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Flavia de Luce 3 – Halunken, Tod & Teufel (Alan Bradley)

Veröffentlicht 1. November 2018 von erlesenebuecher

Humpler, roter Bulle & Trimethylamin

Apptithäppchen: Eigentlich wollte Flavia nur ein paar vergnügliche Stunden auf dem Jahrmarkt von Bishop’s Lacey verbringen, doch dann steckt sie aus Versehen das Zelt der Wahrsagerin Fenella in Brand. Und kaum hat sich die arme Schaustellerin vom ersten Schreck erholt, wird sie auch noch bezichtigt, vor Jahren ein Baby entführt und so eine Familie zerstört zu haben. Geplagt von Schuldgefühlen, aber auch getrieben von ihrer unstillbaren detektivischen Neugier, setzt Flavia alles daran, Fenella von diesem schlimmen Vorwurf reinzuwaschen. Doch die Zeit drängt, denn irgendjemand scheint wegen des angeblichen Kidnappings blutige Rache an der alten Wahrsagerin nehmen zu wollen…

Verfasser: Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf der Isle of Wight.

[blanvalet (2011)]

Meine Meinung: Wir werden langsam richtig warm und finden immer besser zueinander – die Flavia und ich! Es war wieder richtig gut. Spannend bis zum Ende, voller verschiedener Themenstränge, gespickt mit chemischer Geschichte und Wissen und garniert mit einer bezaubernden Protagonistin.

Ich kann immer wieder sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich am Ball geblieben bin. Der erste Band gefiel mir so gar nicht, der zweite schon viel besser und nun möchte ich mit der Reihe nicht mehr aufhören. Vor allem da ich die Wallander-Bücher bald durch habe, ist es schön wieder eine Krimi-Reihe zu lesen, auch wenn diese natürlich ganz anders als die Wallander-Bücher sind.

Obwohl Flavia in dem kleinen Städtchen Bishop’s Lacey lebt, wimmelt es von Leichen. Dieses Mal gibt es einen Mordversuch, eine Leiche am Brunnen und eine alte vergrabene Leiche. Dieses Ganze ist aber nicht zu schwierig für Flavia, die sich nicht so schnell abschrecken lässt. Sie muss sich über die Sekte der Humpler informieren, kommt immer wieder identischen Antiquitäten zu nahe und findet ein Gemälde, welches aus der Vergangenheit stammt. Der Fall ist interessant und spannend, war aber teilweise nicht so ganz meins.

Zusätzlich gibt es noch einige Familienzwistigkeiten. Ihre Schwestern tyrannisieren sie, wobei sich Flavia auch nicht zurückhält, ihr Vater hat weiter andere Schwierigkeiten und nun hat sie auch noch eine Freundin gefunden, die zwar versucht sie anzugreifen und immer wieder verschwindet, ihr aber auch hilft und mit der sie sich zumindest etwas austauschen kann.

So ein besonderes Mädchen ist Flavia, vor allem ihr Chemiewissen fasziniert mich und rundet die ganze Geschichte immer wieder ab.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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