Rezensionen 2019

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Die Rätsel von Schloss Finkenstein (Markus Spang)

Veröffentlicht 21. August 2019 von erlesenebuecher

Goldkäfer, Rätsel & Palindrom

Appetithäppchen: Schloss Finkenstein ist in Gefahr! Anna, Fred und Opa Drechsler haben exakt eine Woche Zeit, um das Testament des verstorbenen Grafen Otto von Finkenstein zu finden – sonst wird das Schloss in ein Golfhotel umgewandelt und Opa Drechslers Häuschen dem Erdboden gleichgemacht. Aber der gute Graf hat seinen letzten Willen in sieben Rätsel gepackt. Und die haben es in sich…

Verfasser: Markus Spang, 1972 in Karlsruhe geboren, beschäftigte sich eine Zeit lang mit Philosophie und Kunstgeschichte und studierte dann Illustration in Krefeld und Münster. Heute lebt er in Köln, malt Bilder, zeichnet Schriftenund schreibt Texte. Sein Faible für Rätsel und sein Lieblingsschloss am Rhein haben ihn zum vorliegenden Band inspiriert. Bisher wurden bei dtv junior „Die Rätsel von Schloss Finkenstein“ und „Die Rätsel der Alhambra“ sowie „Wirbel in der Weihnachtswerkstatt“ veröffentlicht.

[dtv (2008)]

Meine Meinung: Wir haben so lange an dem Buch gelesen. Das lag aber nicht daran, dass es langweilig war, sondern daran, dass mein Sohn immer so schnell eingeschlafen ist und vieles nicht mitbekommen hat, wir wieder zurückspringen mussten, er wieder eingeschlafen ist… Also eigentlich habe ich das Buch zwei- oder dreimal gelesen.

Zurück zum Inhalt: Die Geschwister Anna und Fred verbringen einige Tage bei ihrem Stiefopa Opa Drechsler. Dieser lebt in einem kleinen Gärtnerhäuschen, das zu dem großen Schloss Finkenstein gehört. Otto von Finkenstein, der große Rätselliebhaber, hat es ihm damals überlassen. Nun ist aber leider das Testament verschollen und der Ottos Enkel Detlef will Opa Drechsler aus dem Haus werfen. Auch das Rätselmuseum im Schloss ist in Gefahr. Anna, Fred und Opa Drechsler haben nur wenige Tage Zeit das Testament zu finden, aber dafür müssen sie einige knifflige Rätsel lösen.

Ich fand das Buch eigentlich klasse. Es waren wirklich gute Rätsel dabei und man musste bei einigen Szenen richtig aufpassen, um alles mitzubekommen. Man musste aber auch aktiv werden, mithilfe einer Chiffrierscheibe Texte entschlüsseln, Seiten gekonnt falten, uvm.

Mein Sohn war nicht ganz so begeistert, das liegt aber wohl daran, dass er vieles nicht so genau mitbekommen hat, da er immer eingeschlafen ist. Ich denke, dass es ein tolles Kinderbuch für Größere ist, da es spannend ist, sie einiges lernen, selbst rätseln und überlegen müssen.

Ich hätte mir bei den Wendungen in der Geschichte etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht, damit sie nicht so abrupt sind und der Leser dadurch etwas auf der Strecke bleibt. Allerdings bin ich auch nicht so richtig die Zielgruppe.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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Puppenmord (Tom Sharpe)

Veröffentlicht 9. August 2019 von erlesenebuecher

Harpic, Plastik-Baby & Fleisch 1

Appetithäppchen: Henry Wilt ist Berufsschullehrer in der englischen Provinz. Seit zehn Jahren versucht er nun schon, Gasinstallateuren, Metzgern und Maurern die höhere Literatur beizubringen – vergeblich. Auch die Ehe mit seiner Frau Eva erfüllt ihn nicht. Eva scheint es umgekehrt genauso zu gehen, denn sie sucht ihr Glück in allerlei Ersatzbeschäftigungen wie Töpfern, Judo und Meditation. Doch auf einer Party der Pringsheims lockt ein wenig Abwechslung. Obwohl die Hausherrin Sally sich sehr offen gegenüber Henry zeigt, ist es Judy, die ihn in eine wirklich prekäre Situation bringt. Allein, Judy ist eine Gummipuppe…

Verfasser: Tom Sharpe, Jahrgang 1928, zählt sei dem sensationellen Erfolg seines Romans „Puppenmord“ zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Seine Romane, von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen, sind mittlerweile Klassiker und werden in vielen Sprachen übersetzt. In England geboren, studierte Tom Sharpe in Cambridge arbeitete als Buchhalter, Sozialarbeiter und Fotograf in Südafrika. Er lebte abwechselnd in Cambridge und Spanien. Sharpe verstarb 2013.

[Goldmann (2001)]

Meine Meinung: „Das Witzigste, was ich seit Ewigkeiten gelesen habe.“, „Sharpe is the best.“, „Der beste Satiriker“,… das habe ich alles über Sharpe gehört oder gelesen und vor langer Zeit dachte ich, ich muss auch mal etwas von ihm lesen und man empfahl mir dieses Buch. Endlich habe ich es geschafft und muss sagen… ich bin etwas enttäuscht. Habe ich gelacht? Nö. War es Sartire in Bestform? Nö. War es absurd? Joa.

Mich hat es eigentlich eher ein wenig traurig zurückgelassen, da es, was das Lehrerdasein anbelangt, zu nahe an der Realität war. Das empfand ich als sehr tragisch.

Aber natürlich hat es dann auch seine unterhaltsamen Momente, die ich auch etwas amüsant fand, wie z.B. die Bergung der Bumspuppe Sally oder Eva im Pfarrhaus. Das war schon gut.

Allerdings werde ich von Sharpe wohl nichts mehr lesen. Aber er hat ja auch ohne mich seine Fanbase und Erfolge gefeiert.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea (Christian Eisert)

Veröffentlicht 5. August 2019 von erlesenebuecher

Damenfrisuren, Führer & Regenbogenrutsche

Appetithäppchen: Wie viele Touristen jährlich Nordkorea besuchen, lässt sich exakt sagen: wenige. Dabei hält so ein Urlaub im Reich von Kim Jong-un viele Überraschungen bereit: Autobahnen ohne Autos, Hotels, in denen der fünfte Stock fehlt, und ein Tänzchen an der gefährlichsten Grenze der Welt – zu den Klängen von „Tränen lügen nicht“. Christian Eisert ist 1500 Kilometer durch die Demokratische Volksrepublik gereist. Mit gefälschter Biographie. Unter ständiger Beobachtung des Geheimdienstes. Und auf der Suche nach Kim Il-sungs legendärer regenbogenfarbener Wasserrutsche. Das Ergebnis ist einfach irre – und sehr komisch.

Verfasser: Christian Eisert, geboren 1976 in Ostberlin, ist TV-Autor, Satiriker und Comedy-Coach. Er schreibt Gags, Sketche und Drehbücher u. a. für Harald Schmidt und die Fernsehshows Alfons und Gäste und Grünwald Freitagscomedy. Erste Erfahrungen mit Nordkorea sammelte er im Jahr 1988, als er an seiner Schule zu Ehren einer Gästedelegation aus Pjöngjang Arbeiterkampflieder sang.

[Ullstein (2014)]

Meine Meinung: Warum auch immer fasziniert das Land Nordkorea mich. Er erschreckt, macht Angst, erregt Mitleid, aber vor allem möchte ich wissen, wie leben die Menschen dort, wie bewältigen sie ihren Alltag, was denken und fühlen sie. Ich habe schon „Im Land des Flüsterns“ und „Flucht aus Lager 14“ gelesen, wobei dort vor allem die dunkle Seite des Landes gezeigt wird.

In diesem Buch wird eine „normale“ Pauschalreise in das Land dargestellt, die man auch schon bei Dokumentationen oder Bekannten, die das Land besucht haben, kennen gelernt hat, da meist dieselben Orte besucht und die gleichen Fotos gemacht werden dürfen. Trotzdem war es interessant, da jeder das Land anders wahrnimmt. So auch hier: Christian Eisert reist mit einer Bekannten, und beide reagieren ganz unterschiedlich auf die Umstände der Reise. Dass es vor allem die Beziehung zueinander belastet und irgendwie schlecht darstellen lässt, irritierte mich etwas, da ich immer dachte, warum er sie jetzt schlecht darstellt, so dass die Bekannte eher unsympathisch wirkt. Gern hätte ich auch mehr aus ihrer Sicht erfahren, aber es ist ja sein Buch.

Eisert schafft es geschichtliches und politisches Hintergrundwissen mit dem vor Ort Erlebten zu verknüpfen und die tristen Tage doch unterhaltsam darzustellen. So manch absurde Situation gab es zu berichten.

Etwas zu wenig wird die schreckliche Seite des Landes dargestellt, also ist der Alltag auch schon schrecklich, da die Menschen sich nicht frei äußern oder bewegen dürfen und völlig gehirngewaschen sind. Das wird deutlich. Aber in dem Land passiert noch viel mehr, in den Gefangenenlagern, wer alles spurlos verschwindet oder die öffentlichen Hinrichtungen (die werden immerhin im Nachtrag erwähnt).

So oder so sollte einem bewusst sein, dass Kim Jong-un einfach machen kann, was er will und dadurch eine immense Gefahr für die Freiheit und Menschlichkeit auf dieser Welt ist.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Wolkenschloss (Kerstin Gier)

Veröffentlicht 30. Juli 2019 von erlesenebuecher

Dohlen, die weiße Dame & Epaulette

Appetithäppchen: Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeit längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat mit dem sympathischen Hotelierssohn Ben und dem Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gut aussehende Tristan Brown aus Zimmer 201 lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Während Fanny zusammen mit Ben die Fäden zu entwirren versucht, ahnt sie noch nicht, dass sie bald mitten in einem lebensgefährlichen Abenteuer stecken wird, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Verfasserin: Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht und seither riesige Erfolge gefeiert. Ihre phantastische Trilogie „Silber“ sowie die Romane „Rubinrot“, „Saphierblau“ und „Smaragdgrün“, „Müttermafia“ und „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ sind internationale Bestseller. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.

[S. Fischer Verlag (2017)]

Meine Meinung: Welch schönes Buch! Es nimmt einen mit in ein ganz besonderes Hotel mit viel Charme, tollen Mitarbeitern, faszinierenden Bewohnern, einer pittoresken Umgebung, magischen Situationen und spannenden Verwicklungen.

Es bringt alles mit für eine tolle Geschichte und die Seiten fliegen nur so dahin. Ich konnte oft gar nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Es bisschen erinnerte es mich an ein Agatha Christie-Krimi, da alle Protagonisten in einem Hotel eingeschneit sind, keiner weg kann und keiner dazu kommt, alle sind verdächtig und der Leser ändert dreimal seine Meinung, wer nun der Böse ist.

Besonders schön war auch, dass sich Frau Gier bemüht hat, viele Wörter, die vom aussterben bedroht sind, unterzubringen, wie z.B. Tändeln. Das fand ich herzallerliebst!

Das Buch war wie ein kleiner Kurzurlaub in die Schweizer Alpen mit hervorragender Gesellschaft in einem traumhaften Hotel. Absolut empfehlenswert!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Origami Yoda 3 – Star Wars Wookiee (Tom Angleberger)

Veröffentlicht 30. Juli 2019 von erlesenebuecher

Rosa Riese, normal & Mmmrrrrggggggg

Appetithäppchen: Mit Dwight fehlt der heimliche Star an der Schule, mänlich Origami-Yoda. Ohne Yoda gibt es auch keine Rätsel mehr. Während nicht nur Tommy sich fragt, ob er jemals wieder richtige Abenteuer erleben wird, taucht etwas Großes aus – etwas Großes und Haariges. Ein neuer Wahrsager aus Papier, der Glücks-Wookiee Chewbacca aus dem Star-Wars-Reich. Sara hat Wookiee mit in die Schule gebracht, angeblich ein Geschenk von Dwight. Aber ist das wirklich so? Für Tommy, Kellen und Harvey beginnt eine aufregende Zeit voller neuer Geheimnisse. Und je näher sie der Lösung kommen, desto mehr scheint möglich, das Origami-Yoda wieder zurückkommt…

Verfasser: Tom Angleberger ist der Autor der Origami-Yoda-Serie, einer New-York-Times-Bestseller-Reihe, von der bisher „Yoda ich bin!, Alles ich weiß!“ und „Darth Paper schlägt zurück“ erschienen sind. Außerdem hat er „Fake Mustache“ und „Horton Halfpott“ geschrieben, das für den Edgar Award nominiert wurde. Ihr könnt ihn online auf http://www.origamiyoda.com besuchen. Tom lebt in den Appalachen in Virginia.

[Baumhaus (2012)]

Meine Meinung: Weiter geht es mit Origami-Yoda, obwohl Origami-Yoda ist ja gar nicht mehr da. Dwight und sein Origami-Yoda sind von der Schule für ein halbes Jahr ausgeschlossen. Sie gehen auf eine andere Schule und Dwight macht eine gefährliche Verwandlung durch. Er wird normal. Origami-Yoda wird weggepackt und Tommy und seine Freunde müssen ohne seinen Rat klar kommen. Das geht aber nicht. Gut, dass Sara, Dwights Nachbarin, einen Origami-Chewbacca mitbringt, der Ratschläge verteilt… nur versteht man ihn nicht. Aber Han Falzo kann übersetzen.

