Talisman

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In einer kleinen Stadt (Stephen King)

Veröffentlicht 21. Dezember 2018 von erlesenebuecher

Fingerschattenspiele, Kasino-Nacht & Talisman

Appetithäppchen: Leland Gaunt, ein mysteriöser Fremder, eröffnet in Castle Rock einen Laden mit dem Namen „Needful Things“, in dem jeder das bekommen kann, wovon er schon lange träumt. Doch alles hat seinen Preis – und Gaunt bestimmt ihn, denn er kennt die verborgenen Sehnsüchte und Schwächen jedes Einzelnen. Der Albtraum beginnt…

Verfasser: Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, „Carrie“, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

[Wilhelm Heyne Verlag (1993)]

Meine Meinung: Ich habe schon so viele Stephen King-Bücher gelesen und muss sagen, dass ich mich mit den letzten von mir gelesenen umfangreichen Büchern von ihm etwas schwer getan habe. Grundsätzlich liebe ich seine Geschichten, vor allem die alten, wie z.B. Menschenjagd, Friedhof der Kuscheltiere oder allen voran Todesmarsch. Außerdem bewundere ich ihn sehr, was er schreibtechnisch einfach leistet, ist enorm. Und auch hier wurde wieder deutlich, dass King ein Meister ist, wie er die Charaktere heraus arbeitet – großartig! Selbst die kleinen Nebenrollen sind genaustens beschrieben. Allerdings ist es eben auch eine Fülle von Personen und mir fällt es immer etwas schwer, alle auf dem Schirm zu behalten.

Bei diesem Buch hat mich schon lange der Klappentext völlig angezogen. Es hört sich nach einer simplen Story an, von der man aber ja schon weiß, dass sie à la King nicht so simpel ist, wie man denkt. Leland Gaunt ist ein wunderbarer böser Protagonist und Alan Pangborn als Gegenspieler, der diese kleinen Zaubertricks beherrscht, grandios. Das hat sehr viel Spaß gemacht und teilweise war es auch etwas gruselig. Aber am meisten faszinierte natürlich, was die einzelnen Personen sich in dem Laden gekauft haben. Und der Leser erwischt sich selbst dabei, dass er überlegt, was würde Gaunt wohl einem selbst andrehen.

Insgesamt war mir die Geschichte etwas zu lange und zu viele Personen involviert. Andererseits waren natürlich gerade die Charakterbeschreibungen am diffizilsten und anregendsten. Der ganze Plot konnte ebenfalls auf Anhieb überzeugen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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