[Rezension] Das Tal 2.3 Die Jagd (Krystyna Kuhn)

Veröffentlicht 20. Oktober 2019 von erlesenebuecher

Schattenmann, Joint & Kreis

Appetithäppchen: Das Tal liegt düster zwischen den Berghängen der Rocky Mountains. Ben und die anderen Studenten am Grace College, die seit zwei Jahren merkwürdigen und unerklärlichen Ereignissen ausgesetzt sind, scheinen am Ende ihrer Kräfte. Wer spielt dieses geheimnisvolle und tödliche Spiel mit ihnen? Und was haben die Eltern und Großeltern mit der Vergangenheit des Tals zu tun? Während sich überall auf der Welt die Katastrophen häufen, stoßen die acht Studenten endlich auf das Geheimnis. Nun müssen sie ihr ureigenes Erbe antreten. Doch sie kämpfen gegen die Zeit.

Verfasserin: Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunsrgeschichte und arbeitete als freie Redakteurin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit großem Erfolg Thriller. Ihre Romane bei Arena wie “Schneewittchenfalle” oder “Dornröschengift” wurden allesamt zu Bestsellern. Und die Mysterythriller um „Das Tal“ haben sich zu einem echten Kult entwickelt. Krystyna Kuhn lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt.

[Arena (2013)]

Meine Meinung: Es ist etwas länger her, dass ich den letzten Band dieser Buchreihe gelesen habe. Ich konnte mich aber noch an einiges erinnern und habe mein Gedächtnis auch noch durch mehrere Rezensionen aufgefrischt. An eines erinnerte ich mich allerdings noch ganz genau, dass die Bücher größtenteils unfassbar spannend waren und ich mit einigen Antworten auf Fragen nicht so ganz zufrieden war. Diese Unzufriedenheit schlich sich auch bei diesem Band immer wieder ein.

Es wird immer geheimnisvoller, die Auswirkungen des Geheimnisses des Tals immer gravierender, anscheinend für die ganze Menschheit, da auch außerhalb des Tals nun Unglücke passieren. Ich frage mich, wie soll denn dieses unglaubliche, erlösende Ende aussehen? Das kann Frau Kuhn doch gar nicht liefern. Der Leser wird so sehr auf die Folter gespannt und wartet sehnsüchtig auf die Katharsis, dass er doch eigentlich nur enttäuscht werden kann. Aber mal sehen…

Dieser Band schwächelt in meinen Augen. Zum einen wurde die Handlung aus der Sicht von Benjamin und Debbie erzählt. Für mich die schwächsten Protagonisten. Die teilweise sogar eher unsympathisch rüberkamen. Zudem gab es wenig äußere Handlung und die innere Handlung war durch Drogentrips und Zeitsprünge etwas wirr. Benjamin wird von den Schatten seiner Vergangenheit verfolgt, aber eine befriedigende Lösung wird mal wieder nicht angeboten. Das Tal testet die Studentengruppe rund um Julia und Robert (alle leider in diesem Band sehr blass dargestellt) anscheinend, prüft sie für den Endkampf oder was auch immer das letzte Buch nun für seinen Leser bereit hält. Ich bin gespannt.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Hier geht es zum Teil 2.2

[Neuanschaffungen] Woche #42

Veröffentlicht 14. Oktober 2019 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Noch nicht gelesen, muss ich wohl mal nachholen:

Die roten Matrosen (Klaus Kordon)

November 1918: Nach vier Jahren Weltkrieg verweigern die Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel den Befehl zum Auslaufen und kommen nach Berlin. In der Stadt beginnt es zu brodeln. Helle und Fritz freunden sich mit den meuternden Matrosen an, erleben die Revolution mit, den Sieg, die Niederlage. – Die Menschen einer ganzen Mietkaserne im Berliner Wedding werden lebendig, mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihrem Hoffen und Zusammenhalt. [Beltz & Gelberg (1984)]

 

[Rezension] Dem Horizont so nah (Jessica Koch)

Veröffentlicht 10. Oktober 2019 von erlesenebuecher

PML, Laufen & Ducky

Appetithäppchen: Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben. Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe zun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben. Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit…

Verfasserin: Jessica Koch begann bereits in der Schulzeit damit, kürzere Manuskripte zu schreiben, reichte diese aber nie bei Verlagen ein. Anfang 2016 erschien dann schließlich ihr Debütroman „Dem Horizont so nah“. Das Buch belegte wochenlang Platz 1 der Bestsellerlisten und kommt 2019 ins Kino. Mit „Dem Abgrund so nah“ und „Dem Ozean so nah“ erschienen im Laufe des Jahres die ebenfalls sehr erfolgreichen Teile zwei und drei der „Danny-Trilogie“.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (2016)]

Meine Meinung: Vor einigen Jahren war dieses Buch in aller Munde, es ist aber an mir vorbeigegangen, da mich das Thema nicht so sehr ansprach. In den 90ern gab es eine Fülle von Büchern über HIV und ich habe damals viele gelesen, seien es Sachbücher oder Romane.

Nun kommt der Film ins Kino und dann muss ich das Buch natürlich vorher lesen. Es hat sich auch gelohnt. Es war sehr unterhaltsam, schlicht geschrieben und die Geschichte sehr aufwühlend. Genau das richtige, um es schnell wegzulesen und emotional einzutauchen. Es tat gut, dass das Thema HIV und Aids mal wieder im Kopf war, da diese Krankheit nie vergessen werden sollte, damit die Forschung und Bekämpfung immer weitergeht.

Nun hat die Geschichte ja autobiographische Züge der Autorin und das Leben ist nun mal oft einfach ungerecht. Wäre es eine erdachte Geschichte, würde ich jetzt sagen, es war einfach zu viel. Alles musste irgendwie hinein: Kindesmissbrauch, Drogen, HIV und eine tragische Liebesgeschichte. Aber genau so ist das Leben nunmal. Einige trifft es besonders hart.

Aber gerade das fand ich auch so schwierig, die Protagonisten gehen auf echte Menschen zurück und trotzdem waren sie leider etwas unnahbar für mich als Leser. Vielleicht ging es auch nicht anders, wenn man über seine eigene Geschichte schreibt. Aber dadurch blieb es für mich teilweise etwas kühl. Erst im Nachwort, als die Autorin von ihrer jetzigen Familie schrieb, bekam ich einen richtigen Kloß im Hals.

Nun bin ich gespannt auf den Film.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

[Neuanschaffungen] Woche #41

Veröffentlicht 9. Oktober 2019 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Spannende Bücher:

Harry Potter und der Feuerkelch [Illustrierte Schmuckausgabe] (J. K. Rowling/ Jim Kay)

Das Dunkle Mal prangt am Himmel über der Quidditch-Weltmeisterschaft, und von diesem Moment an schwebt Harry Potter in Gefahr. Er wird vom Feuerkelch ausgewählt, für Hogwarts am legendären Trimagischen Turnier teilzunehmen. Harry muss Prüfungen bestehen, die selbst für begabtesten Zauberer eine Herausforderung darstellen würden – in der ersten muss er einem furchterregenden Ungarischen Hornschwanz gegenübertreten. Doch für Harry ist der Wettkampf nur der Auftakt zu einer sehr viel düstereren Kraftprobe. Im Nebel von Little Hangleton, wo sich die Gräber von Tom Riddles Vorfahren befinden, braut sich etwas noch Unheilvolleres zusammen… Jim Kay, Gewinner der Kate Greenaway Medal und des Deutschen Jugendliteraturpreises, vollbringt wieder einmal unvergleichliche Zauberstücke. Diese spektakuläre illustrierte Ausgabe des vierten Bandes von J. K. Rowlings gefeierter Buchserie erweckt atemberaubende Szenen und beliebte Figuren wie Mad-Eye Moody, Viktor Krum und Rita Kimmkorn zum Leben. [Carlsen (2019)]

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Kartoffelkäferzeiten (Paul Maar)

Kohlenknappheit und Kartoffelkäferplagen – das gehört für Johanna in den Jahren zwischen Krieg und Wirtschaftswunder zum Alltag. Schlimmer findet sie den erbitterten Kleinkrieg ihrer Großmütter. Und einfach ungerecht ist, dass sie ihre Freundschaft zu Manni aufgeben soll, weil niemand seinen Vater kennt. Johanna fängt an, sich gegen die einengende Obhut ihrer Familie aufzulehnen. [Ravensburger (1990)]

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Sadako will leben (Karl Bruckner)

6. August 1945: Die Atombombe explodiert über Hiroshima. Zehntausende Menschen sterben sofort, über 100.000 werden schwer verwundet und erliegen später ihren Verletzungen. Es gibt auch Überlebende wie die vierjährige Sadako. Doch wie geht das Leben nach einer solchen Katastrophe weiter? Karl Bruckner erzählt die wahre Geschichte des Mädchens Sadako. Seit der Erstveröffentlichung 1961 wurde „Sadako will leben“ über 2 Millionen Mal verkauft, in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt. Ein bewegendes Zeitdokument. [Arena (2006)]

[Rezension] Shah Rukh Can – Das Leben des Superstars Shah Rukh Khan (Mushtaq Shiekh)

Veröffentlicht 4. Oktober 2019 von erlesenebuecher

Manierismus, Verbindung & Devdas

Appetithäppchen: Wie ist Indiens größter Superstar Shah Rukh Khan zum Film gekommen? Was liebt er an seiner Frau Gauri am meisten? Warum schafft gerade er es immer aufs Neue, ein Milliardenpublikum zu fesseln? Und was gibt es noch über ihn zu wissen, was uns das Internet nicht verrät? Alle Antworten enthält diese einzigartige und unterhaltsame Star-Biographie. Autor Mushtaq Shiekh kennt Shah Rukh Khan noch aus den Anfangstagen seiner schillernden Karriere. Als fester Bestandteil eines eingeschworenen Kreises um den Megastar ist Mushtaq immer mal wieder in Shah Rukh Khans Filmen zu sehen, schreibt für ihn Drehbücher und gilt mehr als Familienmitglied denn als Kollege. Näher werden Sie Shah Rukh Khan nicht kommen!

Verfasser: Mushtaq Shiekh ist ein fester Bestandteil der prominenten Filmwelt in Indien – und kann bereits auf eine 14 Jahre dauernde Karriere zurückblicken. Seine erste Begegnung mit der Filmindustrie hatte er als junger Nachwuchsreporter des G-Magazins mit erst sechzehn Jahren. Dann wechselte Mushtaq zu Star & Style und wurde dort der jüngste Herausgeber eines Filmmagazins. In den verganenen Jahren hat Mushtaq die Rolle des Kommentators hinter sich gelassen und ist ins Filmgeschäft gewechselt, indem er vom Journalisten zum Drehbuchschreiber avancierte.

[Rapid Eye Edition (2009)]

Meine Meinung: Anscheinend ist dieses Buch DIE Biographie Shah Rukh Khans im deutschsprachigen Raum. Es ist auch sehr ausführlich, aber leider in meinen Augen sehr schlecht strukturiert. Zum Glück habe ich vorher „King of Bollywood“ gelesen, so dass ich schon einen Überblick über Shah Rukh Khans Leben hatte. Ansonsten hätte ich den Zeitsprüngen, Doppelungen und Unmengen von Namen nicht folgen können.

Shiekh berichtet erst von Khans beruflichen Anfängen, springt dann immer mal wieder in seine Kindheit, um später genau diese berufliche Anfangszeit noch einmal aufzurollen, als es um seine Beziehung zu Gauri geht. Des Weiteren merkt man deutlich, dass hier nicht ganz objektiv geschrieben wird. Shiekh rühmt sich mit seiner Freundschaft zu SRK und man merkt, dass er ihm ab und an deutlich in den A… kriecht. Auch das fand ich bei „King of Bollywood“ um einiges gelungener, so wurden bei Shiekh einige Passagen einfach weggelassen oder nur ganz kurz gestreift, wenn es eben Situationen waren, die SRK nicht gut da stehen ließen (z.B. der Ärger mit dem Reporter nach Maya Memsaab).

Allerdings muss man sagen, dass man das Gefühl hat SRK etwas näher zu kommen, wobei das Buch auch deutlich macht, dass das eben nur eine Illusion ist. Großartig bleibt natürlich der Erfolg von SRK, die Filme sind vielfältig und werden teilweise sehr gut in dem Buch vorgestellt. Kajol kam wieder mal etwas zu kurz in meinen Augen und es fehlen natürlich so viele gute Filme der letzten Jahre.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

[Monatsrückblick] September 2019

Veröffentlicht 4. Oktober 2019 von erlesenebuecher

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Wieder einmal bin ich viel zu wenig rumgekommen. Ich denke, ich muss meinen Job kündigen, um einfach mehr zu lesen. Immerhin war ich in New Hampshire, um dem wahren Knoten das Handwerk zu legen. Danach ging es nach Indien. Bollywood war überall und zu Bollywood gehört natürlich Shah Rukh Khan!

Doctor Sleep Stephen King 699 Seiten 4 Punkte
King of Bollywood: Shah Rukh Khan und die Welt des indischen Kinos Anupama Chopra 302 Seiten 4 Punkte

Das waren 1001 Seiten.

Das ich Geburtstag hatte, kamen viele neue, tolle Bücher zu mir:

  1. Dem Horizont so nah (Jessica Koch)
  2. Scharnow (Bela B Felsenheimer)
  3. Der Tastenficker (Flake)
  4. Bourbon Kings (J. R. Ward)
  5. What does this button do? – Die Autobiografie (Bruce Dickinson)
  6. Vaterland (Robert Harris)
  7. Buchland (Markus Walther)
  8. Was man von hier aus sehen kann (Mariana Leky)
  9. Shah Rukh Can – Das Leben des Superstars Shah Rukh Khan (Mushtaq Shiekh)
  10. Als mein Bruder ein Wal wurde (Nina Weger)
  11. Die Pforten der Wahrnehmung. Himmel und Hölle (Aldous Huxley)

[Neuanschaffungen] Woche #39

Veröffentlicht 30. September 2019 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Eine Empfehlung und ein Geschenk:

Als mein Bruder ein Wal wurde (Nina Weger)

Darf man über das Leben eines anderen bestimmen? Und woher soll man wissen, was richtig und falsch ist, wenn man ihn nicht fragen kann? Belas großer Bruder Julius liegt im Wachkoma, die Familie soll eine Entscheidung treffen und steht kurz davor, auseinanderzubrechen. Und jetzt? Belas Freundin Martha würde zum Papst fahren. Der muss schließlich wissen, was in so einem Fall zu tun ist. Heimlich schlachten die beiden ihre Sparschweine, klauen eine Kreditkarte und begeben sich auf eine abenteuerliche reise nach Rom, um eine Antwort zu finden und Belas Familie zu retten. [Verlag Friedrich Oetinger (2019)]

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Die Pforten der Wahrnehmung. Himmel und Hölle (Aldous Huxley)

In zwei Essays schildert der englische Romancier und Philosoph Aldous Huxley seine Erfahrungen mit Meskalin und anderen bewusstseinserweiternden Drogen. Diese Schriften zählen zu den klassischen Abhandlungen über die Möglichkeiten, mit Drogen in Erlebnisbereiche vorzustoßen, die der Alltagserfahrung verschlossen sind. [Piper (1981)]