Oberdrachen

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Die Kinder der Drachenlanze 5 – Die Drachen des verlorenen Mondes (Margaret Weis/ Tracy Hickman)

Veröffentlicht 25. Juli 2017 von erlesenebuecher

Oberdrachen, Schädeltotem & Staubebenen

Appetithäppchen: Eine Stadt nach der anderen gelangt unter die Herrschaft der Dunklen Königin Takhisis. Ihr Plan, ganz Krynn zu unterjochen, scheint aufzugehen. Während Takhisis Feinde verzweifelt Widerstand leisten, schmiedet die Dunkelritterin Mina ihre eigenen Pläne. Der Magier Raistlin hofft indessen auf die Hilfe der Götter…

Verfasser: Margaret Weis (* 16. März 1948 in Independence, Missouri) ist eine US-amerikanische Autorin von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur und zusammen mit Tracy Hickman Erschafferin mehrerer Zyklen wie „Drachenlanze“ und „Die Rose der Propheten“. Tracy Raye Hickman (* 26. November 1955 in Salt Lake City, Utah) ist ein amerikanischer Fantasy-Autor. Er schrieb und schreibt zusammen u.a. mit seiner Kollegin Margaret Weis an mehreren Fantasy-Zyklen, darunter „Drachenlanze“ und „Die Vergessenen Reiche“. Außerdem ist er (Co-)Autor diverser Fantasy-Rollenspiel-Publikationen.

[Blanvalet (2003)]

Meine Meinung: Der fünfte Teil der Reihe ist geschafft. Viele Erzählstränge werden fortgesetzt, aber auch neue – vor allem entscheidende – beginnen. Der Leser erfährt endlich, was mit Krynn passiert ist. Wieder einmal ein sehr unterhaltsames und spannendes Buch.

Ab hier gilt wieder Spoilergefahr, da ich für mich den Inhalt zusammenfasse!

Palin und Dalamar werden von Mina getötet, da sie die Macht des einen Gottes nicht anerkennen wollen. Mina belebt die beiden Zauberer aber wieder, jedoch nur ihre Körper ohne Seelen, diese streichen wie die anderen toten Seelen umher. Die tote Goldmond wird von Mina in einem Bernsteinsarkophag eingeschlossen, da der eine Gott (Takhisis) mit ihr noch etwas vorhat.

Tolpan konnte jedoch fliehen, weshalb Mina von ihrem Gott bestraft wird, was in Galdar echte Zweifel hervorruft. Tolpan und der Gnom Conundrum werden von dem Zeitreisegerät, welches der Gnom repariert hat, durch die Zeiten geschleudert, sie beobachten z.B. Raistlin oder treffen den Solamnier Huma und seinen Freund den Minotaurus Magus.

Nun erfährt der Leser auch endlich mehr über den einen Gott und was mit der Welt Krynn passiert ist. Der große blaue Drache Skie liegt im Sterben und erzählt Spiegel, dem blinden Silberdrachen, dass Takhisis die Welt Krynn im Moment der Schwäche der anderen Götter nach den Chaoskriegen geraubt hat. Die anderen Götter haben die Menschen also nicht verlassen, sie finden sie nur nicht wieder.

Spiegel will nun nach den anderen Metalldrachen suchen. Später kommt Malys, der letzte Oberdrache, zu Skies Hort. Spiegel versteckt sich und Malys überlässt Skie dem Tod. Allerdings stiehlt sie das magiebehaftete Totem (die Schädel der erledigten Gegner) von Skie. Spiegel verlässt den Hort aber nicht allein, sondern mit Raser, dem blauen Drachen des toten Medan. Beide reisen gemeinsam in Menschengestalt weiter.

Gilthas und die Überlebenden der Qualinesti-Elfen wollen zu ihren Verwandten nach Silvanesti. Dafür müssen sie durch die Staubebenen. Eine endlose, leblose, heiße Wüste. Das Volk scheint diese Reise nicht zu schaffen. Sie stoßen aber zum Glück auf Einheimische. Wanderer, der Sohn von Goldmond und Flusswind, hilft dem Volk durch die Wüste. Die Qualinesti erreichen schließlich die Silvanesti und werden von Alhana willkommen geheißen. Doch auch hier gibt es große Probleme. Die schwarzen Ritter haben die Stadt Silvanost erobert und Alhana lügt ihr Volk wegen Silvanoshi an.

Gerard und Odila sind währenddessen bei den Solamniern, Gerard spricht vor dem Rat und wird nun freigesprochen. Er bietet sich als Spion an und kehrt zurück nach Solanthus. Dort schmuggelt er sich ins Gefängnis und wird dann als schwarzer Ritter befreit. Im Gefängnis sieht er Palin und Dalamar bzw. deren seelenlose Hüllen. In Solanthus trifft er auf Odila, die ebenfalls heimlich die Stadt betreten hat. Sie wird Priesterin bei Mina. Als sie herausbekommt, was mit Palim und Dalamar passiert ist, will sie fliehen, kann aber nicht, ihr Glaube hält sie fest. Gerard beschließt bei ihr zu bleiben, auch wenn Galdar ihn auf dem Kieker hat.

Raistlin, der Tolpan und den Gnom während ihrer Zeitreise bemerkt hat, trifft auf den Rat der (ehemaligen) Götter Krynns. Diese beraten, ob und wo sie die Welt Krynn weitersuchen sollen. Raistlin möchte ihnen helfen.

Mina und ihre Armee ziehen nach Sanction, um die Stadt zu erobern. Gerard reist mit und wird als Wache für Palin, Dalamar, Goldmond im Bernsteinsarg und den angekommenen, liebeskranken Silvanoshi abgestellt. Die Stadt wird schnell von den toten Seelen, die Mina folgen, erobert. Tolpan trifft bei seinen Zeitreisen auf Lord Soth, den Verfluchten. Mina will ihn als Führer der Armee der Toten rekrutieren, er lehnt jedoch ab.

Dieser Teil der Reihe ist endlich wieder richtig fesselnd. Die Handlung verschlägt einem teilweise fast den Atem, es werden ständig die Orte und Personen gewechselt und jeder Handlungsstrang ist spannend. Nur die Grundidee, dass Takhisis die ganze Welt entführt hat, wirkt eher absurd.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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