Ein leichtes, lustiges, interessantes Buch für kleine (und große) Star Wars-Fans. Jedes Mal denke ich, ich lese nach dem Teil nicht weiter, da ich einfach nicht die Zielgruppe bin. Gregs Tagebuch fand ich auch an sich ganz gut und freue mich, dass mein Sohn die Teile alle verschlungen hat, aber ich möchte dann doch lieber andere Bücher lesen… aber irgendwie möchte ich hier bei dieser Reihe doch weiterlesen… also wohl ein gutes Zeichen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Robert Louis Stevenson)

Veröffentlicht 29. Juli 2019 von erlesenebuecher

Testament, Pulver & Troglodyt

Appetithäppchen: „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ist eine der berühmtesten Kriminalgeschichten der Weltliteratur, eine spannende Doppelgänger-Erzählung, die bereits Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ und Bret Easton Ellis‘ „American Psycho“ inspirierte. Seit seiner Jugend weiß Doktor Jekyll um sein gespaltenes Ich, aber die dunkle Seite hat er zeitlebens verdrängt. Mit Hilfe eines geheimnisvollen Elixiers gelingt es ihm, seine Identität nach Belieben zu wechseln. Doch der mysteriöse Mr. Hyde wird immer mächtiger und droht das Gute zu verschlingen…

Verfasser: Robert Louis Balfour Stevenson (1850-1894) war ein schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters. Stevenson litt an Tuberkulose und wurde nur 44 Jahre alt; jedoch hinterließ er ein umfangreiches Werk von Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur und historischen Romanen sowie Lyrik und Essays. Bekannt geworden sind vor allem der Jugendbuchklassiker „Die Schatzinsel“ und die Schauernovelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, die sich dem Phänomen der Persönlichkeitsspaltung widmet und als psychologischer Horrorroman gelesen werden kann. Einige Romane sind heute noch populär und haben als Vorlagen für zahlreiche Verfilmungen gedient.

[Anaconda Verlag (2005)]

Meine Meinung: Das Böse in sich ausleben ohne Gewissensbisse… andererseits gut sein ohne innerlich doch was Schlechtes zu denken… der gute Mensch… der böse Mensch… zwei Naturen im Menschen.

Darum geht es in diesem bekannten Buch. Zumindest die grobe Story ist bekannt. Dr. Jekyll, der sich mit Wissenschaft und Tugend umgibt, verwandelt sich in Mr. Hyde, der keine Moral besitzt und ausschweifend leben kann, ohne seinem Ruf zu schaden.

Ich war zuerst ein wenig enttäuscht, da der Plot von einem Dritten, dem anwaltlichen Freund Jekylls, erzählt wird. Dieser kriegt sukzessive den Zusammenhang zwischen Jekyll und Hyde heraus. Erst am Ende wird die Lösung offenbart. Der Erzählstil ist dem 19. Jahrhundert angemessen und gefiel mir an sich sehr gut, wobei am Ende die letzten zwanzig Seiten etwas zäh waren, da dort etwas zu viel philosophiert wird. Aber irgendwie dachte ich, das ganze Buch wäre dramatischer (hatte wohl eher den Hulk vor Augen) und nicht so nüchtern. Aber das ist wohl der damaligen Zeit zu verschulden und ich muss sagen, gerade für diese Zeit ein Meisterwerk und wenn man die Story beim Lesen damals nicht kannte… Chapeau!

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Flames ‚N‘ Roses – Lebe lieber übersinnlich 1 (Kiersten White)

Veröffentlicht 29. Juli 2019 von erlesenebuecher

Cover, Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler & Piep

Appetithäppchen: Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund – einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Dewegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal. Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist – ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eigenbrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft. Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!

Verfasserin: Kiersten White hat einen großen Mann und zwei kleine Kinder. Sie lebt in San Diego, nahe dem Meer, wo sie ihre Tage vollkommen normal verbringt. Diese Fülle an Normalität hat dazu geführt, dass sie alle paranormalen Dinge absolut faszinierend findet – unter anderem Feen, Vampire und Popkultur. „Flames ’n‘ Roses“ ist ihr erstes Buch.

[Loewe (2011)]

Meine Meinung: Wieder eine neue Reihe, wieder ein Jugendbuch, wieder fantastische Wesen, wieder eine Liebesgeschichte… nichts Neues?

Doch irgendwie schon. Kiersten White hat einen humorvollen, leichten und fantasievollen Schreibstil, weiß zu unterhalten und vor allem sind einige Ideen wirklich neu.

Evie arbeitet für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler, da sie eine ganz besondere Fähigkeit hat. Sie kann das Cover eines jeden Paranormalen durchschauen, d.h. sein wahres Wesen sehen, ob Vampir, Werwolf, Moorhexe oder Baumgeist. Die 16jährige wünscht sich aber eigentlich nichts sehnlicher als ein normales Leben, z.B. mit eigenem Spind in einer High School, zu führen. Jedoch werden plötzlich immer mehr Paranormale getötet, die Feen interessieren sich für sie und sie lernt Lend, einen Paranormalen, kennen, von dem keiner weiß, was er eigentlich ist.

Es machte wirklich Spaß mit diesem Teenieroman, wobei ich schon ab und an merkte, dass ich aus der Zielgruppe fiel, aber nichtsdestotrotz werde ich weiterlesen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten