Reckless 3 – Das goldene Garn (Cornelia Funke)

Veröffentlicht 17. Juni 2017 von erlesenebuecher

Weberin, Welpe & Erlelf

Appetithäppchen: Baba Jagas, Kosaken, Spione und ein Zar, der zu Audienzen in Begleitung eines Bären kommt. Diesmal führt die Reise hinter dem Spiegel Fuchs und Jacob weit nach Osten. Auch Will kehrt zurück in die Welt, die ihm eine Haut aus Jade gab – auf der Spur der Dunklen Fee. Aber den Zweck der Reise bestimmt ein anderer: Der Erlelf hat den Handel nicht vergessen, den Jacob im Labyrinth des Blaubarts mit ihm geschlossen hat, und er lehrt Jacob und Fuchs mehr über seinesgleichen, als sie je erfahren wollten…

Verfasserin: Cornelia Funke ist die international erfolgreichste und bekannteste deutsche Kinderbuchautorin. Heute lebt sie in Los Angeles, Kalifornien, doch ihre Karriere als Autorin und Illustratorin begann in Hamburg. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium arbeitete sie als freischaffende Kinderbuchillustratorin. Da ihr die Geschichten, die sie bebilderte, nicht immer gefielen, fing sie selbst an zu schreiben. Zu ihren großen Erfolgen zählen ‘Drachenreiter’, die Reihe ‘Die Wilden Hühner’ und ‘Herr der Diebe’, mit dem sich Cornelia Funke international durchsetzte. Ihre ‘Tintenwelt’-Trilogie begeisterte Millionen und stand weltweit auf den Bestsellerlisten.

[Dressler Verlag (2015)]

Meine Meinung: Anscheinend fand ich die ersten beiden Reckless-Bände ganz gut, wenn ich meinen Rezensionen trauen darf. Das Problem ist nämlich, dass ich mich wirklich kaum noch erinnere. Vor diesem dritten Teil habe ich extra viele Rezensionen und Zusammenfassungen über die ersten beiden gelesen, aber auch da kamen die Erinnerungen nur teilweise wieder. Das war schade, da ich Schwierigkeiten hatte in diesen Band reinzukommen. Allerdings ist das etwas, was ich bei Cornelia Funke-Bücher öfter habe.

Funke hat so tolle Ideen und kreative Vorstellungen, aber die Umsetzung ist anscheinend irgendwie nicht meins. Nur bei ihrer Wilden Hühner-Reihe ist das anders. Aber bei der Tintenwelt-Trilogie und bei „Herr der Diebe“ hatte ich das auch schon. Ich lese eine Seite und weiß manchmal gar nicht, worum es geht, so dass ich sie nochmal lesen muss und auch nicht viel schlauer bin. Ich lese natürlich, dass die Welt hinter dem Spiegel wundersam und erstaunlich ist – wie gesagt an Kreativität mangelt es der Autorin nicht – nur werde ich nicht mit hineingezogen wie bei so vielen anderen Büchern.

Nun hoffte ich, dass ich mit diesem Band die Reihe beenden würde, aber – oh wunder – wie so oft, geht es doch noch weiter. Das Ende ist offen. Jacob und Fuchs wollten Will, der die dunkle Fee sucht, einholen. Beide kämpfen gegen ihre Liebe zueinander, da der Preis zu hoch ist. Außerdem ist da der Spieler mit seinen silbernen Begleitern, die ihr ganz eigenes Spiel spielen. Ich würde gerne eine ausführlichere Inhaltsangabe wiedergeben, falls ich den vierten Band doch noch lesen möchte, aber selbst das fällt mir schwer. Jedoch versuche ich es mal:

