Rezensionen 2012

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Die Glücksbäckerei 1 – Das magische Rezeptbuch (Kathryn Littlewood)

Veröffentlicht 25. Juni 2014 von erlesenebuecher

Schneebesen-Schlüssel, Zwerg des Ewigen Schlafes & Zurück-zu-vorher-Brombeertorte

Appetithäppchen: Rose und ihre Familie haben ein Geheimnis. Es ist das alte Familienbackbuch, in dem so zauberhafte Rezepte wie Liebesmuffins und Wahrheitsplätzchen gesammelt sind – oder auch Törtchen, um verlorene Dinge wiederzufinden. Roses Eltern hüten das Buch wie ihren Augapfel, keines der Kinder darf auch nur einen Blick hineinwerfen. Doch dann müssen die beiden Zauberbäcker verreisen. Rose und ihre Geschwister versprechen, sich von dem verbotenen Buch fernzuhalten. Doch dieses Versprechen ist gar nicht so einfach einzuhalten – und bald geht es in dem kleinen Dorf drunter und drüber…

Verfasserin: Kathryn Littlewood ist Schriftstellerin, Schauspielerin und Comedian, lebt in New York, arbeitet oft in Los Angeles – und hat eine ebenso große Schwäche für pain au chocolat wie für Kinderbücher. Sie ist eine leidenschaftliche Köchin, aber eine fürchterliche Bäckerin und gibt zu, dass ihr noch nie ein Kuchen geglückt ist. Essen tut sie ihn dennoch für ihr Leben gern!

[S. Fischer Verlag (2013)]

Meine Meinung: Dieses Cover!!! Wie die meisten Leser bin ich natürlich auch sofort auf das Cover angesprungen. Es ist auf jeden Fall eines der schönsten, finde ich! Dafür müsste es eigentlich schon sofort die volle Punktzahl geben.

Aber das Buch hat ja auch einen Inhalt. Und dieser ist auch nicht von schlechten Eltern. Vorweg muss natürlich gesagt werden, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, das ab 10 Jahren empfohlen wird. Dieses merkt man natürlich auch, obwohl es nicht sehr stört. Es können also durchaus auch Erwachsene dieses Buch lesen. Aber man muss eben im Hinterkopf haben, dass der Tiefgang nicht ganz so tief ist.

Wenn man das aber weiß und sich auf das Buch einlässt, ist es wirklich zuckersüß und eben zum Dahinschmelzen. Es werden so tolle Kuchen, Torten, Kekse, Muffins usw. gebacken, welche u.a. aus so großartigen Zutaten wie das Lied einer Nachtigall, getrocknete Elfenflügel, eingefangene geflüsterte Sprüche von Ärzten oder sanfter Schlafatem bestehen. So himmlisch, dass man richtig Lust und vor allem Appetit bekommt. Wie gerne würde ich einmal in die Glücksbäckerei gehen und mich da durch die Karte essen.

Die Handlung ist etwas vorhersehbar, die Charaktere ein wenig platt, aber wiederum auch liebenswürdig und lustig. Das Buch hat so richtig gute und auch etwas spannende Stellen. Wäre ich ein wenig (hüstel) jünger, würde ich das Buch lieben. Aber auch so macht es richtig Spaß und versüßt einem die Lesestunden.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (Veronica Roth)

Veröffentlicht 21. April 2014 von erlesenebuecher

Erlesene Bücher

Krähen, Simulation & Pistole

Appetithäppchen: Der Aufstand hat begonnen… Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden…

Verfasserin: Veronica Roth studierte an der Northwestern University in Chicago Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde und mit…

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Die Bestimmung (Veronica Roth)

Veröffentlicht 7. April 2014 von erlesenebuecher

Erlesene Bücher

Fraktion, Selbstlosigkeit & Tattoos

Appetithäppchen: Was ist deine Bestimmung? In einer Welt, in der Loyalität allesi st, kann deine Entscheidung das Leben von Grund auf verändern… Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen… Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben…

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Black Dagger 11 – Blutlinien (J. R. Ward)

Veröffentlicht 31. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Zauberer, lavendelfarben & Omegas Sohn

Appetithäppchen: Der Vampirkrieger Phury hat es nach Jahrhunderten des Zölibats auf sich genommen, der Primal der Vampire zu werden. Als solcher ist er verantwortlich dafür, mit den sogenannten Auserwählten, besonderen Vampir-Priesterinnen, möglichst viele Nachkommen zu zeugen und so den Erhalt ihrer Art zu gewährleisten. Seit der Primalzeremonie lebt die Auserwählte Cormia auf dem Anwesen der Bruderschaft in Caldwell, New York. Doch obwohl Phury sich zu ihr hingezogen fühlt, kann er nicht vergessen, dass seine Liebe eigentlich Bella gilt, der Frau seines Zwillingsbruders Zsadist. Hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Leidenschaft, bringt Phury sich im Krieg gegen die unbarmherzige Gesellschaft der Lesser in immer größere Gefahr und steuert so unaufhaltsam auf eine Katastrophe zu…

Verfasserin: J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die Black Dagger-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.

