Rezensionen 2018

Alle Beiträge in der Kategorie Rezensionen 2018

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (J. K. Rowling)

Veröffentlicht 11. Oktober 2018 von erlesenebuecher

Niffler, choranaptyktisch & Obscurus

Appetithäppchen: Der Naturforscher und Magizoologe Newt Scamander kehrt soeben von einer Reise zurück, die ihn auf der Suche nach seltenen und ungewöhnlichen magischen Geschöpfen einmal um die ganze Welt geführt hat. Eigentlich will er gar nicht lange in New York bleiben, doch als sein Koffer vertauscht wird und einige seiner Tierwesen daraus in die Stadt entkommen, droht allen Beteiligten Ärger und große Gefahr…

Verfasserin: J. K. Rowling ist die Autorin der sieben Harry-Potter-Bände, die zwischen 1997 und 2007 erschienen sind. Die Serie wurde weltweit über 450 Millionen Mal verkauft, in mehr als 200 Ländern veröffentlicht, in 79 Sprachen übersetzt und diente als Vorlage für acht erfolgreiche Filme von Warner Bros. Es gibt drei Begleitbände, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: Mit „Quidditch im Wandel der Zeiten“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ unterstützt sie Comic Relief, mit „Die Märchen von Beedle dem Barden“ ihre eigene Charity-Organisation Lumos. Das Online-Portal Pottermore ist der digitale Mittelpunkt ihrer magischen Welt. Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Jack Thorne und dem Regisseur John Tiffany entwickelte J. K. Rowling das Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei“, das 2016 im Londoner West End Premiere feierte. Sie hat außerdem einen Roman für Erwachsene geschrieben, „Ein plötzlicher Todesfall“, und unter dem Pseudonym Robert Galbraith Kriminalgeschichten rund um den Privatdetektiv Corman Strike verfasst, die gerade fürs Fernsehen adaptiert werde. „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ ist ihr erstes Drehbuch.

[Carlsen (2017)]

Meine Meinung: Sehr schade, dass hier erst der Film und dann später das Buch rauskam. Ich hätte er mir so sehr andersrum gewünscht. Aber leider war das nicht der Fall. Ich habe also vor etwa einem Jahr den Film gesehen, mir danach das Buch gekauft und es erstmal stehen lassen. Nun war es aber ein ganz guter Kompromiss, es jetzt zu lesen, bevor ich den Film erneut auf DVD gucke und dann den zweiten Teil im Kino schaue (leider wieder ohne das Buch vorher zu haben… doof).

Das Buch ist kein Roman sondern ein Drehbuch. Es erinnert an die kleinen gelben Reclamhefte und die Theaterstücke mit ein paar Filmbegriffen dazwischen, die aber hinten im Buch erklärt werden. Mich hat das alles beim Lesen nicht gestört, ich war trotzdem mitten drin im Geschehen und gefangen von den wirklich phantastischen Tierwesen und der aufregenden Handlung. Ich erinnerte mich auch immer wieder an die Szenen aus dem Film, so dass die Protagonisten bildlich vor meinem Leserauge agierten. Eddie Redmayne ist ja auch einfach großartig als Newt Scamander.

Ich freue mich so sehr, dass es mit der Harry Potter-Welt weitergeht. Es wäre ja auch zu schade, wenn es keine weiteren Geschichten mehr gibt. Natürlich ist es nicht Harry Potter (und Ron und Hermine und alle anderen), aber es ist zumindest ähnlich, aber auch wieder ganz anders – und das finde ich besonders gut. Der Film bzw. das Buch ist erwachsener, brutaler, düsterer. Dann gibt es aber auf der anderen Seite nicht nur die große Geschichte rund um Grindelwald und später Dumbledore, sondern eben auch Newt und seine tollen Freunde – sowohl menschliche, als auch tierische. Die letzteren sind besonders faszinerend. Nebenbei habe ich in dem Hogwarts-Schulbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ gelesen, um auch alles über die vorkommenen Tierwesen zu erfahren, das hat einfach viel Spaß gemacht und ich freue mich auf den zweiten Film und dann später wieder auf das Drehbuch.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Gregs Tagebuch 1 – Von Idioten umzingelt! (Jeff Kinney)