VORSICHT SPOILER! Das Buch endet jedenfalls damit, dass Jacobs Vater, der getarnt als Ingenieur unterwegs ist, mit dem fliegenden Teppich, welcher der Zar Jacob für einen Auftrag ausgeliehen hat, geflohen ist. Will hat die dunkle Fee umgebracht, seine Jade-Haut kehrt immer wieder zurück, wenn er wütend wird oder in Gefahr gerät. Er ist nun mit dem Goyl Bastard und der silbernen Frau Sechzehn, welche Probleme hat, da sie immer wieder baumähnlich wird, unterwegs. Wohin habe ich schon wieder vergessen. Fuchs und Jacob haben sich nun wohl für ihre Liebe entschieden, obwohl sie ja ihr erstgeborenes Kind (wem nochmal?) geben müssen. Kami’en, der König der Goyl, ist eigentlich auf der Suche nach seinem Sohn. Er hat die dunkle Fee verlassen, diese hat sich das goldene Garn (die Liebe zu ihm) von der Weberin entfernen lassen, nun aber ihren Tod gespürt und die Suche unterbrochen. Irgendeine andere Fee (die Weberin?) ist nun geschwächt, da die dunkle Fee tot ist. Aber irgendwie ist noch eine Motte übrig, die Jacob und Fuchs folgte. Vielleicht wird das noch wichtig? Chanute, der einarmige Wirt, der aber nun einen tollen neuen Arm hat, und Sylvain, der von der der anderen Seite des Spiegel mitkam (warum nur?) sind gemeinsam irgendwohin unterwegs. Ach so, und Will ist ja eigentlich da, um die dunkle Fee zu töten, da seine Freundin in einen tiefen Schlaf gefallen ist und er so hoffte, sie zu erwecken. Aber zu Sechzehn fühlt er sich auch hingezogen und sie zu ihm. Tja, ihr merkt, an sich muss ich wohl alle drei Teile nochmal lesen, bevor ich den vierten lese. Wer weiß, wann der auch erscheint. Aber ob ich das machen möchte…

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

[Monatsrückblick] Mai 2017

Veröffentlicht 12. Juni 2017 von erlesenebuecher

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Dieser Monat war lesetechnisch durchwachsen, aber es gab eindeutig ein Highlight.

City of Heavenly Fire Cassandra Clare 889 Seiten 3,5 Punkte
Lotto macht, was sie will! Annika Reich 87 Seiten 3,5 Punkte
Die Kinder der Drachenlanze 3 – Krieg der Seelen Margaret Weis/ Tracy Hickman 310 Seiten 3,5 Punkte
Ist das ein Mensch? Primo Levi 169 Seiten 5 Punkte

Das sind 1455 Seiten.

Ein Buch musste ich mir jetzt schon in Hinblick auf Weihnachten kaufen:

  1. Weihnachten 1945 – Ein Buch der Erinnerungen (Claus Hinrich Casdorff [Hrsg.])

[Neuanschaffungen] Woche #22

Veröffentlicht 29. Mai 2017 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Jetzt schon an Weihnachten denken:

Weihnachten 1945 – Ein Buch der Erinnerungen (Claus Hinrich Casdorff [Hrsg.])

Weihnachten 1945 – Deutschland lag in Schutt und Asche. Viele Familien waren noch auseinandergerissen, Millionen von Frauen und Müttern warteten in banger Sorge auf die Heimkehr ihrer Männer aus der Kriegsgefangenschaft. Die Versorgung mit Lebensmitteln war katastrophal. Doe Wohnungen konnten kaum geheizt werden, durch Ritzen und Spalten pfiff der Wind. Aber trotz allem war das Weihnachtsfest 1945 zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Fest des Friedens, ein Fest der Hoffnung. Welche Sorgen und Nöte, Hoffnungen und Erwartungen sie ganz persönlich in den Weihnachtsfeirtagen begleitet haben, schildern Kirchenführer, Politiker, Verleger, Künstler, Publizisten und Schriftsteller in diesem Buch. [Deutscher Taschenbuch Verlag (2003)]

Ist das ein Mensch? (Primo Levi)

Veröffentlicht 29. Mai 2017 von erlesenebuecher

Suppe, KB & der Gesang des Odysseus

Appetithäppchen: „Keiner von den Wachen, kein Italiener und kein Deutscher, traute sich mitanzusehen, was Menschen tun, die wissen, dass sie sterben müssen. Jeder nahm auf seine Weise Abschied vom Leben. Einige beteten, andere betranken sich, wieder andere berauschten sich an letzter, abscheulicher Leidenschaft…“ Ein Jahr Hölle in Auschwitz. Primo Levi schildert mit atemberaubender Sachlichkeit und Menschlichkeit, was ihm und anderen angetan wurde

Verfasser: Primo Levi, am 31. Juli 1919 in Turin geboren, studierte Chemie. 1944 wurde er als Jude und Mitglied der Resistenza verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und kehrte in einer endlosen Odyssee nach Italien zurück, wo er bis 1977 in der chemischen Industrie arbeitete. Danach freier Schriftsteller. Er starb durch Selbstmord am 11. April 1987 in Turin.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (1992)]

Meine Meinung: Viele Bücher habe ich schon über die Konzentrationslager während des 2. Weltkriegs gelesen. Jedes Buch ist anders, aber der Schrecken, die Fassungslosigkeit, der Schmerz, der Abscheu, aber auch die Faszination und Hilflosigkeit sind oft gleich. Es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, aber noch viel wichtiger ist, dass sie gelesen werden, heute und zu jeder Zeit. Die Zeitzeugen werden weniger, sind bald gar nicht mehr da. Aber wir haben Zeugnisse über dieses schwarze Kapitel der Menschheit, z.B. in Form von diesem Buch.

Primo Levi, ein italienischer Jude, verbrachte ein Jahr im Konzentrationslager Auschwitz und berichtet eindringlich von dieser Zeit. Besonders ist, dass er diese Erlebnisse relativ schnell nach dem Ende des Krieges aufgeschrieben hat, einiges sogar schon während der Zeit in Auschwitz. Umso detaillierter, nachvollziehbar und schrecklicher ist der Bericht.

Man wird als Leser hineingezogen in ein Leben, welches den Verstand übersteigt. Die Erlebnisse lassen einen nicht unberührt, aber sie sind so weit weg vom eigenen Leben. Wann habe ich jemals wirklichen Hunger oder echte Mühsal erlebt? Nie. Das sind Situationen, die Levi aber so beschreibt, dass man eventuell ein kleines bisschen versteht…

Levi schreibt aber auch von Menschlichkeit, die es bei einigen Häftlingen immer noch gab, von Freundschaften und Lehrstunden, vom Vergessen, Verdrängen, aber auch vom Überlebenskampf durch Handel, Einfallsreichtum und Talent.

Eine Kollegin hat mir zwei Bücher empfohlen, dieses und Roman eines Schicksallosen. Nun habe ich beide gelesen und kann sagen, diese Bücher verändern einen, da sie einen nicht unberührt zurücklassen….

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Die Kinder der Drachenlanze 3 – Krieg der Seelen (Margaret Weis/ Tracy Hickman)

Veröffentlicht 23. Mai 2017 von erlesenebuecher

Scheiterhaufen , Schornstein & blauer Drache

Appetithäppchen: 40 Jahre nach dem Ende des Chaoskriegs haben mächtige Drachen Krynn unter ihre Gewalt gebracht. Die Dunkelritter kontrollieren den gesamten Kontinent Ansalon, und die Bewohner sind tributpflichtig. Nur die Elfenreiche Silvanesti und Qualinesti leisten verzweifelten Widerstand. Gleichzeitig attackiert das grüne Drachenweibchen Beryl die Zitadelle des Lichts. Gilthas, ein Halbelf, organisiert den Widerstand, doch ein Sieg über den mächtigen Drachen und seine Truppen scheint so gut wie ausgeschlossen…

Verfasser: Margaret Weis (* 16. März 1948 in Independence, Missouri) ist eine US-amerikanische Autorin von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur und zusammen mit Tracy Hickman Erschafferin mehrerer Zyklen wie „Drachenlanze“ und „Die Rose der Propheten“. Tracy Raye Hickman (* 26. November 1955 in Salt Lake City, Utah) ist ein amerikanischer Fantasy-Autor. Er schrieb und schreibt zusammen u.a. mit seiner Kollegin Margaret Weis an mehreren Fantasy-Zyklen, darunter „Drachenlanze“ und „Die Vergessenen Reiche“. Außerdem ist er (Co-)Autor diverser Fantasy-Rollenspiel-Publikationen.

[Blanvalet (2002)]

Meine Meinung: Wie bei den letzten beiden Bänden werde ich etwas intensiver auf den Inhalt eingehen, damit ich beim Weiterlesen der Reihe nichts vergesse. Folglich besteht Spoilergefahr.

In Silvanesti ist der Schild gefallen. Mina und die schwarzen Ritter haben die Elfenstadt ohne Gewalt erobert. Die meisten Elfen himmeln Mina an, allen voran der Elfenkönig Silvan. Er ist vor Liebe zu ihr völlig blind bzw. eher wahnsinnig. Sie reagiert aber nicht, so wie von ihm erhofft. Der Anführer der schwarzen Ritter Targonne schmiedet währenddessen einen Plan, wie er Mina loswerden kann. Dazu benutzt er Silvan, der seiner Angebeteten unwissend einen vergifteten Ring schenkt. Mina stirbt. Jedoch kommt raus, dass sie das geplant hat und bei ihrer Beerdigung mit großem Tamtam aufersteht. Der angereiste Targonne muss allerdings sein Leben lassen.

In Qualinesti versuchen Gilthas und Laurana ihr Volk zu evakuieren, bevor die schwarzen Ritter mit dem Drachen Beryl alles zerstören. Marschall Medan, der hiesige Anführer der schwarzen Ritter, hilft tatkräftig, aber heimlich, da er in Laurana verliebt ist. Er schickt Gerard, den Solamnier, mit seinem Drachen fort um bei den Solmaniern Verstärkung zu holen. Allerdings wird Gerard von einer solamnischen Ritterin gefangen genommen, da sie glaubt einen schwarzen Ritter vor sich zu haben. Wie kann Gerard das Gegenteil beweisen?

Tolpan und Palin währenddessen sind bei dem Angriff auf die Zitadelle ins magische Labyrinth geflohen und wurden von Dalamar, dem verschollenen Zauberer gerettet und an einen entfernten Ort gebracht. Dieser stellt sich als der Turm der Erzmagier heraus und gleicht einem Gefängnis, da sie von Toten, die auf Magie aus sind, belagert werden. Diese toten Geister haben auch Goldmond fast in den Wahnsinn getrieben, so dass sie auf dem Schiff des Gnoms Conundrum geflohen ist. Jedoch ist fragwürdig, wie lange das Boot noch seetüchtig bleibt.

Es passieren viele interessante, spannende Dinge und die Sprünge zu den verschiedenen Handlungsorten, -strängen und Protagonisten lässt kaum Langeweile aufkommen. Aber trotz dessen gibt es einige Längen in diesem Band.Klar ist das Buch unterhaltsam und gut geschrieben, aber die ganze Story soll sich ja über sechs Bände ziehen und mir kommt gerade dieser 3. Teil als eine Art Lückenfüller vor, um das Ganze künstlich zu strecken.

Etwas bitter stößt mir auch leider die Geschichte (vielleicht der Hauptstrang rund um Mina) mit dem einzigen Gott auf. Diese ganze gewollt philosophische Ader und die Parallelen zum Juden- und Christentum wegen des Monotheismus gefallen mir nicht, da Minas Gott nicht gut ist. Jedoch muss ich zugeben, dass es mich etwas auf die Folter spannt, wie das Ganze ausgeht.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

Lotto macht, was sie will! (Annika Reich)

Veröffentlicht 6. Mai 2017 von erlesenebuecher

Sultanine, Eulenspardose & Minihirsch

Appetithäppchen: Lotto muss sich eine Menge einfallen lassen, damit ihr Tag ein Abenteuer wird: Gleich morgens fliegt sie mit ihrem Borstenkatapult türkis-weiße Zahnpastakurven übers Waschbecken. So macht Zähneputzen Spaß! Danach kippt sie Milch in die Badewanne und badet wie Kleopatra in einem blubbernden Vulkansee. Und den Müll bringt sie nur runter, weil in der Tonne ein geheimnisvoller Minikirsch lebt. Aber das verrät sie natürlich niemandem. Erwachsene verstehen so was nicht. Auch nicht, dass sie Langweile und Brokkoli nicht mag. Dafür liebt Lotto Raketen, ihre Oma und freche Ideen. Und davon hat sie jede Menge!

Verfasserin: Annika Reich, 1973 in München geboren, lebt mit ihren Kindern in Berlin. Sie arbeitet als Gastdozentin an der Kunstakademie Düsseldorf, schreibt für die ZEIT-Online-Kolumne „10 nach 8“ und ist Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses „Wir machen das“. Bei Hanser erschienen die Romane „Durch den Wind“ (2010), „34 Meter über dem Meer“ (2012) und „Die Nächte auf ihrer Seite“ (2015). Die Geschichten um Lotto sind ihr Kinderbuchdebüt.