[Wilhelm Heyne Verlag (2009)]

Meine Meinung: Endlich mal wieder einen BD-Roman! Es tat auf jeden Fall gut, mal eine Pause gemacht zu haben, da ich nun wieder mit Feuereifer die Geschichte der Black Dagger verschlungen habe.

Dieses Mal geht es um Phury, der keusche Bruder mit den tollen Haaren. Zum Glück geht es nicht seitenlang um seine unerwiderte Liebe zu Bella, das hätte mich tierisch genervt. Statt dessen findet er doch immer mehr Gefallen an Cormia, aber leider auch an dem roten Rauch. Zudem tritt nun immer ein sogenannter Zauberer in seinen Gedanken auf, der in runterzieht und seine Drogensucht unterstützt. Das ist aber schon der einzige kleine Kritikpunkt an diesen Buch.

Ansonsten ist es wieder sehr spannend, sogar bei den Lessern, da Omega einen Sohn gezeugt hat, der bei den Vampiren aufgewachsen ist. Da wird also noch einiges zu erwarten sein.

Aber auch bei den anderen Vampiren ist einiges los und das gefiel mir an diesem Buch besonders. Es gibt dieses Mal jede Menge Handlungsstränge und alle sind richtig gut: Die Geschichte zwischen John, Quinn und Blay geht weiter, aber es wird auch viel von Rhevenge und Xhex erzählt.

Ein tolles Buch mit viel Action und Spannung, etwas wenig Sex, was aber nicht störte bei der Fülle an guten Handlungen.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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Der kleine Vampir in Gefahr (Angela Sommer-Bodenburg)

Veröffentlicht 28. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Tulli-Ex, Pickeloge & Tour de Sarg

Appetithäppchen: „Anton überlief es kalt. Langsam schien es brenzlig zu werden… für ihn, für den kleinen Vampir und für Anna!“ Antons Eltern sind plötzlich misstrauisch geworden – wegen des Fotos, dass der Vater von Anna und Anton gemacht hat. Merkwürdigerweise ist darauf nämlich außer Anton nur das Buch zu sehen, das Anna in der Hand gehalten hat. Und es kommt noch schlimmer: Geiermeier und Schnuppermaul, die beiden Friedhofswärter, wollen ausgerechnet den Teil des Friedhofs „verschönern“, wo die Vampire zu Hause sind. Immer näher kommen die beiden der Gruft Schlotterstein…

Verfasserin: Angela Sommer-Bodenburg: geboren 1948 in Reinbek bei Hamburg; Studium der Soziologie und Pädagogik; zwölf Jahre Grundschullehrerin im Hamburger Schuldienst; seit 1984 freischaffende Schriftstellerin; lebt in Prinzenmoor in Schleswig-Holstein.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1985)]

Meine Meinung: Dieser Teil ist mal wieder richtig klasse. Er ist wirklich richtig spannend, da die Existenz der Vampire von zwei Seiten bedroht wird. Zum einen durch Geiermeier und seinem neuen Gehilfen Schnuppermaul (der sich anscheinend lieber die Fingernägel macht und Haare wäscht, als Vampire zu jagen). Und zum anderen durch Antons Eltern, die die Existenz von Vampiren plötzlich gar nicht mehr für so weit hergeholt halten.

Endlich gibt es wieder viele Szenen mit dem mürrischen kleinen Vampir und sogar Lumpi taucht auf. Herrlich!

Besonders gelungen sind in diesem Buch die Dialoge zwischen Anton und seiner Mutter! Herausragend der Besuch beim Psychologen, wo sich plötzlich Antons Mutter auf der Couch wiederfindet, um von ihrer angeblichen Vampir-Phobie geheilt zu werden.