Veröffentlicht 1. Oktober 2018 von erlesenebuecher

Käsefinger, Baum & Heissa Mama

Appetithäppchen: Greg hat von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und das, obwohl Tagebücher doch eigentlich nur was für Mädchen sind! Oder etwa doch nicht? Greg jedenfalls beginnt einfach mal zu schreiben: von seinen lästigen Brüdern, seinem trotteligen Freund Rupert, dem täglichen Überlebenskampf in der Schule, einem echt gruseligen Geisterhaus und dem verbotenen Käse…

Verfasser: Jeff Kinney ist Onlinespieleentwickler und – designer. Er ist in Washington, D.C., auf gewachsen und zog 1995 nach Neuengland. Er lebt mit seiner Frau Julie und seinen zwei Söhnen Will und Grant im Süden von Massachusetts.

[Baumhaus (2008)]

Meine Meinung: Das Buch lag schon so lange auf meinem SuB. Ich habe davon nur Gutes gehört und dachte, das muss ich auch mal gelesen haben. Mein Sohn war damals erst ein halbes Jahr alt, als ich mir das Buch gekauft habe und nun ist es so, dass er schon die ersten fünf Bücher gelesen hat. Tja, nun habe ich es aber endlich auch geschafft und kann wenigstens etwas mitreden.

Das Buch lässt sich sehr schnell weglesen und ist unterhaltsame leichte Kost. Aber genau so soll es ja auch sein. Es liefert das, was es verspricht.

Greg ist ein Junge, der sich in der Schule irgendwie durchwurschtelt. Er ist nicht besonders beliebt, aber eigentlich einfach ein Durchschnittsjunge, der schlau und lustig ist, dem aber auch Mist passiert bzw. der Pech hat, aber eben auch Quatsch macht. So kann sich jeder Junge mit ihm identifizieren. Mein Sohn fand die Bücher bis jetzt auch super, obwohl ich nicht weiß, ob er wirklich alle Gags verstanden hat.

Ich werden jedenfalls diese Reihe nicht weiterlesen, das war zwar nett, aber die soll mein Sohn ruhig mal weiterlesen. Der fällt genau in die Zielgruppe.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hanni und Nanni – Sammelband 1 (Enid Blyton)

Veröffentlicht 29. September 2018 von erlesenebuecher

Mitternachtsfest, Handball & Fürchterlich

Appetithäppchen: Die Zwillinge Hanni und Nanni wollen durchaus nicht in das Internat Lindenhof. Aber bald haben sie sich eingelebt und übertreffen ihre neuen Klassenkameradinnen mit lustigen Streichen.

Verfasserin: Enid Blyton wurde 1897 in Südlondon geboren und wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Ihr erstes Kinderbuch wurde 1922 veröffentlicht. Seither erschienen über 700 Titel mit spannenden und fantasievollen Geschichten, die in viele Sprachen übersetzt wurden und Enid Blyton schon zu Lebzeiten zur erfolgreichsten Kinderbuchautorin der Welt machten. Enid Blyton starb 1968.

[Franz Schneider Verlag (1970)]

Meine Meinung: Ich war früher nie richtig im Hanni und Nanni-Fieber. Ich hatte mal drei Bände geschenkt bekommen und fand diese auch gut, aber mehr musste auch nicht sein. Allerdings war ich immer schon ein Fan von Internatsgeschichten. Das macht einfach Spaß, die Freunde sind immer zusammen, erleben die tollsten Abenteuer und der Personenkreis ist übersichtlich. Ich habe alle Bände von „Jette und Nette“ von Brigitte Blobel geliebt und auch einige Dolly-Bücher damals gelesen.

Dieser Sammelband fiel mir nun durch einen kostenlosen Bücherschrank in den Schoß. In diesem Band sind die Bücher „Hanni und Nanni sind immer dagegen“, „Hanni und Nanni schmieden neue Pläne“ und „Hanni und Nanni in neuen Abenteuern“ vereinigt. Das erste Buch kannte ich schon, die anderen waren neu für mich.

Die Geschichte ist wohl bekannt. Hanni und Nanni sind eineiige Zwillinge, die neu ins Internat nach Lindenhof kommen. Sind sie zu Beginn noch etwas eingebildet und wollen nicht nach Lindenhof, ändert sich dieses schnell und sie gewinnen gute Freundinnen, hecken Streiche aus und helfen, wo sie können.

Der Aufbau der Bücher ist ähnlich. Meist kommt eine oder mehrere neue Schülerinnen, die seltsam sind oder ein Geheimnis haben. Hanni und Nanni geben ihnen aber irgendwann eine Chance, die Mädchen öffnen sich und sind am Ende gute Freundinnen. Das ist ja alles schön und gut und hat gewiss auch – in diesem Fall seinen allbackenen – Charme. Aber ich bin natürlich völlig aus der Zielgruppe raus und es war nett, aber eben nicht mehr.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Bartimäus 2 – Das Auge des Golem (Jonathan Stroud)

Veröffentlicht 23. September 2018 von erlesenebuecher

Maulerglas, Helfender Hauch & Ptolemäus

Appetithäppchen: Nathanael, einst ein unbeholfener Zauberlehrling, hat mit Dschinn Bartimäus‘ Hilfe inzwischen Karriere im Zaubereiministerium gemacht. Nun soll er nicht nur einem marodierenden Golem des Garaus machen, sondern auch noch den „Gewöhnlichen“ das Handwerk legen – und ruft dazu erneut den widerborstigen Dschinn auf den Plan…

Verfasser: Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Während er als Lektor für Kindersachbücher arbeitete, verfasste er bereits seine ersten eigenen Kinderbücher. Nachdem er diese veröffentlicht hatte, vescgloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin für Kinderbücher, und den gemeinsamen Kindern in St. Albans.

[blanvalet (2008)]

Meine Meinung: Nathanael war im ersten Teil ein ehrgeiziger, wissbegieriger, gewitzter Zauberlehrling, der mir sehr sympathisch war. Leider hat sich das nun etwas geändert. Einige Jahre sind vergangen, Nathanael arbeitet im Zaubereiministerium und strebt nach Macht und Ansehen. Das hat leider anscheinend etwas seinen Charakter verdorben. Wie das nun mal so ist… Ab und an kommt noch der alte Nathanael durch, aber mir fehlte er sehr. Waren im ersten Teil gerade Nathanael und Bartimäus die großartigen Charaktere, die den Leser durch das Buch getragen haben, fehlte das hier. Nathanael hat sich zu sehr verändert – nicht zum besten – und Bartimäus‘ Auftritte waren nicht besonders zahlreich. Wenn dann aber meistens gut. Hinzu kommt in diesem Band Kitty, eine Gewöhnliche, die in der Widerstandsbewegung gegen die Zauberer vorgehen will. Auch mit ihr wurde ich nicht wirklich warm.

Das Buch hat richtig gute Momente und einiges gefiel mir sehr, auch das Ende fand ich dieses Mal gelungen. Aber ansonsten gab es viele Passagen, die mir zu lang und -weilig waren, dadurch kam ich nicht in Lesefluss. Wie schon bekannt, änderten sich in den Kapiteln die Sichtweisen. Das hat es noch erträglich gemacht, wobei Kitty zu Nathanel und Bartimäus hinzukam.

Der dritte Teil liegt hier und ich werde ihm eine Chance geben. Ich erhoffe mir auf jeden Fall Besserung.

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 1. Teil

Ella in den Ferien (Timo Parvela)

Veröffentlicht 20. September 2018 von erlesenebuecher

Exotische Saunaquaste, Stegtroll & klasse Idee

Appetithäppchen: Ferien mit dem Lehrer! Etwas Schöneres können sich Ella und ihre Freunde gar nicht vorstellen. Von Insel zu Insel schippern, schwimmen, schnorcheln und abends gemütlich am Lagerfeuer sitzen – toll! Dass der Lehrer Verstärkung mitnimmt, macht nichts. Je mehr Erwachsene einen Sack Flöhe hüten wollen, desto lustiger wird es.

Verfasser: Timo Parvela, 1964 geboren, war gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde dafür vielfach ausgezeichnet.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2015)]

Meine Meinung: Ich lese die Ella-Bücher immer meinem Sohn vor. Nur dieses Mal hat er sich am Ende bei mir beschwert. Ich konnte nämlich nicht mehr vorlesen. Ich habe mich vor Lachen nicht eingekriegt und habe Tränen gelacht. Ich konnte gar nicht mehr lesen und habe immer wieder Lachanfälle bekommen. Es war so so lustig!

Schwächelten einige der letzten Bände etwas, war dieser hier wieder der Knüller. Obwohl es zwischendurch auch etwas seltsam war, gab es immer wieder Szenen, bei denen ich so laut lachen musste. Einfach herrlich! Sei es über Mika, die Heulsuse, der seine Angel von weit weg auswirft oder wie die Kinder einen tollen Knoten machen und Pekka dann auf Klo muss. Und schon allein, wie oft die alle ins Wasser fallen bzw. springen. Ich sag nur „Klasse Idee“. Aber der absolute Hammer war die Mittsommernacht am Ende, bei der es exotische Saunaquaste regnete. Welch genialer Streich!

Ich kann gar nicht mehr dazu schreiben, es war ein Hochgenuss und meine Lachmuskeln wurden ordentlich trainiert. Ganz großes Kino, Herr Parvela!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Die Uhtred-Saga 4 – Schwertgesang (Bernard Cornwell)

Veröffentlicht 30. August 2018 von erlesenebuecher

Schlangenhauch, Fyrd & Wessex

Appetithäppchen: Im Jahre 855 herrscht ein brüchiger Friede in England. Den größten Teil des Landes halten die Dänen besetzt, nur Wessex im Süden ist noch frei. Dessen König Alfred beauftragt Uhtred den Kämpfer, die große Stadt Lundene zurückzuerobern. Wer sie hält, kontrolliert die Themse, Englands Lebensader. Aber herrschen soll nicht Uhtred, sondern sein unfähiger Vetter Æthelred. Uhtred fühlt sich an seinen Eid gebunden, er nimmt die Stadt für Æthelred ein. Der aber begeht prompt eine furchtbare Dummheit, und seine schwangere Frau gerät in die Hände der Nordmänner. Nur einer wagt sich ins feindliche Lager: Uhtred. Dort wartet indessen eine Überraschung auf ihn…

Verfasser: Bernard Cornwell, geboren 1944, machte nach dem Studium Karriere bei der BBC, für die er lange Jahre in exponierter Stellung tätig war. Nach Übersiedlung in die USA – seine Frau ist Amerikanerin – war ihm die Arbeit im Journalismus mangels Green Card verwehrt. Und so entschloss er sich, einem langgehegten Wunsch nachzugehen, dem Schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er seit langem als unangefochtener König des historischen Romans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt – Gesamtauflage: mehr als 20 Millionen.

[Rowohlt Verlag (2009)]

Meine Meinung: Ach, wie schwer ich mich mit dem vierten Band der Uhtred-Saga tat. Ich weiß auch nicht genau warum… Es hat sehr lange gedauert, bis ich in die Geschichte eintauchte und dann war ich auch schon wieder raus. Erst gegen Ende kam ich etwas in den Flow. Zwischendurch dachte ich die ganze Zeit, ich breche diese Reihe ab, aber das Ende hat micht dann doch noch einmal überzeugt, so dass ich wohl weiterlesen werde.

Uhtred ist immer noch durch Schwüre an Alfred von Wessex gebunden und soll für ihn London erobern und später auch noch seine Tochter aus der Hand der Nordmänner befreien. Hört sich ja eigentlich spannend an, war es aber nicht wirklich. Es gab in meinen Augen sehr viele Längen und das langweilte. Allerdings ist es trotzdem ein gutes Buch, da es einfach in einer aufregenden Zeit spielt und Uhtred ein großartiger Protagonist ist. Die Darstellung der Zeit, der Religion, der Kriegstreiberei und einfach des Alltags ist weiterhin faszinierend.

Vor allem die Religion hat es mir angetan. Die Darstellung der nordischen Religion, der alltägliche Umgang mit ihr und ihr Konflikt mit dem Christentum ist besonders interessant dargestellt. So werde ich weiter mit Uhtred die Geschichte Englands verfolgen.

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 3. Teil

Black Dagger 30 – Der Verstoßene (J. R. Ward)