[Carl Hanser Verlag (2016)]

Meine Meinung: Lotto heißt eigentlich Charlotte, aber keiner nennt sie so. Lotto passt viel besser zu ihr, findet das außergewöhnlich fantasievolle Mädchen. Ich habe das Buch meinem sechsjährigen Sohn vorgelesen und wir haben so Lotto einen ganzen Tag begleitet. Sie berichtet vom Aufstehen, Zähne putzen, frühstücken, Müll runterbringen, mit der Tante telefonieren, fenrsehen usw.

Aber vor allem berichtet sie, dass sie mit vielen Dingen unzufrieden ist, die die Erwachsenen von ihr wollen. Sie ist fast die ganze Zeit schlecht gelaunt und schimpft über das Leben. Das hat mich gestört. Natürlich ist das Ganze lustig gemeint, aber manchmal war es so übertrieben, dass man Sohn teilweise etwas ratlos aus der Wäsche geguckt hat und meinte, dass er das alles nicht so schlimm wie Lotto findet.

Man muss dem Buch aber zugute halten, dass es sehr kurzweilig, interessant und abwechslungsreich ist. Das hat uns gefallen. Einen halben Punkt extra gibt es für die süßen, lustigen Bilder von Regina Kehn. Und die Geschichte mit der Eulenspardose war schon ziemlich gut…

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

City of Heavenly Fire (Cassandra Clare)

Veröffentlicht 6. Mai 2017 von erlesenebuecher

Parabatai, Dämonendimension & Morgenstern

Appetithäppchen: Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe: Entweder sie kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger…

Verfasserin: Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

[Arena (2015)]

Meine Meinung: Es ist geschafft! Ich habe die „Chroniken der Unterwelt“ beendet. Wieder einmal eine Trilogie, die plötzlich doch verlängert wurde und eine Hexalogie wurde. Das tat der Reihe in meinen Augen nicht besonders gut, da sie zu Beginn nicht so konzipiert war. Allerdings fand ich die Storyline der ersten Bände ja so krude, dass es am Ende in der Hinsicht auf jeden Fall besser wurde.

Dieser Band hat auch noch mal im Gegensatz zum letzten Teil zugelegt. Die Geschichte war klar, sie ließ sich gut lesen und die Protagonisten waren ok. Aber eben auch nicht mehr. Einige Handlungsstränge wurden ausgedünnt oder endeten, da die Autorin wohl selbst merkte, dass es nicht funkte. Es wurde wieder auf den Kampf zwischen Gut und Böse gesetzt und Jace, Clary, Alec, Isabelle und Simon wurden wieder in den Fokus gerückt mit ihrem Kampf gegen Sebastian und die Dämonen.

Das war ganz gut, ABER warum denn bloß über knapp 900 Seiten? Es zog und zog sich. Das hätte man mal etwas rasanter, dadurch spannender und eben besser machen können. Also ich nicht! Ich kann nur kluge Tipps geben, könnte es aber natürlich nicht besser. Allerdings wurde die Reihe ziemlich gehypt. Da weiß ich nicht ganz warum. Klar, eindeutig ist Jace toll und die Welt rund um Schattenjäger und Schattenweltlern mit den ganzen Runen und den Kram ist auch faszinierend, aber ansonsten ? In einem Jahr habe ich doch fast alles wieder vergessen. Und (Achtung Spoiler) diese ganze Bruder-Schwester-Geschichte hat mich soo soo dermaßen genervt. Das ist so seltsam und abstrus gewesen. Auch die ganzen fragwürdigen Geschichten, wie z.B. mit Jordan und Maia, fand ich nicht gut, aber da Jordan nun schnell starb, hat es Frau Clare wohl auch nicht weiter verfolgen wollen. Warum taucht nun plötzlich Emma, Jules und seine Geschwister auf? Die fand ich zwar sehr interessant, aber die hätten schon viel früher dabei sein müssen, so war es auch ein Handlungsstrang der Sand verlief. Naja, außer Frau Clare will noch mehr Bände schreiben. Aber dann bin ich raus.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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