Rezensionen 2008

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Mieses Karma (David Safier)

Veröffentlicht 19. Juni 2012 von erlesenebuecher

Reinkarnation, Casanova & gute Taten

(25.12.08)

Appetithäppchen: Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den Deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Er gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärtsgeht.

Verfasser: David Safier, 1966 geboren, wurde bekannt durch seine Drehbücher zu TV-Hits wie ‚Berlin, Berlin‘, ‚Nikola‘ und ‚Mein Leben & ich‘. Er wurde unter anderem mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Emmy, dem amerikanischen Fernseh-Oscar, ausgezeichnet. David Safier lebt und arbeitet in Bremen. ‚Mieses Karma‘ ist sein erster Roman und stand wochenlang auf der Bestsellerliste.

Meine Meinung: Ich fand das Buch sehr lustig und wirklich gut geschrieben, so dass man es schnell weglesen kann. Die Idee für das Buch ist aber auch wirklich klasse.
Das Ende hat mir nicht so gut gefallen, das was schon sehr dick aufgetragen. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Hauptdarstellerin ihrer Konkurrentin freiwillig Platz gemacht hätte…. und das eben eingesehen hätte… aber naja so war auch ok.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

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Die Geisha (Arthur Golden)

Veröffentlicht 19. Juni 2012 von erlesenebuecher

Japan, Mizuage & Kürbisköpfchen

(21.10.08)

Appetithäppchen: Zu Beginn der 30er Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.

Verfasser: Arthur Golden, geboren 1957 in Tennessee, studierte japanische Geschichte und verbrachte mehrere Jahre in Japan. Der Roman ‚Die Geisha‘ ist sein erstes Buch, zu dem ihn eine alte Geisha inspirierte, eine gute Freundin seiner Großmutter. Das Buch stand in zahlreichen Ländern monatelang auf der Bestsellerliste. Der Autor lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in Brookline, Massachusetts.

Meine Meinung: Ich bin sehr begeistert von dem Buch. Es ist sehr gut geschrieben und eine klasse Geschichte. Man ist total gefesselt und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Als Leser taucht man völlig in eine fremde Welt ein.

Des Weiteren fand ich die Liebesgeschichte von Sayuri und dem Direktor ganz entzückend und es gabe dann auch noch ein schönes Happy End. Super!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Verlag: btb

Bockmist (Hugh Laurie)

Veröffentlicht 19. Juni 2012 von erlesenebuecher

Waffen, Motorrad & eine Frau

(01.08.08)

Appetithäppchen: Sein Name ist Lang. Thomas Lang. Er ist ein sogenannter Sicherheitsberater, kennt sich mit modernsten Waffen und Nahkampftechniken aus, aber nicht mit Frauen. Und ausgerechnet in eine solche verliebt er sich, als er in eine internationale Affäre um Drogen- und Waffenhandel verwickelt wird. Bockmist eben!

Verfasser: Hugh Laurie, geboren 1959 als Sohn eines olympischen Goldmedaillengewinners im Rudern, studierte in Cambridge, wo er Stephen Fry kennelernte. Gemeinsam bildeten die beiden ein höchst erfolgreiches Comedy-Duo in der BBC-Sketch-Serie ‚A Bit of Fry and Laurie‘, für die Laurie auch das Drehbuch schrieb. An der Seite von Rowan Atkinson spielte er in der Serie ‚Blackadder‘. Auf der Kinoleinwand war er in Komödien wie ‚Stuart Little‘ oder ‚101 Dalmatiner‘ zu sehen. In der Rolle des Dr. House in der gleichnamigen TV-Serie wurde er endgültig zur gefeierten Kultfigur. ‚Bockmist‘ ist sein erster Roman, dabei wollte er eigentlich bloß ein Tagebuch schreiben. Nach ein paar Wochen mit Einträgen wie ‚EastEnders gesehen, ein Stück Kuchen gegessen, Kinder gebadet‘ war er jedoch so gelangweilt, von seinem Leben, dass er beschloss, ein Leben zu erfinden, das mit seinem rein gar nichts zu tun hat.

Meine Meinung: Ich fand das Buch zu Beginn recht unterhaltsam und auch ein wenig lustig, aber die Story war naja… etwas dürftig und sehr gekünstelt. Es war aber schon unterhaltsam, aber nicht der Brüller, fand ich.

Allerdings habe ich von mehreren männlichen Lesern des Buches gehört, dass sie es zum Brüllen komisch fanden und die Story richtig abgefahren. Also ist es vielleicht eher ein Männer-Buch?!

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Verlag: Heyne

Ich und die anderen (Matt Ruff)

Veröffentlicht 19. Juni 2012 von erlesenebuecher

Häuser, Psyche & Viele

(28.06.08)

Appetithäppchen: Für den fünfjährigen Jake gibt’s Honigpops, für Tante Sam Kräutertee und für Seferis gesalzene Radieschen: Es ist gar nicht so leicht, jeden Morgen die Bedürfnisse aller ‚Hausbewohner‘ zu befriedigen. Aber eigentlich hat Andrew Gage sich und seine ‚anderen‘ ganz gut im Griff, obwohl er an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet. Mit Unterstützung einer engagierten Psychologin hat er es jedoch geschafft, für die vielen Ich-Abspaltungen in seinem Kopf ein imaginäres Haus zu konstruieren. Doch die Grundmauern des Geisterhauses beginnen stark zu wackeln, als Andrews Chefin die junge Penny Driver einstellt. Denn Penny ist ebenfalls multipel – nur weiß sie das noch nicht. Wann immer eine von Pennys verschiedenen ‚Seelen‘ die Herrschaft über Leib und Geist gewinnt, kommt es zu einem Blackout. Andrew versucht Penny zu helfen, aber allzu schnell läuft die Situation aus dem Ruder, und Andrews filigranes Seelengefüge droht aus dem Gleichgewicht zu geraten…

Verfasser: Matt Ruff, 1965 in New York geboren, wuchs als Sohn eines lutherischen Pfarrers in Queens auf. Er studierte Englische Literatur und Creative Writing und lebt heute in Seattle. Seine beiden ersten Romane ‚Fool on the Hill‘ und ‚G.A.S‘ haben mittlerweile Kultstatus.

Meine Meinung: Also ich habe mich etwas schwer getan mit dem Buch. Ich fand es phasenweise auch wirklich gut, aber z.B. die ganze Tour zu Andrews Haus seiner Kindheit viel zu sehr in die Länge gezogen. Der Anfang und das Ende hat mir aber gefallen. Ohne zu viel zu verraten, nahm für mich das Buch aber plötzlich eine verwirrende Wendung als etwas zu Andrews Person herauskam. Die Verwirrung hielt leider bis zum Schluss an.
Das Thema ‚Multiple Persönlichkeiten‘ ist immer wieder spannend und auch die hier dargestellte Behandlungsmethode des inneren Hausbaus beeindruckend. Jedoch fand ich das Buch ‚Aufschrei‘ von Truddi Chase noch etwas fesselnder zu diesem Thema.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag