[Neuanschaffungen] Woche #46

Veröffentlicht 13. November 2017 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Ein Muss!

Die letzten Giganten: Guns N‘ Roses (Mick Wall)

Guns N‘ Roses waren von Anfang an, was jede große Rockband sein wollte, aber kaum eine jemals war: wild und gefährlich. In einer Zeit, in der die grinsenden MTV-Lieblinge und Anti-Drogen-Rocker von Bon Jovi als größte Band der Welt galten, wirkten sie wie frisch aus der goldenen Ära des Rock in unsere biedere Gegenwart katapultiert. Schon als die Bandmitglieder noch gemeinsam im berüchtigten Hell House in Los Angeles lebten, wo sie ihrem Motto „Live like a suicide“ alle Ehre machten, gehörte der Autor dieses Buchs zum engeren Zirkel – bis ihn Frontmann Axl Rose öffentlich an den Pranger stellte. Doch Mick Wall geht es nicht darum, alte Rechnungen zu begleichen: Diese Biografie ist die aufrichtige Würdigung einer Band, deren Mitglieder vielleicht die letzten Überlebenden einer ausgestorbenen Spezies sind: überlebensgroße Rockstars, die sich immer schon einen Dreck um Konventionen und Kompromisse scherten. Die letzten Giganten. [Overamstel Verlag (2017)]

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[Kinderbuch] Max und die Lampe (Barbro Lindgren-Enskog/ Eva Eriksson)

Veröffentlicht 13. November 2017 von erlesenebuecher

Guck mal, Max

[Verlag Friedrich Oetinger (1983)]

Max mag die Lampe über dem Tisch. Max will die Lampe haben. Max klettert auf den Tisch. Max fällt runter. Max weint. Das kommt Mama. Mama hat ein großes Pflaster. Jetzt ist alles wieder gut…

Geschichte: Mein kleiner Sohn liebt die Max-Bücher. Wir haben alle, da auch schon mein ältester Sohn die so gern mochte. Ich weiß, viele kritisieren die Bücher, da Max auch öfter mal haut und nicht so schöne Dinge macht. Aber die Handlungen sind nun einmal aus der Alltagswelt der kleinen Kinder und beim Vorlesen ergänze ich den Text immer wieder mit „Nein, Max, nicht hauen!“ oder „Immer abwechseln, Max!“. Das findet mein Sohn gut, da er ja auch weiß, dass er das nicht machen soll.

Die Geschichte mit der Lampe mag er am liebsten. Die komplette Geschichte wird oben im Klappentext schon erzählt, also Spoileralarm. Max klettert von der Fußbank auf den Stuhl und dann auf den Tisch. Auch da ergänze ich mit Ausrufen, wie „Oh, oh“ oder „Nein, vorsicht!“.

Gerade für die Kleinsten, mein Sohn ist zwei Jahre alt, finde ich die Max-Bücher super, weil ich merke, wie faszinierend diese Büchlein für die Kinder sind.

Bilder: Die Bilder sind niedlich und reduziert. Nur das Wichtigste ist zu sehen und in den Bücher taucht allgemein nicht viel Neues auf, fast immer der Hund (Wau-Wau) und der Teddy, ansonsten ab und an die Mieze-Katze, das Auto und der Keks.

Mein Sohn mag Max wahrscheinlich auch so gern, da er ihm etwas ähnlich sieht. Max ist auch immer gut zu erkennen, da er eigentlich ständig dieselben Klamotten anhat, außer in der Wanne oder als er die Windel auszieht in anderen Büchern.

