Rezensionen 2018

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Black Dagger 30 – Der Verstoßene (J. R. Ward)

Veröffentlicht 3. August 2018 von erlesenebuecher

Rücksetzmechanismus, Damn Stoker & Toast

Appetithäppchen: Die Liebe zwischen der schönen Auserwählten Layla und dem ehemaligen Verräter Xcor droht die Bruderschaft der Black Dagger zu spalten: Während Vampirkönig Wrath Xcors Treueschwur akzeptiert, wollen die Krieger Qhuinn und Tohr endlich Vergeltung an ihm üben. Doch selbst, wenn es Xcor gelingen sollte, der Rache der Bruderschaft zu entgehen, hat seine Beziehung zu Layla keine Chance. Als Gegenleistung dafür, dass er seinen Treueschwur annimmt und sein Leben verschont, verlagt Wrath von Xcor ins Alte Land zurückzukehren – ohne Layla! So bleiben den beiden nur wenige Tage, um ihre Liebe zu genießen und gemeinsame Erinnerungen für eine Zukunft zu sammeln, die sie getrennt voneinander verbringen müssen. Doch als ein Geheimnis aus Xcors Vergangenheit aufgedeckt wird und ein uralter Feind der Bruderschaft erneut angreift, ist nichts mehr sicher in der Welt der Vampire. Nicht einmal mehr wahre Liebe… oder Schicksale, die eins in Stein gemeißelt schienen.

Verfasserin: J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die Black Dagger-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.

[Wilhelm Heyne Verlag (2018)]

Meine Meinung: Obacht Spoiler!

Es war das erste Mal, dass ich zwischendurch dachte, dass kann doch alles nicht ihr Ernst sein. J. R. Ward hält den Leser doch für doof. Ich weiß auch nicht warum es mir dieses Mal so sehr auffiel, wie ätzend einige Charakterdarstellungen sind und wie oberflächlich das Ganze ist. Es ist nicht so, dass mir das vorher nicht auch alles bewusst war, aber irgendwie wurde dieses Mal nicht der Schalter für die rosarote Brille bei mir aktiviert, die bewirkte, dass ich mich einfach auf diese schlichte Literatur einlasse und mit der Spannung und den sexy Brüdern im Flow schwimme.

Qhuinn hat mich so dermaßen gestört, ich fand den zwischendurch geradezu ätzend und auch sein riesen Eingeständnis und seine Entschuldiung am Ende machen das in meinen Augen nicht wieder gut. So Happy mal wieder das End ist, dieses Mal fand ich es zu dick aufgetragen. Klar sind Qhuinn und Xcor dann auch noch best buddies. Man man man… Was mich ebenfalls noch störte, war die Geschichte rund um die Kinder und Laylas Rolle als Mahmen, die so fern von der Realität ist. Naja, sind Vampire ja sowieso, ich weiß. Anscheinend ist es bei Vampiren so, dass die Babys immer mega entspannt sind und nie wirklich rumschreien.

So sehr mich die Geschichte rund um Xcor und seine Bande am Ende als es um die Treue zu Wrath ging auch mitgenommen hat, – das war wirklich nochmal spannend und auch sein Abschied von Layla schmerzte sehr – konnte ich zwischendurch kaum weiterlesen, da ich mich eigentlich ständig übergeben musste… Mal ein Beispiel: Xcor macht Essen für Layla. Das ist ja immer ein entscheidener Akt bei den Black Daggern. Der Hellren sorgt für seine Shellan und füttert sie, ganz wichtig, ganz intensiv. Xcor ist aber nun kein Meisterkoch und kann nur ein Toast machen, das dauert allerdings… „Danach musste die Scheibe gebuttert werden. Xcor verteilte die süße Butter auf der knusprigen Oberfläche mit dem Ernst und der Konzentration eines Herzchirugen. Layla hatte sich immer gewünscht, dass der Mann, den sie liebte, sie einmal so behandeln würde. Dabei war es gleich, ob es das Erste oder Letzte Mahl war, Tag oder Nacht, Winter oder Sommer. Xcors Hingabe zeigte, wie viel sie ihm bedeutete. Wie wichtig sie ihm war. Dass er sie sah.“ (S. 182) Äh hallo? Das zeigt er ihr, indem er ein Toast buttert? Voll weggebuttert würde ich sagen… Das ist doch nicht Ernst gemeint, oder?

Also Xcor und Layla sind für mich natürlich trotzdem ein tollen Pärchen, da ich während der vorherigen Bände schon so auf sie hingefiebert habe. Und natürlich werde ich weiterlesen. Aber irgendwas war hier faul…

Was mich beim Lesen allerdings aufrecht hielt, waren die Gedanken an meinen Dreamcast. Schon zu Beginn, als Xcor in der Welt der Black Dagger auftauchte, habe ich mir überlegt, dass einer meiner Lieblingsschauspieler diese Rolle super spielen würde (obwohl die Figur dann eigentlich sterben müsste). Als Xcor würde ich Sean Bean gerne sehen und Layla könnte in meinen Augen Katherine Heigl spielen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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Black Dagger 29 -Die Auserwählte (J. R. Ward)

Veröffentlicht 30. Juli 2018 von erlesenebuecher

Wohnheim, Sense & Ranch

Appetithäppchen: Die schöne Auserwählte Layla ist eine Vampirin von Wert, und seit sie dem mächtigen Krieger Qhuinn und dessen Gefährten Blay gesunde Zwillinge geboren hat, wird sie von der Bruderschaft der Black Dagger wie eine Königin verehrt. Was jedoch keiner von ihnen ahnt: Laylas Herz ist gebrochen, denn ihre Liebe gehört dem Verräter Xcor, der einst versuchte, den Vampirkönig Wrath zu töten und den Thron an sich zu reißen. Inzwischen haben die Black Dagger Xcor gefangen genommen, um ihn seiner rechmäßgigen Strafe zuzuführen. Während sich Xcor auf seinen Tod vorbereitet, will Layla um ihr Glück – und sein Leben – kämpfen. Doch wenn sie ihr Geheimnis offenbart, könnte sie damit alles zerstören… Zerrissen zwischen Liebe und Loyalität, muss sich Layla entscheiden: für die Black Dagger, die zu ihrer Familie geworden sind, oder für Xcor, den einzigen Mann, den sie jemals lieben wird.

Verfasserin: J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die Black Dagger-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.

[Wilhelm Heyne Verlag (2018)]

Meine Meinung: Endlich wieder Black Dagger und endlich geht es um Layla und Xcor. Auf die beiden habe ich schon sehnsüchtig hingefiebert. Aber leider leider habe ich das Buch nach „Das Lied von Eis und Feuer“ gelesen und dadurch wurde mir bewusst, wie viele Stockwerke es literarisch nach unten ging. Natürlich war mir das schon immer bewusst, dass Black Dagger kein Stück der großen Weltliteratur ist, aber dieses Mal bemerkte ich den Unterschied sehr und störte mich dadurch etwas.

Ebenfalls bin ich bis jetzt von der Liebesgeschichte rund um Layla und Xcor enttäuscht. Da habe ich mir eindeutig mehr erhofft. Es war nicht besonders aufregend und spannend, ganz im Gegenteil zu ihrer Vorgeschichte. Man wurde so viele Bände hingehalten und jetzt scheint die Luft raus zu sein. Gelungen fand ich die Rückblenden zu Xcors frühem Leben. Aber die Geschichte rund um Layla, Qhuinn und die Zwillinge war sehr unausgegoren. Mal sehen, was das noch wird.

Trez trifft währenddessen auf ein Selena-Double. Etwas seltsam, aber durchaus unterhaltsam. Viel spannender wird aber hoffentlich die Verbindung zwischen Throe und Omega, die sich eventuell anbahnt.

Sehr nett fand ich, dass Wrath mal wieder mehr im Fokus stand. Aber was ist mit Jo und Assail?

