[Neuanschaffungen] Woche #12

Veröffentlicht 20. März 2017 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Endlich geht es weiter bei Black Dagger. Aber das Cover ist das Grauen!

Black Dagger 28 – Ewig geliebt (J. R. Ward)

Rhage und Mary sind Geliebte und Seelenverwandte – und sie sind einander auf ewig verbunden: Weil Mary ein Mensch ist, wurde ihre Lebenskraft an Rhages geknüpft, damit sie gemeinsam ein glückliches Lebens voller Leidenschaft und Liebe verbringen können. Doch nun legt sich ein dunkler Schatten auf die Beziehung des einst so glücklichen Paares, denn Rhage wünscht sich ein Kind. Ein Wunsch, den Mary ihm nicht erfüllen kann. Hin und her gerissen zwischen der tiefen Liebe zu seiner Frau und seinen eigenen Bedürfnissen, freundet sich der mächtige Vampirkrieger mit dem kleinen Waisenmädchen Bitty an – und trifft eine folgenschwere Entscheidung: Er wird Bitty adoptieren, koste es, was es wolle. Doch wie wird die Bruderschaft der Black Dagger auf Rhages Pläne reagieren? Und wird Mary ihrem geliebten Hellren auf diesem Pfad folgen oder wird sie ihre eigenen Wege gehen? [Wilhelm Heyne Verlag (2017)]

Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Tracy Chevalier)

Veröffentlicht 19. März 2017 von erlesenebuecher

Haube, Fleischhalle & Bleiweiß

Appetithäppchen: Delft 1664. Die Welt der jungen Griet ist wohlgeordnet, bis ihr Vater bei einem Arbeitsunfall sein Augenlicht verliert. Um die Familie zu unterstützen, wird das Mädchen als Dienstmagd in den Haushalt des angesehenen Malers Johannes Vermeer gegeben. Hier hält harte Hausarbeit sie in Atem, und die Schikanen von Vermeers eifersüchtigen Gattin ließen sich kaum ertragen, wären da nicht die faszinierenden Bilder des Meisters, die Griet auf magische Weise in ihren Bann ziehen. Obwohl der Zutritt streng verboten ist, wagt sich Griet heimlich in das Allerheiligste des Hauses, in Vermeers Atelier, um dort stundenlang Farben und Gegenstände nach ihren eigenen Vorstellungen zu ordnen. Immer häufiger ruht nun der Blick des Künstlers auf ihr, und das Band zwischen Herr und Magd wird enger. Eine verschwörerische Beziehung wächst. Vermeer beginnt, sie heimlich zu malen, und unter seinen Händen nimmt ein Bild Gestalt an, dessen Wirkung er sich selbst kaum noch entziehen kann. Als er Griet schließlich bittet, einen Perlenohrring anzulegen, beschwört das eine Katastrophe herauf, die nicht nur für Griet ungeahnte Folgen hat.

Verfasserin: Tracy Chevalier, geboren 1962, wuchs in Washington D. C. auf. 1984 zog sie nach England, wo sie als Lektorin arbeitete. Ihr erster Roman „Das dunkelste Blau“ wurde 1997 für die Fresh Talent Promotion ausgewählt. Tracy Chevalier lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

[List Verlag (2000)]

Meine Meinung: Den Film zu diesem Buch habe ich vor Jahren schon mal gesehen und meine mich zu erinnern, dass ich ihn ganz gut fand. Nun hat mein Mann mir vor Jahren dieses Buch geschenkt und an sich liegt es mir so gar nicht, das Buch nach dem Film zu lesen, aber nun ist es fast verjährt und ich kann mich nur noch schlecht an den Film erinnern.

Das Buch spielt in Delft im 17 Jahrhundert und handelt von dem Maler Vermeer, obwohl dieser eigentlich nicht die Hauptrolle spielt. In erster Linie geht es um Griet, eine Dienstmagd, welche aber ein gewisses Verständnis für Farben und Kunst hat. Sie wird seine heimliche Gehilfin und landet am Ende vor seinem Pinsel. Also nicht das, was ihr jetzt denkt. Er malt sie! Allerdings hat Griet in seinem Haus keinen leichten Stand, da seine Frau und seine Tochter etwas gegen sie haben. Zum Glück hat der Fleischersohn ein Auge auf sie geworfen. Das wäre also ihre Chance von des Malers Haus weg zu kommen, aber etwas hält sie. Sie fühlt sich zu Vermeer hingezogen…

Ich mag historische Romane und an diesem fand ich besonders schön, dass man nicht nur einiges über das damalige Delft und die Lebensumstände erfahren hat, sondern dass die Idee der Autorin war, ein bekanntes Gemälde als Grundlage zu nehmen und um dieses herum eine faszinierende Geschichte zu spannen. Das ist beeindruckend. Mein Problem war nur, dass ich Griet und auch Vermeer nicht besonders mochte. Die Sympathien, die ich mir für sie eingebildet habe, kamen daher, dass ich immer an Colin Firth und Scarlett Johansson denken musste. Vermeer war für mich kaum fassbar, eigenbrötlerisch, lebte in seiner eigenen Welt und machte sich keine Gedanken um andere. An Griet gefiel mir nicht, wie sie mit dem Fleischersohn Pieter umging und dass Vermeer so eine Macht über sie hatte.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Der Zauberer von Oz (L. Frank Baum)

Veröffentlicht 19. März 2017 von erlesenebuecher

Vogelscheuche, Blech-Holzfäller & feiger Löwe

Appetithäppchen: Ein Wirbelsturm hat Dorothy ins geheimnisvolle Land Oz verschlagen. Nur der mächtige Zauberer, der über das Land herrscht, kann ihr helfen zurückzufinden. Auf der Suche nach ihm trifft Dorothy die Vogelscheuche, den Blech-Holzfäller und den feigen Löwen, die sich ihr anschließen. Doch als die vier nach einer abenteuerlichen Reise den Zauberer von Oz endlich zu Gesicht bekommen, erwartet sie eine große Überraschung.

Verfasser: Lyman Frank Baum wurde 1856 in Chittenango/ New York geboren. Er arbeitete als Journalist, am Theater und versuchte sich auf verschiedenen Gebieten selbstständig zu machen – u.a. gründete er eine Zeitung -, allerdings ohne Erfolg. Sein 1900 erschienenes drittes Kinderbuch „Der Zauberer von Oz“ machte ihn dagegen über Nacht berühmt, kam bereits zwei Jahre später als Musical heraus und wurde 1939 mit Judy Garland in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt. L. Frank Baum ließ dem ersten Band mehrere Fortsetzungen folgen und gilt als der Erfinder des amerikanischen Märchens. Er starb 1919 in Hollywood.

[Cecilie Dressler Verlag (2003)]

Meine Meinung: Dies ist eines der Bücher, von denen ich dachte, das muss man mal gelesen haben. In Amerika gehört der Inhalt zum Allgemeinwissen und von der Verfilmung wird nur in den höchsten Tönen gesprochen. Natürlich wollte ich vor dem Film das Buch lesen. Das habe ich nun getan.

Tja, und irgendwie hat mich der angebliche Zauber dieses Buches nicht so wirklich erreicht. Erst als ich gegen Ende schon ein wenig den Film angefangen habe, wurde ich etwas mitgerissen. Ich kann mir schon vorstellen, warum es solchen Ruhm erlangt hat, vor allem, wenn man bedenkt, wann das Buch geschrieben wurde. Und insgesamt ist es eine schöne Geschichte.

Viele seltsame Wesen, skurrile Welten und treue Freunde tauchen auf. Gerade die drei Gefährten: die Vogelscheuche, der Holzfäller und der feige Löwe haben es mir angetan. Die sind sehr sehr toll. Dorothy fand ich etwas blaß, allerdings besser als im Film, da nervt sie nämlich richtig.

Das Buch lässt sich schnell lesen und natürlich bin ich froh, dass ich nun mitreden kann und die vielen Anspielungen, die es ab und anin anderen Büchern, Serien, Filmen oder Musicals gibt, verstehe.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Traumsammler (Khaled Hosseini)

Veröffentlicht 18. März 2017 von erlesenebuecher

Federn, Mamá & eine kleine, traurige Fee

Appetithäppchen: In „Traumsammler“ erzählt Khaled Hosseini die bewegende Geschichte zweier Geschwister aus einem kleinen afghanischen Dorf. Pari ist drei Jahre alt, ihr Bruder Abdullah zehn, als der Vater sie auf einen Fußmarsch quer durch die Wüste nach Kabul bringt. Doch am Ende der Reise wartet nicht das Paradies, sondern die herzzerreißende Trennung der beiden Geschwister, die ihr Leben für immer verändern wird…

Verfasser: Khaled Hosseini schrieb die Romane „Drachenläufer“, „Tausend strahlende Sonnen“ und „Traumsammler“. Sie erschienen in 70 Ländern und wurden zu Weltbestsellern. Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul geboren. Nach Einmarsch der Sowjets in Afghanistan ging seine Familie ins Exil nach Amerika. Er studierte Medizin und arbeitete als Internist. Heute ist er Sonderbotschafter Vereinten Nationen und gründete die Khaled Hosseini Foundation, die Menschen in Afghanistan humanitäre Hilfe bietet.

[S. Fischer Verlag (2014)]

Meine Meinung: Das Leben kann einen innerlich zerreißen und am Ende wartet meist kein großes Happy End auf einen! So ist das Leben! Aber als Leser wünscht man sich natürlich die ganze Zeit, dass am Ende alles gut wird und alles aufgelöst wird. Khaled Hosseini liefert das allerdings nicht.

Zumindest nicht so richtig. Das Buch beginnt herzzerreißend, so dass ich zwischenzeitlich dachte, ich ertrag es nicht mehr und muss das Buch weglegen. Aber diese fesselnde, atemberaubende Storyline hält Hosseini nicht durch. Er springt dann in der Zeit und von einem Protagonisten zum nächsten. Dem Leser wird eine vielschichtige Familiengeschichte über mehrere Generationen in einem tollem Schreibstil geliefert, die unterhält und zum nachdenken anregt. Aber in meinen Augen auch immer wieder ein paar kleine Längen enthält. Vor allem da ich mich oft fragte, warum wird nun diese Sequenz erzählt, ist das wichtig, mit wem hat das zu tun. Auch die zeitlichen Sprünge immer richtig einzuordnen, fand ich teilweise etwas anstrengend.

Ich habe „Drachenläufer“ und „Tausend strahlende Sonnen“ gelesen und war vor allem von dem zweitgenannten sehr beeindruckt. Dieses Buch hatte mich wochenlang in meinen Gedanken begleitet. Ich habe so mitgelitten und -gefiebert. Wirklich großartig! Entsprechende Erwartungen hatte ich nun an dieses Buch und muss sagen, dass ich leider etwas enttäuscht war, vor allem da es wie erwartet angefangen hat. Schade!

Die Darstellung der Protagonisten und die ausgearbeitete, intelligente Vielschichtigkeit dieser hat der Autor aber trotzdem wieder hinbekommen und man bekommt einen spannenden Eindruck von Afgahnistan auf Literaturbasis.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Natürlich mit Biss (Kimberly Raye)

Veröffentlicht 26. Februar 2017 von erlesenebuecher

Hexer, Weinkarton & Tara Hanover

Appetithäppchen: Lil Marchette steht kurz davor, ihr eigenes Happy End mit dem attraktiven Ty Bonner zu finden. Doch da wird ihre Klientin Esther von einem Magier entführt, der sie finsteren Göttern opfern will. Bei der Suche nach Esther erhält Lil unerwartete Unterstützung von ihrer Mutter, die allerdings wie immer versucht, ihre Tochter zu verkuppeln. Kann Lil der mütterlichen Fürsorge lange genug entgehen, um Esther zu befreien?

Verfasserin: Kimberly Raye, eine der populärsten Autorinnen von Liebesromanen in den USA, lebt mit ihrer Familie in Texas. Mit ‚Suche bissigen Vampir fürs Leben‘ schoss sie erstmals weit hinauf in der US-Bestsellerliste. Der Roman wurde außerdem für den begehrten RITA Award nominiert. Kimberly Raye ist eine ebenso große Romantikerin wie ihre Heldin und zählt die Romane von Janet Evanovich, Nina Bangs und Charlaine Harris zu ihrer Lieblingslektüre.

[LYX Egmont (2010)]

Meine Meinung: Der letzte Band der „Dead End Dating“-Reihe ist geschafft. Und eigentlich war das letzte Buch typisch für die ganze Reihe: an sich völlig nichtssagend, oberflächlich, aber wirklich kurzweilig, sympathisch und unterhaltsam.

Lil schafft es mal wieder in gefährliche Turbulenzen zu geraten, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hat. Im vorherigen Band ging es um einen Dämon, dieses Mal um einen  Hexer, der eine ihrer Kundinnen entführt hat. Natürlich will Lil sie retten, obwohl sie sich nicht einmischen darf. Tja, aber nach vier Büchern kennt der Leser ja Lil und weiß, dass sie sich nicht aufhalten lässt. So treibt es sie in ein abgelegenes Dorf, in dem sie nicht nur Nachforschungen anstellt, sondern natürlich auch Kunden akquiriert. Nur doof, dass dann auch noch Nina, Mandy und – oh -Schreck – ihre Mutter anreisen.

Das ist wirklich unterhaltsam und man mag Lil, auch wenn ihre Shopping-Ader einem oft auf den Nerv geht. Allerdings sind die vielen Nebencharaktere lustig und nett. Der ganze Plot war aber in diesem Teil etwas blass. Das Ende war jedoch gelungen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 4. Teil

Vor dem Frost (Henning Mankell)

Veröffentlicht 26. Februar 2017 von erlesenebuecher

Sandalen, Schwäne & Seufzen

Appetithäppchen: Henning Mankells Kriminalroman mit Linda Wallander in der Hauptrolle. Linda ist Polizeianwärterin in Ystad und darf Kurt Wallander zunächst nur als Tochter begleiten. Doch als ihre Freundin Anna spurlos verschwindet, wird sie persönlich in den Fall hineingezogen und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Der Konflikt mit dem Vater ist vorprogrammiert.

Verfasser: Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen schwedischen Schriftsteller. Er lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik. Mit Kurt Wallander schuf er einen der weltweit beliebtesten Kommissare.

[Paul Zsolnay Verlag (2003)]

Meine Meinung: Der Anfang ist spannend und vielversprechend. Vor Jahrzehnten lebte eine Sekte an einem entlegenen Ort, alle bringen sich um, bis auf einen…

In diesem Band geht es vor allem um Wallanders Tochter Linda, die kurz davor steht, bei der Polizei anzufangen. Sie wohnt bei ihrem Vater Kurt und weiß nicht so recht, was mit sich anzufangen. Also trifft sie sich mit alten Freundinnen von früher. Allerdings ist ihre Freundin Anna irgendwie seltsam, zwar war sie es schon damals, aber irgendwas ist anders. Währenddessen sucht die Polizei einen Mörder und ist auch einigen Fällen von Tierquälerei auf der Spur… Linda sieht sich plötzlich mittendrin im Geschehen und ermittelt mit der Polizei, aber auch auf eigene Faust.

Ich bin ein großer Wallander-Fan und finde den Schreibstil von Mankell sehr einnehmend, dicht und stimmungsvoll. Allerdings gab es in diesem Buch einige Längen und vieles hätte kürzer, dichter, strukturierter erzählt werden können. Ich weiß nicht, wie oft Linda zwischen Annas und Kurts Wohnung hin und her ist, das fand ich etwas fahrig. Die Protagonistin Linda ist schon super und frisch und vielschichtig, aber an Kurt kommt sie leider nicht ran.

Trotzdem war das Buch spannend und fesselnd. Der Fall rund um die Sekte (allerdings dauerte es ja bis sie mal einen Theologen hinzuzogen, man man man) und die vielen Handlungsstränge war geschickt – aber das kann Mankell eigentlich besser – aufgebaut. Jedoch störte mich, wie schon beim letzten Buch, dass der Leser so früh erfährt, wer der Mörder ist und es dann nur darum geht, wie die Polizei das herausbekommt. Das nervt mich. Bestimmt hat diese Erzählart auch irgendeinen Namen, wenn jemand den weiß, bitte unten kommentieren.

Bewertung: 4 von 5 Punkten