Highlight: Frage an meinen Sohn: Was gefällt dir an dem Buch am besten? Antwort: Alles gut, alle tanzen! [Am Ende des Buches]

Fortpflanzung folgt (Jan Jepsen)

Veröffentlicht 13. November 2017 von erlesenebuecher

Pinguine, Prachtossi & Nickel

Appetithäppchen: Unterwegs in die Antarktis lernt Jerk Hansen die unwiderstehliche Lisanne, Biologin und Pinguin-Forscherin aus Down Under, kennen. Und das sehr viel inniger, als ihm lieb sein sollte. Denn zeitgleich erreicht ihn ein unzweideutiges Ultraschallbild aus heimischen Gewässern. Hansen ist „papalysiert“ – erschwerte Bedingungen für seine antarktische Affäre. Kann man das noch unter Jungegesellenabend verbuchen? Irgendwo in den internationalen Gewässern einer polaren Parallelwelt? Oder betrügt man damit gleich zwei Frauen? Den ersten Teil der Antwort erhält er bereits von Lisanne selbst, als den Ultraschall entdeckt und ihm rigorose Entscheidungshilfe leistet…

Verfasser: Jan Jepsen, laut seiner Mutter in der Nacht der großen Sturmflut gezeugt, kam pünktlich zum Nikolaustag 1962 in Hamburg/Övelgönne zur Welt. Studienanfänge an der FU Berlin kollidierten mit unbändiger Wanderlust und der Erkenntnis, das nicht jeder Schreiben im Sitzen lernt. Unterwegs begann er zu fabulieren und fotografieren. Er bereist seit Jahren für verschiedene Magazine die Welt. Einer der größten weißen Flecken war für ihn die Antarktis. Mit einem russischen Eisbrecher war er auch auf den Spuren der Antarktispioniere unterwegs – seine ganz persönliche Eiszeit. »Fortpflanzung folgt. Eine antarktische Äffäre« ist sein dritter Roman. Jan Jepsen lebt in Berlin.

[Berlin Verlag (2014)]

Meine Meinung: Ich rätselte und rätselte während des Lesens, wie dieses Buch zu mir gekommen ist. Ich habe beim Vorstellen des Buches geschrieben, dass es mir empfohlen wurde, aber von wem nur und vor allem warum nur. Die Thematik fand ich eher mau und die Umsetzung etwas anstrengend lustig. Das einzige, was wirklich interessant war, war, dass die Reise in die Antarktis ging.

Tja, worum geht es? Eigentlich um Männer und Frauen und mal wieder darum, dass sie wohl irgendwie nicht zusammen passen und so verschieden sind. Allerdings kommen die Männer, hier vor allem der Protagonist Hansen, nicht gut weg. Ich weiß ja nicht, ob Männer, wenn sie das Buch lesen, ihn total cool und lustig finden und gerne mit ihm abklatschen würden. Immerhin reißt er auf der Reise in die Antarktis die heiße, verheiratete Biologin auf, während seine schwangere Freundin Zuhause sitzt…

Zum Glück ist das Buch von einem Mann geschrieben, so können die Herren nicht sagen, dass frau wieder mal nur das Klischee über den bindungsängstlichen Mann schreibt, sondern man (oder eben eher frau) kann sagen, tja, schade und irgendwie traurig. Also ich konnte keine richtigen Sympathien für Hansen aufbauen. Klar, es ist überspitzt und vielleicht nur ehrlich, aber leider auch einfach nur egoistisch, platt und null empathisch.

Es gibt zwischendurch ein paar lustige, amüsante Sequenzen mit markigen Sprüchen. Aber der Autor versucht wirklich in fast jedem Satz ein Feuerwerk der lustigen, eloquenten Wortfetzen abzufeuern, so dass ich es – vor allem zu Beginn, als man sich noch nicht dran gewöhnt hatte – eher als anstrengend empfunden habe.

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Eine Frage der Zeit (Alex Capus)

Veröffentlicht 10. November 2017 von erlesenebuecher

Nieten, Hirsebier & Paradieren

Appetithäppchen: Drei Männer transportieren für Kaiser Wilhelm ein Dampfschiff in Einzelteilen nach Afrika, um es am Tanganikasee zusammenzubauen. Zu Beginn der Odyssee sind die drei Werftarbeiter fasziniert vom kolonialen Charme Deutsch-Ostafrikas, aber dann bricht der Erste Weltkrieg aus. Plötzlich werden Nachbarn zu Feinden und Gegner zu Freunden. In einer aus den Fugen geratenen Welt muss jeder auf seine Art versuchen, mit heiler Haut davonzukommen.

