Rezensionen 2017

Alle Beiträge in der Kategorie Rezensionen 2017

Der Weitseher (Robin Hobb)

Veröffentlicht 20. September 2017 von erlesenebuecher

Giftmischer, Rote Kosaren & Bastard

Appetithäppchen: Als der junge Fitz Chivalric an den Hof gebracht wird, wartet ein schweres Schicksal auf ihn: Er ist der Bastardsohn des Kronprinzen. Seine bloße Existenz ist ein Skandal und seine verborgene Gabe der Weitsicht vielen ein Dorn im Auge. Einzig der alte König erkennt seine wahren Fähigkeiten – und macht Fitz zu seinem Werkzeug. Denn das Königreich der sechs Provinzen ist in großer Gefahr, und nur die magischen Weitseher können dem Verderben trotzen…

Verfasserin: Robin Hobb, 1952 in Berkeley, Kalifornien geboren, war bereits als Autorin ernster Literatur bekannt, als sie mit „Der Weitseher“ ihr Fantasy-Debüt feierte und einen beispiellosen internationalen Siegeszug antrat. Seitdem ist sie aus der phantastischen Literatur nicht mehr wegzudenken und wird mit Ursula K. Le Guin und George R. R. Martin in einem Atemzug genannt. Robin Hobb lebt heute in Tacoma, Washington.

[Wilhelm Heyne Verlag (2009)]

Meine Meinung: Da ich Fantasy-Romane und historische Bücher liebe, war dieses genau das richtige für mich. Es ist eine gute Mischung aus beidem. Man bekommt einige Fantasyelemente, allerdings bleibt es im Rahmen. Es kommen keine Drachen, Zwerge, Orks oder Elfen vor. Allerdings gibt es eine solide, wirklich gute Geschichte mit einem herausragenden Protagonisten. Der Leser begleitet den Bastard Fitz Chivalric durch seine Kindheit. Er wird von der Familie seiner Mutter am Königshof abgegeben, da der Kronprinz sein Vater ist. Als Stallbursche am Hof entdeckt er eine besondere Fähigkeit. Er kann mit Tieren eine geistige Verbindung aufbauen, vor allem zu Hunden. Jedoch nicht allen gefällt diese Eigenart…

Später wird er heimlich zum Giftmischer und Assassine des Königs ausgebildet. Er lernt viel von dem alten Chade und bekommt die ersten Aufträge. Sein Vater verlässt den Hof und verzichtet auf den Thron ohne seinen Sohn vorher zu treffen. Auf Fitz wartet jedoch die Ausbildung zum Weitseher. Eine sagenumwobene Gabe, die nur Auserwählten vorbehalten ist. Sein Lehrer entpuppt sich allerdings als böser Gegner, so dass Fitz einige Schwierigkeiten hat. Dann bekommt er einen großen Auftrag. Die Braut des neuen Kronprinzen soll aus dem Bergreich abgeholt werden. Kann Fitz den Gefahren trotzen, die auf ihn warten?

Ich habe es wirklich genossen dieses Buch zu lesen, da es eine Wohltat war. Es ist schön geschrieben, die Geschichte ist spannend und die Charaktere machen Spaß, da sie vielschichtig sind, ans Herz wachsen und sich prächtig entwickeln. Es ist interessant zu sehen, dass so ein dickes Buch auch ohne Drachen, ewigen Schlachten und mehreren Handlungssträngen funktioniert (wobei gegen all dies nichts einzuwenden ist).

Gerade die letzten Episoden rund um das Bergreich nahmen nochmal an Fahrt auf, wobei es dann auch etwas holperig wurde mit den vielen Angriffen und etwas seltsamen Wendungen. Aber die Geschichte rund um Fitz wird ja fortgesetzt und da bin ich gern dabei.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Advertisements

Ein Sams für Martin Taschenbier (Paul Maar)

Veröffentlicht 13. September 2017 von erlesenebuecher

Plattfuß, zehn Teller & Würstchenhose

Appetithäppchen: Martin Taschenbier ist der Viertkleinste in der Klasse und der Zweitschwächste. In puncto Schüchternheit nimmt er sogar den ersten Platz ein. Dabei wäre er so gern wie die anderen. Aber Martin traut sich einfach nichts. Bis er nach den Weihnachtsferien mit der Klasse zum Skilaufen fährt und das Sams kennen lernt, ein vorlautes, respektloses Wesen, das sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt und auf geheimnisvolle Weise Wünsche erfüllen kann. Martins größten Wunsch, ein anderer zu sein, kann das Sams zwar nicht erfüllen, aber es hilft ihm mutiger und selbstbewusster zu werden. Als die Woche im Schullandheim um ist, hat Martin zum ersten Mal das Gefühl dazuzugehören, und er weiß, dass er jetzt seinen Platz in der Klasse gefunden hat…

Verfasser: Paul Maar wurde 1937 in Schweinfurt geboren. Der Erfinder des SAMS ist einer der erfolgreichsten Autoren und Illustratoren von Kinder- und Jugendbüchern sowie Theaterstücken für Kinder. Die Geschichte vom Sams wurde mit großem Erfolg für das Kino verfilmt. Paul Maar wurde vielfach ausgezeichnet und erhielt u.a. den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk.

[Verlag Friedrich Oetinger (1996)]

Meine Meinung: Nun gehöre ich ja eigentlich nicht zum Zielpublikum der Sams-Bücher. Aber die ersten beiden Teile kenne ich natürlich noch aus meiner Kindheit und fand sie super. Aber bei diesem vierten Band tat ich mich etwas schwer. Es geht um Martin Taschenbier, also den Sohn von Herrn Taschenbier. Dieser ist sehr schüchtern, hat Probleme mit dem Klassenschläger, findet ein Mädchen aus der Parallelklasse nett und bewundert Jens Uhlmann, den Helden der Klasse. Wie gut, dass er auf der Klassenfahrt die Sams-Rückhol-Tropfen nimmt und somit einen Riesenspaß erlebt.

Das Sams erfüllt Wünsche und schlüpft auf Martins Drängen immer wieder in Martins Haut und zeigt den anderen, wie man Ski fährt oder witzige Gedichte anbringt. Dadurch wird Martin mutiger und das merken auch die anderen…

Das Buch ist natürlich nett geschrieben und man kann die Geschichte gut weglesen – für Kinder auf jeden Fall geeignet. Aber mir persönlich kam zu wenig richtige Sams-Aktion vor. Wenn ich mich da an den Besuch im Restaurant oder in der Schule aus den letzten Teilen erinnere. Da kommt diese Geschichte bei weitem nicht ran. Es stand mehr die Klassenfahrt und die Entwicklung von Martin im Vordergrund.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Hier geht es zum 3. Teil

Ella und der Superstar (Timo Parvela)

Veröffentlicht 5. September 2017 von erlesenebuecher

Sonnenbrille, Elviira & die Eiche

Appetithäppchen: Ella und ihre Freunde gehen gern zur Schule. Weil es da so aufregend ist. Und wenn der Lehrer den armen Pekka sitzen lassen will? Nur weil er das Einmaleins nicht kann? Das er doch sowieso nie braucht, weil er von Beruf Superstar wird? – Wenn der Lehrer auf so komische Gedanken kommt, dann tut man was dagegen, und alles wird noch lustiger. So ist es jedenfalls in Ellas Klasse.

Verfasser: Timo Parvela, 1964 geboren, war gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde dafür vielfach ausgezeichnet.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2013)]

Meine Meinung: Pekka ist so cool wie Rentierköttel!

Pekka hat Schwierigkeiten mit dem Einmaleins und beschließt deshalb Superstar zu werden. Er trägt nur noch Sonnenbrille, hat einen Manager, einen Leibwächter, eine Band und Batman. Er fordert einen eigenen Eingang und eine Gaderobe. Leider ist der Lehrer nicht so ganz damit einverstanden. Der hat aber auch seine eigenen Sorgen. Sein Vermieter möchte ihn und seine Familie aus der Wohnung schmeißen wegen seiner Hunde Koj und Ote. Aber seine Klasse hat auch schon eine Lösung. Sie kaufen ihm einfach ein Schiff, auf dem er wohnen kann…

Sprachlich ist auch dieses Ella-Buch wieder ein Genuss. Es machte wirklich sehr viel Spaß die Geschichte meinem Sohn vorzulesen. Der fand sie auch wieder einmal sehr gut und lustig.

Mir war es teilweise etwas zu abgehoben und langsam finde ich, dass die Witze für Kinder immer schwieriger zu verstehen sind. Das Zielpublikum sollten aber noch die Kinder und nicht die Erwachsenen sein in meinen Augen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Die Stunde, in der ich zu glauben begann (Wally Lamb)

Veröffentlicht 24. August 2017 von erlesenebuecher

Bifurkation, Minotauromachie & Gottesanbeterin

Appetithäppchen: Caelum und Maureen hoffen auf den Neubeginn ihrer Ehe, als sie den Umzug nach Colorado wagen. Doch dort geschieht das Unbegreifliche: der Amoklauf an der Columbine Highschool. Wie durch ein Wunder überlebt Maureen, doch das blutige Massaker hinterlässt in ihrer Seele tiefe Narben. Caelum muss zusehen, wie seine Frau ihm immer mehr entgleitet. Es gibt nur eine Lösung: Um Maureen und seine Liebe zu ihr zu retten, muss Caelum das Rätsel seiner Familie entschlüsseln und den Glauben an sich selbst und an das Leben neuerwecken.

Verfasser: Wally Lamb, geboren 1950 in Norwich im US-Bundesstaat Connecticut, wurde durch seine beiden Romane „Die Musik der Wale“ und „Früh am Morgen beginnt die Nacht“ zum Bestsellerautor. Nachdem er lange Zeit als Englischlehrer an einer Highschool tätig war, gibt Lamb seit einigen Jahren in einem Frauengefängnis Kurse in Creative Writing und setzt sich auch politisch für eine Verbesserung der Haftbedingungen ein. Wally Lamb hat drei erwachsene Söhne und lebt mit seiner Frau in Connecticut, USA.

[Piper (2009)]

Meine Meinung: Bei Tragödien wie dem Amoklauf an der Columbine Highschool wird in den Medien viel von den Tätern und einiges über die Todesopfer berichtet. Allerdings vergisst man anhand des großen Leids die „kleineren“ Schicksale. Klein, weil sie vielleicht nur am Rande stattfinden, aber groß für diese betroffenen Menschen und ihre Angehörigen. So ein traumatisches Erlebnis hat große Auswirkungen auf vielen Ebenen. Das wird in diesem Buch eindrucksvoll entfaltet.

Caelum kämpft sich durch sein Leben. Er ist ein Durchschnittstyp, Lehrer, mit einer Krankenschwester verheiratet, hat einige Eheprobleme, auf der Suche nach Identität, Antworten auf Fragen über seine Familie,… Es wird deutlich, das Leben ist schön in kleinen Dingen, überraschend, aber auch hinterhältig und gemein.

Seine Frau und er haben mit den Nachwirkungen des traumatischen Attentats auf die Columbine Highschool zu kämpfen. Maureens Leben läuft nicht mehr rund. Sie wird medikamentenabhängig und landet schließlich sogar im Gefängnis. Gerade in dem, welches für Caelums Familiengeschichte eine entscheidene Rolle spielt. Caelum begibt sich auf Spurensuche und stöbert so manches Familiengeheimnis auf.

Nebenbei nimmt er die alten griechischen Mythen mit seinen Schülern durch und erfährt wie aktuell diese noch immer sind.

Das Buch hat viel zu bieten, eine Vielzahl von Geschichten und Details. Allerdings erscheint es für Lamb manchmal etwas schwierig die ganzen Handlungsfäden in der Hand zu behalten. Vielleicht wurde zu viel gewollt, so dass es zu umfangreich wurde. Der Leser verliert sich teilweise und es entstehen Längen.

Das Ende war irgendwie nicht meins. Das hat mich leider unbefriedigt zurück gelassen. Jedoch konnte ich mich sehr gut mit seinen Protagonisten anfreunden. Diese, allen voran Caelum, wirkten wohl auch so real, da einige autobiographische Züge mitspielten.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Die Elfen (Bernhard Hennen)

Veröffentlicht 23. August 2017 von erlesenebuecher

Manneber, Zerbrochene Welt & Stundenglas

Appetithäppchen: Klirrende Kälte herrscht im Land am Fjord, als Mandred Torgridson mit seinen Gefährten auszieht, die Bestie zu jagen, die nahe seinem Dorf ihr Unwesen treibt. Doch während am Himmel das Feenlicht tanzt, bricht aus dem Unterholz ein Wesen, halb Mann, halb Eber, und beschert den Jägern einen schnellen Tod. Allein Mandred rettet sich schwer verletzt in einen nahen Steinkreis, aber seine Wunden sind zu tief und die Kälte zu grimmig. Als er wider Erwarten erwacht, findet er sich am Fuße einer Eiche wieder, die ihm ihre wundersamen Heilkräfte zuteil werden lässt. Mandred erkennt, dass er in die geheimnisumwobende Welt der Elfen hinübergewechselt ist. Und der Verdacht beschleicht ihn, die Bestie könne von hier gekommen sein. Unerschrocken tritt er vor die ebenso schöne wie kühle Elfenkönigin und fordert Rache für die Opfer des Mannebers. Die Königin beruft daraufhin die legendäre Elfenjagd ein, um die Bestie unschädlich zu machen. Mit Mandred reisen auch Nuramon und Farodin in die Gefilde der Menschen, zwei Elfen, die so manches Geheimnis umgibt und die in der Tradition der Minnesänger um die Gunst der Zauberin Noroelle werben. Bald jedoch ist die Jagd von Tod und Täuschung überschattet. Der Manneber entpuppt sich als Dämon aus alten Zeiten. Er lockt Mandred und die Elfen in eine Eishöhle, und während die Gefährten schon meinen, über ihn gesiegt zu haben, versiegelt er die Höhle, raubt Nuramon seine Gestalt und dringt in die Welt der Elfen ein, um sie für immer zu vernichten…

Verfasser: Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde. Als Journalist bereiste er den Orient und Mittelamerika, bevor er sich ganz dem Schreiben phantastischer Romane widmete. Seine Fortsetzungen von „Die Elfen“ wurden alle große Bestseller-Erfolge. Hennen lebt mit seiner Familie in Krefeld.

[Wilhelm Heyne Verlag (2004)]

Meine Meinung: Elfen sind sagenumwoben und tauchen in etlichen Fantasygeschichten auf. Die bekannteste Darstellung basiert wohl auf den Elben aus „Der Herr der Ringe“. Ihr Schönheit, Langlebigkeit und die spitzen Ohren begleiten sie in allen Geschichten. Gerade habe ich Bücher aus der Drachenlanze-Reihe gelesen, bei denen es verschiedene Elfensippen gibt. Hier bei Bernhard Hennen sind sie wieder anders, ganz eigen, aber auch vertraut. Er entwirft ein gewaltiges Epos über die Gattung, die neben Menschen, Trollen, Kobolden, Zwergen und Dämonen sein Buch bevölkert.

Das Werk ist gewaltig, umfasst viele Seiten, aber auch viele Jahrhunderte. Mandred, ein Mensch, reist mit zwei Elfen, Nuramon und Farodin, welche dieselbe Elfenfrau lieben, durch die Zeiten und Welten. Es gibt die Welt der Menschen, die der Elfen (Albenmark) und die zerbrochene Welt, welche Zuflucht für Geheimnisse, Vertriebene und Gefallene bietet.

Es ist schwierig dieses Buch zu beschreiben, da es so viel bietet. Teilweise kam ich mir vor, als wenn ich eine Serie schaue, allerdings nicht nur eine Staffel, sondern zehn. Fast immer, wenn die drei Gefährten die Welten wechseln, springen sie in der Zeit vor. Dadurch kommen immer neue Charaktere hinzu, neue Probleme, alte Wünsche, neue Perspektiven. Ich empfand es teilweise als zuviel. Manchmal erwischte ich mich dabei, dass ich gar nicht mehr wusste, ob sie nun in der Menschenwelt oder doch in der zerbrochenen waren. Kämpften sie nun gegen Trolle, Priester oder andere Feinde? Außerdem hatte es in meinen Augen einige Längen. Die Geschichte rund um die Jagd nach dem Deventhar fand ich einfach nicht gut. Die Tjuredpriester gefielen mir nicht, das Finale mit dem Dämon schien nicht ausgefeilt und dabei verlor Hennen sich in Schlachtendarstellungen.

Aber es gab auch Positives. Mandred war klasse und die drei Gefährten insgesamt toll dargestellte, vielschichtige Charaktere. Die Geschichten rund um Albenmark, die Dunkelelfen, die beseelten Bäume, den Trollkönig und Mandred mit den Kentauren waren großes Kino. Vieles ist noch nicht erzählt worden, aber da hoffe ich, auf die Fortsetzungen dieser Reihe.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Harry Potter und der Stein der Weisen [Illustrierte Schmuckausgabe] (J. K. Rowling/ Jim Kay)

Veröffentlicht 23. August 2017 von erlesenebuecher

Gryffindor, Sprechender Hut & Quidditch

Appetithäppchen: Sehr geehrter Mr Potter, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten Ihre Eule spätestens am 31. Juli. Mit freundlichen Grüßen Minerva McGonagall Stellvertretende Schulleiterin. An seinem elften Geburtstag ändert sich Harry Potters Leben für immer. Denn er erfährt, dass er kein gewöhnlicher Junge ist, sondern ein Zauberer. Schon bald beginnt sein erstes Schuljahr in Hogwarts – und damit ein unglaubliches Abenteuer. Für diese erste illustrierte Ausgabe des Weltbestsellers hat der preisgekrönte Künstler Jim Kay die unvergleichliche Welt von Harry Potter in ein farbenprächtiges Gewand gehüllt. Seine Bilder werden Fans und neue Leser gleichermaßen verzaubern.

Verfasser: J. K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 78 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J. K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in die magische Welt eintauchen können. J. K. Rowling erhielt zalhreiche Auszeichnungen, u.a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis. Jim Kay studierte Illustration an der University of Westminster und arbeitete nach seinem Abschluss für die Archive der Tate-Britain-Gallerie in London und für die Royal Botanic Gardens in Kew. Auf einer Austellung seiner Werke wurde er von einem Verleger angesprochen und damit begann seine Karriere als freiberuflicher Illustrator. Für seine Bilder zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness erhielt er 2012 die renommierte Kate Greenaway Medal und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Heute lebt Jim Kay in Northamptonshire.

[Carlsen (2015)]

Meine Meinung: Ich wusste gar nicht, was ich von dieser illustrierten Ausgabe halten sollte, als sie herauskam. Natürlich ahnt man schon anhand des Covers, dass es wirklich schöne, gelungene Bilder sind. Aber die Bilder der Filme sind in mein Hirn so eingeprägt, dass ich andere gar nicht zulassen will.

Nun bot sich das Buch aber an, den ersten Harry Potter Band endlich meinem siebenjährigen Sohn vorzulesen. Wir waren beide sehr aufgeregt, mein Sohn hatte schon so viel von Harry Potter gehört und ich wollte endlich eine der schönsten Geschichten an mein Kind weitergeben und ihm alles erklären. Dafür war das Buch genau richtig! Es hat uns sehr viel Spaß und Freude gemacht. Mein Sohn fand es sehr spannend und mochte auch die Bilder sehr. Ich konnte mich auch mit vielen anfreunden, andere waren mir zu fremd z.B. Ron.

Sehr interessant war auch, dass mein Sohn sein Augenmerk gleich auf andere Dinge als ich richtete. Für ihn war besonders wichtig zu verstehen, was es mit den vier Häusern auf sich hat, wie Quidditch genau gespielt wird und wer den Hauspokal gewinnt. Natürlich fand er das Ende etwas gruselig und wollte das Bild dazu gar nicht richtig anschauen.

Einen Nachteil gibt es allerdings. Das Format des Buches bietet sich kaum an, um es im Bett vorzulesen. Es war so unhandlich und schwer. Wie soll es da erst bei den nächsten Bänden werden?

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Die Kinder der Drachenlanze 6 – Die Herrin der Dunkelheit (Margaret Weis/ Tracy Hickman)

Veröffentlicht 1. August 2017 von erlesenebuecher

Metalldrachen, Tempel des Herzens & Kender

Appetithäppchen: Der Widerstand gegen die Kriegerprinzessin Mina und ihren Gott wächst. Ein Spion der Ritter von Solamnia soll ihre wahren Absichten auskundschaften, und auch die Elfen verbünden sich gegen die gemeinsame Feindin. Schließlich erkennen sogar die mächtigen Drachen von Krynn, dass sie nur überleben können, wenn sie sich auf die Seite der Menschen und Elfen stellen. Unaufhaltsam zieht eine gewaltige Schlacht herauf, in der sich das Schicksal von Krynn entscheiden wird…

Verfasser: Margaret Weis (* 16. März 1948 in Independence, Missouri) ist eine US-amerikanische Autorin von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur und zusammen mit Tracy Hickman Erschafferin mehrerer Zyklen wie „Drachenlanze“ und „Die Rose der Propheten“. Tracy Raye Hickman (* 26. November 1955 in Salt Lake City, Utah) ist ein amerikanischer Fantasy-Autor. Er schrieb und schreibt zusammen u.a. mit seiner Kollegin Margaret Weis an mehreren Fantasy-Zyklen, darunter „Drachenlanze“ und „Die Vergessenen Reiche“. Außerdem ist er (Co-)Autor diverser Fantasy-Rollenspiel-Publikationen.

[Blanvalet (2003)]

Meine Meinung: Es ist geschafft! Die Kinder der Drachenlanze ist komplett. Es war eine etwas längere Reise, da ich die ersten vier Bücher vor ein paar Jahren schon mal gelesen habe, ich mich aber an fast nichts mehr erinnern konnte. Folglich mussten diese als Vorbereitung für die beiden letzten Bände nochmal gelesen werden.

Die letzte Schlacht eines Bündnisses aus Solamniern und Elfen gegen Mina und ihre schwarzen Ritter. Und die Frage bleibt, kommt die Göttin Takhisis wieder in menschlicher Gestalt in die Welt Krynn…

Ab hier Spoiler:

Der Solamnier Gerard soll in der Armee der schwarzen Ritter auf den Elfenkönig Silvanoshi, welcher in Mina verliebt ist, aufpassen. Er bietet diesem an zu fliehen, aber Silvanoshi will nicht, stattdessen sagt er, Gerard soll dem Spion seiner Mutter mitteilen, dass er tot sei und die Suche nach ihm aufgeben soll. Das macht Gerard aber nicht, er gibt weiter, dass Silvanoshi gefangen gehalten wird. Diese Kunde kommt zu Alhana, die daraufhin beschließt, letztendlich mit allen Elfen – Silvanesti und Qualinesti – Mina und die schwarzen Ritter anzugreifen.

Der letzte große Drache Malys hat das Schädeltotem der anderen Drachen gestohlen. Dieses hat nun Mina für ihren Gott besorgt, da Takhisis bei einem besonderen Fest wieder in menschlicher Gestalt mithilfe dieses Totems erscheinen möchte. Goldmond soll die Hülle werden. Ebenfalls zu diesem Fest taucht Malys auf und möchte das Totem zurück. Mina kämpft auf einem fürchterlichen Drachen gegen sie. Unterstützung bekommt sie von ihrem treuen Galdar, der auf dem blauen Drachen Raser kämpft.

Währenddessen beschließen Spiegel und Palin, das Totem zu zerstören. Erst spät bemerkt Takhisis dieses und lässt Mina im entscheidenden Moment allein. Die Zerstörung des Totems ist aber nicht mehr aufzuhalten, Mina schein verloren… Und die Solamnier ziehen gemeinsam mit den Elfen und den wiedergefundenen Metalldrachen zur letzten Schlacht…

Insgesamt ein großes Spektakel, dass mich aber ein wenig ratlos zurück lässt. So viele Dinge bleiben ungeklärt, viele Handlungsstränge offen und Fragen unbeantwortet. Das frustrierte mich leicht. Da halfen auch die netten Erklärungen über die Götter und Zeitgeschichte Krynns im Anhang nicht.

Die Welt der Drachenlanze ist wunderbar und sehr unterhaltsam, allerdings gehörte diese Reihe der Kinder nicht zu meinen liebsten. Aber eines bleibt zu sagen: Kender, und allen voran Tolpan Barfuss, sind einfach ganz große Klasse!

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 5. Teil