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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Das Lied von Eis und Feuer 6 – Die Königin der Drachen (George R. R. Martin)

Veröffentlicht 29. Juli 2018 von erlesenebuecher

Kalthand, Taubenpastete & Rote Hochzeit

Appetithäppchen: Daenerys Targaryen, die letzte aus dem Geschlecht der Drachenkönige, bereitet sich darauf vor, das Meer zu überqueren und mit einer großen Streitmacht in die Sieben Königreiche einzumarschieren. Flankiert von ihren drei jungen Drachen, zieht sie an der Spitze der Armee der Unbefleckten von Stadt zu Stadt und verstärkt ihr Heer mit Söldnerbanden, Waffen und Pferden. Seit ihrer Zeit bei den Dothraki ist ihr Sklaverei in jeder Form ein Gräuel. Und sie ist entschlossen, dieser Geißel der Menschheit ein für alle Mal ein Ende zu setzen… Derweil schwinden Robb Starks Chancen auf einen Sieg über die Lennisters. Seine letzte Hoffnung ist es, das Haus Frey durch die Ehe seines Onkels Edmure Tully mit einer Tochter Lord Walder Freys erneut an sich zu binden. Danach beabsichtigt er, die verräterischen Eisenmänner aus seiner Heimat zu vertreiben und den Norden zurückzuerobern. Doch in Königsmund hat sich die Macht von Rosengarten König Joffrey angeschlossen, und Lord Tywin Lennister, die Hand des Königs, schmiedet eigene Pläne, das Reich zu vereinen und all seine Feinde endgültig zu vernichten. Die größte Gefahr für die Sieben Königlande droht unterdessen weiterhin aus dem Norden, von wo aus die Wildlinge aufbrechen, um den gesamten zivilisierten Süden mit Krieg zu überziehen. Allein Jon Schnee, Robb Starks Halbbruder, steht zwischen dem Reich und totaler Anarchie.

Verfasser: George Raymond Richard Martin, 1948 in Bayonne/ New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Sein mehrteiliges Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fee, New Mexico.

[blanvalet (2002)]

Meine Meinung: SPOILERGEFAHR!

Welch ein Lesegenuss! Ich war hin und weg und die Seiten flogen nur so dahin, obwohl es wirklich ziemlich viele waren. Allerdings musste ich das Buch ab und an weg lesen, um einiges zu verarbeiten. In diesem Band sterben die Protagonisten wie die Fliegen. Das hat mich teilweise schon erschreckt und etwas verwirrt. Catelyn, Robb, Lysa Arryn, Tywin Lennister… man man man. Anscheinend ist keiner sicher. Aber dadurch kommt neuer Schwung in den Plot.

Sehr aufregend fand ich auch, dass Jon am Ende Lord Kommandant auf der Mauer wird. Das bleibt alles sehr sehr spannend. Daenerys‘ Geschichte ist auch interessant, nervt aber langsam etwas, dass sie nicht in die Hufe kommt und endlich nach Westeros kommt. Das zieht sich, ist aber natürlich Absicht. Das mit Ser Jorah betrübt mich.

Aber am meisten stieß mir die Geschichte rund um Tyrion auf. Einer meiner Lieblingscharaktere hat hier ein echt mieses Storyboard erwischt. Was wird ihm nun alles angetan? Er befindet sich immer mehr in einer Opferrolle, was so gar nicht zu ihm passt. Er hat ein wenig Witz und Esprit eingebüßt, aber kein Wunder bei der Geschichte, die ihm von allen Seiten widerfährt. Ich hoffe, das ändert sich bald.

Dafür gefällt mir Jaime immer besser, vor allem in Kombination mit Brienne von Tarth. Die beiden sind super zusammen und zum Glück trennen die beiden sich auch nicht so schnell. Ich hoffe, da hört man noch einiges.

Dieses Buch ist ein Lesegenuss und die Protagonisten gewinnt man immer lieber und tauch völlig in die Welt ein. Jetzt hänge ich nur noch bei der Serie etwas hinterher, aber da hole ich bald auf, wobei die Bücher einfach nocht mehr Format haben. Aber die passenden Gesichter hat man dank der Serie beim Lesen vor Augen.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Das Lied von Eis und Feuer 5 – Sturm der Schwerter (George R. R. Martin)

Veröffentlicht 29. Juli 2018 von erlesenebuecher

Blutiger Mummenschanz, Ziegeleunuchen & Alraune

Appetithäppchen: In den Sieben Königreichen tobt ein blutiger Bürgerkrieg. Ein Anwärter auf den Thron ist bereits tot, ein zweiter in Ungnade gefallen, doch der erbitterte Machtkampf in Westeros geht mit unverminderter Heftigkeit weiter. Noch immer widersetzt sich Robb Stark, der Herr von Winterfell, dem tyrannischen Haus Lennister, obwohl seine Schwester als Geisel am Hof des Kind-Königs Joffrey gefangen gehalten wird. Doch plötzlich sehen sich die Kämpfer aus Winterfell einer neuen Gefahr gegenüber: Aus dem Norden greift eine Barbarenarmee die Königreiche an. Ihre Vorhut bilden scheinbar unaufhaltsame Horden übernatürlicher Kreaturen, die mordend und brandschatzend aus dem Verfluchten Wald hinter dem Großen Wall hervorbrechen. Und jenseits des Meeres schart die verbannte Königin Daenerys Targaryen eine gewaltige Armee um ihr Banner. Sie weiß, dass bald die Zeit kommen wird, mit Hilfe der drei letzten Drachen in den Kampf um die Krone von Westeros einzugreifen.

Verfasser: George Raymond Richard Martin, 1948 in Bayonne/ New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Sein mehrteiliges Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fee, New Mexico.

[blanvalet (2001)]

Meine Meinung: SPOILERGEFAHR!

In diesem Teil fand die Geschichte in meinen Augen zur alten Form zurück. Die große Schlacht war geschlagen, es ging nicht nur um Flucht, Intrigen und Gefahren. Die Protagonisten sind weit im Land verteilt, aber jede Geschichte ist für sich schon so spannend und atemberaubend. Das war für mein Empfinden Unterhaltung pur, wie ein wirklich spannender, ergreifender Kinofilm bzw. Serie.

Apropos Serie, diese verfolge ich immer noch, also zumindest schaue ich das, was ich gelesen habe. Jedoch hat diese in meinen Augen abgenommen, obwohl einige Schauspieler wirklich gut gewählt sind, so dass man die Gesichter immerhin vor Augen hat, wenn man liest, aber an das Buch kommt sie nicht heran.

Aber zurück zum Buch. Gerade die Story rund um Arya, Sansa und Jaime fand ich sehr intensiv und aufregend. Der Autor schafft es aber auch immer wieder die Kapitel mit einem gelungenen Cliffhanger zu beenden, so dass man immer weiter lesen muss. Einiges ist natürlich schon sehr grausam und die Verbindung zwischen Tyrion und Sansa verstehe ich so gar nicht, aber vielleicht kommt das noch.

Als „Erzähler“ sind Jaime und Samwell dazu gekommen. Das finde ich klasse. Davos ist in meinen Augen noch ausbaufähig, aber Stannis ist ja auch eher kühl und verhalten. Daenerys gewinnt wieder ein wenig an Boden,kommt aber noch lange nicht an die ersten beiden Bände ran.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Große Ärsche auf kleinen Stühlen (Benni-Mama)

Veröffentlicht 13. Juli 2018 von erlesenebuecher

Mayonnaise, Wettbewerbsvorteil & Elternabend

Appetithäppchen: „Elternabend oder Darmspiegelung? Vor die Wahl gestellt, würde ich lieber zum Arzt gehen!“ Benni-Mama weiß, wovon sie spricht: Intrigen und Korruption, Mobbing und Machtspiele kommen nicht nur unter Managern vor. Wo Jungs- und Mädchenmütter, Erzieher der alten Schule und Kuschelpädagogen sich auf kleinen Stühlen zum Elternabend treffen, um einen Laternenumzug zu organisieren oder den Speiseplan zu erörtern, fliegen die Fetzen. Benni-Mama packt aus.

Verfasserin: Seit ihr Sohn Ben einen Kindergarten besucht, hat sie keinen Namen mehr. Auch keinen Beruf und keine Hobbys. Sie ist nur noch „Benni-Mama“, also die Mutter von Ben. Zumindest für die anderen Eltern… In ihrem eigenen Leben außerhalb des Kindergartens ist Benni-Mama freie Journalistin und Autorin. Die Mutter eines Kindergartenkindes engagiert sich in einer Elterninitiativ-Kita. Auch deshalb schreibt sie unter Pseudonym.

[S. Fischer Verlag (2013)]

Meine Meinung: Wenn man Mutter wird, eröffnet sich eine ganz neue Büchersparte für einen. Man kann nun neben etlichen Ratgebern auch unzählige Erfahrungsberichte lesen, die meist lustig und unterhaltsam sein wollen. Da wird mit den üblichen Klischees und gewollt amüsanten Geschichten jongliert. So ein Buch habe ich gerade letztens gelesen. Muntere Geldmacherei, da man diese Bücher meist geschenkt bekommt und eigentlich wirklich nicht braucht, da, wenn man mit wachen Verstand durch die Welt geht, sieht, dass es anderen Müttern (und natürlich auch Vätern) genauso geht, wie einem selbst. Man versucht in der Erziehung das Beste, weiß aber oft nicht, was das Beste ist, denkt andere machen es besser, dabei machen die es nur anders und eigentlich will man es ja auch so machen, wie man selbst denkt, dass es richtig ist…

Naja, wie auch immer, dieses Buch ist so eine Art Erfahrungsbericht. Dieses Mal geht es um eine Gruppe von Kindergarteneltern einer Elterninitiative. Die Protagonisten besetzen natürlich die verschiedenen Nischen. Es gibt u.a. die Ökomutter, die Karrierefrau und den alleinerziehenden Vater. Natürlich werden auch hier die gängigen Klischees rausgeholt und immer wieder Situationen beschrieben, die man als Kindergartenmutti auch gut kennt. Aber etwas ist hier anders. Die Autorin schafft es unterhaltsam, lustig und durchdacht zu schreiben. Ich habe mich wirklich amüsiert und musste gegen Ende sogar laut lachen. Das hat mir durchaus gefallen, so dass dieses Buch zumindest nicht ganz so schlimm war, wie ich zu Beginn kurz mal dachte. Gerade einige Protagonisten wie die Erzieherin Petra oder einige der Mütter fand ich klasse.

Einen halben Extrapunkt gibt es dafür, dass ich wieder einmal froh war, dass wir unsere Kinder nicht in einer Elterninitiative sondern in einer städtischen Einrichtung haben.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Zum Nachtisch einen Vampir (Michele Bardsley)

Veröffentlicht 6. Juli 2018 von erlesenebuecher

Ahnen, Kosmetikerin & Blutwolf

Appetithäppchen: Sie soll die neue Königin aller Vampire und Werwölfe sein? Single-Mom Patsy ist sich sicher: Das ist keine uralte Prophezeiung, sondern schlichtweg ein Irrtum. Schließlich hat sie auch so schon genug um die Ohren. Wäre sie nicht längst unsterblich, der Stress mit ihrem Schönheitssalon und die Sorge um ihren aufmüpfigen Teenagersohn würden sie glatt umbringen! Da muss sie nicht noch den Kampf gegen die Feinde der Vampire und Werwölfe anführen. Auch wenn ihr dabei unverhofft ein äußerst sexy Gestaltwandler zur Seite steht – oder besser: springt…

Verfasserin: Die preisgekrönte Autorin Michele Bardsley denkt sich fiktionale Welten aus, weil die Realität manchmal einfach keinen Spaß macht. Warum ist es zum Beispiel bis heute niemandem gelungen, kalorienfreie Schokolade herzustellen? Das wäre doch mal was! Mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und drei verwöhnten Katzen lebt Michele in Tulsa, Oklahoma.

[Mira Taschenbuch (2010)]

Meine Meinung: Wir haben zum einen eine Kosmetikerin, alleinerziehend, in einem Trailer wohnend, die nicht gerne liest und zum anderen die Königin der Vampire und Werwölfe, die alle Gaben der Ahnen besitzt und die Völker vereinigen soll. Dabei heraus kommt Patsy. Es sind schon ziemlich große Gegensätze, die Frau Bardsley hier in einer Person vereinigen möchte. Das macht sie – wie immer – auf sehr charmante Weise, aber irgendwie ist es in diesem Teil doch sehr abwegig.

Ich kann Patsy sowohl die eine als auch die andere Rolle nicht wirklich abnehmen. Zwischendurch ist sie auch noch Mutter eines pubertierenden, drogennehmenden Jungen, dessen Beziehung zu seiner Mutter nicht gerade rosig ist, aber gekittet werden soll. Aber wie soll es anders sein, letztendlich kriegt Patsy alles hin. Nicht zuletzt mit Gabriels Hilfe, der sexy Blutwolf, der ihr als Partner vorherbestimmt ist. Zwar reden beide kaum miteinander bzw. haben kaum Gemeinsamkeiten, aber natürlich sind sie halt einfach füreinander bestimmt und lieben und begehren sich total, so dass sie auf ewig zusammen bleiben. Na klar!

Also alles ziemlich absurd, aber trotzdem ist das Buch eben eines und zwar unterhaltsam! Gerade die skurille Mischung, die schon in den anderen Teilen punkten konnte, von alleinerziehenden Müttern, welche plötzlich Vampire etc. werden und in eine fremde Welt eintauchen ohne ihr altes Ich völlig zu verlieren, macht Spaß.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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Das Meer der Seelen 2 – Nur eine Liebe (Jodi Meadows)

Veröffentlicht 27. Juni 2018 von erlesenebuecher

ABGEBROCHEN!

Appetithäppchen: Ana ist eine Außenseiterin und das nur, weil sie eine neue Seele besitzt. In einer Welt, in der jeder wiedergeboren wird, ist das ein Zeichen von Unheil. Und tatsächlich sterben seit Anas Ankunft immer mehr Menschen, ohne wiedergeboren zu werden. Die Angst ist groß, dass irgendwann alle unwiederbringlich ausgelöscht sein werden. Als sich immer mehr gegen Ana wenden, steht nur noch Sam zu ihr. Doch Ana muss endlich herausfinden, warum sie so außergewöhnlich ist, damit sie ihren Platz in Heart finden kann…

Verfasserin: Jodi Meadows lebt im Shenandoah Valley, Virginia, zusammen mit ihrem Ehemann, einer Katze und einer alamierenden Anzahl an Frettchen. Schon lange ist sie ein überzeugter Bücherwurm und wollte eigentlich schon immer Schriftstellerin sein, spätestens aber seitdem sie sich dagegen sntschieden hatte, Astronautin zu werden.

[Goldmann (2014)]

Meine Meinung: Ich muss endlich lernen, schneller Bücher abzubrechen, die mir einfach nicht richtig gut gefallen. Mein SuB ist riesig, da wartet noch so einiges Gutes auf mich. Schon der erste Teil dieser Reihe machte es mir schwer. Als ich nun den zweiten anfing, erinnerte ich mich kaum noch an den ersten. Allerdings war das nicht allzu schlimm, da einiges wiederholt oder nicht weiter aufgegriffen wurde.

Allerdings war es auch hier wieder sehr zäh. Ich konnte viele Handlungsstränge nicht wirklich nachvollziehen, vor allem das Verhalten einiger Charaktere blieb für mich im Dunkeln. Ich kam zwar voran, merkte aber, dass mich die Geschichte eigentlich gar nicht weiter interessierte.

Es gab zwar kurze Sequenzen, wie die Geburt der Neuseele, die durchaus etwas Spannung boten. Aber dann kam wieder etwas mit den Sylphen, der Musik oder, am schlimmsten, Janan und dem Tempel. Das nervte mich, so dass ich erleichtert war, als ich beschlossen habe, das Buch nach 220 Seiten (von 379) abzubrechen, obwohl ich es immer noch ungern mache. Die Reihe werde ich als nicht fertig lesen und auch die beiden Bücher nicht behalten.

Bewertung: 1,5 von 5 Punkten

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