Verfasser: Alex Capus, geboren 1961 in Frankreich, studierte Geschichte und Philosophie in Basel und lebt heute als Journalist und Autor in Ölten. Bisher veröffentlichte er zehn Bücher, die alle von der Kritik hoch gelobt wurden.

[RM Buch und Medien Vertrieb (2011)/ btb (2009)]

Meine Meinung: Es ist schon seltsam. Ich hätte mir das Buch wohl nie von selbst gekauft oder wäre auf die Idee gekommen, es zu lesen, da der Klappentext sich zwar schon interessant anhört, mich aber nie richtig angesprochen hätte. Nun habe ich das Buch aber von meinem Vater geschenkt bekommen, der meinte, ich solle es mal lesen. Also verstaubte es erst einmal auf meinem SuB und wurde jetzt durch meine SuB-Leichen Challenge herausgekramt. Nun habe ich es gelesen und denke, dass ich wohl mal öfter auf meinen Vater hören sollte. Allerdings ist mein SuB ja immer noch sooo hoch.

Das Buch spielt zur Zeit des Ersten Weltkrieges vor allem in Afrika, aber auch in London. Es geht um drei deutsche Schiffsbauer, die ein Schiff in Kleinteilen nach Afrika begleiten und dort wieder zusammen setzen. Währenddessen erfährt man einiges über die damalige Zeit und die Kolonialisierung. Ihr Gegenspieler ist auf englischer Seite der exzentrische Commander Spicer Simson, welcher auf seinen Einsatz für den Krieg wartet. Dieser bringt in einer Mammutaufgabe zwei Dampfer nach Afrika und kämpft auf dem Tanganikasee gegen die deutsche Marine.

Es ist eine Geschichte voller genialer, absurder, einzigartiger Charaktere, die den Wahnsinn des Krieges – vor allem an diesen meilenweit entfernten Ort ist der Krieg umso abstruser – miterleben. Die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet und voller seltsamer, liebenswerter und bildlich vorstellbarer Eigenarten.

Sehr interessant war, dass die Geschichte einen historisch wahren Hintergrund hat, und man auf YouTube einige Dokumentationen dazu finden, die ich mir nebenbei angesehen habe. Das hat das ganze noch phänomenaler gemacht.

Etwas ernüchternd fand ich das Ende, vor allem da einige Gegebenheiten und Entstehung von Freundschaften plötzlich gar nicht mehr nachvollziehbar dargestellt wurden und ich es dann sehr abrupt fand.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

[Neuanschaffungen] Woche #45

Veröffentlicht 10. November 2017 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Gesehen, gekauft und schon begonnen zu lesen:

Traumprinz (David Safier)

Nellie hat Liebeskummer. Als ihr eine alte tibetische Lederkladde in die Hände fällt, zeichnet sie ihren Traumprinzen: stark, edel und dreitagebärtig. Am nächsten Morgen hat der Prinz das Zeichenblatt verlassen und steht leibhaftig vor ihr. Mit Schwert und Kettenhemd. Gemeinsam machen sich beide auf die Suche nach dem Geheimnis der magischen Kladde. Denn alles, was man in sie hineinzeichnet, erwacht zum Leben, und böse Kräfte wollen mit dieser Magie die Welt zerstören. Das ungleiche Paar muss sich vielen Abenteuern stellen. Ihr größtes jedoch ist das der Liebe. [Rowohlt (2017)]

[Monatsrückblick] Oktober 2017

Veröffentlicht 5. November 2017 von erlesenebuecher

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Es ging weiter mit dem alljährlichen Besuch in Caldwell/ New York. Das war genial! Dann ging es nach Portland zu großen Ausschreitungen. Das war spannend! Im Mattiswald wurde der Zauber Schwedens deutlich. Das war abenteuerlich! Und letztendlich war ich auf Besuch im Finsterwald und habe mit Primus und Plim den Bergteufel besiegt. Das war etwas seltsam! Insgesamt ein famoser Monat.