Veröffentlicht 3. August 2018 von erlesenebuecher

Rücksetzmechanismus, Damn Stoker & Toast

Appetithäppchen: Die Liebe zwischen der schönen Auserwählten Layla und dem ehemaligen Verräter Xcor droht die Bruderschaft der Black Dagger zu spalten: Während Vampirkönig Wrath Xcors Treueschwur akzeptiert, wollen die Krieger Qhuinn und Tohr endlich Vergeltung an ihm üben. Doch selbst, wenn es Xcor gelingen sollte, der Rache der Bruderschaft zu entgehen, hat seine Beziehung zu Layla keine Chance. Als Gegenleistung dafür, dass er seinen Treueschwur annimmt und sein Leben verschont, verlagt Wrath von Xcor ins Alte Land zurückzukehren – ohne Layla! So bleiben den beiden nur wenige Tage, um ihre Liebe zu genießen und gemeinsame Erinnerungen für eine Zukunft zu sammeln, die sie getrennt voneinander verbringen müssen. Doch als ein Geheimnis aus Xcors Vergangenheit aufgedeckt wird und ein uralter Feind der Bruderschaft erneut angreift, ist nichts mehr sicher in der Welt der Vampire. Nicht einmal mehr wahre Liebe… oder Schicksale, die eins in Stein gemeißelt schienen.

Verfasserin: J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die Black Dagger-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.

[Wilhelm Heyne Verlag (2018)]

Meine Meinung: Obacht Spoiler!

Es war das erste Mal, dass ich zwischendurch dachte, dass kann doch alles nicht ihr Ernst sein. J. R. Ward hält den Leser doch für doof. Ich weiß auch nicht warum es mir dieses Mal so sehr auffiel, wie ätzend einige Charakterdarstellungen sind und wie oberflächlich das Ganze ist. Es ist nicht so, dass mir das vorher nicht auch alles bewusst war, aber irgendwie wurde dieses Mal nicht der Schalter für die rosarote Brille bei mir aktiviert, die bewirkte, dass ich mich einfach auf diese schlichte Literatur einlasse und mit der Spannung und den sexy Brüdern im Flow schwimme.

Qhuinn hat mich so dermaßen gestört, ich fand den zwischendurch geradezu ätzend und auch sein riesen Eingeständnis und seine Entschuldiung am Ende machen das in meinen Augen nicht wieder gut. So Happy mal wieder das End ist, dieses Mal fand ich es zu dick aufgetragen. Klar sind Qhuinn und Xcor dann auch noch best buddies. Man man man… Was mich ebenfalls noch störte, war die Geschichte rund um die Kinder und Laylas Rolle als Mahmen, die so fern von der Realität ist. Naja, sind Vampire ja sowieso, ich weiß. Anscheinend ist es bei Vampiren so, dass die Babys immer mega entspannt sind und nie wirklich rumschreien.

So sehr mich die Geschichte rund um Xcor und seine Bande am Ende als es um die Treue zu Wrath ging auch mitgenommen hat, – das war wirklich nochmal spannend und auch sein Abschied von Layla schmerzte sehr – konnte ich zwischendurch kaum weiterlesen, da ich mich eigentlich ständig übergeben musste… Mal ein Beispiel: Xcor macht Essen für Layla. Das ist ja immer ein entscheidener Akt bei den Black Daggern. Der Hellren sorgt für seine Shellan und füttert sie, ganz wichtig, ganz intensiv. Xcor ist aber nun kein Meisterkoch und kann nur ein Toast machen, das dauert allerdings… „Danach musste die Scheibe gebuttert werden. Xcor verteilte die süße Butter auf der knusprigen Oberfläche mit dem Ernst und der Konzentration eines Herzchirugen. Layla hatte sich immer gewünscht, dass der Mann, den sie liebte, sie einmal so behandeln würde. Dabei war es gleich, ob es das Erste oder Letzte Mahl war, Tag oder Nacht, Winter oder Sommer. Xcors Hingabe zeigte, wie viel sie ihm bedeutete. Wie wichtig sie ihm war. Dass er sie sah.“ (S. 182) Äh hallo? Das zeigt er ihr, indem er ein Toast buttert? Voll weggebuttert würde ich sagen… Das ist doch nicht Ernst gemeint, oder?

Also Xcor und Layla sind für mich natürlich trotzdem ein tollen Pärchen, da ich während der vorherigen Bände schon so auf sie hingefiebert habe. Und natürlich werde ich weiterlesen. Aber irgendwas war hier faul…

Was mich beim Lesen allerdings aufrecht hielt, waren die Gedanken an meinen Dreamcast. Schon zu Beginn, als Xcor in der Welt der Black Dagger auftauchte, habe ich mir überlegt, dass einer meiner Lieblingsschauspieler diese Rolle super spielen würde (obwohl die Figur dann eigentlich sterben müsste). Als Xcor würde ich Sean Bean gerne sehen und Layla könnte in meinen Augen Katherine Heigl spielen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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