[Monatsrückblick] März 2020

Veröffentlicht 3. April 2020 von erlesenebuecher

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Letzten Monat war ich mit Joyning auf Tour durch Deutschland und habe Lea auf ihrem Weg begleitet. Danach ging es ins 22. Jahrhundert in die neuviktorianische Zeit. Zombies überfielen die großen Städte und Nora und Bram fanden trotz gravierender Unterschiede zueinander. Letztendlich führte es mich noch nach Sledwaya zu dem Schrecksenmeister Eißpin, der einen Monat mit der Kratze Echo verbrachte.

Das Mädchen aus der 1. Reihe Jana Crämer 311 Seiten 3,5 Punkte
Dark Love Lia Habel 507 Seiten 3,5 Punkte
Der Schrecksenmeister Walter Moers 377 Seiten 4,5 Punkte

Das waren 1195 Seiten.

Zwei Bücher kamen in diesem Monat zu mir:

  1. Die Prophetin (Barbara Wood)
  2. Lucian (Isabel Abedi)

 

[Rezension] Der Schrecksenmeister (Walter Moers)

Veröffentlicht 1. April 2020 von erlesenebuecher

Grübelnde Eier, Gekochtes Gespenst & Veitsmutzki

Appetithäppchen: In Sledwaya, der Stadt, in der „das Gesunde krank und das Kranke gesund“ ist, spielt der neue Roman des zamonischen Großschriftstellers Hildegunst von Mythenmetz. Er handelt von der Auseinandersetzung zwischen Echo, dem hochbegabten Krätzchen, und Succubius Eißpin, dem furchtbaren Schrecksenmeister Sledwayas, der Faust und Mephisto in einer Person zu verkörpern scheint. Dieser lässt nichts unversucht, um sich mittels der Alchimie zum Herrn über Leben und Tod aufzuschwingen – und dazu braucht er nichts notwendiger als das Fett von Echo, der gezwungen ist, einen teuflischen Vertrag mit Eißpin abzuschließen.

Verfasser: Walter Moers, geboren 1957 in Mönchengladbach, ist der Erfinder des „Käpt’n Blaubär“ und hatte auch großen Erfolg mit den Büchern um die Figur „Das kleine Arschloch“. Nach den aufsehenerregenden Comic-Bänden „Adolf“ erschien 1999 der internationale Bestseller „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“.

[Piper Verlag (2007)]

Meine Meinung: Wieder mal ein literarisches Wimmelbild aus Zamonien. Da ist immer was los und es gibt so viele kleine Details zu entdecken. Es ist ein Freude! Ich kann nur immer wieder betonen. So schwer ich mich zu Beginn mit der zamonischen Welt tat, bin ich jetzt ein großer Fan und freue mich immer wieder zurückzukehren.

Es ist ein wirkliches Erlebnis in die Literatur von Walter Moers bzw. Hildegunst von Mythennetz einzutauchen. Die Charaktere sind einzigartig, liebevoll dargestellt und so voller Geheimnisse und Spannungen. Es passieren aufregende Dinge, es ist lehrreich und interessant und vor allem so seltsam, dass einem manchmal der Mund offen stehen bleibt beim Lesen.

Dieses Mal begleitet der Leser die Kratze Echo durch einen Monat, in dem sie bei dem Schrecksenmeister Eißpin gemästet wird, aber auch sein Wissen aufsaugen soll. Leider wird der Monat tötlich für sie enden, da er ihr Fett auskochen möchte…

Echo ist ein großartiger Charakter und man gewinnt ihn richtig lieb. Er lernt Freunde kennen, aber auch der schreckliche Schrecksenmeister wächst dem Leser ans Herz. Allerdings musste ich immer mal an Rumo denken oder an die Stadt der Träumenden Bücher, die mir doch noch ein klein wenig mehr gefallen haben. Aber wirklich nur ein klein wenig.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

[Rezension] Dark Love (Lia Habel)

Veröffentlicht 1. April 2020 von erlesenebuecher

Steampunk, Zombies & Impfstoff

Appetithäppchen: Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und digitale Tagebücher – das ist die Welt der Nora Dearly im Jahr 2195. Die 16-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird. Denn was Nora nicht weiß: Sie trägt den Schlüssel in sich, um die Menschheit vor dem sicheren Untergang zu retten. Doch wer sind ihre finsteren Kidnapper? Und warum übt ihr Anführer eine so große Anziehung auf Nora aus? Bald erkennt sie, dass ihre heile neuviktorianische Welt eine Illusion ist – und dass dunkle Liebe sogar den Tod überwindet…

Verfasserin: Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu „Dark Love“ hatte Lia während einer Busfahrt nach NY City, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte.

