[Challenge] SuB-Leichen Challenge 2016/2017

Veröffentlicht 23. August 2016 von erlesenebuecher

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Heute vor einem Jahr habe ich mir wieder einmal vorgenommen, meine 10 ältesten SuB-Leichen zu eliminieren, also endlich zu lesen!

Und ich habe es geschafft!

Hier das Ergebnis:

Und natürlich soll diese Challenge auch ins fünfte Jahr gehen! Mein SuB wird einfach nicht kleiner. Tja, leider musste ich immer noch ins Jahr 2010 zurück gehen, um meine 10 ältesten SuB-Leichen zu finden. Also hier meine Liste, die ich im Laufe eines Jahres abarbeiten möchte:

  • Bei den Nootka-Indianern (Michael Hyde): Hier in Hannover gibt es etliche offene Bücherschränke. Dieses Buch habe ich aus einem solchen. Ich war schon immer ein großer Indianerfan und habe früher oft diese rororo-Bücher gelesen. Deshalb habe ich es am 10.02.11 mitgenommen.
  • Die Kinder der Drachenlanze 5 – Die Drachen des verlorenen Mondes und Die Kinder der Drachenlanze 6 – Die Herrin der Dunkelheit (Margaret Weis/ Tracy Hickman): Ich habe schon so viele Drachenlanze-Bücher gelesen und gerade die ersten gefallen mir richtig gut. Allerdings ist das schon sehr lange her. Heutzutage ist es leider so schwer an einige Teile heran zu kommen. Nun fehlte mir noch die Reihe der Kinder der Drachenlanze und super ist, dass diese auch wieder von Weis und Hickman geschrieben sind. Die ersten vier Bände habe ich vor einigen Jahren schon gelesen, aber 5 und 6 fehlten mir. Nun möchte ich auf jeden Fall die vier ersten auch noch lesen, bevor ich mich 5 und 6 zuwende. Teil 1 habe ich schon erneut gelesen. 5 und 6 habe ich mir am 12. und 13.01.11 gekauft.
  • Bartimäus 1 – Das Amulett von Samarkand (Jonathan Stroud): Von der Reihe habe ich einiges Gutes gehört und dann gab es irgendwo mal gebraucht den ersten Band und später habe ich auch die beiden nächsten Bände günstig bekommen. Der erste kam am 08.01.11 zu mir und muss endlich mal gelesen werden.
  • Das Mädchen mit den Perlenohrringen (Tracy Chevalier): Ich habe den Film irgendwann mal gesehen und fand ihn ganz gut. Eigentlich war dann das Buch für mich tabu, da ich lieber erst das Buch lese und dann den Film gucke. Aber mein Mann hat mir dieses Buch am 08.01.11 geschenkt, da ich den Film ja gut fand, sagte er🙂.
  • Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 2 – Das Haus der Schlangen (Lemony Snicket): Hier wurden auch mal die ersten beiden Bände verfilmt und dieses Mal wollte ich es richtig machen und erst die Bücher lesen. Das erste Buch fand ich aber, nun ja, nicht besonders toll. Das zweite Buch blieb dann liegen und liegen… seit dem 07.01.11. Es gibt von der Reihe ja noch etliche weitere Teile, aber die sind schwer zu bekommen. Vielleicht beende ich nach diesem Buch die Reihe dann einfach.
  • Die Elfen (Bernhard Hennen): Ich liebe gute Fantasy-Bücher. Dieses wurde mir wärmstens empfohlen, so dass ich es mir gewünscht habe und am 31.12.10 von meinem Bruder geschenkt bekommen habe.
  • Der Weitseher (Robin Hobb): Für dieses Buch gilt genau dasselbe wie für „Die Elfen“. Ich habe es dann am 28.12.10 von meinen Eltern geschenkt bekommen.
  • Ach so! (Ranga Yogeshwar): Viele interessante Rätsel des Alltags werden erklärt. Das ist ein Buch für mich und wurde mir deshalb am 06.12.10 von meinem Mann geschenkt.
  • Der Zauberer von Oz (L. Frank Baum): Ein Klassiker, den man gelesen haben muss. Dachte ich mir jedenfalls und habe mir das Buch deshalb am 02.11.10 gekauft. Jetzt aber dann auch lesen!
  • Die Stunde, in der ich zu glauben begann (Wally Lamb): Meine älteste SuB-Leiche ist vom 23.10.10. Mein Bruder hat mir auch dieses Buch geschenkt. Ich habe in irgendeiner Zeitschrift mal viel Gutes über dieses Buch gelesen und dachte mir, das möchte ich haben. Mals sehen, ob ich das bestätigen kann…

