Vögel

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Die Insel der besonderen Kinder (Ransom Riggs)

Veröffentlicht 24. Oktober 2016 von erlesenebuecher

Zeitschleife, Monster & Vogel

Appetithäppchen: Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob fast erwachsen und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt…

Verfasser: Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf, einer Region, in der sich viele Amerikaner zur Ruhe setzen. Um nicht vor Langeweile zu sterben, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er in Ohio und Los Angeles Literatur und Filmproduktion. Ransom Riggs dreht heut Werbefilme und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf.

[Knaur Taschenbuch (2013)]

Meine Meinung: Ich hatte das Buch schon einmal auf meinem Wunschzettel, aber irgendwann wieder runtergenommen, da ich einfach viel zu viele Bücher haben möchte. Allerdings habe ich dann erfahren, dass es den Kinofilm von Tom Burtonzu zu diesem Buch gibt und da musste es schnell doch her und gelesen werden. Allerdings weiß ich nun, da ich es gelesen habe, nicht, ob ich den Film überhaupt sehen muss bzw. will. Kann man so etwas überhaupt verfilmen und vor allem mochte ich diese Atmosphäre rund um die alten Fotografien so sehr, dass ich Angst habe dieses wird durch einen Film kaputt gemacht. Nervig finde ich außerdem, jetzt da ich das Buch gelesen habe, dass es schon wieder eine Buchreihe ist. Hilfe! Diese Buchreihen machen mich fertig. Ich komme nicht mehr hinterher.

Nun zu diesem Band: In letzter Zeit lese ich so oft Bücher, die großartig beginnen und auf einer genialen Idee basieren. Aber leider trägt diese Großartigkeit und Genialität nicht durch das ganze Buch. Sie fangen an zu schwächeln und enden eher ok. So auch hier.

Ich war zu Beginn gefesselt von dem Buch, fand es aber auch sehr gruselig. Abends/nachts konnte ich das Buch gar nicht lesen. Durch die Fotos wirkt alles so real. Diese sind so skurril, abgefahren und seltsam. Wer zieht seinen Kindern denn gestrickte Clownsmasken an? Und diese Idee mit den Fotos, diese in die Geschichte einzubinden, finde ich bemerkenswert genial.

Jedoch lässt die Riesenspannung leider etwas nach, als Jacob auf der Insel auf die Kinder trifft. Ab da wird es mir mit den Zeitschleifen etwas zu viel Fantasy. Die Geschichte rund um die Wights und die Hollows passte gar nicht für mich. Es gab dann auch einige Längen, aber man konnte das Buch trotzdem gut weglesen. Schade!

Ebenfalls schade fand ich, dass die Idee vom Anfang, dass die besonderen Kinder Juden und die Monster die Nazis sind, nicht weiterverfolgt wurde. Das hat mich fasziniert und ich habe mich schon auf eine interessante Geschichte in diese Richtung gefreut.

Insgesamt wechselten sich Licht und Schatten ab, aber es war so vieles wirklicht gut, so dass sich das Lesen dieses Buches lohnt.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Die Rabenfrau (Regine Leisner)

Veröffentlicht 28. Mai 2012 von erlesenebuecher

Schamanismus, Wandel & Vögel

(22. Januar 2012)

Appetithäppchen: Vor 11.500 Jahren leben die Menschen in den bewaldeten Hügeln nördlich des Mains in kleinen Sippen und verehren eine Muttergottheit. Das junge Mädchen Ravan wird von den Alten Müttern zur Vogelfrau geweiht, dazu bestimmt, die spirituelle Führerin ihres Stammes zu werden. Eine ehrenvolle Aufgabe, doch bald quälen Ravan beängstigende Visionen: Ein gewaltiger Vulkanausbruch steht bevor und wird alles Leben auslöschen! Wie kann sie die Eschenleute vor den entfesselten Naturgewalten retten? Godain, der Schamane des Stammes und ihr heimlicher Geliebter, verweigert ihr die Unterstüzung. Er will, dass die Männer sich endlich gegen die sanfte Herrschaft der Frauen auflehnen. Die Spannungen erreichen einen Höhepunkt, als Ravan den Schamanen aus der Sippe verstößt – doch dann setzt der Feuersturm ein, und es geht nur  noch ums Überleben. Gemeinsam müssen Ravan und Godain einen Weg finden, ihr Volk zu retten.

Verfasserin: Regine Leisner war viele Jahre als Industriekauffrau, Redakteurin und Autorin beschäftigt, bevor sie sich der Psychologie zuwandte. Heute arbeitet sie als selbständige Kommunikationstrainierin und Coach. Ihre Leidenschaft gilt der Erforschung alteuropäischer Kulturen. Regine Leisner lebt mit ihrem Mann in Unterfranken, „Die Rabenfrau“ ist ihr erster Roman.

Meine Meinung: Ich bin großer Fan von prähistorischen Romanen, vor allem die von Jean M. Auel und Joan Wolf fand ich großartig. Die Rabenfrau von Regine Leisner spielt vor etwa 11500 Jahren im heutigen Unterfranken. Die Sippe der Eschenleuten verehrt die große Frau und lebt nach der Alten Ordnung. Die Frauen haben das Sagen. Langsam verändern sich aber die Zeiten, die Männer erkämpfen sich mehr Gehör und der Kampf der Mächte zwingt die Sippe zu wandern. Harte Zeiten stehen an, durch die sie die Vogelfrau Ravan und der Schamane Godain führen.

Ich fand das Buch sehr gut und habe es ziemlich schnell gelesen, da man kaum aufhören konnte. Es fing richtig super an, konnte da Niveau aber leider nicht über das ganze Buch halten. Trotzdem super!

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Verlag: Ullstein Verlag