[Piper (2011)]

Meine Meinung: Dieses Buch fing so vielversprechend an. Schon nach den ersten Seiten liebte ich den Steampunk. Es hatte sofort seinen Zauber und ich war mitgerissen. Es kamen Monster vor, aber alles spielte in dieser seltsamen Atmosphäre, der neuviktorianischen Zeit, die total cypermodern ist, aber dennoch voll viktorianischen Eigenschaften und Charme. Man spürte aber sofort die Gefahr in der Luft durch diese Monster, welche sich als Zombies, als lebende Tote herausstellten. Welch berauschende Idee! Steampunk trifft Zombies – fesselnd!

Allerdings ging die Spannung dann leider nicht weiter. Die Handlung plätscherte seitenlang nur so dahin und ich ertappte mich immer wieder dabei, dass ich dachte, worauf will die Autorin denn jetzt hinaus… Das Ende flackerte nochmal kurz erfreulich auf, konnte aber meinen Frust nicht mehr richtig beiseite schieben. Sehr schade.

Nora ist eine angesehene gutbürgerliche Tochter, eines verstorbenen Forschers, die auf eine Elite-Mädchenschule geht (wie gern ich mehr über die Schule erfahren hätte…). Sie wird von lebenden Toten entführt und lernt plötzlich eine ganz neue Welt kennen, in der Krieg herrscht. Aber sie lernt eben auch Bram kennen, einen Zombie, der es ihr angetan hat. Der ganze Plot ist komplex und birgt so viel Potenzial, das leider nicht richtig ausgeschöpft wird.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

[Rezension] Das Mädchen aus der 1. Reihe (Jana Crämer)

Veröffentlicht 1. April 2020 von erlesenebuecher

Joyning, Essen & Song-Orakel

Appetithäppchen: In Leas Augen ist ihr Körper eine einzige Problemzone. Nur wenn sie mit ihrer besten Freundin Jule auf den Konzerten ihrer Lieblingsband in der 1. Reihe steht, kann sie ihre Sorgen für einen Abend vergessen und das Leben unbeschwert genießen. Jule ist das komplette Gegenteil von ihr: selbstbewusst, beliebt und schlank. Umso verblüffter stellt Lea fest, dass sich Ben, der attraktive Sänder der Band, ausgerechnet für sie interessiert. Es entwickelt sich eine Beziehung, die beide dazu bringt, ihre Masken fallen zu lassen. Und Lea erfährt, dass auch Bens Leben nicht diese Leichtigkeit hat, wie es auf der Bühne scheint…

Verfasserin: Jana Crämer, Jahrgang 1982, hat in Dortmund Erziehungswissenschaften/ Psychologie studiert und lebt in Wetter an der Ruhr. Als Managerin der Band „Luxuslärm“ liegt ihr Aufgabenfeld vorwiegend am Bühnenrand und im Backstagebreich, trotzdem zieht es sie nach wie vor in die 1. Reihe.

[juneberry (2015)]

Meine Meinung: Der Buchtitel sprang mir sofort ins Auge. Das passte so. Gut nicht genau jetzt, da Konzerte abgesagt sind, aber bis vor einem Monat. Ich war auf so vielen Konzerten in letzter Zeit und an sich immer in der 1. Reihe. Jedoch war der Inhalt dann etwas anders, als ich dachte.

Lea ist stark übergewichtig und steht kurz vor dem Abitur. Ihre beste Freundin Jule und sie lernen in einem Club die Band Joyning kennen und lieben. Lea hat es vor allem der Sänger Ben angetan. Er ist so unnahbar, attraktiv, besitzt eine tolle Stimme und hat gerade sie ausgesucht, um von der Bühne mit ihr zu flirten. Die Beiden lernen sich immer besser kennen und können bzw. wollen auch ihre Geheimnisse nicht mehr voreinander verstecken. Lea leidet unter der Alkoholsucht ihres Vaters und ihrer eigenen Fresssucht.

Das Buch hat autographische Züge der Autorin, so dass ich nicht sagen kann, sie macht zu viele Fässer auf. So ist das Leben. Es geht um Freundschaft, Musik, Schwärmerei, Karriere, Sucht, Familie… Alles wird angerissen. Zum einen fehlt manchmal die Tiefe, aber zum anderen schafft es Jana Crämer immer wieder den Leser mitzunehmen und zu berühren. Es fesselt, obwohl der Schreibstil einen nicht mitreisst und eher kühl bleibt. Trotzdem hatte ich mir mehr oder besser etwas anderes erhofft. Aber irgendwie hatte das Buch etwas, die Seiten flogen dahin und ließ einen immerhin teilweise nachdenklich zurück. Es lohnt sich auch, sich danach etwas näher mit Jana Crämer, die Bloggerin ist, zu beschäftigen.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkte

 

[Neuanschaffungen] Woche #12

Veröffentlicht 31. März 2020 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Woanders aussortiert, bei mir aufgenommen:

Die Prophetin (Barbara Wood)

Eine Frau zwischen Pflicht und Passion – 1999 – Die junge Archäologin Catherine Alexander entdeckt Schriftrollen aus der Zeit des frühen Christentums. – 1999 – Auf der ganzen Welt steigt das „Jahrtausendfieber“. Die Menschen stürzen sich auf die Aussagen und Prophezeiungen der Schriftrollen über das Ewige Leben und das Letzte Gericht. – 1999 – Der Vatikan entdeckt die Brisanz der Schriftrollen für die Kirche, die Stellung des Papstes und die ausschließlich männliche Priesterschaft. – 1999 – Die Jagd auf Catherine und ihren Beschützer Pater Michael Garibaldi beginnt… Die Jagd von Catherine und Pater Garibaldi auf die letzte, noch fehlende Schriftrolle hat ebenfalls begonnen… [Wolfgang Krüger Verlag (1995)]

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Lucian (Isabel Abedi)

Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide graumsam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe. [Arena (2009)]

[Monatsrückblick] Februar 2020

Veröffentlicht 7. März 2020 von erlesenebuecher

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Zuerst war ich in diesem Monat in der unglaublichen Stadt Buchhaim, in der sich alles um Bücher dreht. Das war so unglaublich! Danach war ich mit Geralt von Riva u.a. in Cintra und im Brokilon unterwegs. Anschließend war ich noch der Liebe wegen in dem Weinanbaugebiet Solvang in Kalifornien, bevor es dann nach Schottland ging, wo Macbeth nach Macht gierte. Ein sehr aufregender Monat.

Die Stadt der Träumenden Bücher Walter Moers 456 Seiten 5 Punkte
Das Schwert der Vorsehung Andrzej Sapkowski 461 Seiten 4,5 Punkte
Julia für immer Stacey Jay 344 Seiten 3 Punkte
Macbeth William Shakespeare 96 Seiten 3,5 Punkte

Das waren 1357 Seiten.

Um dieses Buch kam ich diesen Monat nicht vorbei:

  1. Das Mädchen aus der 1. Reihe (Jana Crämer)

[Neuanschaffungen] Woche #09

Veröffentlicht 1. März 2020 von erlesenebuecher

Bei mir neu eingezogen ist…

Irgendwie gerade passend 🙂

Das Mädchen aus der 1. Reihe (Jana Crämer)

In Leas Augen ist ihr Körper eine einzige Problemzone. Nur wenn sie mit ihrer besten Freundin Jule auf den Konzerten ihrer Lieblingsband in der 1. Reihe steht, kann sie ihre Sorgen für einen Abend vergessen und das Leben unbeschwert genießen. Jule ist das komplette Gegenteil von ihr: selbstbewusst, beliebt und schlank. Umso verblüffter stellt Lea fest, dass sich Ben, der attraktive Sänder der Band, ausgerechnet für sie interessiert. Es entwickelt sich eine Beziehung, die beide dazu bringt, ihre Masken fallen zu lassen. Und Lea erfährt, dass auch Bens Leben nicht diese Leichtigkeit hat, wie es auf der Bühne scheint… [juneberry (2015)]