Rezensionen 2019

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Dunkle Flammen der Leidenschaft (Jeaniene Frost)

Veröffentlicht 20. April 2019 von erlesenebuecher

Elektrizität, schlimmste Sünde & Frankie

Appetithäppchen: Leila Dalton verfügt über die Gabe, in die Vergangenheit und manchmal sogar in die Zukunft einer jeden Person zu blicken, die sie berührt. Durch diese mächtige Fähigkeit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten einer Fehde, die bereits seit Jahrhunderten tobt. Sie stellt sich ohne zu zögern auf die Seite des Vampirs Vlad. Seine unnahbare und doch gefühlvolle Art fasziniert sie mehr, als sie sich jemals hätte träumen lassen. Der Vampir macht zwar kein Geheimnis daraus, dass sie niemals mehr als eine Geliebte für ihn sein wird. Doch Leila wird, da sie endlich die Liebe in seiner leidenschaftlichen Umarmung kennen gelernt hat, ihr neues Glück nicht aufgeben…

Verfasserin: Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen.

[Penhaligon (2013)]

Meine Meinung: Ein Roman, wie ich ihn so oft schon gelesen habe. Die Frage ist, warum es immer noch so zieht. Wieso finde ich Vlad großartig, obwohl, wenn ich mal ganz ehrlich wäre, ich so eine Art Mann in der Realität wirklich abstoßend finden würde. Wieso finde ich das in diesen blöden Vampir-Liebes-Romanen toll, wenn der männliche Protagonist arrogant und zu allen abweisend, aber natürlich nur zu seiner Auserwählten freundlich ist? Das würde ich im wirklichen Leben furchtbar finden und ihn wahrscheinlich in eine eher bildungsferne Schicht oder als psychisch krank einstufen… aber bei dem Plot im Buch funktioniert es wie gesagt und ich schmachte Vlad an und finde ihn toll. Naja, zumindest, wenn man eben das Hirn etwas ausschaltet.

Immerhin ist die Begabung von Leila mal was Neues und macht das Ganze schon ziemlich interessant und spannend, nimmt aber gegen Ende des Buches etwas ab.

Ebenfalls ist es wie so oft ja wieder so, dass Er unglaublich reich ist, sich alles leisten kann, viel Macht hat, unzähliche Untergebene und alles für Sie möglich macht! Wie wäre es eigentlich mal umgedreht? Wenn die Frau alles an Macht, Geld und Prestige hat und der Mann eher unbedeutend ist. Ist das dann auch so lieb und zuvorkommend, wenn sie einfach die Kleiderschränke für ihn bestückt, sich um seine Familie kümmert und ihn ständig beschützen lässt? Schon eine interessante Idee. Vielleicht sollte es mal so eine Geschichte geben?

Aber so geht es mit Vlad und Leila wohl eher nicht weiter. Trotzdem freue ich mich natürlich drauf, da ich wieder mein Gehirn ausschalten werde und Vlad machen lasse.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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Der Arsenturm (Anne B. Ragde)

Veröffentlicht 14. April 2019 von erlesenebuecher

Ohrenlider, Erlkönig & Blaumaler

Appetithäppchen: Als die alte Amalie Thygesen stirbt, jubeln viele in der Familie. Nur eine trauert ehrlich und ist entsetzt über die hasserfüllten Reaktionen, die selbst die Trauerfeier überschatten: Therese, die Enkelin. Sie erinnert sich an eine exzentrische, noch immer gut aussehende Frau, die mit allen Männern flirtete und ihr all die Märchen erzählte, die von der nüchternen Mutter als Unfug abgetan wurden. Aber kennt Therese wirklich die ganze Geschichte? Eine ungewöhnliche Spurensuche in die Vergangenheit beginnt.

Verfasserin: Anne B. Ragde wurde 1957 im westnorwegischen Hardanger geboren. Sie ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Autorinnen Norwegens und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt mit dem Norwegian Language Prize und dem Norwegischen Buchhandelpreis. Ihre Romane erreichten in norwegen eine Millionenauflage. Mit ihrer Trilogie „Das Lügenhaus“, „Einsiedlerkrebse“ und „Hitzewelle“ schrieb sie sich in die Herzen der Leserinnen und Leser. Anne B. Ragde lebt heute in Trondheim.

[btb (2004)]

Meine Meinung: Ich mag Bücher nicht abbrechen, habe aber in den letzten eins-zwei Jahren dieses öfter gemacht als früher, da mir meine Lesezeit doch zu kostbar ist. Es gibt noch so viele gute Bücher, die von mir gelesen werden möchten. Bei diesem Buch habe ich ständig überlegt abzubrechen, aber dann hat es mich doch wieder gefangen, aber leider einige Seiten später fallen gelassen, um mich dann erneut in den Bann zu ziehen usw.

Es war ein ständiges Auf und Ab. Es geht um drei Generationen, wobei die egozentrische Großmutter Amalie im Mittelpunkt steht. Ihr Tochter Ruby freut sich über ihren Tod, wohingegen die Enkeltochter Therese traurig ist. Die Autorin rollt langsam die tragische Kindheit während des Zweiten Weltkriegs der Tochter Ruby auf, die immer darunter leiden musste, dass ihre Mutter Amalie, sie nicht wollte, da ihr dadurch die Theaterkarriere verloren ging. Rubys Stiefvater gab sein Bestes, kam aber gegen die dominante Mutter kaum an.

In weiteren Rückblenden wird das Kennenlernen der Eltern von Ruby erzählt. Beide geprägt durch harte Kindheiten und Träume, die nicht erfüllt wurden, Eltern, die anderes forderten, Zeiten, die für kaum einen leicht waren. Was prägt eine Persönlichkeit? Wie wirkt sich das auf die Kinder bzw. auf ganze Generationen aus? Diese Fragen werden von Frau Ragde angerissen. Mich machten die Protagonisten oft traurig, aber sie wirkten auch so hilflos, aber auch irgendwie egoistisch. Teilweise war ich wütend auf sie und Unverständnis keimte in mir auf. Andererseits waren sie oft nur Opfer der Umstände und der Zeit. Und steht es einem zu, sie zu verurteilen, wenn sie in Situationen stecken, die so weit weg vom eigenen Leben sind?

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Chill mal, Frau Freitag (Frau Freitag)

Veröffentlicht 14. April 2019 von erlesenebuecher

Vallah, Tadel & Heidepark

Appetithäppchen: Eine der Lieblingsbeschimpfungen aller Schüler ist ja Spast. Jedes Mal, wenn ich das Wort höre, frage ich die Schüler: „Weißt du denn, was ein Spast ist?“ Und ich bekomme immer die gleiche Antwort: „Ja, klar. Ein Spast ist ein kleiner Vogel.“ Da steht also ein riesiger arabischer Schüler vor mir, wahrscheinlich mit Totschläger und Messer in der Tasche und einer kiloschweren Schüler- und Polizeiakte, und denkt, ein Spast sei ein kleiner Vogel.

Verfasserin: Frau Freitag, geboren 1968, wollte schon immer Lehrerin werden. Seit zehn Jahren unterichtet sie Englisch und Kunst an einer Gesamtschule. Sie lebt mit ihrem Freund, dem einzigen Nichtlehrer, den sie noch kennt, in einer deutschen Großstadt.

[Ullstein (2011)]

Meine Meinung: Da ich Religionslehrerin bin, bekomme ich ständig Bücher übers Lehrerdasein oder über Gott bzw. die Bibel geschenkt. Leider meist keine guten… Mein anderes Fach ist Mathe. Da bekomme ich eher wenige Bücher geschenkt und wenn dann von Fachkollegen, so dass die Bücher meist gut sind.

Nun ja, dieses Buch habe ich als Lehrerin also geschenkt bekommen und eine zeitlang war es ja auch in aller Munde. Ich habe vor einiger Zeit ebenfalls das Hörbuch „Für mich ist auch die 6. Stunde“ von Frau Freitag geschenkt bekommen. Das hat mir an sich besser gefallen, vielleicht weil Frau Freitag so nett vorliest. Aber dieses Buch hier fand ich eher nervig.

Nun bin ich momentan leider auch nicht gut auf Schule vor allem Schulpolitik zu sprechen. Die Bürokratieaufgaben wachsen, Nichtlehrer machen Politik für die Schule und drücken Inklusion, Digitalisierung etc. in die Schule und wer leidet? Nicht nur die Schüler… auch die Lehrer. Und dann lese ich dieses Buch und Frau Freitag erzählt Klischees über… sind das eigentlich Hauptschüler oder ist das eine Gemeinschaftsschule? Keine Ahnung, aber sie redet ja auch völlig nichtsahnend über die Gymnasiumschule (was für ein Wort).

Klar sind die Geschichten teilweise unterhaltsam, aber eben nicht neu und leider sehr plakativ. Die Schüler beschimpfen sich gegenseitig, kommen zu spät, passen im Unterricht nicht auf und sind aber an sich alle nett.

Dann kann ich abschließend nur sagen: Bitte schenkt mir nicht mehr solche Bücher… Obwohl wenn ich jetzt ehrlich drüber nachdenke, mein Mann ist Musiker, und er kriegt von mir auch ständig Sachen bei denen es hauptsache um Gitarren bzw. Musik geht… vielleicht sollte ich das auch mal reflektieren.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

Das Lied von Eis und Feuer 8 – Die dunkle Königin (George R. R. Martin)

Veröffentlicht 7. April 2019 von erlesenebuecher

Spatzen, Zimtwind & Steinherz

Appetithäppchen: Die Lage in Westeros stabilisiert sich, ein endgültiger Sieg der herrschenden Lennisters ist in greifbare Nähe gerückt. Allmählich kehren Gesetz und Ordnung in weite Teile des vom Krieg verwüsteten Landes zurück. Doch die Königin Regentin Cersei findet keine Ruhe. Nach dem tragischen Verlust ihres erstgeborenen Sohnes und der Hochzeit ihres zweitgeborenen, des Kindkönigs Tommen, mit der ungeliebten Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern. Während sie bei Hof ihre Intrigen spinnt, beginnt es im Süden erneut zu brodeln, und die Eisenmänner holen zu einem vernichtenden Schlag gegen das Reich aus. Cersei verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden: So verleiht sie den Predigern des wieder erwachten Glaubens große Macht und übersieht dabei, wie leicht die gesponnenen Ränke sich gegen sie selbst richten könnten…

Verfasser: George Raymond Richard Martin, 1948 in Bayonne/ New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Sein mehrteiliges Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fee, New Mexico.

[blanvalet (2006)]

Meine Meinung: Spoilergefahr:

Schade, das war der in meinen Augen schwächste Band der Reihe. Gerade so vielversprechende Handlungsstränge wie rund Brienne zogen sich in die Länge und es wirkte, als ob George R. R. Martin sich hier irgendwie in der Hanldung verloren hätte… ich fragte mich oft, warum irren die nur durch die Gegend, was hat es mit den Geächteten auf sich… was soll das Ganze. Mir fehlte völlig der Spannungsbogen und momentan sieht es so aus, als ob Brienne am Ende stirbt (was ich aber nicht so ganz glauben kann). Nur dann wäre ja wirklich alles umsonst.

Es haben sich insgesamt bei den verschiedenen Hauptpersonen so viele Fragen aufgetan, nur befürchte ich, dass die Antwort nicht geliefert wird. In den nächsten beiden Teilen geht es endlich wieder um die mir so fehlenden Charaktere wie Jon, Daenerys und Tyrion. Und dann ist erstmal Schluss. Wer weiß, wann und ob Martin die Bände 11 und 12 rausbringt. Ich verstehe langsam, warum so viele dann nur noch auf die Serie schwören.

Aber bevor ich nur noch meckere. Es wurde im letzten Viertel des Buches dann doch um einiges besser. Ich kam wieder etwas mehr in den Flow. Verfolgte die doch spannende Geschichte rund um Jaime und Cersei und auch Sam enttäuschte nur wenig.

Aryas und Sansas Schicksal erscheint mir weiterhin rätselhaft und leider auch wieder viel zu langatmig. Es passiert wenig und ich habe keine Ahnung, wohin das alles führen soll.

Jetzt freue ich mich aber doch auf Band 9, endlich geht es wieder um meine Lieblingscharaktere.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 7. Teil

After Passion (Anna Todd)

Veröffentlicht 8. März 2019 von erlesenebuecher

Tshirt, Wohnheim & Sturmhöhe

Appetithäppchen: Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Doch er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war.

Verfasserin: Anna Todd lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann im texanischen Austin. Sie haben nur einen Monat nach Abschluss der Highschool geheiratet. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und ein großer Fan von Boygroups und Liebensgeschichten. In ihrem Debütroman „After Passion“ konnte sie ihre Leidenschaften miteinander verbinden und sich dadurch einen Lebenstraum erfüllen.

[Heyne (2015)]

Meine Meinung: Wann habt ihr das letzte Mal eine ganze Nacht durchgelesen? Bei mir ist es ewig her. Aber bei diesem Buch war es so. Das war nicht geplant, nicht gewünscht und ich bin so skeptisch wie es nur ging an das Buch heran gegangen, da ich eigentlich dachte, ich breche es bestimmt ab, so wie es auf den ersten Seiten anfing und was ich so über den Plot gelesen habe… Aber was soll ich sagen? Hardin hat mich eingefangen!

Ich habe das Buch nur angefangen, da ich den Kinofilm gucken möchte und ich dachte, ich muss dem Buch vorher zumindest eine Chance geben. Als ich gesehen habe, wie dick es ist und wie viele Teile es schon wieder gibt, hoffte ich, dass es doof ist und ich es abbreche und einfach nur die Filme schaue. Falsch gedacht. Gerade die ersten 200-300 Seiten haben mich wirklich völlig gecatcht! Ich konnte nicht aufhören. Hardin und irgendwie auch Tessa haben mich total fasziniert und es war immer so spannend, wie es denn weiterging! Wirklich tolle Unterhaltung (auch wenn der Schreibstil sehr schlicht ist).

Jedoch nahm die Faszination im Laufe des Buches etwas ab, was aber nicht weiter schlimm war, da sie ja schon noch vorhanden war. Die Story zeigte dann aber einige Längen, ich war leider doch ab und an sehr genervt von den Protagonisten, der veränderte Handlungsverlauf (Jace, Praktikum) ärgerte mich und vor allem war das Ende so sehr vorhersehbar. Ich war dann froh als es vorbei war. Ich freue mich auf den Film, aber nicht so sehr auf den nächsten Band, da es ja ähnlich wie Shades of Grey weitergehen wird. Es wurde sowieso so so viel davon gecovert (jedoch zum Glück besser). Wenn es aber einen zweiten Film geben wird, werde ich wohl vorher doch wieder das nächste Buch lesen.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Bartimäus 3 – Die Pforte des Magiers (Jonathan Stroud)

Veröffentlicht 2. März 2019 von erlesenebuecher

Siebenmeilenstiefel, Glaspalast & Fischsuppe

Appetithäppchen: Der einstige Zauberlehrling Nathanael ist zum jüngsten Informationsminister der Geschichte aufgestiegen und damit am Ziel seiner Träume, im Zentrum der Macht. Doch seine neue Position bringt Gefahren mit sich – und neue Gegner. Nathanael, sein starrköpfiger Helfer Bartimäus und Widerständlerin Kitty müssen sich erneut zusammenraufen und verhindern in allerletzter Sekunde, dass die Dschinn – wehe, wenn sie losgelassen! – die alte Ordnung aus den Angeln heben. Doch der Preis für den Frieden ist hoch…

Verfasser: Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. noch während er als Lektor für Kindersachbücher arbeitete, verfasste er bereits seine ersten eigenen Kinderbücher und beschloss bald, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin für Kinderbücher, und den gemeinsamen Kindern in St. Albans. Für den dritten Band der Bartimäus-Trilogie, „Die Pforte des Magiers“, wurde Jonathan Stroud mit der Corine 2006 in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.

[blanvalet (2006)]

Meine Meinung: Nathanael findet als Protagonist zu alter Stärke zurück. Er merkt, dass er irgendwie anders ist als die Zauberer der Regierung und seine Karriere zwar steil bergauf ging, er aber immer noch nicht so richtig weiß, wo er hingehört. Erst am Ende mithilfe von dem Dschinn Bartimäus und der Gewöhnlichen Kitty findet er Erfüllung.

Aber erstmal zum Anfang. Der Leser verfolgt den Werdegang Nathanaels alias John Mandrake, der mit der Regierung versucht die Aufstände der Gewöhnlichen zu beenden. Er hat weiterhin Bartimäus bei sich, dessen Kräfte aber stetig schwinden, da Mandrake ihn nicht regelmäßig entlässt, damit er in der anderen Welt wieder Kraft sammeln kann. Kitty währenddessen erholt sich von dem Rückschlag und arbeitet an einer neuen Aufgabe. Sie wird die Assistentin eines Zauberers und lernt heimlich von ihm.

Es geht immer wieder um die Zusammenarbeit der Menschen und der Zauberwesen, die viele komplett ausschließen. Allerdings erfährt Nathanael plötzlich, dass ein hochrangiger Zauberer einen neuen Weg gehen will, der katastrophal enden könnte. Zum Glück findet Kitty eine andere Möglichkeit der Zusammenarbeit…

Es machte dieses Mal wieder großen Spaß das Buch zu lesen. Es ist erfrischend, da gerade die Protagonisten mal etwas anders, neu, unberechenbar sind. Die verschiedenen Erzählsichten unterhalten und lockern den teilweise etwas zähen Plot auf.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

Das Lied von Eis und Feuer 7 – Zeit der Krähen (George R. R. Martin)

Veröffentlicht 1. März 2019 von erlesenebuecher

Meersteinstuhl, Sandschlangen & Narr

Appetithäppchen: Dieser Krieg hat nicht nur die Starks, den Baratheons, den Lennisters und den Graufreuds, sondern auch den anderen großen und kleinen Häusern einen entsetzlichen Blutzoll abverlangt. Weite Teile von Westeros sind verwüstet, die Ernten vernichtet. Und der Winter naht unbarmherzig. Der Kindkönig Tommen Baratheon auf dem Eisernen Thron ist viel zu jung, um wirklich zu regieren, und seine Mutter, die Regentin Cersei Lennister, ist nach dem Tod ihres Vaters Lord Tywin vor allem damit beschäftigt, ihre Macht zu erhalten und sich gegen zahlreiche Rivalen zu verteidigen. In Dorne verlangen die Sandschlangen, die Töchter von Prinz Oberyn Martell, lautstark Rache für den Tod des erschlagenen Prinzen. Und Prinzessin Arianne, Fürst Dorans Tochter, verfolgt eigene gefährliche Pläne. Auf den Eiseninseln brechen nach dem Tod von König Balon Graufreud Nachfolgestreitigkeiten aus, während Brienne, die Jungfrau von Tarth, eine Mission verfolgt, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt zu sein scheint. Die Zeit der Krähen bricht an – und ohne eine starke Hand droht dem Reich der Untergang…

Verfasser: George Raymond Richard Martin, 1948 in Bayonne/ New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Sein mehrteiliges Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R. R. Martin lebt in Santa Fee, New Mexico.

[blanvalet (2006)]

Meine Meinung: Spoilergefahr!

Es war mir wieder einmal ein Fest nach Westeros zurück zu kehren. Ich bin jedes Mal eingenommen von der Eindringlichkeit der Charakterdarstellung. Es ist großartig wie Herr Martin die Protagonisten wachsen lässt, sich entwickeln und vor allem immer wieder neue hinzufügt. Allerdings ist hier auch der Wermutstropfen des Buches zu finden. Einige meiner Lieblingscharaktere tauchen gar nicht auf. Es wird am Ende kurz erklärt, dass er die Geschichte von Tyrion oder Daenerys an einer anderen Stelle weiter erzählt. Das fand ich sehr schade, allerdings hat das das Lesevergnügen nur kurzzeitig getrübt. Den auch die anderen haben einiges erlebt.

Es geht z.B. um Brienne, die auf der Suche nach Sansa ist. Brienne ist mir immer noch etwas fremd, aber so ganz langsam, Stück für Stück, schleicht sie sich in mein Herz. Ich glaube, da wird der Leser noch einiges mit ihr erleben.

Arya finde ich sowieso gut. Sie ist jetzt in Bravos und dort in die Ausbildung gegangen. Was für ein Mädchen. Sie ist so mutig, ergeizig, gibt nicht auf und zäh.

Sansa ist in Hohenehr mit Kleinfinger. Ich bin gespannt, wie es da weitergeht, aber beide Charaktere gehören nicht zu meinen Favoriten. Das Geschehen rund um sie ist aber klasse.

Sam ist ebenfalls unterwegs, weg von der Mauer, um Maester zu werden, was ihm nicht so gut gefällt. Mir aber um so mehr, da ich Sam sehr mag und mich freue, wenn ich seinen Lebenslauf weiter verfolgen kann und dieser einige Überraschungen auf Lager hat.

Neue Einsichten erhält der Leser in die Kämpfe um die Nachfolge sowohl bei den Eisenmännern als auch in Dorne. Vor allem die Geschichten rund um den ertrunkenen Gott und Asha fand ich faszinierend.

Ich muss mich mit den Büchern mal ranhalten, damit ich die Serie weitersehen kann.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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