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Der kleine Ritter Trenk (Kirsten Boie)

Veröffentlicht 25. August 2016 von erlesenebuecher

Leibeigen, Erbsen & Ferkelmagier

Appetithäppchen: Leibeigen geboren, leibeigen gestorben, leibeigen ein Leben lang – ja, so heißt es wohl! Aber ist es nicht schrecklich ungerecht, dass alle Bauern ihrem Ritter gehören und kein bisschen sich selbst? Das findet jedenfalls der Bauernjunge Trenk. Er will es einmal besser haben als sein Vater, der schon wieder auf der Burg Schläge bekommen soll. Und so bricht Trenk mit seinem Ferkelchen am Strick auf in die Stadt, um dort sein Glück zu machen. Doch so einfach, wie Trenk sich das vorgestellt hat, ist es nicht mit dem Glück – gut, dass er auf seinem Weg immer wieder Freunde findet, die ihm weiterhelfen. Und wer hätte gedacht, dass der kleine Ritter Trenk vom Tausendschlag schließlich sogar gegen den gefährlichen Drachen ins Feld ziehen wird?

Verfasserin: Kirsten Boie, 1950 in Hamburg geboren, studierte Deutsch und Englisch, promovierte in Literaturwissenschaft und war als Lehrerin tätig. Heute ist sie eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen, vielfach national und international ausgezeichnet und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie bereits dreimal für den Hans-Christian-Andersen-Preis, die hächste internationale Auszeichnung auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur, nominiert. Ihr Gesamtwerk besticht durch „literarische Qualität und eine beispiellose Vielseitigkeit“ (JuLit).

[Verlag Friedrich Oetinger (2006)]

Meine Meinung: „Der kleine Ritter Trenk“ ist ein sehr schönes Kinderbuch. Es ist gerade für kleine große Jungs spannend und voller toller und schlauer Ideen. Vor allem die Geschichte rund um die Gaukler und Ferkelmagier ist prima und wurde von meinem Sohn und mir ordentlich diskutiert.

Großartig ist auch, dass der junge Leser bzw. Zuhörer einiges aus der Zeit der Ritter lernt z.B. was es bedeutet ein Leibeigener zu sein. Das ist für viele kaum vorstellbar. Umso wichtiger wird es den Kindern dann deutlich zu machen, welch großes Geschenk die Freiheit ist.

Ebenfalls wird in dem Buch sehr deutlich gemacht, dass Mädchen mindestens genauso mutig und wild sein können. Durch Thekla ist „Der kleine Ritter Trenk“ also natürlich auch auf die weibliche Zielgruppe ausgerichtet.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Der junge Leser oder Zuhörer wird oft direkt angesprochen, so wird man in das Geschehen mit hineingenommen und kann sich alles besser vorstellen. Aufregend ist auch, dass es einige Geheimnisse gibt, die nur der Leser weiß. Dass ist vor allem beim Vorlesen super, da mein Kind oft schon sagte, wie es eigentlich ist.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Trenk ein toller Junge ist und „Der kleine Ritter Trenk“ ein tolles Buch.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Pandemonium (Lauren Oliver)

Veröffentlicht 18. August 2016 von erlesenebuecher

Wildnis, Rattenmann & VDFA

Appetithäppchen: Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

Verfasserin: Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Dort bestand ihr Beitrag hauptsächlich darin, die Kleiderordnung zu missachten und immer wieder den Drucker kaputt zu machen. Lauren lebt in Brooklyn.

[Carlsen Verlag (2012)]

Meine Meinung: Ob man den ersten Band nun gelesen hat oder nicht, ist eigentlich egal. Vieles war einfach abgeschlossen und wird kaum noch aufgegriffen. Der zweite Teil wirkte auf mich fast unabhängig vom ersten. Klar erinnert sich Lena noch ab und an an Hana oder Alex, aber viel mehr passiert in der Hinsicht nicht. Die gute Idee, Liebe als Krankheit darzustellen, wurde für mich nicht richtig verfolgt. Andere Dinge gerieten in den Fokus.

Trotzdem ist dieser Teil wieder nett geschrieben und vor allem die Story rund um die VDFA gefiel mir ganz gut. Leider fehlten mir hier aber die vielen Bezüge z.B. zum Buch Psst wie im ersten Teil, da hätte ich noch mehr einfallsreiche Ideen erwartet.

Es gab aber auch einige Längen vor allem in der Wildnis, da hatte ich mir mehr versprochen. Sehr nervig waren die zahlreichen, immer wieder auftretenden Angriffe auf Lena, bei denen sie zu sterben drohte. Aber dann – urplötzlich – taucht die Rettung in allerletzter Sekunde auf… nervig!

Insgesamt gab es nicht viel Neues. Wer schon mehrere Dystopien gelesen hat, erkennt einige Ideen wieder. Zum Glück wurde es am Ende ein wenig spannender. Der 3. Band könnte also vielversprechend werden. Allerdings denke ich, es wird doch wieder nur ein ewiges Hin und Her zwischen den beiden Typen.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Hier geht es zum 1. Teil

Die Mittagsfrau (Julia Franck)

Veröffentlicht 13. August 2016 von erlesenebuecher

Krankenschwester, Fisch & Flederwische

Appetithäppchen: 1945. Flucht aus Stettin in Richtung Westen. Ein kleiner Bahnhof irgendwo in Vorpommern. Helene hat ihren siebenjährigen Sohn durch die schweren Kriegsjahre gebracht. Nun, wo alles überstanden, alles möglich scheint, lässt sie ihn allein am Bahnsteig zurück und kehrt nie wieder…

Verfasserin: Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren. Sie studierte Altamerikanistik, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin. 1997 erschien ihr Debüt „Der neue Koch“, danach „Liebediener“ (1999), „Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen“ (2000) und „Lagerfeuer“ (2003). Sie verbrachte das Jahr 2005 in der Villa Massimo in Rom. Für „Die Mittagsfrau“ erhielt Julia Franck den Deutschen Buchpreis 2007. Der Roman wurde in 33 Sprachen übersetzt.

[S. Fischer Verlag (2009)]

Meine Meinung: Das Buch fängt herzzerreißend an. Eine Mutter verlässt ihren siebenjährigen Sohn. Dieser sitzt stundenlang voller Vertrauen am Bahnhof. Die Mutter muss ja wiederkommen…

Ich hätte an dieser Stelle am liebsten schon nicht mehr weitergelesen, aber der Mensch glaubt ja an ein Happy End. Tja, auf den nächsten 400 Seiten wird die Lebensgeschichte der Mutter, Helene, aufgeführt. Soll dadurch Verständnis des Lesers für das Handeln der Mutter aufgebracht werden? Hat bei mir nicht geklappt.

Ich finde das Handeln der Protagonistin ihrem Sohn gegenüber grauenhaft. Und dadurch, dass das Buch damit beginnt, hatte ich es ständig im Hinterkopf. Ist das Buch deshalb schlecht? Schwer zu sagen. Eigentlich nicht. Schon oft habe ich Bücher gelesen, bei denen ich die Taten der Protagonisten verurteilte. Aber die Story übte dadurch teilweise eine Faszination auf mich aus oder sie bewirkte auf irgendeine Art Verständnis. Aber hier? Ich weiß nicht. Ist Helene ein Opfer der Zeit bzw. der Umstände? Klar, war das nicht leicht und für unsereins nicht nachvollziehbar. Aber das Verhalten als Mutter kann nicht komplett durch die Umstände entschuldigt werden. Da gibt es zum Glück ganz andere Berichte.

Ist mir das Buch also zu ehrlich? Gibt es das überhaupt? Darf oder muss es nicht sogar so sein? Vielleicht. Aber dann kann ich ja auch sagen, dass mir die Protagonistin das Buch vermiest hat. Mir fehlte komplett ihre liebevolle Seite. Sie ist zwar für andere da in ihrem Beruf als Krankenschwester, aber nicht für ihren Sohn? Seltsam. Fremd. Mag ich nicht.

Allerdings hat das Buch noch andere Sequenzen, die ebenfalls fragwürdig aber unterhaltsam sind. Helenes Mutter ist wirr und krank, man staunt mit offenem Mund beim Lesen. Die Liebe zwischen den Schwestern wirkte auf mich etwas konstruiert, leicht sensationsgierig.

Längen hatte das Buch in meinen Augen beim Auffenthalt bei Tante Fanny. Da zog es sich und der geschichtliche Kontext kam mir zu kurz.

Leider habe ich auch die Beziehung zu Carl nicht ganz verstanden. Erst will Helene diese nicht so richtig ernst nehmen/machen, aber als er tot ist, kann sie es nicht überwinden.

Natürlich ist das Buch insgesamt schon ein Werk, welches gelesen werden sollte. Der Schreibstil ist gut, etwas nüchtern. Und gerade die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ist für Frauen hart und nur die mutigsten, tapfersten und tüchtigsten konnten diese überstehen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

 

Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Joanne K. Rowling)

Veröffentlicht 4. August 2016 von erlesenebuecher

Parselmund, Vielsafttrank & Expelliarmus

Appetithäppchen: Endlich wieder Schule!! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheußlich und die Erinnerungen an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter. Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in den Gemäuern der Schule – ein Ungeheuer, für das niemand, nicht einmal der mächtigste Zauberer, eine Erklärung findet. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts aus der Umklammerung durch die dunklen Mächte befreien können?

Verfasserin: J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 79 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ verfasst sowie bei der Entwicklung des Theaterstücks „Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two“, das im Sommer 2016 in London Premiere feierte, mitgewirkt. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in ihre magische Welt eintauchen können. J.K. Rowling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis.

[Carlsen Verlag (1999)]

Meine Meinung: Es macht so unglaublich viel Spaß, diese Bücher zu lesen. Die einzelnen Ideen, welche Frau Rowling hier in eine Gesamtkomposition bringt, sind großartig. Man lernt die einzelnen Charaktere immer besser kennen, der Handlungsstrang zwischen Voldemort und Harry wird weiter ausgebaut. Aber es kommen auch viele neue Dinge dazu, sei es die Hauselfen, die Todestagsfeier der Geister oder nicht zu vergessen Gilderoy Lockhart, Orden der Merlin dritter Klasse, Ehrenmitglied der Liga zur Verteidigung gegen die dunklen Kräfte und fünfmaliger Gewinner des Charmantestes-Lächeln-Preises der Hexenwoche. Der ist der Knaller!

Zum vierten Mal habe ich dieses Buch jetzt gelesen und immer wieder werde ich königlich unterhalten. Dieses Mal hat mir besonders Familie Malfoy gefallen. Wie hinterrücks und mies Vater und Sohn doch sind. Gerade Herr Malfoy kommt in diesem Band besonders mies rüber. Dazu kommt noch sein Hauself Dobby. Der, wenn ich ehrlich bin, mich immer ein ganz kleines bisschen nervt. Das liegt aber vor allem an der Erinnerung ans Hörbuch (von Rufus Beck gelesen), da er dort eine so dermaßen nervige Stimme hat, die im Film auch nicht viel besser war.

Ebenso ist das Leseerlebnis der Sequenz im Wald bei Aragog bei mir durch den Film geprägt, da ich immer Ron vor Augen habe, der ja leider fast in dem gesamten Film den gleichen entsetzten Gesichtsausdruck praktizieren musste. Nicht schlimm, aber ich muss da halt immer dran denken.

Sehr süß ist, dass hier schon deutlich die allerersten Gefühle von Ron für Hermine deutlich werden. Auch das hat Frau Rowling so köstlich über die ganzen Bände hinweg dargestellt. Von Ginny braucht man ja gar nicht reden, die ja so verschreckt und verguckt in Harry ist.

Gefragt habe ich mich beim diesmaligen Lesen, warum eigentlich die Schüler, vor allem Hermine, immer alle Rätsel lösen können, z.B. dass das Monster in der Kammer ein Basilisk ist, während die Lehrer (Dumbledore, McGonagall, Snape…) das nicht hinkriegen. Sind die zu doof? Wahrscheinlich eher zu andersweitig beschäftigt… Naja, oder Dumbledore ahnt wahrscheinlich, dass Harry & Co alle regeln werden.

Es gibt in diesem Band aber auch so herrlich lustige Szenen: Wie Lockhart auf seinen Bildern nachts mit Lockenwickler und Haarnetz zu sehen ist oder wie Fred und George (die ja sowieso genial sind) vor Harry her gehen und ihn als Erben Slytherins ankündigen oder dass die Alraunen im Gewächshaus eine Party feiern oder natürlich Lockharts Ausruf beim Flug mit den Phönix, dass es wie Zauberei sei…

Auch bei diesem Band haben sich mir einige Fragen gestellt, die ich einmal auflisten möchte, welche sich aber vielleicht noch im Laufe der Reihe beantworten lassen oder vielleicht hat ja der ein oder andere eine Vermutung dazu:

  • Dobby zaubert zu Beginn des Buches, Harry kriegt den Ärger. Warum habe ich mich schon mal gefragt, aber irgendwo hieß es, weil eben im Ligusterweg 4 ein Zauber registriert wurde und Harry da eben wohnt. Allerdings wie wurde das registriert und warum muss es Harry gewesen sein? Könnte es nicht auch ein anderer (erwachsener) Zauberer gewesen sein? Vielleicht Frau Figg (obwohl sie ein Squib ist). Dann hätte doch aber auch im ersten Band der Zauber von Hagrid, wie er Dudley einen Ringelschwänzchen zaubert, registriert werden müssen und er darf ja nicht zaubern und Harry eben auch nicht…
  • Dann wieder mal seltsam ist, dass Hagrid von Mrs. Weasley gesiezt und Mr. Weasley geduzt wird. Aber daran könnte ja auch die Übersetzung schuld sein.
  • Warum hat Slytherin siebenmal den Hauspokal gewonnen? Dumbledore kriegt doch anscheinend mehr mit, als man denkt. So bekommt Neville im ersten Band Punkte, da er den Mut hatte sich seinen Freunden in den Weg zu stellen. So müsste doch Slytherin für irgendwelche gemeine Aktionen Punkte abgezogen bekommen. In Ravenclaw sollen doch alle so schlau sein, dass müsste doch Punkte geben und in Hufflepuff sind doch viele hilfsbereit und stehen füreinander ein. Das müsste doch ordentlich Punkte geben?
  • Wieso hören die anderen den Basilisken nicht Parsel sprechen? Auch wenn sie es nicht verstehen, müssten sie doch die Geräusche hören, da sie ja Harry auch Parsel sprechen, also sein Gezischel, hören. Findet das Parsel des Basilisken nur in Harrys Kopf statt? Warum?
  • Madame Hooch wird einmal im Buch als Quidditch-Lehrerin bezeichnet. Das ist mir neu. Ist das ein Fach in Hogwarts? Sie gibt doch nur den Besenflugunterricht.
  • Im siebten Band holen Hermine und Ron doch den Basiliskenzahn aus der Kammer des Schrecken, um die Horkurxe zu zerstören. Aber wie machen die das, wenn die Kammer wieder zu ist und man Parsel sprechen muss?

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 1. Teil

[Monatsrückblick] Juli 2016

Veröffentlicht 1. August 2016 von erlesenebuecher

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Zack, ist schon wieder ein Monat um und die Arbeit rückt näher. Ich habe mich entschlossen zum wiederholten Male noch einmal alle Harry Potter-Bände zu lesen, damit ich dann im Anschluss „Harry Potter und das verwunschene Kind“ lesen kann.

House of Night 3 – Erwählt P. C. Cast/ Kristin Cast 443 Seiten 3,5 Punkte
Schande J. M. Coetzee 277 Seiten 2 Punkte
Das Herz des Piraten Benno Pludra 172 Seiten 4 Punkte
Als ich unsichtbar war Martin Pistorius 333 Seiten 4 Punkte
Harry Potter und der Stein der Weisen Joanne K. Rowling 335 Seiten 5 Punkte

Das sind 1560 Seiten.

Die Vorstellung der gelesenen Kinderbücher verschiebe ich weiter. Aber immerhin ist nur ein neues Buch zu mir gekommen:

  1. Ein unmoralisches Sonderangebot (Kerstin Gier)

Harry Potter und der Stein der Weisen (Joanne K. Rowling)

Veröffentlicht 28. Juli 2016 von erlesenebuecher

Winkelgasse, Nerhegeb & Petrificus Totalus

Appetithäppchen: Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sein ein ganz normaler Junge. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Und warum? Weil Harry ein Zauberer ist. Und so wird für Harry das erste Jahr in der Schule das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem Leben. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.

Verfasserin: J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 79 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ verfasst sowie bei der Entwicklung des Theaterstücks „Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two“, das im Sommer 2016 in London Premiere feierte, mitgewirkt. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in ihre magische Welt eintauchen können. J.K. Rowling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis.

[Carlsen Verlag (1998)]

Meine Meinung: Über diese Bücher ist ja eigentlich schon alles gesagt. Sie haben eine Art Wandel in der Literatur eingeleitet und etliche Menschen wieder zum Lesen gebracht. Bücher waren wieder IN…

Ich habe den ersten Teil nun zum vierten Mal gelesen, aber das letzte Mal ist etliche Jahre her, so dass es wieder eine große Freude war. Vor allem jetzt, wo ich das Ende und das Gesamtwerk im Blick hatte, wurden noch mal einige Dinge von mir besonders bemerkt bzw. hinterfragt.

Eines ist aber festzuhalten. Ich bin noch immer restlos begeistert von diesen Büchern. Sie machen so viel Freude. Ich liebe den Schreibstil von Frau Rowling! Ich finde, diese Bücher sind so intelligent und schlau durchdacht. Endlich mal eine Reihe, bei der man nicht das Gefühl hat, sie entsteht erst während des Schreibens und die letzten Bände wurden sowieso nachträglich rangehängt bzw. sie wurde künstlich verlängert, um mehr Geld zu machen. Welch großes Kunstwerk!

Darüber hinaus sind die Protagonisten ganz großes Kino. Harry ist super, nicht langweilig, nicht nur Außenseiter, nicht nur Berühmtheit. Man mag ihn einfach. Aber gerade durch Ron und Hermine wird es perfekt. Auch sie sind tolle Charaktere, die gut durchdacht sind und nicht nur als schmückendes Beiwerk (Sidekicks) dienen. Hinzu kommen gerade im ersten Band Hagrid und Snape. Natürlich sind alle Personen in dem Buch untrennbar mit den Schauspielern in den Filmen verbunden. Aber da ich mit diesen 100 % einverstanden war und bin, ist das kein Problem bzw. sogar hilfreich, da man alles vor Augen hat.

Aber der größte Pluspunkt an dem Buch ist die Story. Wer wünscht sich nicht einen Brief von Hogwarts zu bekommen? Plötzlich in der Zauberwelt sein, durch die Winkelgasse spazieren, in Hogwarts neue Treppen oder Korridore entdecken, sich mit Kunstwerken unterhalten, Bertie Botts Bohnen essen und vor allem mit dem Besen fliegen,… all das will ich auch!

Dazu kommt aber dann noch die raffinierte Geschichte rund um Harry Potter und Voldemort, welche sich in diesem Band bei der Suche nach dem Stein der Weisen zuspitzt. Bewunderswert ist, wie die Autorin es schafft, nicht nur die Protagonisten größer oder erwachsener werden zulassen, sondern auch den Leser. Der erste Band fängt relativ harmlos an (im Gegensatz zu späteren Bänden), die Aufgaben sind noch ziemlich einfach, gerade eben machbar für die Erstklässler Harry, Ron und Hermine. Das ist schön, allerdings im Nachhinein überlegt man schon, ob der Stein der Weisen nicht besser beschützt werden könnte, wenn man bedenkt, was der Zaubererwelt so möglich ist… Aber das sind Fragen, die ich mir nur jetzt im Nachhinein stelle, die nicht, aber auch wirklich überhaupt nicht, die Qualität des Buches in Mitleidenschaft ziehen.

Einige weitere Anmerkungen habe ich, die aber eben auch keine Kritik sind, sondern nur Dinge, die mir aufgefallen sind. Vielleicht fällt jemandem etwas dazu ein oder es gibt noch weitere Fragen. Vielleicht kann ich ja auch im Laufe der Reihe einige wieder streichen:

  • In diesem Band wird immer gesagt, dass der Name „Voldemort“ nur aus Angst nicht ausgesprochen wird. Aber war der Name nicht ein Tabu, also mit einem Zauber belegt, so dass man gleich geortet werden konnte, und deshalb haben die Zauberer ihn nicht mehr ausgesprochen?
  • Das ist wahrscheinlich auch der Übersetzung geschuldet, aber ich finde es etwas seltsam, dass sich z.B. Dumbledore und McConagall zu Beginn siezen. Im Laufe der Bücher duzen sie sich ja eindeutig. Auf jeden Fall, unabhängig von der Übersetzung, spricht er sie im Ligusterweg mit Professor McConagall und nicht mit Minerva an. Sie nennt ihn auch nicht Albus.
  • Während der Sequenz mit den Zentauren sprechen diese andauernd von einer Vorhersehung, die sie aus den Sternen ablesen. Später in der Reihe rückt die Prophezeiung immer mehr ins Zentrum. Aber was ist mit den Zentauren?
  • Hausmeisterschaft und -pokal rücken im Laufe der Bände auch immer mehr in den Hintergrund, oder?
  • Wieso kennen sich eigentlich z.B. Ron und Neville nicht schon vorher? Allerdings dachte ich erst ihre Eltern müssten sich ja kennen, da sie früher zusammen gegen Voldemort gekämpft haben. Aber die Weasley waren gar nicht im Orden des Phönix.
  • Dann fand ich noch seltsam, dass die Freunde von Charlie den Drachen Norbert einfach abholen konnten. Können sie so leicht auf Hogwarts Turm landen? Kein Schutzzauber?
  • Ron hat den Zauberstab von seinem Bruder. Welchen hat der jetzt und warum hat er einen neuen?

Nun ist die Rezension doch länger geworden als geplant, aber das macht ja nichts. Ich habe mich aber noch zurückgehalten. Man kann noch so viel mehr sagen…

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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