Das Ende lässt einige Fragen offen und man ist gespannt, wie es mit Anton, Anna und Rüdiger weiter geht bzw. gehen kann.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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So lonely (Per Nilsson)

Veröffentlicht 27. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Herzenstrost, Bus & Foxi

Appetithäppchen: Es ist sechzehn, als er sie zum ersten Mal sieht: Ann-Kathrin, das Mädchen seiner Träume. Sie reden und lachen miteinander, sie treffen sich, sie werden Freunde. Und kurz vor den Sommerferien schlafen sie miteinander. Für ihn gibt es nur noch sie. Als er für vier Wochen in die USA fliegt, schreibt er ihr jeden Tag Liebesbriefe. Doch als er zurückkommt, ist auf einmal alles anders…

Verfasser: Per Nilsson, 1954 in Malmö geboren, gehört zu den führenden schwedischen Autoren von Kinder- und Jugenbüchern. Nach einem Pädagogikstudium arbeitete er zunächst als Fachlehrer für Mathematik und Musik an einem Gymnasium und schrieb nebenher bereits Romane und Drehbücher. Zu seinen erfolgreichsten Büchern gehört „So lonely“, für das er 1997 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Per Nilsson wurde für sein literarisches Gesamtwerk mit dem schwedischen Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet und bereits fünfmal für den renommierten schwedischen August-(Strindberg)-Preis nominiert.

[Oetinger Taschenbuch (1996)]

Meine Meinung: Auf irgendeinem Blog wurde dieses Buch mal wärmstens empfohlen. Leider weiß ich schon wieder nicht mehr auf welchem. Schade! Jedenfalls zählte es dort zu den Lieblingsbüchern. Deshalb habe ich es mir gekauft und nun gelesen.

Es geht um einen 16jährigen Jungen der diverse Gegenstände entsorgen möchte und anhand dieser Gegenstände in Rückblenden die Geschichte seiner großen Liebe erzählt. Der Aufbau des Buches ist wirklich klasse! Es ist auch sehr leicht zu lesen, so dass man das in einem Rutsch durchlesen kann.

Besonders gefallen hat mir, dass das Buch eben eine traurige, melancholische Liebes-/Leidensgeschichte erzählt, aber aus der Sicht eines Jungen. Das ist ja immer eher selten.

Aber es ist eben ein Jugendbuch. Wenn ich es mit 16 gelesen hätte, hätte es mir wahrscheinlich auch wirklich wahnsinnig gut gefallen. So kam ich mir aber irgendwie nicht mehr in die Zielgruppe gehörig vor. Schade!

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Die Nadel (Ken Follett)

Veröffentlicht 25. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Spion, Stilett & Geisterarmee

Appetithäppchen: Ein einsamer Agent in London kann den Lauf der Geschichte ändern. Er funkt Geheimnisse nach Nazi-Deutschland. Seine Vermieterin öffnet die Tür. Er sticht zu… 1944. Der Zweite Weltkrieg. Amerikaner und Briten planen die gigantischste Invasion der Weltgeschichte. Ihr Ziel: die Normandie. Ein Täuschungsmanöver soll Adolf Hitler verwirren. Nur der Top-Spion der Nazis in England, Code-Name „Die Nadel“, kennt die Wahrheit. Ein deutsches U-Boot soll ihn zu Hitler bringen. Aber Scotland-Yard-Kommissar Bloggs ist auf seiner blutigen Spur. Er folgt den Leichen. Sie führen zur Kanalküste. Die „Nadel“ flieht mit einem Fischerboot. Er kentert in einem Orkan. Eine Frau rettet ihn – und verliebt sich. Endkampf auf einer Insel. Das Böse gegen das Gute. Ein Thriller wie „Der Schakal“.

Verfasser: Ken Follett, geboren 1949, einer der erfolgreichsten Thriller-Autoren der Welt („Die Säulen der Erde“, „Auf den Schwingen des Adlers“, „Der dritte Zwilling“). Der Bergarbeiter-Sohn, Philosophie-Student und Ex-Journalist schuf mit „Die Nadel“ (1978) mit 29 Jahren einen Welt-Bestseller: 12 Mio. Auflage. „Die Nadel“ wurde mit Donald Sutherland als Nazi-Top-Spion Henry Faber 1980 verfilmt.

[Bastei Lübbe (1986)]

Meine Meinung: Zu Beginn des Buches tat ich mich ein wenig schwer in die Geschichte herein zu kommen und oft dachte ich, das ist nicht so ganz mein Buch. Der Schreibstil hat mir auch nicht so ganz gefallen. Das alles änderte sich aber im Laufe der Geschichte immer mehr und zum Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Es handelt sich um einen spannenden, gutdurchdachten und facettenreichen Spionagethriller, der im 2. Weltkrieg spielt. Henry Faber, ein deutscher Top-Spion findet in England das wohl größte Kriegsgeheimnis heraus und versucht dieses unbeschadet nach Deutschland zu bringen. Ihm dich auf den Fersen sind die britischen Agenten.

Was mich besonders fasziniert hat an dem Buch, war, dass man ständig hin und her gerrisen war, ob man nun auf Fabers Seite steht oder nicht. Ist er einem sympathisch oder nicht? Hat man seine Persönlichkeit durchschaut oder nicht?

Gerade das Ende war wirklich klasse. Sehr spannend und man weiß bis zur letzten Seite nicht, wie es ausgeht.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Der kleine Vampir auf dem Bauernhof (Angela Sommer-Bodenburg)

Veröffentlicht 19. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Eierdieb, Poesiealbum & Stöbermann

Appetithäppchen: Gleich nach der Ankunft stellt Anton fest: die gesunde Landluft, die seine Eltern so loben, stinkt erbärmlich! Und auch sonst ist er zunächst von ihrem Ferienort nicht begeistert, während seine Mutter sich freut, dass sie nun endlich mal Ruhe vor Vampiren haben wird, Vampiren im Fernsehen, in Büchern… Aber das weiß Anton besser, denn der kleine Vampir wohnt bereits hier. Nur wo? Antons Suche endet – im Schweinestall! Leider ist der kleine Vampir schlecht gelaunt, und Anton ahnt: es werden noch aufregende Ferien werden…

Verfasserin: Angela Sommer-Bodenburg: geboren 1948 in Reinbek bei Hamburg; Studium der Soziologie und Pädagogik; zwölf Jahre Grundschullehrerin im Hamburger Schuldienst; seit 1984 freischaffende Schriftstellerin; lebt in Prinzenmoor in Schleswig-Holstein.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1983)]

Meine Meinung: Leider zu wenig Rüdiger, keine Tante Dorothee, kein Lumpi… Das hat mich dieses Mal ein wenig gestört.

Rüdiger ist wirklich meist schlecht gelaunt und die anderen Personen auf dem Bauernhof sind auch nicht besonders lustig. Ebenfalls nervte mich ein wenig – das hat es wohl noch nicht als Kind -, dass es eigentlich immer nur darum geht, dass der kleine Vampir von anderen nicht entdeckt werden darf und Anton sich darum kümmern muss. Denn auch auf dem Land gibt es Vampirjäger. Herr Stöbermann, der schon einige Nachtfalter im Wohnzimmer aufgespießt hat, macht Jagd auf denjenigen, der diese zwei verdächtigen kleinen Löcher in den leeren Eiern hinterlassen hat…

Klasse ist aber auf jeden Fall das Poesiealbum von Anna. Und Antons Mutter reißt auch einiges raus.

reread: Die Schwachstellen in diesem Teil blieben leider bestehen. Aber gerade mein Sohn fand den Teil mit dem Eierdieb und Stöbermanns schwarzer Bestie sehr spannend.

Ich fand dieses Mal den Teil mit den Berliener Ferienkindern sehr amüsant.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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Obendrüber da schneit es (Astrid Ruppert)

Veröffentlicht 17. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Mietshaus, Paradiesapfel & Licht

Appetithäppchen: In einem Mietshaus herrschen zu Weihnachten Hektik, Ärger und Einsamkeit. Nur ein kleines Mädchen lässt sich den Glauben ans Christkind nicht nehmen und schenkt der Hausgemeinschaft ein Fest voller Hoffnung und Liebe. Eine berührende Weihnachtsgeschichte über das Glück der Freundschaft.

Verfasserin: Astrid Ruppert wurde 1964 im Saarland geboren und wuchs in Fulda auf. Nach dem Studium der Anglistik in Canterbury und Marburg begann sie in der Fernsehbranche zu arbeiten. Sie lebt heute mit ihrer Tochter in Wiesbaden. ‚Obendrüber da schneit es‘ ist ihr erster Roman.

[Ullstein Taschenbuch (2009)]

Meine Meinung: Ein zauberhafter Roman! Ich bin begeistert. Es handelt sich um eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte, die viele verschiedene Menschen in einem Mietshaus beschreibt und zusammenbringt.

Natürlich habe ich dieses Buch auch gerade im richtigen Moment gelesen. Es ist kurz vor Weihnachten und heute Abend kommt der Film im Fernsehen, auf den ich mich nun besonders freue. Wer lebt eigentlich nebenan, wie feiern alle Weihnachten und wer trägt welchen Schmerz in sich… diese Themen werden in dem Buch aufgegriffen. All die einzelnen Episoden werden liebevoll Stück für Stück miteinander verbunden. Ein Stück Paradies, ein bisschen Weihnachtszauber…

Ein tolles Buch für diese Jahreszeit, das einen zum Lachen und zum Weinen bringt.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Der kleine Hobbit (J. R. R. Tolkien)

Veröffentlicht 15. Dezember 2012 von erlesenebuecher

Meisterdieb, Sprache der Warge & Pelzwechsler

Appetithäppchen: Bilbo Beutlin, ein angesehener Hobbit, lässt sich in ein Abenteuer verwickeln, das Hobbitvorstellungen bei weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von Jahresdauer begibt, er lässt sich sogar vom Zwergenkönig Thorin Eichenschild und seinen Genossen als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen. Sein Ruf ist dann auch so ziemlich beim Teufel, als er nach erfolgreich bestandenen Abenteuern wieder in Hobbingen ankommt. Seine Erfahrungen mit dem Zauberer, den Zwergen, den Elben, Riesenspinnen und Menschen werden hier beschrieben.

Verfasser: John Ronald Reuel Tolkien wurde am 3.1.1892 in Bloemfontein im Oranje-Freistaat, Südafrika, geboren; er verließ vierjährig mit Mutter und Bruder dieses Land und kehrte mit ihnen in die Heimat des Vaters, in ein Dorf in der Nähe Birminghams in England, zurück. Der junge Tolkien besuchte nun das König-Edward-Gymnasium und fand in Francis Xaver Morgan vom Oratorium Birmingham einen geistlichen Führer und Lehrer. Diese alte Schule bedeutete ihm so viel, dass er später auch seine drei Söhne in ihre Obhut schickte. Nach dem Schulbesuch erhielt Tolkien ein Stipendium der Universität Oxford. 1915 schloss er sein Studium ab und heiratete; er erlebte den Ersten Weltkrieg als Infanterist. Im Jahre 1918 fand er im Lazarett Klarheit über seinen zukünftigen Lebensweg. Zwei Jahre arbeitete er am ‚Oxford English Dictionary‘ mit, wurde Privatdozent in Leeds und mit 32 Jahren – für englische Verhältnisse sehr früh – Professor, zuerst in Leeds und dann in Oxford. Dort lebte und wirkte er. bis er in den Ruhestand trat. Tolkien war ein leidenschaftlicher Hochschullehrer und ein unglaublich kenntnisreicher Erforscher der Wortgeschichte der Mythologie. Das erste Werk, das er herausgab, war ein mittelenglisches Wörterbuch; Studien über Chaucer und den ‚Beowulf‘ folgten. Tolkien war aber auch ein hinreißender Erzähler. Seine Geschichten hat er zuerst in seiner eigenen Familie erzählt. Sein ‚Hobbit‘ und die Trilogie ‚Der Herr der Ringe‘ haben in Amerika und ebenso in Deutschland einen wahren Tolkien-Kult heraufbeschworen. Von sich selbst redete Tolkien nicht viel: „Was zu sagen ist, steht in meinen Büchern“, sagte er. Er starb mit 81 Jahren am 1.9.1973 in Bournemouth in England.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (1974)]

Meine Meinung: Zum zweiten Mal habe ich das Buch nun gelesen. Leider konnte ich mich kaum noch an das erste Mal erinnern und ich vermute leider, wenn ich nicht den Film heute Abend gucken würde, wäre es sogar jetzt beim zweiten Mal wieder so. Kein Wunder, dass Peter Jackson drei Filme aus der Geschichte macht. Sie ist so dicht erzählt, ein Abenteuer reiht sich an das andere, so dass man manchmal gar nicht mitkommt und schon wieder das vorherige vergessen hat.

Versteht mich nicht falsch, die Story ist super. Aber das Buch ist leider nicht so fließend so lesen. Der Stil von Tolkien ist eben besonders. Die meisten sagen ja auch, man muss ihn im Original lesen. Bei ‚Herr der Ringe‘ ging es mir ähnlich, aber da war die Geschichte noch etwas abwechslungsreicher, da die Schauplätze springen und – nach meiner Erinnerung – etwas mehr innere Handlung vorkommt. Das fehlte mir hier. Mich hat auch noch etwas gestört, dass ich so eine alte Ausgabe des kleinen Hobbits habe und dort Bilder drin sind, die – zwar gut gezeichnet – so gar nicht zu der bidlichen Geschichte passen, die man (dank der Filme) vor Augen hat.

Zum Glück gucke ich jetzt den Film (leider ohne Viggo Mortensen – Aragorn fehlt eindeutig) und habe schon einige Vorschauen gesehen. Dadurch kam die richtige Stimmung beim Lesen auf und die verursacht Gänsehaut. Es sind Abenteuer der Extraklasse und die Welt von Tolkien ist einfach genial. Die Charaktere sind vielschichtig und großartig dargestellt. Die Zwerge sind klasse, sehr lustig, eigenwillig, verbohrt und etwas grob.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten