Motten

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Nocturna – Die Nacht der gestohlenen Schatten (Jenny-Mai Nuyen)

Veröffentlicht 17. Oktober 2016 von erlesenebuecher

Motten, Grüner Ring & Blutbuch

Appetithäppchen: Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, um darauf Bücher von magischer Schönheit zu schaffen – die Nocturna. Seit sie Tigwid, den Dieb, bestohlen haben, sucht er nach dem Mädchen, das mit Tieren spricht und auf Rache sinnt. Sie allein, so besagt eine Prophezeiung, kann die düstere Macht der Nocturna brechen.

Verfasserin: Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

[cbt (2011)]

Meine Meinung: Der Anfang dieses Buches ist einfach großartig. Ich war völlig gefangen. Gerade das „Eck Jargo“ ist genial. Ich dachte, ich bin mitten in einem Tim Burton-Film. Ganz großes Kino! So stell ich mir einen gelungenen Roman vor.

Ebenfalls hatten es mir die Protagonisten angetan. Apolonia wirkt zum einen so erwachsen, obwohl sie ein junges, auch noch verspieltes Mädchen ist. Andererseits ist sie auch seltsam und skurril, da sie mit den Tieren sprechen kann. Dann kommen noch der gruselige, abgefahrene Vampa und der aufgeweckte, neugierige Tigwid dazu. Eine wirklich gute Mischung.

Aber, aber, aber leider bleibt es nicht auf diesem Niveau. Die Geschichte bekommt ab dem Ende des Eck Jargo leider Längen! Außerdem ist die Story rund um die Dichter und den Bund nicht so spannend, wie sie hätte sein können. Dazu kommt, dass das Ende voraussehbar ist. Das hat mir nicht so gefallen. Außerdem fragte ich mich, welche Rolle der Polizei nun genau zukam. Das war seltsam. Ebenfalls haben mich die Gaben der Motten nicht überzeugt, den Geisterherrn habe ich bis zum Schluss nicht ganz verstanden. Schade ist auch, dass Apolonias Gabe, mit Tieren zu kommunizieren, am Ende gar nicht mehr thematisiert wird.

Naja, insgesamt lässt sich das Buch aber wirklich gut lesen, das Ende ist nett und in der Geschichte steckt viel Potenzial, welches aber nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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Reckless 1 – Steinernes Fleisch (Cornelia Funke)

Veröffentlicht 29. Januar 2013 von erlesenebuecher

Motten, Rapunzelhaar & Lerchenwasser

Appetithäppchen: Jacob Reckless hat einen Fehler gemacht nach all den Jahren der Vorsicht: Sein Bruder Will ist ihm hinter den Spiegel gefolgt. In eine Welt, in der die dunkelsten Märchen wahr sind und der Fluch einer Fee Steinernes Fleisch sät. Viele Jahre lang hat diese Welt für Jacob Zuflucht und Zuhause bedeutet, und er hat als Schatzjäger für Kaiser und Könige die magischen Dinge gesucht, die sich in ihren Wäldern und Hügeln verbergen. Aber als Wills Haut sich in Jade verwandelt, muss Jacob nur noch eines finden: die Medizin, die seinen Bruder rettet.

Verfasserin: Cornelia Funke ist die international erfolgreichste und bekannteste deutsche Kinderbuchautorin. Heute lebt sie in Los Angeles, Kalifornien, doch ihre Karriere als Autorin und Illustratorin begann in Hamburg. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium arbeitete sie als freischaffende Kinderbuchillustratorin. Da ihr die Geschichten, die sie bebilderte, nicht immer gefielen, fing sie selbst an zu schreiben. Zu ihren großen Erfolgen zählen ‚Drachenreiter‘, die Reihe ‚Die Wilden Hühner‘ und ‚Herr der Diebe‘, mit dem sich Cornelia Funke international durchsetzte. Mit der ‚Tintenwelt‘-Trilogie stürmte sie weltweit die Bestsellerlisten.

[Cecilie Dressler Verlag (2010)]

Meine Meinung: Ohne große Erklärungen wird der Leser von Frau Funke in eine Welt voller Märchen, Fabelwesen und Zauber durch einen Spiegel entführt. Es bedarf einiger Seiten um sich zu orientieren. Allerdings ist man sofort gefesselt und gebannt.

Ich bin ansonsten immer etwas kritisch bei den Funke-Büchern, da sie oft so gehypt werden und ich es nicht so ganz nachvollziehen konnte (z.B. bei der Tintenwelt-Trilogie), aber ich fand dieses Buch richtig richtig gut. Es ist toll zu lesen und die beschriebene Welt ist interessant und faszinierend.

Die Entwicklungen in der Story sind gut durchdacht und vor allem fand ich die Geschichte wirklich spannend. Ich musste einfach immer weiter lesen, da ich wissen wollte, wie es weiter geht.

Der einzige Wermutstropfen war in meinen Augen die Auflösung am Ende des Buches. Das fand ich dann irgendwie ein wenig plump. Aber zum Glück ist das ja nicht das richtige Ende. Freue mich auf den 2. Band!

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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