Rezensionen 2018

Alle Beiträge in der Kategorie Rezensionen 2018

Zweilicht (Nina Blazon)

Veröffentlicht 4. Dezember 2018 von erlesenebuecher

Mondmädchen, Eichelhäher & Wendigo

Appetithäppchen: Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. Bis sie ihn schließlich in eine verwunschene Welt entführt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister und Dämonen erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur und giert nach menschlichen Seelen. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten…

Verfasserin: Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten -, bevor sie den Roman „Im Bann des Fluchträgers“ veröffentlichte, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Inzwischen hat sie zahlreiche erfolgreiche Jugendbücher geschrieben, darunter den großen Fantasyroman „Faunblut“. Nina Blazon lebt und arbeitet in Stuttgart.

[cbt (2011)]

Meine Meinung: Nach den ersten Seiten fühlte ich mich total wohl mit dem Buch. Es war wie ein Teenager-Highschool-Roman, der so leicht fantastisch angehaucht war, so ein wenig à la Twilight o.ä. Es knisterte und Jay fand ich sogleich richtig gut. Ebenfalls fesselte die Grundstory, d.h. sein Umfeld, seine Vergangenheit, die Charaktere etc.

Allerdings wurde es dann immer abgefahrener und science-fiction-like. Teilweise dachte ich, ich habe irgendwelche Seiten überlesen oder etwas nicht mitbekommen. Der Plot sprang und plötzlich passierten so viele und wirklich seltsame Dinge. Das war nicht alles schlecht, ein wirklich überraschenden Kniff hat die Autorin eingebaut, der für mich völlig unerwartet kam. Ich muss richtig kurz aufhören und dachte: Wow! Ich denke allerdings, im Ganzen war ich ab und an einfach etwas überfordert beim Lesen.

Der Schreibstil ist gut und macht Spaß, allerdings wollte Blazon viel, teilweise vielleicht zu viel. So fand ich einige Erzählstränge nicht ganz ausgereift, z.B. die Geschichte von Jays Vater Zweiherz empfand ich als etwas enttäuschend, da hätte man mehr draus machen oder ihn weglassen sollen. Das Ende war nun gar nicht nach meinem Geschmack, sehr seltsam, der große Showdown gegen den Endgegner. Vom Sinn her ok, aber die Umsetzung war teilweise etwas dürftig. Ingesamt kann ich aber sagen, dass ich mich unterhalten fühlte.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Advertisements

Ella und die falschen Pusteln (Timo Parvela)

Veröffentlicht 4. Dezember 2018 von erlesenebuecher

Zivilisation, Kittel & Riesenschnabelhörnchen

Appetithäppchen: Früher war es in der Schule immer lustig, aber auf einmal ist der Lehrer krank: Er glaubt fest, er hätte den schönsten Beruf der Welt. Wenn jemand so krank ist, schickt man ihn normalerweise zum Arzt. Aber Schüler können ihren Lehrer nicht zum Arzt schicken, und da hat Timo, das Klassengenie, eine Idee: Sie schicken Pekka hin! Der soll so tun, als hätte er dieselbe Krankheit wie der Lehrer, und wenn der Arzt ihm was verschreibt, muss das auch für den Lehrer passen. Komisch nur, dass plötzlich alle so rote Pusteln im Gesicht haben. Müssen jetzt etwa Ella und ihre Freunde ins Krankenhaus? Ja! Aber im Krankenhaus ist es toll, und am Ende ist sogar der Lehrer wieder gesund!

Verfasser: Timo Parvela, 1964 geboren, war gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde dafür vielfach ausgezeichnet.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2015)]

Meine Meinung: Ellas Lehrer soll der König der Lehrer werden. Wie es dazu kam? An sich hat er das seinem neuen Auto zu verdanken… aber auch den Riesenschnabelhörnchen, dem Arztkittel und dem finnischen Parlament. Allerdings wird letztendlich deutlich, dass das finnische Schulsystem sich doch nicht so sehr von denen der anderen Ländern unterscheidet.

Wieder einmal ein Ella-Buch, welches ich meinem Sohn vorgelesen habe. Allerdings taten wir uns dieses Mal etwas schwer damit. Wir kamen nicht so richtig in den Lesefluss hinein. Ich fand es auch weniger leicht zu verstehen. Ich musste vieles erklären, vor allem als es dann um die Zivilisation und das Parlament ging. Es gab dieses Mal einige philosophische Anwandlungen, die den erwachsenen Leser zum Schmunzeln bringen, mit denen die Zielgruppe aber weniger anfangen kann.

Aber natürlich liegt das nächste Buch hier schon rum und wir werden weiterlesen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Die Glücksbäckerei 5 – Die magische Rettung (Kathryn Littlewood)

Veröffentlicht 13. November 2018 von erlesenebuecher

No Direction, Minimuffins & Seht-mich-nicht-Knoten mit Knoblauch

Appetithäppchen: Tante Lily ist entführt worden! Klar, dass Rose sich mit ihren Brüdern sofort auf den Weg macht, Lily zu befreien. Getarnt als Boygroup No Direction schaffen die Glücksbäcker es, sich in das von Graf Caruso beherrschte Fürstentum einzuschleusen, wo Lily im Kerker schmort. Boch bevor Meisterbäckerin Rose mit Hilfe von magischen Seht-mich-nicht-Knoten Lily befreien kann, müssen sie und ihre Brüder erst einmal vor ausverkauftem Hause einen No Direction-Auftritt meistern. Zum Glück gibt es Singwerkekse und eine echt geniale Show-Idee…

Verfasserin: Kathryn Littlewood ist Schriftstellerin, Schauspielerin und Comedian, lebt in New York, arbeitet oft in Los Angeles – und hat eine ebenso große Schwäche für pain au chocolat wie für Kinderbücher. Sie ist eine leidenschaftliche Köchin, aber eine fürchterliche Bäckerin und gibt zu, dass ihr noch nie ein Kuchen geglückt ist. Essen tut sie ihn dennoch für ihr Leben gern!

[S. Fischer Verlag (2016)]

Meine Meinung: Ich weiß nicht, ob ich es bei den anderen Bänden hinreichend erwähnt habe, aber ich liebe diese Cover. Die sind wirklich so schön und bereichern jedes Buchregal. Aber es soll ja auch um den Inhalt gehen und der ist auch schön – schön und nett.

Die Zauberbäckereien sind wie immer toll. Die Zutaten einfallsreich, lustig und wirklich zauberhaft. Aber wie schon beim letzten Band wurde mir wieder einmal zu wenig gebacken, zu wenig wunderschöne Rezepte vorgestellt und zu wenig zauberhafte Zutaten verwendet.

Dafür gab es dieses Mal eine etwas abgefahrene Geschichte, in der u.a. eine Boygroup eine große Rolle spielte. Es gipfelte in einem großen Konzert, in dem Rose mit ihrem Team als diese Boygroup in Riesenkaugummiblasen über die Bühne hüpften. Seltsam? Richtig, aber sehr unterhaltsam und sogar etwas lustig, auch wenn man nicht mehr zur Zielgruppe gehört.

Einen halben Punkt mehr muss ich nicht nur für dieses wunderschöne Cover (erwähnte ich das schon?) geben, sondern auch für den sanften, hirnschmeichelnden Schreibstil. Bin gespannt, wie es weiter geht und wünsche mir mehr Backwerk.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 4. Teil

Flavia de Luce 3 – Halunken, Tod & Teufel (Alan Bradley)

Veröffentlicht 1. November 2018 von erlesenebuecher

Humpler, roter Bulle & Trimethylamin

Apptithäppchen: Eigentlich wollte Flavia nur ein paar vergnügliche Stunden auf dem Jahrmarkt von Bishop’s Lacey verbringen, doch dann steckt sie aus Versehen das Zelt der Wahrsagerin Fenella in Brand. Und kaum hat sich die arme Schaustellerin vom ersten Schreck erholt, wird sie auch noch bezichtigt, vor Jahren ein Baby entführt und so eine Familie zerstört zu haben. Geplagt von Schuldgefühlen, aber auch getrieben von ihrer unstillbaren detektivischen Neugier, setzt Flavia alles daran, Fenella von diesem schlimmen Vorwurf reinzuwaschen. Doch die Zeit drängt, denn irgendjemand scheint wegen des angeblichen Kidnappings blutige Rache an der alten Wahrsagerin nehmen zu wollen…

Verfasser: Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf der Isle of Wight.

[blanvalet (2011)]

Meine Meinung: Wir werden langsam richtig warm und finden immer besser zueinander – die Flavia und ich! Es war wieder richtig gut. Spannend bis zum Ende, voller verschiedener Themenstränge, gespickt mit chemischer Geschichte und Wissen und garniert mit einer bezaubernden Protagonistin.

Ich kann immer wieder sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich am Ball geblieben bin. Der erste Band gefiel mir so gar nicht, der zweite schon viel besser und nun möchte ich mit der Reihe nicht mehr aufhören. Vor allem da ich die Wallander-Bücher bald durch habe, ist es schön wieder eine Krimi-Reihe zu lesen, auch wenn diese natürlich ganz anders als die Wallander-Bücher sind.

Obwohl Flavia in dem kleinen Städtchen Bishop’s Lacey lebt, wimmelt es von Leichen. Dieses Mal gibt es einen Mordversuch, eine Leiche am Brunnen und eine alte vergrabene Leiche. Dieses Ganze ist aber nicht zu schwierig für Flavia, die sich nicht so schnell abschrecken lässt. Sie muss sich über die Sekte der Humpler informieren, kommt immer wieder identischen Antiquitäten zu nahe und findet ein Gemälde, welches aus der Vergangenheit stammt. Der Fall ist interessant und spannend, war aber teilweise nicht so ganz meins.

Zusätzlich gibt es noch einige Familienzwistigkeiten. Ihre Schwestern tyrannisieren sie, wobei sich Flavia auch nicht zurückhält, ihr Vater hat weiter andere Schwierigkeiten und nun hat sie auch noch eine Freundin gefunden, die zwar versucht sie anzugreifen und immer wieder verschwindet, ihr aber auch hilft und mit der sie sich zumindest etwas austauschen kann.

So ein besonderes Mädchen ist Flavia, vor allem ihr Chemiewissen fasziniert mich und rundet die ganze Geschichte immer wieder ab.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Newt Scamander/ J. K. Rowling)

Veröffentlicht 24. Oktober 2018 von erlesenebuecher

Magizoologen, Billywig & Peruanischer Viperzahn

Appetithäppchen: Seit seiner Veröffentlichung ist Newt Scamanders Meisterwerk Pflichtlektüre an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei und hat Generationen von Zaubererfamilien in seinen Bahn gezogen. „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ bietet eine unverzichtbare Einführung in die Tierwesen der magischen Welt.

Verfasser: Newton („Newt“) Artemis Fido Lurch Scamander wurde 1897 geboren. Seine Mutter, eine begeisterte Züchterin hochmodischer Hippogreife, bestärkte ihn in seiner Leidenschaft für phantastische Tierwesen. Nachdem er die Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei verlassen hatte, trat er ins Zaubereiministerium ein, wo er in der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe arbeitete. Nach zwei Jahren im Amt für die Neuzuteilung von Hauselfen, die er als „äußerst nervenaufreibende Zeit“ bezeichnet, wurde er in die Behörde für Phantastische Tierwesen versetzt, wo er dank seines immensen Wissens über fremdartige magische Tiere rasch Karriere machte. Obwohl Scamander fast allein verantwortlich war für die Einführung des Werwolfregisters im Jahr 1947, ist er nach eigenem Bekunden vor allem stolz auf das 1965 erlassene Verbot experimenteller Züchtung, das der Erzeugung neuer und unbezähmbarer Monster in Britannien wirksam den Riegel vorschob. Mr Scamanders Tätigkeit im Amt für Drachenforschung und Drachenzähmung war mit vielen Forschungsreisen ins Ausland verbunden, die ihm reichlich Gelegenheit boten, Stoff für seinen nun in zweiundfünfzigster Auflage erscheinenden Weltbestseller „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ zu sammeln. Newt Scamander wurde 1979 der Merlinorden zweiter Klasse verliehen in Anerkennung seiner Verdienste in der Erforschung magischer Tierwesen, der Magizoologie. Seinen Ruhestand verbringt er in Dorset, gemeinsam mit seiner Frau Porpentina und den Hausknieseln Hoppy, Milly und Mauler.

[Carlsen (2017)]

Meine Meinung: Ich habe das Buch parallel zu dem Drehbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ gelesen. Das war super, allerdings merkte man, dass die Tiere in dem Schulbuch nur sehr kurz und grob beschrieben werden. In dem gleichnamigen Film bzw. Drehbuch werden die vorkommenden Tiere viel genauer und ausführlicher dargestellt. Das fand ich etwas schade, vor allem da meine Ausgabe nach dem Film erschienen ist und man da ja noch einiges hätte ergänzen können.

Trotzdem macht es natürlich wieder Spaß, in die Welt rund um Hogwarts einzutauchen. Gerade das Vorwort hat mir sehr gut gefallen. Aber es gibt auch einige wirklich seltsame Tiere zu entdecken, z.B. den Streeler fand ich klasse. „Der Streeler ist eine Riesenschnecke, die stündlich ihre Farbe ändert und eine Schleimspur hinterlässt, die so giftig ist, dass sie alle Pflanzen, über die sie walzt, schrumpfen und verdorren lässt“ (S. 71). Wie abgefahren.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

 

 

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (J. K. Rowling)

Veröffentlicht 11. Oktober 2018 von erlesenebuecher

Niffler, choranaptyktisch & Obscurus

Appetithäppchen: Der Naturforscher und Magizoologe Newt Scamander kehrt soeben von einer Reise zurück, die ihn auf der Suche nach seltenen und ungewöhnlichen magischen Geschöpfen einmal um die ganze Welt geführt hat. Eigentlich will er gar nicht lange in New York bleiben, doch als sein Koffer vertauscht wird und einige seiner Tierwesen daraus in die Stadt entkommen, droht allen Beteiligten Ärger und große Gefahr…

Verfasserin: J. K. Rowling ist die Autorin der sieben Harry-Potter-Bände, die zwischen 1997 und 2007 erschienen sind. Die Serie wurde weltweit über 450 Millionen Mal verkauft, in mehr als 200 Ländern veröffentlicht, in 79 Sprachen übersetzt und diente als Vorlage für acht erfolgreiche Filme von Warner Bros. Es gibt drei Begleitbände, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: Mit „Quidditch im Wandel der Zeiten“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ unterstützt sie Comic Relief, mit „Die Märchen von Beedle dem Barden“ ihre eigene Charity-Organisation Lumos. Das Online-Portal Pottermore ist der digitale Mittelpunkt ihrer magischen Welt. Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Jack Thorne und dem Regisseur John Tiffany entwickelte J. K. Rowling das Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei“, das 2016 im Londoner West End Premiere feierte. Sie hat außerdem einen Roman für Erwachsene geschrieben, „Ein plötzlicher Todesfall“, und unter dem Pseudonym Robert Galbraith Kriminalgeschichten rund um den Privatdetektiv Corman Strike verfasst, die gerade fürs Fernsehen adaptiert werde. „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ ist ihr erstes Drehbuch.

[Carlsen (2017)]

Meine Meinung: Sehr schade, dass hier erst der Film und dann später das Buch rauskam. Ich hätte er mir so sehr andersrum gewünscht. Aber leider war das nicht der Fall. Ich habe also vor etwa einem Jahr den Film gesehen, mir danach das Buch gekauft und es erstmal stehen lassen. Nun war es aber ein ganz guter Kompromiss, es jetzt zu lesen, bevor ich den Film erneut auf DVD gucke und dann den zweiten Teil im Kino schaue (leider wieder ohne das Buch vorher zu haben… doof).

Das Buch ist kein Roman sondern ein Drehbuch. Es erinnert an die kleinen gelben Reclamhefte und die Theaterstücke mit ein paar Filmbegriffen dazwischen, die aber hinten im Buch erklärt werden. Mich hat das alles beim Lesen nicht gestört, ich war trotzdem mitten drin im Geschehen und gefangen von den wirklich phantastischen Tierwesen und der aufregenden Handlung. Ich erinnerte mich auch immer wieder an die Szenen aus dem Film, so dass die Protagonisten bildlich vor meinem Leserauge agierten. Eddie Redmayne ist ja auch einfach großartig als Newt Scamander.

Ich freue mich so sehr, dass es mit der Harry Potter-Welt weitergeht. Es wäre ja auch zu schade, wenn es keine weiteren Geschichten mehr gibt. Natürlich ist es nicht Harry Potter (und Ron und Hermine und alle anderen), aber es ist zumindest ähnlich, aber auch wieder ganz anders – und das finde ich besonders gut. Der Film bzw. das Buch ist erwachsener, brutaler, düsterer. Dann gibt es aber auf der anderen Seite nicht nur die große Geschichte rund um Grindelwald und später Dumbledore, sondern eben auch Newt und seine tollen Freunde – sowohl menschliche, als auch tierische. Die letzteren sind besonders faszinerend. Nebenbei habe ich in dem Hogwarts-Schulbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ gelesen, um auch alles über die vorkommenen Tierwesen zu erfahren, das hat einfach viel Spaß gemacht und ich freue mich auf den zweiten Film und dann später wieder auf das Drehbuch.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Gregs Tagebuch 1 – Von Idioten umzingelt! (Jeff Kinney)

Veröffentlicht 1. Oktober 2018 von erlesenebuecher

Käsefinger, Baum & Heissa Mama

Appetithäppchen: Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und das, obwohl Tagebücher doch eigentlich nur was für Mädchen sind! Oder etwa doch nicht? Greg jedenfalls beginnt einfach mal zu schreiben: von seinen lästigen Brüdern, seinem trotteligen Freund Rupert, dem täglichen Überlebenskampf in der Schule, einem echt gruseligen Geisterhaus und dem verbotenen Käse…

Verfasser: Jeff Kinney ist Onlinespieleentwickler und – designer. Er ist in Washington, D.C., auf gewachsen und zog 1995 nach Neuengland. Er lebt mit seiner Frau Julie und seinen zwei Söhnen Will und Grant im Süden von Massachusetts.

[Baumhaus (2008)]

Meine Meinung: Das Buch lag schon so lange auf meinem SuB. Ich habe davon nur Gutes gehört und dachte, das muss ich auch mal gelesen haben. Mein Sohn war damals erst ein halbes Jahr alt, als ich mir das Buch gekauft habe und nun ist es so, dass er schon die ersten fünf Bücher gelesen hat. Tja, nun habe ich es aber endlich auch geschafft und kann wenigstens etwas mitreden.

Das Buch lässt sich sehr schnell weglesen und ist unterhaltsame leichte Kost. Aber genau so soll es ja auch sein. Es liefert das, was es verspricht.

Greg ist ein Junge, der sich in der Schule irgendwie durchwurschtelt. Er ist nicht besonders beliebt, aber eigentlich einfach ein Durchschnittsjunge, der schlau und lustig ist, dem aber auch Mist passiert bzw. der Pech hat, aber eben auch Quatsch macht. So kann sich jeder Junge mit ihm identifizieren. Mein Sohn fand die Bücher bis jetzt auch super, obwohl ich nicht weiß, ob er wirklich alle Gags verstanden hat.

Ich werden jedenfalls diese Reihe nicht weiterlesen, das war zwar nett, aber die soll mein Sohn ruhig mal weiterlesen. Der fällt genau in die Zielgruppe.

Bewertung: 4 von 5 Punkten