Black Dagger 28 – Ewig geliebt J. R. Ward 345 Seiten 5 Punkte
Requiem Lauren Oliver 400 Seiten 3,5 Punkte
Ronja Räubertochter Astrid Lindgren 239 Seiten 5 Punkte
Das Unkrautland 2 – Das Geheimnis der Schwarzen Hütte Stefan Seitz 303 Seiten 3 Punkte

Das sind 1287 Seiten.

Ich habe diesen Monat das erste Mal in meinem Leben Bücher aussortiert. Es sind insgesamt 108 weggekommen. Merkt man leider gar nicht, weder im Bücherregal noch auf dem SuB. Für den sind auch zwei wieder dazu gekommen:

  1. Shades of Grey 3 – Befreite Lust (El James)
  2. Für immer in deinem Herzen (Viola Shipman)

Das Unkrautland 2 – Das Geheimnis der Schwarzen Hütte (Stefan Seitz)

Veröffentlicht 1. November 2017 von erlesenebuecher

Rostgrütze, Zaubernuss & Postrohr

Appetithäppchen: Was hat es mit dem seltsamen Märchen auf sich, das die Leute im Land ihren Kindern erzählen? Was verbergen die Westlichen Sümpfe? Und welche Bedeutung hat jener eigenartige Traum, der Primus nun schon seit zwei Jahrhunderten nicht mehr loslässt? Mit Mut und Magie machen sich Primus und Plim erneut auf den Weg, das große Geheimnis zu ergründen. Die Saga geht weiter…

Verfasser: Stefan Seitz, geb. 1972 in München, studierte Innenarchitektur und ist Experte für 3-D-Animation sowie Computervisualisierung. Mit seiner Vorliebe für Geheimnisse und rätselhafte Geschichten hat er eine fantasievolle Spukwelt erschaffen, die nicht zuletzt durch ihre eindrucksvollen Grafiken begeistert: das Unkrautland. Die Ideen dazu entsprangen vor allem Mythen und Legenden – so wartet auch „Das Unkrautland“ mit einem großen Mysterium auf, das es zu lösen gilt.

[Cleon Verlag (2009)]

Meine Meinung: Das Unkrautland ist wirklich toll. Ich liebe den Finterwald und vor allem die Bewohner, wie Primus, Miss Plim, die Vogelscheuche Chuck, der Kürbis Snigg und das Hühnergerippe Bucklewhee. Gerade Bucklewhee, der in diesem Teil eine wichtige Rolle spielt, ist klasse. Die ganze Sache mit dem Postrohr – einfach herrlich! Man kann sich Das Land, die Figuren und die Gebrauchsgegenstände so schön bildlich vorstellen. Wie ich schon beim ersten Teil schrieb, als ob man in einem Tim Burton-Film ist. Fulminant!

Was ich an diesem Band aber nicht mochte, war der Bergteufel und die ganze Geschichte rund um das gesuchte, kleine Buch und den Narren. Das passte für mich einfach nicht und zerstörte ein wenig die Stimmung des mysteriösen, düsteren, schaurigschönen Unkrautlands. Der Narr ging noch am ehesten, aber nicht der große Ziegenbock als Bergteufel…

Außerdem störte mich etwas, dass zu wenig Finsterwald und Vogelscheuche und Kürbis dabei waren. Insgesamt war es ja nur eine einzige Reise, die Primus und Plim machen, und darum ging es die ganze Zeit, das zog sich in meinen Augen. Da hätte ich mir von diesem faden Abenteuer einige Pausen mit deren Alltag und normalen Absurditäten gewünscht.

Leider ist auch doch nicht so viel in Erinnerung geblieben vom ersten Band, wie ich dachte. Die Geschichte rund um die Nebelfee und Rabenstein war nur schwach in meiner Erinnerung vorhanden. Ich muss mir dieses Mal mehr merken, deshalb Spoiler: Es endet damit, dass Plim und Primus das Buch mit der Wegbeschreibung von Magnus Ulme finden, den Bergteufel und den Narren in den Spiegel einschließen und diesen kaputt machen. Sie wollen jetzt ins Gebirge die Nebelfee suchen, aber Primus muss erst einmal das Buch genaustens studieren.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Hier geht es zum 1. Teil